Labor der Zukunft: FabBus bringt das 3D-Drucken direkt auf den Schulhof

29.05.2015, 10:12 | Wissenschaft | Autor: | Jetzt kommentieren


Geballte Technik im mobilen Labor: So könnte man den FabBus des GoetheLabs umschreiben. Der Doppeldeckerbus des Fachbereichs Maschinenbau und Mechatronik der FH Aachen ist nach zwei Jahren der Planung nun für seinen großen Einsatz bereit. Die Vision des Projekts: Das 3D-Drucken aus den Laboren der Wissenschaft direkt zum potenziellen Nachwuchs zu bringen und für diese greifbar zu machen. Nun wurde der FabBus feierlich getauft und das erste Mal der Öffentlichkeit vorgestellt.

Das Labor befindet sich in der Goethestraße, so ist es klar, dass auch das riesige Gefährt nach dem großen Schriftsteller benannt wird. Der Bus namens „Wolfgang“ hat eine Mission. „Wenn der Nachwuchs nicht zu uns kommen kann, kommen wir eben zu ihm“, erklärt Prof. Dr. Andreas Gebhardt, Dekan des Fachbereichs Maschinenbau und Mechatronik und Lehrgebietsleiter, das Vorhaben. Das GoetheLab führt bereits seit Jahren Seminare in seinen eigenen Laboren oder aber in Schulen und Bildungseinrichtungen durch. Das Ein- und Auspacken der Laboreinrichtung ist dabei sehr aufwendig. „Vor rund zwei Jahren kam die Idee auf, ein rollendes Labor einzurichten“, sagt Prof. Gebhardt. Etwas Großes musste her – also wurde ein Doppeldeckerbus in Berlin gekauft, um die Vision Wirklichkeit werden zu lassen. 2014 fiel der Startschuss für den Umbau. Seit dem hat der rund elf Meter lange und vier Meter hohe Riese eine Metamorphose durchlaufen. Vier Monate wurde der Bus restauriert und umgebaut, in weiteren sechs Monaten wurde durch eine Schreinerei der komplette Innenausbau übernommen. Die viele Arbeit und das große Engagement der beiden Projektleiterinnen Laura Thurn und Julia Kessler sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des GoetheLabs, Mirjam Knothe, Steffen Stahlhacke und Michael Weiß, haben sich gelohnt: Aus dem Sightseeing-Bus ist nun ein futuristisches, mobiles Labor geworden. So können Unternehmen, Schulen und Berufseinrichtungen direkt angefahren werden, um sie in die neueste Technik der additiven Fertigungsverfahren einzuweisen.

„Eine hervorragende Leistung vom Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik“, urteilt auch FH-Rektor Prof. Dr. Marcus Baumann. „Hier werden Wissenschaft und Technik visualisiert und für alle erfahrbar gemacht, das ist großartig“, so der Rektor weiter. Vor allem in den Ingenieurwissenschaften ist es nicht einfach, die Inhalte leicht verständlich und anschaubar zu vermitteln. Im FabBus steht das Erleben und Selbermachen aber im Mittelpunkt: Insgesamt elf 3D-Drucker warten dort auf ihren Einsatz. Der vordere Bereich der unteren Etage dient als Showroom, hier werden Bauteile aller 3D-Druck-Verfahren ausgestellt sowie die Verfahren selbst erklärt. Der hintere Teil lädt mit einer Kaffeebar und einem Lounge-Bereich dazu ein, das 3D-Drucken zu beobachten oder in einem der Fachbücher zu stöbern. Die obere Etage dient als Schulungsraum mit acht Arbeitsplätzen, die jeweils mit einem 3D-Drucker und Computer ausgestattet sind. 16 Schülerinnen und Schüler oder acht Erwachsene finden dort für Seminare Platz.

Seine Jungfernfahrt startet Wolfgang bereits in der nächsten Woche. Dann wird das Team um Prof. Gebhardt den Interessierten zum ersten Mal im mobilen Labor zeigen, wie das 3D-Drucken funktioniert und aus einem Scan letztendlich ein 3D-Bauteil entsteht.

Das Projekt wird durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Die EFRE-Mittel werden sowohl durch Bund, Land, Kommune und andere öffentliche Institutionen als auch durch private Investoren kofinanziert. Unter dem Slogan „Investition in unsere Zukunft“ hat sich der EFRE das Ziel gesetzt, die wirtschaftlichen und sozialen Differenzen in der Europäischen Union zu verringern und Ungleichheiten zwischen den einzelnen Regionen abzubauen.

Mehr Informationen zum FabBus gibt es im Internet unter www.fabbus.fh-aachen.de.

Weitere Informationen:
- http://www.fh-aachen.de

Quelle: idw


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