Flüchtlinge haben keinen Rückfahrschein

04.05.2007, 17:00 | Wissenschaft | Autor: | Jetzt kommentieren


Thomas Zielinski von der HAWK-Fakultät Gestaltung hat unter der Leitung von Prof. Barbara Kotte eine Kampagne für "Ärzte ohne Grenzen" entwickelt





Im Rahmen eines Seminars bei Prof. Barbara Kotte von der HAWK-Fakultät Gestaltung, Studienrichtung Advertising-Design, sind jetzt Kampagnen für die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" entstanden. Das Ergebnis hat die Hilfsorganisation so überzeugt, dass nun eine Arbeit - die Kampagne von Thomas Zielinski - umgesetzt wird.
Millionen Menschen sind auf der Flucht. Jeden Tag. Sie leiden Hunger, haben Angst, wissen nicht, wie es weitergeht. Sie haben alles verloren. Auch, wenn wir alle die Bilder aus den Flüchtlingslagern aus dem Fernsehen kennen: Niemand kann sich vorstellen, was ein Leben oder besser ein Überleben auf der Flucht bedeutet. Aus diesem Grund zeigt "Ärzte ohne Grenzen" schon seit einigen Jahren eine Wanderausstellung, die auf den zentralen Plätzen von großen Städten zu sehen ist. Dort wird ein Flüchtlingslager aufgebaut und Besucher können sich ansehen, wie die Versorgung und Verpflegung in den Zelten funktioniert, wie die Menschen leben.


Die Kampagnen, die an der Fakultät Gestaltung der HAWK entstanden sind, bewerben diese Ausstellung. "Für die Studierenden war es eine große Herausforderung, sich mit einem so ernsthaften und schwierigen Thema auseinanderzusetzen", stellt Prof. Barbara Kotte fest. Dem Team war es wichtig, dass zwischen unserem Leben und dem Leben der Flüchtlinge eine Brücke geschlagen wird. Thomas Zielinski beschriebt seine Arbeit: "Ich zeige auf dem Plakat Szenen aus unserem Leben, in dem wir uns für kurze Zeit in eine Situation begeben, die der der Flüchtlinge im ersten Moment ähnlich erscheint. Doch unsere Situationen sind immer mit einem Rückfahrschein und einer Garantie verbunden: Festivals, auf denen Menschen eng gedrängt sind und Zelturlaube zum Beispiel. Ich möchte, dass der Betrachter sich in die Lage der Flüchtlinge versetzt, soweit es ihm möglich ist." Die Umsetzung von Zielinskis Arbeiten wird von "Ärzte über Grenzen" übernommmen und die Plakate werden in diesem Sommer auch umgewandelt als Anzeigen und Flyer zu sehen sein.


Für Rückfragen stehen wir gern zur Verfügung:
Prof. Barbara Kotte, M 0163-5557657, kotte@hawk-hhg.de
Sabine zu Klampen, T 05121-881-124, zuklampen@hawk-hhg.de


Weitere Informationen:
- http://www.hawk-hhg.de

Quelle: idw


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