„Generation der Grenzgänger“: RUB-Institut für Deutschlandforschung setzt Filmreihe fort

31.10.2012, 09:10 | Wissenschaft | Autor: | Jetzt kommentieren


In seiner Reihe „DEFA-Filmtage“ nimmt das Institut für Deutschlandforschung der RUB (IDF) diesmal die „Generation der Grenzgänger“ in den Blick. An vier Filmabenden geht es um die Rückkehr aus dem Exil, um Fluchtpläne im geteilten Deutschland, aber auch um Einschnitte und Brüche deutscher Geschichte im 20. Jahrhundert. Mit Unterstützung der Bundesstiftung Aufarbeitung und der DEFA-Stiftung finden die 3. Bochumer DEFA-Filmtage vom 7. bis 11. November 2012 im Kino Endstation in Bochum-Langendreer statt. Zum Programm gehören auch zwei Filmgespräche mit den Stargästen Jaecki Schwarz und Renate Krößner.

Einladung an alle Filmfreunde

Die nunmehr dritten Bochumer DEFA-Filmtage sind – nach 2008 und 2010 – erneut eine herzliche Einladung an alle Filmfreunde sowie an alle, die sich mit deutscher Geschichte und Kultur im 20. Jahrhundert beschäftigen. „Für die Cineasten besonders wichtig: Natürlich werden klassische 35 mm-Filmkopien gezeigt“, sagt Dr. Frank Hoffmann vom IDF. Im Rahmenprogramm präsentiert das Institut Plakate, Bilder und Bücher in einer kleinen Vitrinenausstellung im Gebäude GB (Eingangsebene 02) der Ruhr-Universität und veranstaltet am 9. November vormittags ein Kolloquium über die Verfilmungen von Arnold Zweigs Romanen zum Ersten Weltkrieg (Anmeldung zum Kolloquium erbeten unter idf@rub.de).

Vier Abende, vier Filme

Das filmische Programm startet am Mittwoch, 7. November um 19 Uhr mit dem Werk „Die Flucht“. Am Vorabend des 125. Geburtstags von Arnold Zweig, am Freitag, 9. November um 19 Uhr wird „Das Beil von Wandsbek“ (1951) gezeigt. Weiter geht es am 10.11. (18 Uhr) mit dem Grenzgänger Konrad Wolf. Seine Erfahrungen bei der Rückkehr aus dem sowjetischen Exil als Leutnant der Roten Armee hat er 1968 autobiografisch in seinem Meisterwerk „Ich war neunzehn“ verarbeitet. Der Hauptdarsteller Jaecki Schwarz – für ihn war die Rolle des jungen Leutnants Hecker sein filmischer Durchbruch – ist im Anschluss an die Aufführung zu Gast beim Filmgespräch, das der Berliner DEFA-Experte Paul Werner Wagner moderiert. Den Schlusspunkt der Reihe setzt am Sonntag, 11.11. (17 Uhr) ein „Blockbuster“ des DDR-Kinos: Mit „Solo Sunny“ (1980) widmete sich Konrad Wolf der DDR-Gegenwart und den Gefühlen und Hoffnungen einer jungen Generation. Renate Krößner, die am Abend zum Filmgespräch zu Gast sein wird, verkörperte neben weiteren Stars wie Alexander Lang und Dieter Montag den Typus der halb selbstbewussten, halb verzweifelten DDR-Jugend jener späten Jahre des „real existierenden Sozialismus“.

Weitere Informationen

Silke Flegel, Frank Hoffmann, Institut für Deutschlandforschung, Ruhr-Universität Bochum, Tel. 0234-32-27863, -28863, E-Mail: idf@rub.de

Angeklickt

Institut für Deutschlandforschung:
http://www.rub.de/deutschlandforschung
(dort sind auch Filmfotos des Progress Filmverleihs für Artikel abrufbar)

Redaktion: Jens Wylkop

Quelle: idw


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