Fürsprecher der Armen und der Flüchtlinge

12.11.2010, 11:00 | Wissenschaft | Autor: | Jetzt kommentieren


Der Dialog zwischen Kulturen, Nationen und Religionen ist geeignet, Völkerverständigung, Vertrauen und Sicherheit zu erreichen. Diese
Überzeugung wird Prinz Hassan von Jordanien bei seinem Festvortrag mit dem Titel
„The Mediterranean: A Terra Media of Cultures or a Crucible of Conflict?“ anlässlich des Bayreuther Zukunftsforums am Donnerstag, 18. November, auf dem Campus der Universität Bayreuth vertreten. Prinz Hassan nimmt dabei den Wilhelmine-von-Bayreuth-Preis für Toleranz und Humanität in
kultureller Vielfalt entgegen. Zuvor findet ein hochkarätig besetztes
Symposium zum Thema „Energie – globale Herausforderungen,
regionale Kooperationen, lokale Initiativen“ statt.

Mit seinen Initiativen und seinem Engagement wolle er das
Bewusstsein für Globalisierung und für eine Ethik der menschlichen
Solidarität schärfen, erklärte der jordanische Prinz im Vorfeld des
Bayreuther Zukunftsforums. Durch seine Arbeit als Vorsitzender und
Mitbegründer zahlreicher nationaler und internationaler
Kommissionen, bei Instituten für interkulturelle-interreligiöse
Forschung sowie für humanitäre Fragen und in der großen Anzahl der
von ihm gegründeten Stiftungen und Initiativen hat Prinz Hassan
Erfahrungen sammeln und einbringen können. Er engagiert sich im
interreligiösen Beraterausschuss der UNESCO und ist Ehrenmitglied
ihrer Weltkommission für Kultur und Entwicklung. Und er setzt sich
für einen Dialog der Religionen ein und rief die trilaterale Kommission
für das islamisch-christlich-jüdische Gespräch ins Leben.
Prinz Hassan hat sich darüber hinaus in seiner Zeit als Präsident des
Club of Rome in den Jahren 1999 bis 2006 und als Präsident der
Weltkonferenz der Religionen für den Frieden (2000 bis 2006) mit
Fragen der Globalisierung auseinandergesetzt. Umweltbelange und
Nachhaltigkeit im Energiebereich fördert er in Jordanien und weltweit.
Für den World Future Council, gegründet vom Stifter des Alternativen
Nobelpreises, fungiert er als Ratsmitglied.

Prinz Hassan setzt sich auf politischer Ebene für eine internationale
Sicherheits- und Kooperationskonferenz im Nahen Osten ein, bei der
umweltpolitische, ideologische, interkulturelle und humanitäre Fragen
der Region diskutiert werden sollen. Eine solche international
vermittelnde Organisation würde dem Friedensprozess in der Region
förderlich sein und den überregionalen Technologie- und
Energietransfer voranbringen. Der jordanische Prinz versteht sich
eigenen Worten zufolge als Vertreter der Flüchtlinge und Armen, der
es nicht bei Worten belässt. Durch die Einrichtung des Regional
Human Society Centre in Jordanien nimmt er Territorialität, Identität,
Arbeitslosigkeit und Armut in den Fokus. Er ist zudem Gründer und
Vorsitzender des Kuratoriums der Königlichen Gesellschaft der
Wissenschaften in Jordanien. Mit der Gründung des West Asia-North
Africa Forums startete Prinz Hassan eine Initiative zum
Informationsaustausch in den Bereichen Umweltschutz, wirtschaftliche
Interessen sowie humanitäre Verantwortung im arabischen Raum.
Um Umweltschutz und Energie wird es auch im Vorfeld der
Preisverleihung an Prinz Hassan gehen. Um 12.30 Uhr beginnt das
Symposium des Bayreuther Zukunftsforums 2010 im Audimax auf dem
Campus der Universität. Es steht unter dem Motto „Energie – globale
Herausforderungen, regionale Kooperationen, lokale Initiativen“.

Dabei wird unter anderem der Präsident der Deutschen Gesellschaft
Club of Rome, Max Schön, über das Wüsten-Solarkraftwerk
DESERTEC sprechen, das künftig viele Menschen mit sauberer
Energie versorgen soll. Professor Dr. Gernot Spiegelberg, Vice
President Strategie und Technologie der Siemens AG, erläutert den
Ansatz seines Unternehmens zur Einbindung des elektrischen
Fahrzeugs in die Energie-Infrastruktur. Jürgen Bayer, Geschäftsführer
der Bayreuther Energie und Wasserversorgungs GmbH, spricht über
„Netze und die Anreizregulierung“. Die Zukunft der Umwelt aus Sicht
der Bevölkerung analysiert Professor Dr. Ulrich Reinhardt,
geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Stiftung für Zukunftsfragen,
und stellt dabei die Frage: Wozu sind die Deutschen konkret bereit, um
ihren Anteil an einer auch zukünftig lebenswerten Umwelt zu leisten?

INFO: Das Symposium des Bayreuther Zukunftsforums, zu dem die
Öffentlichkeit herzlich eingeladen ist, ist kostenlos. Um Anmeldungen
wird gebeten. Dies ist im Internet unter www.zukunftsforum.uni-bayreuth.de möglich. Dort ist auch das detaillierte Programm zu
finden. Veranstalter sind die Universität Bayreuth, die Stadt Bayreuth
und die Stiftung für Zukunftsfragen – eine Initiative von British
American Tobacco.

Weitere Informationen:
- http://www.zukunftsforum.uni-bayreuth.de

Quelle: idw


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