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Mietsache - Türkürzungen wegen Teppichbodenverlegung

Frage gestellt am: 13.07.2017 um 13:44:01 in der Kategorie: Mietrecht
Einsatz 49,00 € (inkl. 19% MwSt.)
Status Beendet

Mietsache

Bei unserem Umzug in die Wohnung im Dez. 2010 wurde im Rahmen der Renovierung ein Teppichboden verlegt. Durch die Verlegung ergab sich die Notwendigkeit, weil 3 Innentüren(Bad, Toilette, Schlafzimmer) nicht mehr schließen konnten, dass diese etwas gekürzt wurden. Diese Türen sind jetzt 20 Jahre alt. Nach unseren Auszug aus dieser Wohnung im Mai 2017, entfernte der Nachmieter den Teppichboden. Es zeichnete sich ab, dass jetzt diese 3 Türen einen größeren Spalt haben. Der Nachmieter und der Mieter verlangten den Ersatz eines neuen Türblattes, was aber farblich nach 20 Jahren, nicht mehr möglich ist. Nun verlangt man von uns, dass wird 3 komplette neue Türen, mit Türrahmen ersetzen sollen.

Was ist von uns tatsächlich zu ersetzen, Müssen wir die kompletten neuen Türen ersetzen?

Antwort zur Frage (13.07.2017 um 14:55:17)

Tel: 03036445774
Anschrift: Kaiserin-Augusta-Allee 102, 10553 Berlin, Deutschland
Schwerpunkte: Grundstücksrecht, Immobilienrecht, Internetrecht, IT-Recht, Mietrecht, Urheberrecht, Vertragsrecht, Wohnungseigentumsrecht
AW: Mietsache - Türkürzungen wegen Teppichbodenverlegung

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Wenn Sie ohne Zustimmung des Vermieters die Türen verkürzt haben, sind Sie leider in der Tat ersatzpflichtig. Allerdings schulden Sie nicht vollständig neue Türen, sondern nur deren Zeitwert. Der Zeitwert errechnet sich aus dem damaligen Kaufpreis geteilt durch die übliche Nutzungsdauer von Türen multipliziert der Differenz zwischen dieser Nutzungsdauer und der bisherigen zwanzigjährigen Nutzungsdauer.

Wenn also die Türen zum Beispiel € 100 gekostet haben und eine übliche Nutzungsdauer von 25 Jahren haben, schulden Sie einen Schadensersatz von 100 geteilt durch 25 multipliziert mit (25-20=) 4. Kurz: (100/25)*(25-20)=20. Die Zahlen sind Beispielwerte, um den Rechenweg zu verdeutlichen.

Beweispflichtig ist der Vermieter, sowohl für den damaligen Kaufpreis als auch für die übliche und bisherige Nutzungsdauer.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Der Fragesteller hat Rechtsanwalt Robert Weber wie folgt bewertet

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Vielen Dank für diesen kompetenten und sachlichen Rat. 

Mit freundlichen Grüßen

Turmalin




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