Optimale Versorgung von Unfallpatienten

12.02.2009, 15:00 | Wissenschaft | Autor: | Jetzt kommentieren


Dem widmet sich das 4. Leipziger Symposium zu Problemen rund um die zentrale Notfallaufnahme. Die partnerschaftlichen Zusammenarbeit aller an der Versorgung der Patienten beteiligten Berufsgruppen bildet dabei das zentrale Thema: "Zentrale Notfallaufnahme - ein Ort der Partnerschaft"





Zeit: 13. Februar 2009
Ort: Hörsaal des Operativen Zentrums
Liebigstr. 20


"Wir verstehen die zentrale Notfallaufnahme als Ort der Partnerschaft", sagt Prof. Dr. Christoph Josten, Direktor der Klinik für Unfall, Wiederherstellungs- und Plastische Chirurgie am Universitätsklinikum Leipzig und wissenschaftlicher Leiter des Symposiums. Mehr als 350 Teilnehmer aus dem ärztlichen und dem pflegerischen Bereich der gesamten Bundessrepublik kommen zu dem größten Symposium seiner Art in Leipzig zusammen, um über medizinische und berufspolitische Problemstellungen zu diskutieren. Die Einrichtung eines flächendeckenden Trauma-Netzwerkes zur Optimierung der Unfallversorgung stehen ebenso auf der Tagesordnung wie die sich verändernden Anforderungen an die Berufsgruppen, die mit der Unfallversorgung betraut sind.


"Diagnostische und Therapeutische Verfahren haben sich in den letzten Jahrzehnten rasant verändert und verändern sich weiter", erklärt Prof. Josten. "Das macht natürlich auch nicht Halt vor der Notfallversorgung und den ganz spezifischen Aufgaben, die jede Berufsgruppe in diesem Prozess zu erbringen hat. Damit müssen und wollen wir uns auseinandersetzen, um die Notfallversorgung medizinisch und ökonomisch optimal zu gestalten."


Das Symposium ist in drei Schwerpunktgruppen gegliedert. Erster Punkt ist der sogenannte Chest Paint, eine Diagnostik- und Therapiegruppe in Krankenhäusern, die Patienten und Patientinnen mit akutem Brustschmerz versorgt. Wie muss das organisiert werden? Wie hoch ist der pflegerische Aufwand? - das sind Fragestellungen, mit denen sich die Symposiumsteilnehmer auseinandersetzen.


Trauma-Management ist der zweite Schwerpunkt. Wie werden Katastrohpen gemanagt? Welche Verletzungen müssen in welcher Reihenfolge behandelt werden?- das sind zwei Problemstellungen aus diesem Bereich.


Delegation und Substitution ärztlicher und pflegerischer Aufgaben bilden den dritten Schwerpunkt. Hier setzen sich Ärzte und Pflegekräfte auseinander mit Fragen wie: Was kann der Chefarzt an den Assistenzarzt delegieren? Welche Aufgaben, die bisher der Arzt ausführte, können jetzt die Schwestern übernehmen, wo liegen die Grenzen? Welche Aufgaben können Pflegekräfte an andere Berufsgruppen delegieren?


weitere Informationen:


Prof. Dr. Christoph Josten
Telefon: 0341 97-17300
E-Mail: josten@medizin.uni-leipzig.de
www.uni-leipzig.de/~ch/ch1/ch1home.htm


Quelle: idw


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