VG-OSNABRUECK – Aktenzeichen: 1 C 7/12

Beschluss vom 24.04.2012


Leitsatz:Regelungen über die besondere Eignung als Zugangsvoraussetzung für Masterstudiengänge sind (verfassungs)rechtlich unbedenklich, soweit der Bachelorabschluss nicht nur nach seiner rechtlichen Definition, sondern auch tatsächlich "berufsqualifizierend" in dem Sinne ist, dass mit ihm ein relevantes Berufsbild (mit entsprechenden Arbeitsmarktchancen) korrespondiert.Anders könnte sich dies bei lehramtsbezogenen Masterstudiengängen verhalten. Insoweit bleibt eine Klärung dem Hauptsacheverfahren vorbehalten.Zur Interessenabwägung im vorläufigen Rechtsschutzverfahren im Falle eines nichtzulassungsbeschränkten Studiengangs bei offenen Erfolgsaussichten in der Hauptsache.
Rechtsgebiete:GKG, VwGO, ZPO
Vorschriften: § 2 GKG, § 52 GKG, § 53 GKG, § 80 VwGO, § 88 VwGO, § 122 VwGO, § 123 VwGO, § 154 VwGO, § 920 ZPO

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