OLG-KOELN – Aktenzeichen: 17 W 129/11

Beschluss vom 20.07.2011


Leitsatz:1. Beteiligt der Sachverständige Hilfspersonen bei der Erstellung des Gutachtens, dann darf dies nicht dazu führen, dass die Gesamtverantwortlichkeit des seitens des Gerichts beauftragten Sachverständigen nicht mehr gewährleistet ist.

2. Eine bloße Plausibilitätsprüfung durch den zum Sachverständigen ernannten Chefarzt reicht nicht auz.

3. Insbesondere bei psychiatrischen Gutachten darf der benannte Sachverständige seinen Mitarbeitern nicht die persönliche Begegnung mit der zu explorierenden Person allein überlassen.
Rechtsgebiete:GKG, JVEG, ZPO
Vorschriften: § 1 GKG, § 21 GKG, § 66 GKG, § 4 JVEG, § 8 JVEG, § 21 ZPO, § 123 ZPO, § 278 ZPO, § 404 ZPO, § 407 ZPO, § 808 ZPO

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