Geomikrobiologin erhält nanoSIMS Stipendium

25.06.2012, 10:10 | Wissenschaft | Autor: | Jetzt kommentieren


Dr. Tina Lösekann-Behrens von der Universität Tübingen kann für ihre Forschung Messungen mit der Sekundärionen-Massenspektrometrie der TU München durchführen ‒ ein Instrument, das es in Deutschland nur dreimal gibt.

Dr. Tina Lösekann-Behrens vom Zentrum für Angewandte Geowissenschaften (Arbeitsbereich Geomikrobiologie) der Universität Tübingen erhält ein Forschungsstipendium der Technischen Universität München. Mit diesem fördert die TU München Forschungsvorhaben von Nachwuchswissenschaftlern auf dem Gebiet der hochauflösenden Sekundärionen-Massenspektrometrie (nanoSIMS). Diese hochspezialisierte Technologie ermöglicht die Abbildung der Isotopenverhältnisse von Kohlenstoff, Stickstoff und anderer Elemente mit hoher räumlicher Auflösung von etwa 50 Nanometern, also weniger als einem tausendstel Millimeter.

In Deutschland gibt es nur drei nanoSIMS-Instrumente, an denen Messungen dieser Art durchgeführt werden können. Mit dem bewilligten, mehrmonatigen Forschungsvorhaben hat Lösekann-Behrens nun die Möglichkeit, Studien am nanoSIMS-Instrument des Lehrstuhls für Bodenkunde der TU München durchzuführen, den die DFG neu eingerichtet hat. Eingebunden wird das Forschungsvorhaben in die Schwerpunktgruppe „Soil Architecture“, die am TUM-IAS (Insitute for Advanced Study) von Professor Ingrid Kögel-Knabner geleitet wird.

Fokus der geplanten Studien wird die räumliche Verteilung von Eisen im Submikrometerbereich in Bodenproben sein. Eisen ist grundlegend an der Bildung von mineral-organischen Assoziationen beteiligt, die eine große Bedeutung für die Speicherung von Nährstoffen und Kohlenstoff in Böden haben. Die Ausfällung, Auflösung und Umwandlung von Eisenmineralen durch chemische und mikrobielle Prozesse beeinflusst daher Stabilität und Struktur von Böden. Dr. Lösekann-Behrens wird mit Hilfe von nanoSIMS-Analysen insbesondere die Dynamik des Austauschs zwischen verschiedenen Eisenreservoirs im Boden untersuchen sowie dessen Einfluss auf bodenbildende Prozesse.

Lösekann-Behrens besuchte die Graduiertenschule „International Max Planck Research School for Marine Microbiology“ am Max-Planck-Institut in Bremen und promovierte im Jahr 2005. Ihr Hauptinteresse galt dabei der molekularbiologischen, kultivierungsunabhängigen Identifikation und Quantifizierung von Mikroorganismen, die am Methankreislauf im Meer beteiligt sind. Während ihrer dreijährigen Anstellung als Postdoc an der renommierten School of Medicine der Stanford Universität in den USA gelang es ihr, gemeinsam mit Kollegen durch ein modifiziertes „Fluoreszenz-In Situ-Hybridisierungsprotokoll“ mikrobielle Zellen mit Halogenatomen anzureichern. Auf diese Weise konnten die Zellen während der nanoSIMS-Analyse auch in komplexen Umweltproben identifiziert werden und Aussagen über Stoffaustausch und -umsätze getroffen werden.

Kontakt:

Dr. Tina Lösekann-Behrens
Universität Tübingen
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Zentrum für angewandte Geowissenschaften, Geomikrobiologie
Telefon: +49 7071 29-73061
tina.loesekann-behrensuni-tuebingen.de

Weitere Informationen:
- http://www.tum-ias.de/current-focus-groups/soil-architecture.html

Quelle: idw


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