Jura-Doktorarbeit ausgezeichnet

08.05.2012, 11:10 | Wissenschaft | Autor: | Jetzt kommentieren


Zum zweiten Mal kommt die beste Doktorarbeit auf dem Gebiet des Schiedsverfahrens aus der Saarbrücker Rechtswissenschaft: Die „Deutsche Institution für Schiedsgerichtsbarkeit e.V.“ (DIS) in Köln hat ihren mit 10.000 Euro dotierten ersten Förderpreis an Dr. Frank Spohnheimer vergeben. Der Jurist, der an der Saar-Uni bei Professor Helmut Rüßmann und Professor Annemarie Matusche-Beckmann promoviert wurde, teilt sich den Preis mit einem Stuttgarter Rechtsanwalt.

Mit dem Preis würdigt die Jury die besonderen Leistungen von Dr. Frank Spohnheimer im Rahmen seiner Doktorarbeit. Der Jurist hat sich darin mit dem Schiedsverfahren befasst, also mit der Schlichtung eines Rechtsstreites außerhalb staatlicher Gerichte. Der Schiedsspruch hat dabei zwischen den Parteien dieselben Wirkungen wie ein rechtskräftiges gerichtliches Urteil.
Spohnheimer untersuchte, welche prozessualen Gestaltungsmöglichkeiten die Rechtsordnung den Parteien und dem Schiedsgericht in einem Schiedsverfahren zugesteht und wo die Grenzen liegen, bis zu denen ein Schiedsspruch dauerhaft einem gerichtlichen Urteil gleichstehen kann. Hierbei geht er insbesondere auf Verfahrensvereinbarungen der Parteien und auf die Gewährung rechtlichen Gehörs ein, das in der Praxis eine große Rolle spielt, wenn es um die Aufhebung oder Vollstreckung eines Schiedsspruches geht. Die Doktorarbeit zeichnet sich insbesondere auch dadurch aus, dass sie in grundlegenden Fragen Stellung bezieht und Regeln für die Praxis entwickelt.

Wie schon beim ersten Saarbrücker DIS-Förderpreisträger 2006 (Prof. Istvàn Varga, Budapest) betreute auch diesmal der Saarbrücker Rechtswissenschaftler Professor Helmut Rüßmann die ausgezeichnete Promotion. Zweitgutachterin war Professor Annemarie Matusche-Beckmann.

Der gebürtige Saarländer Frank Spohnheimer studierte an der Saar-Universität Rechtswissenschaft. Derzeit arbeitet er an seiner Habilitationsschrift und ist als Akademischer Rat an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der FernUniversität in Hagen tätig.

Die Deutsche Institution für Schiedsgerichtsbarkeit e.V. (DIS) ist ein eingetragener Verein zur Förderung der deutschen und internationalen Schiedsgerichtsbarkeit. Der DIS Förderpreis für wissenschaftliche Arbeiten wird alle zwei Jahre verliehen. Der diesjährigen Jury gehören die Experten auf dem Gebiet des Schiedsverfahrens Prof. Reinhold Geimer, Prof. Rolf A. Schütze und Prof. Siegfried H. Elsing an.

Kontakt: Prof. Dr. Dr. h.c. Helmut Rüßmann Tel: 0681 / 302-3150;
E-Mail: ruessmann@mx.uni-saarland.de;
Prof. Dr. Annemarie Matusche-Beckmann Tel: 0681 / 302-2117;
E-Mail: matusche-beckmann@mx.uni-saarland.de

Quelle: idw


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