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Untermietvertrag

Frage gestellt am: 13.04.2018 um 17:56:23 in der Kategorie: Vertragsrecht
Einsatz 59,00 € (inkl. 19% MwSt.)
Status Beantwortet
Ich bin Heilpraktiker und habe einen Raum von einer Kosmetikerin angemietet mit der Erlaubnis selber an 2 Personen zu untervermieten. Dadurch das die Vermieterin in Ihrem Vertrag mit dem Eigentümer eine andere Regelung vereinbart hat, dass Sie nämlich ihren Untermietern nicht erlauben darf unterzuvermiete, ist Sie die letzten Monate ständig gereizt und gestresst gewesen und hat ständig Kleinigkeiten moniert, so dass das Arbeiten in der Praxis anstrengend und furchtbar war. Die Stimmung und das Verhältnis zur Vermieterin wurde immer unerträglicher. Ich habe jetzt gekündigt zum 31.5.18. Und Frage mich, ob Sie überhaupt an mich vermieten hätte dürfen? Ist es möglich den ganzen Untermietvertrag unter diesen Voraussetzungen anzufechten, da ich hohe Anlaufkosten hatte und jetzt neue Räumlichkeiten suchen muss und weitere Kosten entstehen (Praxisschilder, Visitenkarten, Umzugskosten usw). Vielen Dank und beste Grüße F. Perillo

Antwort zur Frage (13.04.2018 um 18:59:16)

Tel: 03036445774
Anschrift: Kaiserin-Augusta-Allee 102, 10553 Berlin, Deutschland
Schwerpunkte: Grundstücksrecht, Immobilienrecht, Internetrecht, IT-Recht, Mietrecht, Urheberrecht, Vertragsrecht, Wohnungseigentumsrecht
AW: Untermietvertrag

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Sie könnten den Vertrag wegen arglistiger Täuschung anfechten, sofern Sie von der fehlenden Untervermieterlaubnis nichts wußten. Allerdings müßten Sie dafür nachweisen, dass Sie tatsächlich daran interessiert waren, unterzuvermieten und Sie den Mietvertrag auch deswegen abgeschlossen haben. Dann könnten Sie auch Schadensersatz in Höhe der Umzugsaufwendungen verlangen.

Wenn Sie hingegen nachweisen können, dass die Vermieterin Ihnen das Arbeiten in dem Raum durch Kritik an Kleinigkeiten unmöglich machte und dadurch die Kündigung faktisch erzwang, könnten Sie Schadensersatz in Höhe der anstehenden Umzugskosten (inkl. Kosten für Suche, neues Briefpapier etc.) fordern. Hierfür wären Zeugen äußerst hilfreich, aber auch Mails von der Vermieterin.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt




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