10 Jahre vernetzte Zoonosenforschung in Deutschland – ein Grund zum Feiern

05.10.2017, 12:19 | Wissenschaft | Autor: | Jetzt kommentieren


Seit zehn Jahren fördert die Bundesregierung gezielt die interdisziplinäre Vernetzung in der Zoonosenforschung, insbesondere die Zusammenarbeit zwischen Human- und Veterinärmedizin. Mit der Förderung verschiedener Forschungsnetzwerke und der Etablierung der Nationalen Forschungsplattform für Zoonosen sind wichtige Strukturen aufgebaut worden, die nicht zuletzt auch dazu beigetragen haben, Vertrauen zwischen den Akteuren zu schaffen. Diese Strukturen und wissenschaftlichen wie persönlichen Netzwerke sind die Basis, auf der neue gesundheitliche Herausforderungen im Zusammenspiel von Mensch, Tier und Umwelt im Sinne des „One-Health“-Konzepts adressiert werden können.

Im Rahmen des Zoonosensymposiums werden aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse und Erfolge sowie neue Strukturen wie das neu gegründete „Forschungsnetz zoonotische Infektionskrankheiten“ vorgestellt. Mit der Erneuerung der Forschungsvereinbarung für Zoonosen 2016, an der sich insgesamt vier Bundesministerien beteiligen*, wird die Zoonosenforschung in Deutschland konsequent auf das „One Health“-Konzept ausgerichtet, das eines der zentralen Themen der Globalen Gesundheit ist.

Die Zielsetzungen Globaler Gesundheit werden in Deutschland auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene umgesetzt. Die Nationale Forschungsplattform für Zoonosen unterstützt diese Ziele. Neben der Forschung sind daran in der Praxis besonders auch der öffentliche Gesundheitsdienst und das Veterinärwesen beteiligt. Eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen diesen Bereichen ist eine wichtige Zukunftsaufgabe. Das Zoonosensymposium 2017 bildet diesen Aspekt in seinem Programm besonders ab.

Dass „One Health“ mehr ist als nur ein Schlagwort und eine gesamtgesellschaftliche Betrachtung erfordert, wird Prof. Jakob Zinsstag vom Swiss Tropical and Public Health Institute (Basel, Schweiz) in seiner abschließenden Keynote am Freitag, 13. Oktober erläutern.

* Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Bundesministerium der Verteidigung (BMVg)

Auf einen Blick: Nationales Symposium für Zoonosenforschung 2017

Datum:12./13. Oktober 2017
Konferenzsprachen: Englisch und Deutsch
Programm: unter http://www.zoonosen.net
Veranstaltungsort: Best Western Premier Hotel Steglitz International, Albrechtstraße 2, 12165 Berlin, http://www.si-hotel.com
Kontakt: Nationale Forschungsplattform für Zoonosen | Dr. Ilia Semmler
Tel.: 030 − 22 00 24 772 | info@zoonosen.net | http://www.zoonosen.net

Kongresseröffnung, Plenary Sessions und Keynotes:

12. Oktober 2017

10:00 Uhr Opening Remarks
10 Years of Interdisciplinary Zoonoses Research in Germany
Stephan Ludwig, Münster, Germany

Welcome Note of the Federal Government
Andrea Spelberg, BMBF, Berlin, Germany

10:30 Uhr Keynote
Ecological and Genomic Drivers of Zoonotic Infections
Simone Sommer, Ulm, Germany

11:15 Uhr Keynote
Global Health Security Agenda: Antimicrobials, Zoonoses und Biosafety/Biosecurity
Mika Salminen, Helsinki, Finland

16:00 Uhr Plenary Session
Vielfältige Zoonosenforschung in Deutschland

13. Oktober 2017

9:00 Uhr Plenary Session
Forschungsnetz Zoonotische Infektionskrankheiten

14:30 Uhr Keynote
Bornavirus infection: a new model of evolution and coexistence of RNA viruses
Keizo Tomonaga, Kyoto, Japan

15:15 Uhr Keynote
One Health – (Not) Just a Buzz-Word
Jakob Zinsstag, Basel, Switzerland

Kontakt und Akkreditierung
Antje Schütt | presse@tmf-ev.de | Tel.: 030 – 2200247-31, mobil 0173 6141663
Dr. Ilia Semmler | info@zoonosen.net | Tel.: 030 - 220024772

Nationale Forschungsplattform für Zoonosen

Forschung zu Zoonosen – also Forschung zu Infektionskrankheiten, die zwischen Tieren und Menschen übertragen werden können – findet in Deutschland an vielen verschiedenen Orten und Einrichtungen statt: an Universitäten und in Bundesinstituten, in kleinen Arbeitsgruppen und in großen Verbünden. Dabei sind Wissen und Erfahrung sowohl von Human- und Veterinärmedizinern als auch von Infektionsbiologen und Wissenschaftlern anderer Fachdisziplinen von großer Bedeutung. Deshalb ist eine fachübergreifende, interdisziplinäre Zusammenarbeit notwendig.

Die Nationale Forschungsplattform für Zoonosen als infrastrukturelle und wissenschaftliche Organisation ermöglicht und unterstützt diese Vernetzung. Aufgabe der Zoonosenplattform ist es, biomedizinische Grundlagenforschung sowie Human- und Veterinärmedizin enger zu verknüpfen, um die Zoonosenforschung in Deutschland effektiver zu gestalten. Die Zoono-senplattform wird gemeinsam von der Universität Münster, dem Friedrich-Loeffler-Institut und der TMF getragen. Das jährlich stattfindende Nationale Symposium für Zoonosenfor-schung wird maßgeblich vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Weitere Informationen: http://www.zoonosen.net

Quelle: idw


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