TU Berlin: Künstler der Konstruktion

06.01.2011, 14:00 | Wissenschaft | Autor: | Jetzt kommentieren


Eine Ausstellung widmet sich Leben und Werk des spanischen Architekten Félix Candela / Eröffnung am 12. Januar 2011

Der gebürtige Spanier Félix Candela (1910–1997) gehört zu den herausragenden Persönlichkeiten der modernen Baukunst. Zu seinem 100. Geburtstag widmete ihm seine Heimatstadt Madrid eine Ausstellung, die jetzt auch in Berlin unter dem Titel „Künstler der Konstruktion“ zu sehen ist.

Zu Eröffnung der Schau an der TU Berlin möchten wir Sie herzlich einladen.

Zeit: am Mittwoch, dem 12. Januar 2011, 18 Uhr
Ort: TU Berlin, Institut für Bauingenieurwesen, Gustav-Meyer-Allee 25, 13355 Berlin, Gebäude 13b, vor dem Hörsaal B

Candelas Werk umfasst mehr als 800 Stahlbetonschalen, die mehrheitlich in den 1950er- und 1960er-Jahren in Mexiko entstanden sind. Zu seinen bekanntesten Bauwerken gehören das Restaurant in Xochimilco in Mexiko-Stadt und die Abfüllhalle der Firma Bacardi & Co. in Mexiko. Die Ausstellung mit Fotos und Texten präsentiert aber nicht nur sein Leben und seine wichtigsten Bauwerke, sondern möchte auch seine Konstruktionsphilosophie näherbringen.

Zum Architekten ausgebildet, arbeitete er hauptsächlich als Bauunternehmer und Ingenieur. Dies begründete sein tiefes Verständnis für den Zusammenhang von Konstruktionen und Form, was heute als Ingenieurbaukunst begriffen und bewundert wird. Es waren die wegweisenden Arbeiten des spanischen Bauingenieurs Eduardo Torroja (1899–1961) die Candelas starkes Interesse an Schalentragwerken weckten. 1936 erhielt er ein Stipendium, um sich in Deutschland weiterzubilden. Der spanische Bürgerkrieg verhinderte jedoch diese Reise. 1939 ging er ins Exil nach Mexiko, später arbeitete er in den USA.

„Félix Candela: La Conquista de la Esbeltez“, so der spanische Titel, ist eine Ausstellung der Stadt Madrid, der Politechnischen Universität Madrid und der Fundación Juanelo Turriano. Veranstaltet wird sie an der TU Berlin vom Fachgebiet „Entwerfen und Konstruieren – Massivbau“, das von Prof. Dr. Mike Schlaich geleitet wird. Kuratorin der Ausstellung ist Dr.-Ing. Annette Bögle vom gleichnamigen Fachgebiet.

Begleitet wird die Ausstellung von der Vortragsreihe „Félix Candela – Was wurde aus seinen Betonschalen?“

Programm:
1. Februar 2011
Über die Betonschalen von Félix Candela hinaus, Prof. Dr. Mike Schlaich, TU Berlin

15. Februar 2011
Zur Gestalt und Topologie transparenter Schalen, Hans Schober, Ingenieurbüro „schlaich bergermann und partner – Beratende Ingenieure im Bauwesen“, Stuttgart

1. März 2011
Unter großen Dächern, Knut Göppert, Ingenieurbüro „schlaich bergermann und partner – Beratende Ingenieure im Bauwesen“, Stuttgart

Zeit: jeweils 18 Uhr
Ort: TU Berlin, Institut für Bauingenieurwesen, Gustav-Meyer-Allee 25, 13355 Berlin, Gebäude 13b, Hörsaal B

Die Vorträge und die Ausstellung, die bis Ende Februar zu sehen sein wird, sind öffentlich. Der Eintritt ist frei.

Öffnungszeiten der Ausstellung: Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Dr.-Ing. Annette Bögle, Fachgebiet „Entwerfen und Konstruieren – Massivbau“ am Institut für Bauingenieurwesen der TU Berlin, Gustav-Meyer-Allee 25, 13355 Berlin, Tel.: 030/314-72136, E-Mail: annette.boegle@tu-berlin.de

Quelle: idw


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