Gut gerüstet zum Doktortitel

20.04.2010, 12:00 | Wissenschaft | Autor: | Jetzt kommentieren


Saar-Uni fördert Doktoranden mit speziellen Kursen und Workshops





Strukturen von Proteinen untersuchen oder Online-Methoden im Fremdsprachenunterricht - Doktoranden arbeiten über mehrere Jahre an ihrem Thema und haben mit dem schließlich erworbenen Doktortitel gute Chancen auf Führungspositionen in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Um dorthin zu gelangen, müssen sie allerdings auch lernen, wie man Gespräche und Verhandlungen führt, Projekte organisiert und Forschungsthemen verständlich vermittelt. Solche Kenntnisse und Schlüsselkompetenzen für den späteren Berufseinstieg können sie bei GradUS, dem Graduiertenprogramm der Saar-Uni, erwerben. Die zentrale Anlaufstelle organisiert Arbeitsgruppen und Stammtische für Doktoranden und bietet ihnen spezielle Kurse und Workshops an. Auch in diesem Sommersemester stehen wieder verschiedene Veranstaltungen auf dem Programm.


"Tastaturathleten" sollten Doktoranden üblicherweise sein, denn sie sitzen während ihrer Arbeitszeit meistens am Computer oder Laptop. Bei einem Workshop am Dienstag, 1. Juni (17 bis 20 Uhr, Geb. C7 4, Raum 1.17), lernen sie, wie man den Arbeitsplatz ergonomisch richtig gestaltet. Außerdem zeigen die Referentinnen Gymnastik-Übungen, damit es nicht zu Muskelverspannungen kommt. "Soll ich promovieren? Wofür brauche ich einen Doktortitel?" Darüber können sich am Freitag, 28. Mai, von 14 bis 17 Uhr (Konferenzraum, Geb. C7 4) fortgeschrittene Studierende, Hochschulabsolventen und Doktoranden informieren. In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Schlüsselkompetenzen stellt GradUS-Koordinator Theo Jäger den Ablauf eines Promotionsverfahrens, Finanzierungsmöglichkeiten und mögliche Karrierewege vor.


Die Doktorarbeit ist unter anderem auch ein "Projekt", das es zu "managen" gilt. In einem Workshop zum Thema "Projektmanagement-Training" lernen Doktoranden Methoden und Vorgehensweisen, mit denen Management-Ansätze sinnvoll auf die Promotionsphase angewendet werden können. Die Blockveranstaltung beginnt am Freitag, dem 2. Juli (9 bis 18 Uhr, Konferenzraum Gebäude C7 4) und beinhaltet drei weitere Termine. Zwischen den Lehrveranstaltungen bearbeiten die Doktoranden konkrete Projekte. Gerade in den Naturwissenschaften werden viele Doktorarbeiten auf Englisch veröffentlicht. Wie man wissenschaftliches Englisch schreibt, lernen Nachwuchswissenschaftler aller Disziplinen in einem Workshop Anfang September.


Mit der begehrten Promotion sollen Doktoranden später ihren Traumjob ergattern. Dabei werden Bewerber oft mit so genannten Assessment-Centern konfrontiert. Bei dieser speziellen Form des Auswahlverfahrens werden sie zusammen mit Konkurrenten vor verschiedene Probleme gestellt und im Umgang mit diesen bewertet. Das GradUS-Programm bietet interessierten Doktoranden einen Workshop zum Thema Assessment-Center an. Am Freitag, 21. Mai, erfahren die Teilnehmer von 10 bis 18 Uhr (Konferenzraum Gebäude C7 4, Raum 1.17), worauf es bei diesem Auswahlverfahren ankommt.


Die Doktoranden bekommen vom Graduiertenprogramm ein Qualifikations-Guthaben von 100 Euro pro Jahr, das sie ausschließlich für den Besuch der einzelnen Workshops verwenden können. Die meisten Kurse sind kostenpflichtig, das gesamte Programm des Sommersemesters 2010 gibt es im Internet unter:


Die Angebote von GradUS kann prinzipiell jeder Doktorand der Saar-Uni in Anspruch nehmen, dabei muss er nicht zwingend als Promotionsstudent eingeschrieben sein. Ungefähr 400 junge Wissenschaftler nehmen jedes Jahr an den Kursen und Workshops des Graduiertenprogrammes teil. Das Ziel von GradUS ist, optimale Promotionsbedingungen für die Doktoranden der Saar-Uni zu ermöglichen. Die Koordinatoren Theo Jäger und Thilo Offergeld streben unter anderem eine stärkere Strukturierung der Promotionsphase an der Saar-Uni an.


Kontakt:
Dr. Theo Jäger
Tel.: 0681/302-58095


Dr. Thilo Offergeld
Tel.: 0681/302-6594


E-Mail: gradus@uni-saarland.de


Weitere Informationen:
- http://www.uni-saarland.de/gradus

Quelle: idw


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