Prof. Dr. Reinhard Loske neuer Professor für Politik, Nachhaltigkeit und Transformationsdynamik

29.04.2013, 11:10 | Wissenschaft | Autor: | Jetzt kommentieren


Neue Aufgabe für den langjährigen Politiker und Klimapolitik-Forscher an der Universität Witten/Herdecke

Prof. Dr. Reinhard Loske besetzt ab dem gerade begonnenen Sommersemester an der Universität Witten/Herdecke die neu eingerichtete Professur für Politik, Nachhaltigkeit und Transformationsdynamik. Bekannt geworden ist er einer breiteren Öffentlichkeit vor allem durch seine Bücher „Klimapolitik“ (Die ZEIT: „Das Beste zum Thema, was in deutscher Sprache zu haben ist.“), „Zukunftsfähiges Deutschland“ (Der SPIEGEL: „… hat das Zeug, zur grünen Bibel zu werden.“) und „Abschied vom Wachstumszwang“ (Rupert Neudeck: „Ein fundamentales Pamphlet“).

Der 54-Jährige war Mitglied des Deutschen Bundestages (1998–2007) und dort unter anderem stellvertretender Fraktionsvorsitzender und umweltpolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen. Von 2007 bis 2011 war er Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa der Freien Hansestadt Bremen. Als Vorsitzender der Studiengruppe für Globale Zukunftsfragen der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik hält Reinhard Loske nach wie vor intensiven Kontakt zur Berliner und Brüsseler Politikwelt.

Vor dem Studium der Volkswirtschaftslehre und der Politikwissenschaft an den Universitäten Paderborn, Nottingham und Bonn hat er zunächst eine kaufmännische Ausbildung gemacht. In seiner akademischen Laufbahn haben ihn dann Fragestellungen der ökologischen Ökonomik und der politischen Ökologie besonders fasziniert: Seine Diplomarbeit handelte von Umweltproblemen in der (damals noch existierenden) DDR und ihren Ursachen, seine Promotion (an der Universität Kassel) von der Klimapolitik im Spannungsfeld von Kurzzeitinteressen und Langzeiterfordernissen und seine Habilitation (an der Freien Universität Berlin) von „Nachhaltigkeit als Politik“. Wissenschaftlich ist er stark geprägt worden durch seine fast sieben Jahre am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie (1992 bis 1998), wo er für internationale Klimapolitik und die Leitung der Forschungsgruppe „Zukunftsfähiges Deutschland“ verantwortlich war. „In diesen für mich sehr prägenden Jahren habe ich gelernt, interdisziplinär und international vernetzt zu arbeiten. Längere Forschungs- und Arbeitsaufenthalte, etwa in Südafrika und China, haben mich gelehrt, dass eurozentrisches Denken manchmal zu kurz springt“, beschreibt er diesen Teil seiner Karriere.

Im Bundestag von 1998 bis 2007 hat er an Gesetzen zur ökologischen Steuerreform, zum Atomausstieg, zum Klimaschutz, zu Förderung der erneuerbaren Energien, zum Naturschutz und zur Biopatentierung mitgewirkt. Nach neun Jahren ist er dann von der Legislative in die Exekutive gewechselt, von der Bundes- auf die Landesebene. Als Senator und Bundesratsmitglied hat er von 2007 bis 2011von der Schlaglochproblematik bis zum Atomausstieg, von der kommunalen Abfallpolitik bis zur Eurorettung so ziemlich alles auf den Schreibtisch bekommen.

Nach dreizehn Jahren Vollzeitpolitik hat er sich 2011 entschieden, neue Wege zu gehen. Nach einem Sabbatical und einem neuen Buch („Wie weiter mit der Wachstumsfrage?“) ist er seit Mitte 2012 vor allem freiberuflich tätig, schwerpunktmäßig in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. „Auf meine Lehr- und Forschungstätigkeit in Witten/Herdecke freue ich mich sehr. Von dem Konzept der Universität, praxisrelevante Fragen mit grundsätzlichem Nachdenken zu verbinden und nach ganzheitlichen Lösungen Ausschau zu halten, bin ich seit langem überzeugt. Ich komme mit eigenen Ideen zur Transformationsforschung, zur Nachhaltigkeit und zur Gestalt einer zukunftsfähigen Gesellschaft. Für mich ist die Lehre genau so bedeutend wie die Forschung, wobei den Studierenden meine langjährige Erfahrung in der Politik zugutekommen soll.“

Weitere Informationen: Prof. Dr. Reinhard Loske, 02302/926 – 815 (Sekr.), reinhard.loske@uni-wh.de

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.500 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

Quelle: idw


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