BFH – Aktenzeichen: II R 41/08

Urteil vom 15.12.2010


Leitsatz:1. Bei der Berechnung des Höchstwerts i.S. des § 16 BewG ist bei einem bebauten Grundstück auf die Gesamtregelung des § 146 BewG einschließlich der Mindestwertregelung des § 146 Abs. 6 BewG abzustellen.

2. Eine gesonderte Feststellung des Grundbesitzwerts für Zwecke des § 16 BewG ist entbehrlich, wenn aufgrund eines bereits gesondert festgestellten Grundbesitzwerts eine weitere gesonderte Feststellung für den Stichtag denselben Grundbesitzwert ergäbe.
Rechtsgebiete:BewG, ErbStG, FGO
Vorschriften: § 1 BewG, § 2 BewG, § 5 BewG, § 6 BewG, § 7 BewG, § 9 BewG, § 13 BewG, § 14 BewG, § 16 BewG, § 30 BewG, § 31 BewG, § 124 BewG, § 138 BewG, § 146 BewG, § 7 ErbStG, § 10 ErbStG, § 11 ErbStG, § 12 ErbStG, § 96 FGO, § 126 FGO

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2. Dies gilt auch dann, wenn der Insolvenzverwalter oder Zwangsverwalter die Tätigkeit unter Einsatz vorgebildeter Mitarbeiter ausübt, sofern er dabei selbst leitend und eigenverantwortlich tätig bleibt; insoweit ist § 18 Abs. 1 Nr. 1 Sätze 3 und 4 EStG entsprechend anzuwenden (Aufgabe der Rechtsprechung zur sog. Vervielfältigungstheorie).

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