Neues Format von duz und CHE widmet sich lebensbegleitender Matrikelnummer

06.10.2017, 10:13 | Wissenschaft | Autor: | Jetzt kommentieren


In Österreich gibt es seit den 1960er Jahren eine individuelle lebensbegleitende Matrikelnummer für Studierende. Chancen, Risiken und die Übertragbarkeit des Modells auf das deutsche Hochschulsystem beleuchtet ein Schwerpunkt in der aktuellen Ausgabe der duz – Deutschen Universitätszeitung. Er bildet den Auftakt der neuen Reihe „PRAXIS spotlight international“. In dieser stellt das CHE Centrum für Hochschulentwicklung in Kooperation mit der duz ab sofort internationale Good-Practice-Beispiele aus der Hochschulpraxis vor, die zur Lösung von Problemen in Deutschland beitragen können.

Wie viele Studierende brechen ihr Studium ab? Wer wechselt lediglich die Hochschule? Und wie verlaufen akademische Bildungsbiographien nach dem Master? Auf alle diese Fragen können österreichische Hochschulforscher seit nun 50 Jahren antworten. Denn ihnen steht dank der lebensbegleitenden Matrikelnummer eine zuverlässige Datenbasis über die Bildungswege von Studierenden zur Verfügung.

Der Schwerpunkt „Lebensbegleitende Matrikelnummer“ in der Ausgabe 09/17 der Deutschen Universitätszeitung widmet sich auf 14 Seiten der lebensbegleitenden Matrikelnummer. Im Rahmen von Hintergrundbeiträgen, Testimonials und einem Experteninterview werden die Voraussetzungen sowie Chancen und Risiken des Modells, etwa im Bereich des Datenschutzes, erläutert.

Die Novellierung des deutschen Hochschulstatistikgesetzes 2016 hat möglicher Weise die Weichen für ein deutsches Modell nach österreichischem Vorbild gestellt. Aktuell wird in Deutschland jedoch ein anderes Verfahren erprobt. CHE Geschäftsführer Frank Ziegele plädiert für das System einer festen Studierendenkennung: „Die lebensbegleitende Matrikelnummer ist eine gute und weitreichende Idee, die es sich lohnt weiterzuverfolgen.“
Das Beispiel der österreichischen Matrikelnummer bildet den Auftakt für eine regelmäßige Zusammenarbeit zwischen dem DUZ Medienhaus in Berlin und dem gemeinnützigen CHE Centrum für Hochschulentwicklung in Gütersloh. In der gemeinsam entwickelten Reihe „PRAXIS spotlight international“ werden künftig regelmäßig internationale Good-Practice-Beispiele analysiert.

„Uns interessiert wie ausländische Hochschulen oder Hochschulsysteme Probleme lösen, die uns auch in Deutschland beschäftigen. Wir schauen dann, ob das Modell auch auf den deutschen Kontextübertragbar wäre“ erklärt Lisa Mordhorst, die das Projekt beim CHE federführend betreut. „Die Ideen und Einschätzungen sollen als Denkanstöße fungieren, die meist weiterer Prüfung bedürfen.“

„Als einzig überregionales und unabhängiges hochschulpolitisches Magazin in Deutschland ist es uns wichtig, den duz Lesern nicht nur den Status quo der Hochschullandschaft zu präsentieren, sondern auch Denkanstöße und Impulse für die Herausforderungen der Zukunft zu geben“, sagt duz Redaktionsleiterin Angelika Fritsche. „Insofern passt die neue Reihe PRAXIS spotlight international perfekt in unser Portfolio und wir erhoffen uns durchaus kontroverse Diskussionen darüber, ob so die Beispiele auch in Deutschland umzusetzen sind.“

Das gemeinsame Format „PRAXIS spotlight international“ von duz und CHE erscheint ab sofort in loser Reihenfolge in der duz. Zusätzlich sind die Artikel auf www.che.de verfügbar. Die nächste Publikation zum Thema „Professional doctorate“ erscheint in der Ausgabe der duz vom 26. Januar 2018.

Ansprechpartnerinnen für weitere Informationen:

CHE Centrum für Hochschulentwicklung
Lisa Mordhorst
Tel. 05241 9761-34
E-Mail: Lisa.mordhorst@che.de

duz – Deutsche Universitätszeitung
Angelika Fritsche
Tel. 030 212987-37
E-Mail: a.fritsche@duz-medienhaus.de

Weitere Informationen:
- http://www.youtube.com/watch?v=xUJJ4mhXbTI - Link zum Video „Wie funktioniert die lebensbegleitende Matrikelnummer in Österreich?“ (1’42)
- http://www.che.de/matrikelnummer - Publikation zum Download

Quelle: idw


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