DNEbM Past President Monika Lelgemann stärkt wissenschaftliche Kompetenz im G-BA

05.10.2017, 21:10 | Wissenschaft | Autor: | Jetzt kommentieren


Das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin (DNEbM) und der Verein zur Förderung der Technologiebewertung im Gesundheitswesen (HTA.de) gratulieren Monika Lelgemann zur Ernennung als unparteiisches Mitglied des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Monika Lelgemann war von 2011 bis 2013 erste Vorsitzende des DNEbM und ist seit 2014 Mitglied von HTA.de.

Es war zunächst ein Verfahren mit Hindernissen: Als die Posten der unparteiischen Mitglieder des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) neu zu besetzen waren, fielen die ersten beiden Kandidaten im Bundestag glatt durch. Offensichtlich hatten die Abgeordneten Bedenken hinsichtlich möglicher Verflechtungen der Kandidaten mit diversen Interessengruppen des Gesundheitswesens. Die Unabhängigkeit der Kandidaten, zu der sie verpflichtet sind, schien nicht gewährleistet.

Warum die Unabhängigkeit so wichtig ist, lässt sich mit der Macht des G-BA begründen: Der G-BA entscheidet, welche Leistung von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden müssen und welche außen vor bleiben. Für Ausgewogenheit sorgt eine kluge Balance der Kräfte im G-BA: Er ist paritätisch mit Kassen- und Ärzte- bzw. Krankenhausvertretern besetzt, in Patt-Situationen entscheiden das unparteiische Führungsgremium um den Vorsitzenden Prof. Josef Hecken.

Die in der zweiten Runde von den Selbstverwaltungspartnern aufgestellten Kandidaten erfüllten die geforderten Eigenschaften überzeugend, seitens des Gesundheitsausschusses wurde kein Widerspruch erhoben. Ab Sommer 2018 wird eine der beiden neuen unparteiischen Mitglieder Monika Lelgemann sein. „Wir sind begeistert“, kommentiert Dagmar Lühmann, die amtierende Vorsitzende des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin (DNEbM), die Neubesetzung. „Hier kann ein besonderer und unabhängiger Sachverstand wirken, der im G-BA unabdinglich ist.“

Neben ihren menschlichen Stärken wie Integrität, Sachlichkeit und Verbindlichkeit weist Lelgemann drei fachliche Kompetenzen auf, die sie für die neue Aufgabe prädestinieren:
1. Sie ist ausgebildete Medizinerin und hat etliche Jahre als Ärztin gearbeitet. 2. Auf ihren Stationen – Deutsches Cochrane Zentrum, Universität Bremen, Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen, Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) und zuletzt Gesundheitsamt Bremen – hat sie weitere relevante Bereiche des Gesundheitswesens kennengelernt. 3. Als Mitgründerin und ehemalige Vorsitzende des DNEbM hat sie sich stets um die Anwendung der Methoden der EbM für die Patientenversorgung engagiert, sei es in der Erstellung klinischer Leitlinien oder etwa dem IGeL Monitor.

So wird jetzt mit Monika Lelgemann, wie Lühmann betont, eine Persönlichkeit in den G-BA berufen, die in den Methoden der Evidenzbasierten Medizin hervorragend ausgewiesen ist. Und damit in jenen Methoden, denen der G-BA verpflichtet ist.

Quelle: idw


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