LG-KASSEL – Aktenzeichen: 1 O 772/10

Urteil vom 04.11.2010


Leitsatz:(1) Im Rahmen der Lizenzanalogie ist bei der Ermittlung der Höhe des Schadensersatzanspruchs dann nicht auf die MFM-Empfehlungen zurückzugreifen, wenn der Verletzte hinsichtlich der betroffenen Lichtbildwerke zeitnah zu der Verletzungshandlung einen Lizenzvertrag mit einem Dritten abgeschlossen hatte; in diesem Fall kann in der Regel die hierbei vereinbarte Vergütung zugrundegelegt werden.

(2) Ein Zuschlag wegen unterlassenen Bildquellennachweises setzt voraus, dass der Verletzte von seinem Urheberbezeichnungsrecht nach § 13 S. 2 UrhG Gebrauch gemacht hat.

(3) Für die Verzinsung der Schadensersatzforderung nach den Regeln der Lizenzanalogie gilt § 288 Abs. 1 BGB.
Rechtsgebiete:BGB, UrhG, ZPO
Vorschriften: § 1 BGB, § 2 BGB, § 102 BGB, § 214 BGB, § 276 BGB, § 280 BGB, § 286 BGB, § 288 BGB, § 1 UrhG, § 2 UrhG, § 7 UrhG, § 13 UrhG, § 15 UrhG, § 16 UrhG, § 19 UrhG, § 31 UrhG, § 102 UrhG, § 1 ZPO, § 92 ZPO, § 156 ZPO, § 287 ZPO

Jetzt Volltext der Entscheidung kostenlos ansehen

Jetzt den Volltext vom LG-KASSEL – Urteil vom 04.11.2010, Aktenzeichen: 1 O 772/10 kostenlos auf openJur ansehen.

Volltext der Entscheidung abrufen




Weitere Entscheidungen vom LG-KASSEL

LG-KASSEL – Beschluss, 1 S 281/10 vom 15.10.2010

Soweit das Erstgericht die Klage wegen eines Anspruches auf Erstattung vorgerichtlicher Anwaltkosten abgewiesen hat, bleibt der Wert dieser Forderung bei der Berechnung des für die Berufung des Beklagten maßgeblichen Beschwerdewertes (§ 511 Abs. 2 Nr. 1 ZPO) unberücksichtigt, weil der Beklagte insoweit nicht beschwert ist.Wenn der Beklagte zum Ersatz außergerichtlicher Anwaltskosten verurteilt worden ist, handelt es sich um eine nicht werterhöhende Nebenforderung im Sinne von § 4 Abs. 1 HS. 2 ZPO, soweit diese Kosten die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen betreffen, die Gegenstand des Rechtsstreits sind.

LG-KASSEL – Urteil, 1 S 67/10 vom 07.10.2010

Der Bereicherungsanspruch des Mieters, der in Unkenntnis der Unwirksamkeit der mietvertraglichen Klausel zu den Schönheitsreparaturen Renovierungsleistungen erbracht hat, gegen den Vermieter verjährt gemäß § 548 Abs. 2 BGB sechs Monate nach Beendigung des Mietvertrages.

LG-KASSEL – Beschluss, 3 T 356/10 vom 16.09.2010

Die Auslegung einer im Jahre 1995 errichteten notariellen Urkunde kann ergeben, dass die Gesellschafter schon damals ein zum Vermögen der (teil-)rechtsfähigen Gesellschaft gehörendes Grundstück haben belasten wollen. Dem steht nicht entgegen, dass die Teilrechtsfähigkeit der Gesellschaft bürgerlichen Rechts erst später erkannt worden ist. Diese Auslegung obliegt den Vollstreckungsgerichten.


Fragen Sie einen Anwalt!
Anwälte sind gerade online.
Schnelle Antwort auf Ihre Rechtsfrage.

Gesetze

Anwälte in Kassel:

JuraForum-Newsletter

Kostenlose aktuelle Urteile und Rechtstipps per E-Mail:

JuraForum-Suche

Durchsuchen Sie hier JuraForum.de nach bestimmten Begriffen:

© 2003-2017 JuraForum.de — Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung, Verbreitung oder Nutzung für kommerzielle Zwecke.