Städtebauliche Strategien in Entwicklungsländern

08.09.2006, 14:00 | Wissenschaft | Autor: | Jetzt kommentieren


Internationale Konferenz entwickelt an der TUD städtebauliche Strategien in Entwicklungsländern


Eine Milliarde Menschen auf dieser Erde werden demnächst in katastrophalen hygienischen Verhältnissen leben. Sie werden weder über sauberes Trinkwasser noch über sanitäre Anlagen verfügen.


Über diese brisante Problematik, die sich besonders in den Megastädten und Ballungsräumen abspielen wird, veranstaltet das Fachgebiet Planen und Bauen in außereuropäischen Regionen (PAR) des Fachbereiches Architektur vom 7. - 9. September 2006 eine internationale Konferenz in Zusammenarbeit mit NAERUS (Network Association of European Researches on Urbanization in the South).
Erwartet werden zum Thema "International Aid Ideologies and Policies in the Urban Sector" circa 100 Teilnehmer aus Wissenschaft und Forschung.


Die bevorstehende Konferenz fokussiert sich auf folgende Themen:
- Im Schwerpunkt "Volkswirtschaftliche Aspekte der Entwicklungshilfe im urbanen Bereich" werden international finanzierte Projekte unter besonderer Berücksichtigung der Dynamik, die zum Gelingen oder Scheitern derselben führen, ausgewertet. Hier ist zum Beispiel ein Trend zur Ausgrenzung der schwächsten Bevölkerungsgruppen zu nennen.


- Bisher haben nur wenige Studien den Zusammenhang zwischen Prämissen städtebaulicher Konzepte und deren Realisation unter den jeweiligen sozialen, ökonomischen und politischen Gegebenheiten untersucht. "Der internationale Planungsansatz mit Rücksicht auf lokale Gruppierungen" geht dieser Frage nach.


- Internationale Förderung, durch wen und für wen? Probleme und Bedürfnisse der Stadtentwicklung müssen auf der lokalen Ebene behandelt werden. Hierzu werden Lösungsstrategien entwickelt, um unnötige Reibungsverluste durch mangelnde Vernetzung der nationalen und internationalen Aktivitäten zu vermeiden.


PAR beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Fragen der räumlich-sozialen Entwicklung in Asien, Afrika und Lateinamerika. Aktuelle Schwerpunkte sind der Entwurf eines Zentrums für eine Township in Südafrika, eine ökologische Community in Mexiko, Wohnungsbau und Altstadtsanierung in verschiedenen Ländern. Laufende Forschungsprojekte beziehen sich auf Stadtteil-Initiativen zur Verbesserung des Wohnumfelds in Cuba, Siedlungsbau mit und für Aidswaisen in Afrika, städtische Landwirtschaft in Lateinamerika und 'Safer Cities'.
Schwerpunkte von Lehre und Forschung sind die Phänomene der Stadt- und Architekturentwicklung in den Entwicklungs- und Schwellenländern des Südens und des Ostens. PAR erarbeitet im interkulturellen Dialog für die anstehenden Probleme Lösungsstrategien. Das Fachgebiet pflegt Kontakte zu Architekten und Stadtplanern im Ausland und zu Universitäten in Asien, Lateinamerika und Südafrika.


Pressekontakt: Prof. Dr. Kosta Mathey Tel. 06151 16-4944


dl / 4. September 2006, PM Nr. 168/2006


Weitere Informationen:
- http://www.naerus2006.de

Quelle: idw


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