Europaweit erste "Negotiation Challenge" (TNC) an der Handelshochschule Leipzig

16.04.2007, 15:00 | Wissenschaft | Autor: | Jetzt kommentieren


Harvard Law School hat die weltbesten studentischen VerhandlungsführerEuropaweit erste "Negotiation Challenge" (TNC) an der Handelshochschule Leipzig (HHL) // Harvard siegt // Ex US BotschafterJohn C. Kornblum begeistertLeipzig. Studenten der Harvard Law School haben am vergangenen Wochenende (13. - 15.4.2007) in Leipzig den europaweit ersten Wettbewerb im Verhandeln gewonnen. In dem von der HHL und Harvard durchgeführten Wettbewerb, The Negotiation Challenge (TNC); setzte sich ein Team aus Boston gegen hochrangige internationale Studenten-Teams durch und überzeugte die Jury mit argumentativer Gewandheit und brillianter Kommunikation.











John C. Kornblum, ehemaliger US Botschafter und Deutschland Chef der Investmentbank Lazard, nannte den Wettbewerb einen wesentlichen Beitrag zur Vorbereitung der Studenten auf die komplizierter werdenden internationalen Entwicklungen. Nicht nur im politischen Umfeld, sondern gerade auch im geschäftlichen würde durch die Globalisierung die Fähigkeit zur erfolgreichen Verhandlung immer wichtiger. "Die wesentliche Quintessenz ist jedoch bei allen Verhandlungstechniken herauszufinden, was die Verhandlungspartner tatsächlich wollen. Die Mühe machen sich viel zu wenige Verhandlungspartner ", so Kornblum.


Teilnehmer aus neun unterschiedlichen Ländern und fünf Kontinenten hatten zuvor in Rollenspielen vielfältige Verhandlungssituationen simuliert. Dazu hatten sich Studenten renommierter europäischer, amerikanischer und asiatischer Universitäten aus den Bereichen Betriebswirtschaft (u.a. ESCP-EAP, Cambridge University, Universität Mannheim) und Rechtswissenschaft (u.a. Harvard Law School, National Law School of India, Universität Bonn) für den Wettbewerb in Leipzig qualifiziert.


Friedhelm Wachs, Unternehmensberater aus Leipzig und Jurymitglied, der als Ghost Negotiator Verhandlungen im Hintergrund begleitet, bestätigt zwei Trends in Verhandlungen. Einerseits werden Verhandlungen in vielen Unternehmen immer schlechter vorbereitet und immer weniger Unternehmen prüfen die eigene Interessenlage und die Ziele ihrer Verhandlungspartner vorher. Andererseits werden die Verhandlungsgegenstände immer komplizierter, weil sie neben dem Preis auch kulturelle und juristische Gegebenheiten berücksichtigen müssen. "Durch die schlechte Vorbereitung verlieren die Unternehmen oft Millionen, ohne es zu wissen," beschreibt Wachs das Dilemma.


Der Rektor der HHL, Prof. Dr. Hans Wiemeth, zeigte sich von der studentischen Initiative beeindruckt und bestätigte die Unterstützung der Hochschule für die Fortsetzung des Wettbewerbs.
Aufgrund des großen Erfolges und des sehr positiven Echos bei den internationalen Teilnehmern und Zuschauern trifft die HHL zusammen mit der Harvard Law School bereits die ersten Vorkehrungen für eine Fortsetzung des Wettbewerbs im Jahr 2008 in Leipzig.


Kimathy Kuenyehia, Ghanesischer Verhandlungsführer des Siegerteams von Harvard, nannte den ersten in Europa stattfindenden Verhandlungswettbewerb aus Sicht der Teilnehmer voll gelungen. " Eine fehlerfreie Organisation und ein offenes Klima in einer historisch so bedeutsamen Stadt wie Leipzig sind die beste Basis, sich für das Berufsleben mit internationalen Studenten aus verschiedenen Kulturkreisen in einem solchen Wettbewerb vorzubereiten. Das ist der HHL gelungen."


