SHARE ERIC: Eine europäische Infrastruktur für Altersforschung

18.03.2011, 13:00 | Wissenschaft | Autor: | Jetzt kommentieren


Wie die Europäische Kommission am 17. März 2011 verkündete, wird der Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE) das allererste European Research Infrastructure Consortium (ERIC), was ihm einen völlig neuen rechtlichen Status verleiht. SHARE ERIC wird in den nächsten Wochen im Ministerium für Bildung, Kultur und Forschung in Den Haag feierlich eingeweiht. Die neue Rechtsform ermöglicht die langfristige Planung europäischer Großprojekte und deren effiziente Durchführung.

Der Projektkoordinator Prof. Axel Börsch-Supan vom Mannheimer Forschungsinstitut Ökonomie und Demographischer Wandel (MEA) dazu: „Dies ist nicht nur ein großer Erfolg für SHARE, sondern auch ein Durchbruch für eine nachhaltige paneuropäische Sozialforschung. ERIC ist gerade für Langzeitprojekte gemacht, die die europäische Forschungsunion stärken."

Die Bevölkerungsalterung ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Sie birgt jedoch auch Chancen. Mit Unterstützung der Europäischen Kommission wurde die SHARE Forschungsinfrastruktur ins Leben gerufen, um eben diese Chancen zu entdecken und nutzbar zu machen. SHARE ist eine interdisziplinäre, länderübergreifende Längsschnittstudie, die alle zwei Jahre Informationen zur Gesundheit und zur sozioökonomischen und sozialen Situation von mehr als 45.000 Europäern im Alter von 50 Jahren und älter sammelt. Erst im November 2010 veröffentlichte SHARE die aktuellen Daten der dritten Befragungswelle einschließlich detaillierter Lebensgeschichten älterer Europäer (SHARELIFE).

Ergebnisse zum Zusammenhang zwischen individuellen Lebensgeschichten und dem Wohlfahrtsstaat werden im April 2011 bei Springer veröffentlicht. Mehr als 2000 Forscher nutzen bereits die SHARE-Daten und unterstützen mit ihrer Forschung evidenzbasierte Politik und maßgeschneiderte Reformen im alternden Europa. Ihre Forschung befasst sich mit dringenden sozialpolitischen Fragen wie Renten-, Gesundheits- und Pflegereform und hilft damit auch, unterschiedliche individuelle und gesellschaftliche Alterungsprozesse besser zu verstehen.

Pressekontakt:

Dr. Martina Brandt
E-mail: brandt@mea.uni-mannheim.de
Telefon: 0049-621-1813644

Weitere Informationen:
- http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/11/323&format=HTML&aged=0&language=EN&guiLanguage=en - Pressemitteilung der europäischen Kommission
- http://www.share-project.org/deutsch
- http://www.mea.uni-mannheim.de
- http://www.springer.com/social+sciences/population+studies/book/978-3-642-17471-1 - Das neue Buch

Quelle: idw


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