Top-Wissenschaftler aus aller Welt stärken, Nachhaltigkeitsforschung in Deutschland

30.06.2009, 12:00 | Wissenschaft | Autor: | Jetzt kommentieren


Ministerinnen Annette Schavan und Johanna Wanka stellen gemeinsam mit Gründungsdirektor Prof. Klaus Töpfer das neue Spitzen-Institut in Potsdam vor
Die weltweit kreativsten Köpfe der Nachhaltigkeitsforschung sollen einen weiteren Grund erhalten, nach Deutschland zu kommen: Am neuen Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam werden sich Top-Wissenschaftler mit den großen Herausforderungen beschäftigen, die sich durch den Klimawandel und weitere globale Veränderungsprozesse ergeben. Bundesforschungsministerin Annette Schavan und Brandenburgs Wissenschaftsministerin Johanna Wanka stellten am Dienstag gemeinsam mit Gründungsdirektor Prof. Klaus Töpfer das neue Spitzen-Institut vor, das den Klimawandel, das Erdsystem und die Wege zur Nachhaltigkeit untersuchen soll. "Potsdam wird zu einem international noch stärker sichtbaren Standort für Klima- und Nachhaltigkeitsforschung auf höchstem Niveau", sagte Ministerin Schavan am Dienstag im künftigen Institutsgebäude.


Neben dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und dem Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches Geoforschungszentrum GFZ gibt es nach den Worten Schavans nun ein weiteres exzellentes Institut in Potsdam, das in Deutschland ein auf diesem Gebiet völlig einzigartiges Konzept entwickeln und umsetzen wird. Motiviert durch das bekannte Elite-Institut im amerikanischen Princeton solle nun in Deutschland ein Ort geschaffen werden, an dem die klügsten Köpfe - von der vielversprechenden Nachwuchsforscherin bis zum Nobelpreisträger - als Gastwissenschaftler für eine begrenzte Zeit zu einem frei gewählten Thema im Forschungsrahmen des Instituts arbeiten können. "Ich freue mich sehr, dass Herr Töpfer sich bereit erklärt hat, die Aufgabe des Gründungsdirektors zu übernehmen", sagte Schavan. "Mit seiner wissenschaftlichen Erfahrung, mit seinem exzellenten internationalen Ruf sowie mit seiner Persönlichkeit steht er wie kaum ein anderer für das Thema Nachhaltigkeit."


Brandenburgs Wissenschaftsministerin Johanna Wanka verwies darauf, dass das IASS in Potsdam ein hervorragendes Umfeld für sein Wirken vorfinde: "Unsere Region hat sich bereits als Standort der Spitzenforschung auf dem Gebiet der Erdsystem-, Klima- und Klimafolgenforschung national und international ausgezeichnet. Hier haben sich leistungsfähige Forschungsnetzwerke konstituiert und strategische Allianzen zusammengefunden, die auch für das IASS wichtige Partner sein können und werden."


"Ich bin sehr glücklich, dass die exzellente deutsche Wissenschaftslandschaft am Standort Potsdam mit diesem Institut kreativ und unkonventionell weiter ausgebaut werden kann", sagte Gründungsdirektor Töpfer. "Das Institut soll Spitzen-Wissenschaftlern einzigartige Möglichkeiten geben, an drängenden Fragestellungen zu arbeiten. Uns alle vereint dabei ein gemeinsames Ziel: Es geht darum, das wissenschaftliche Denken zu vertiefen und Erkenntnisse der Wissenschaft im unmittelbaren Austausch mit Politik und Zivilgesellschaft umzusetzen. Nur so kann verhindert werden, dass der Klimawandel den Menschen ihre Lebensgrundlagen entzieht."


Töpfer skizzierte zunächst das wissenschaftliche Programm, das in der ersten Phase begonnen werden soll - sowie den Aufbau der Instituts-Strukturen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden sich demnach vor allem den Auswirkungen des Klimawandels, der Emissionsminderung und der Anpassung an Klimafolgen widmen, die Zukunft der Energiegewinnung untersuchen sowie der Frage nachgehen, wie die nachhaltige Entwicklung auf globaler Ebene vorangebracht werden kann. Das Direktorat, ein strategischer Beirat und weitere Forschungspartner werden die Themenfindung Schritt für Schritt weiter vorantreiben. Sie werden nach den Worten des Gründungsdirektors das Stipendien-Programm ausgestalten und strategische Forschungspartnerschaften aufbauen.


Das Institut wird zunächst für einen Zeitraum von sieben Jahren mit 9 Millionen Euro jährlich gefördert. Den größten Anteil davon wird das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) tragen. Am Institut sollen bis zu 50 Gastwissenschaftler arbeiten, so genannte Fellows. Ihr Aufenthalt kann zwischen wenigen Wochen und zwei Jahren dauern. Ein hochrangig besetzter strategischer Beirat und die Einbindung internationaler Partnereinrichtungen sollen das Institut weiter unterstützen.


Weitere Informationen:
- http://www.bmbf.de/press/2607.php

Quelle: idw


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