Die vier Verhandlungsrunden fanden an unterschiedlichen Orten statt, wo jeweils die Umgebung mit dem Verhandlungsthema korrespondierte: So fand unter anderem eine Verhandlung über einen Fussballspielertransfer im Leipziger Zentralstadion statt. Weiterhin wurden die Räumlichkeiten von perdata IT und der HHL genutzt.


In der spannenden Finalrunde verhandelte das Team "Masterminds" der ESCP-EAP (Berlin, Paris, Madrid) mit "Unity through diversity - the Leibnizians" der Harvard Law School im Marriott Hotel Leipzig. Aus der Verhandlung zwischen einem Kraftwerksentwickler, den das Team der ESCP-EAP darstellte, und der Regierung eines fiktiven Entwicklungslands (Harvard Law School), um den Bau eines neuen Staudamms, entwickelte sich eine emotional geladene Diskussion zwischen den beiden Teams die von beiden Seiten mit rhetorischer Brillianz und argumentativen Finessen geführt wurde. Nach einem knappen Sieg durfte das Team "Unity through diversity - the Leibnizians" den Siegerpokal mit nach Hause nehmen. "Doch alle teilnehmenden Teams beendeten den Wettbewerb mit wertvollen Erfahrungen, interessanten Verhandlungsrunden und neuen internationalen Kontakten", wie John C. Kornblum über die "Negotiation Challenge 2007" in seiner Dinner-Speech betonte. "Ich hätte mir viel Kopfschmerzen in meinem Leben ersparen können, wenn ich eine solche Vorbereitung auf Verhandlungen hätte bekommen können."


Die Stadt Leipzig machte in einem Empfang der hochkarätigen Studenten Teams deutlich, die Historie als bedeutender alter Handelsort und als ein Ort der Rechtsentwicklung fortzusetzen und dabei ein Kristallisationspunkt für Verhandlungen sein zu wollen.


Zusätzlich zeigte Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Leipziger Messe, den Studenten in einem Vortrag am Rande der AMI die Entwicklung des internationalen Geschäfts der Messe Leipzig auf und berichtete aus der Praxis internationaler Verhandlungen, besonders in Asien.


Obwohl dies die erste Veranstaltung in Europa war, fanden die Studenten in der örtlichen Wirtschaft große Unterstützung und Interesse. Thomas Weidinger, Partner der Rechtsanwaltskanzlei Weidinger Richtscheid begründete sein Engagement als Hauptsponsor mit der Notwendigkeit, Wirtschaftsführern bessere Verhandlungstechniken an die Hand zu geben. Dies gelinge am besten noch während des Studiums.


Neben der Sozietät Weidinger Richtscheid, welche Hauptsponsor der "Negotiation Challenge 2007" ist, wurde die Veranstaltung zudem von perdata IT, Subway, dem Marriott Hotel, der Messe Leipzig sowie dem Sportforum Leipzig unterstützt.


Weitere Informationen unter:


HHL - Leipzig Graduate School of Management
Die HHL - Leipzig Graduate School of Management, 1898 als Handelshochschule Leipzig entstanden und 1992 neu gegründet, ist Deutschlands älteste betriebswirtschaftliche Hochschule und zählt heute zu den führenden Business Schools in Europa. An der HHL kann in zwei Jahren das Hauptstudium der Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Unternehmensführung absolviert werden. Zudem bietet die Hochschule das 18-monatige Programm Master of Science in Management an. Darüber hinaus kann an der HHL in einem 15-monatigen (bzw. 24-monatigen berufsbegleitenden) Programm der MBA (Master of Business Administration) erworben werden. Mit der HHL Tochter HHL Executive werden firmenspezifische Weiterbildungsprogramme angeboten. Ein dreijähriges Promotionsprogramm rundet das Studienangebot der HHL ab. Die HHL gehört zu den wenigen privaten Hochschulen in Deutschland, die über ein Promotions- und Habilitationsrecht verfügen. Im April 2004 erhielt die Hochschule die renommierte Akkreditierung durch AACSB International.


Kontakt für Interviews und Fotos:
HHL - Leipzig Graduate School of Management
Volker Stößel, MBA
Leiter Marketing/Public Relations
Tel. (+49) 341-9 85 16 14
Fax (+49) 341-9 85 16 15
E-Mail: volker.stoessel@hhl.de



Quelle: idw


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