Praxistest für digitalisierte Doktorarbeit erfolgreich

30.11.2005, 10:00 | Wissenschaft | Autor: | Jetzt kommentieren


Ende Juli 2005 wurde die 1000. digitale Dissertation an der TU Berlin auf dem Server der Universitätsbibliothek für das Internet frei geschaltet. Damit ist eindrucksvoll belegt, dass es richtig war, die digitale Veröffentlichung für die Pflichtexemplare bei Promotionen und Habilitationen zuzulassen.


Zum ersten Mal erlaubte eine Promotionsordnung an der TU Berlin 1999 die Abgabe auf CD-ROM. Die Dissertationsstelle der Universitätsbibliothek der TU Berlin (UB) hatte erfolgreich Überzeugungsarbeit geleistet, das Zentrale Rechenzentrum die entsprechende Soft- und Hardware bereitgestellt. Schnell passten weitere Fakultäten ihre Ordnungen an. Zuletzt stellten die Wirtschaftswissenschaften 2002 auf digitale Publikationen um. Mehrfach hatte die Dissertationsstelle die Vorteile vorgerechnet:
- rund 500 Euro Mehrkosten für Doktoranden bei konventioneller Publikation,
- erheblich niedrigere Kosten für Lagerhaltung, Tauschversand und anderes aus
TU-Haushaltsmitteln für über 400 Abgaben im Jahr,
- wichtiger Pluspunkt für jede Karriere: der erhöhte "Impact-Faktor", die nachgewiesenermaßen erheblich frühere und häufigere Zitierung digitaler Publikationen.


Doktorandinnen und Doktoranden erkannten das schnell. Schon im zweiten Jahr waren fast ein Drittel der Abgaben digital, inzwischen sind es etwa zwei Drittel.


Doch die Dissertationsstelle der UB bietet noch mehr: Sie will das Abgabeverfahren entbürokratisieren sowie die Arbeiten dauerhaft zitierfähig machen. Dafür erhalten die Dokumente einen "Uniform Record Name" (URN) - einen persistenten Identifier, der nach einem weltweit festgelegten System von den Nationalbibliotheken vergeben wird. Sie werden auf einem zertifizierten, schnell und mit höchst möglicher Sicherheit arbeitenden Archiv-Server gespeichert (OAI Open Archive Initiative/Standard). Außerdem wird die UB ihr Angebot auf andere Publikationstypen erweitern und als zentrales digitales Archiv für die TU Berlin im Sinn der "Berlin Declaration" der Wissenschaftsgesellschaften von 2003 fungieren.
Seit August 2005 setzt die UB dafür das von über 50 deutschen Hochschulen genutzte OPUS-System ein, das vom Kooperativen Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg (KOBV) verwaltet wird. Dort befindet sich auch das Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin (ZIB). Opus wurde an die Bedürfnisse der TU Berlin angepasst. Ein einmonatiger Praxistest ergab: Die digitalen Publikationen wurden problemlos transferiert, verfügen jetzt alle über eine URN.


Weitere Informationen erteilen Ihnen gern: Dr. Wolfgang Zick, TU Berlin, Direktor der Universitätsbibliothek im VOLKSWAGEN-Haus, Fasanenstr. 88, 10623 Berlin, Telefon: 030/314-76055, E-Mail: zick@ub.tu-berlin.de, Rüdiger Schneemann, TU Berlin, Universitätsbibliothek im VOLKSWAGEN-Haus, Leitung Abt. Elektronische Dienstleistun-gen, Telefon: 030/314-76127, E-Mail: schneemann@ub.tu-berlin.de, Internet: www.ub.tu-berlin.de


Weitere Informationen:
- http://www.tu-berlin.de/presse/pi/2005/pi289.htm
- http://www.ub.tu-berlin.de

Quelle: idw


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