Tagung "Anders und gleich in NRW": Zum Alltag sexueller und geschlechtlicher Minderheiten

04.05.2012, 11:10 | Wissenschaft | Autor: | Jetzt kommentieren


Wie sieht der Alltag von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender, transsexuellen und intersexuellen Menschen in Nordrhein-Westfalen aus? Wo gibt es noch Diskriminierungen? Wie gleichgestellt sind sie wirklich? Antworten geben geladene Gäste aus Politik, Wissenschaft und sozialer Praxis am Donnerstag, 10. Mai, von 10 bis 18 Uhr auf der interdisziplinären Fachtagung „anders und gleich in NRW“ im Bochumer Zentrum für IT-Sicherheit (Lise-Meitner-Allee 4).

Anders und gleich in NRW
Zum Alltag sexueller und geschlechtlicher Minderheiten in NRW
Fachtagung zu Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt

Wie sieht der Alltag von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender, transsexuellen und intersexuellen (LSBTTI) Menschen in Nordrhein-Westfalen aus? Wo gibt es noch Diskriminierungen? Wie gleichgestellt sind sie wirklich? Antworten geben geladene Gäste aus Politik, Wissenschaft und sozialer Praxis am Donnerstag, 10. Mai, von 10 bis 18 Uhr auf der interdisziplinären Fachtagung „anders und gleich in NRW“ im Bochumer Zentrum für IT-Sicherheit (Lise-Meitner-Allee 4).

Vom Ministerium gefördert

Die Veranstaltung ist Teil des Kooperationsprojekts „Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt“ von den RUB-Gender Studies (Prof. Dr. Katja Sabisch), dem Lehrstuhl für Geschlechterforschung und Soziale Ungleichheit (Prof. Dr. Ilse Lenz/RUB) sowie dem Kampagnenbüro „anders und gleich – Nur Respekt Wirkt“. Es wird gefördert vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW und unterstützt durch das „Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW“.

Stark gewandelte Wahrnehmung

Die seit den Siebziger-Jahren stark gewandelte öffentliche Wahrnehmung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender, transsexuellen und intersexuellen Lebensweisen kann bislang kaum anhand quantitativer Daten und empirischer Forschung nachvollzogen werden. Durch Vorträge, Workshops und eine Podiumsdiskussion soll im Rahmen der Tagung diesem Defizit begegnet werden. Zudem werden aktuelle, bislang unveröffentlichte Forschungen präsentiert: ein Bericht zum Forschungsstand um Anerkennung und Akzeptanz von „queeren“ Menschen in NRW, eine Studie des LSVD zur „Lebenssituation von Transsexuellen in NRW“ (beide gefördert durch das NRW-Emanzipationsministerium) sowie eine Sonderauswertung von Daten zur „Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ (GMF, Bielefeld) zum Thema Homophobie in NRW (im Auftrag des NRW-Emanzipationsministeriums). Die vorliegenden Ergebnisse dienen am 10. Mai als Diskussionsgrundlage, um Ziele für zukünftiges soziales, politisches und wissenschaftliches Handeln zu formulieren.

Grußwort von Barbara Steffens

Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW, wird die Bochumer Veranstaltung mit einem Grußwort eröffnen: „Die Auseinandersetzung mit den Lebenslagen verschiedener sexueller Minderheiten macht deutlich, dass wir noch viel tun müssen, um eine emanzipierte Gesellschaft zu werden. Es gilt, vielfältige Identitäten anzuerkennen und ihnen mit Respekt zu begegnen. Das bedeutet auch, Menschen vom engen Korsett der Geschlechtsrollenklischees zu befreien.“

Weitere Informationen

Prof. Dr. Katja Sabisch, Juniorprofessur Gender Studies, Fakultät für Sozialwissenschaft der RUB, 0234/32-22988, Katja.Sabisch@rub.de

Angeklickt

Gender Studies (Fakultät für Sozialwissenschaft der RUB):
http://www.sowi.rub.de/gender

LSBTTI in NRW:
http://www.sowi.rub.de/genderstudies/lsbtti

Redaktion: Daniel Duhr

Quelle: idw


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