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Messegäste im 2-Familienhaus

Frage gestellt am: 11.04.2017 um 14:56:36 in der Kategorie: Mietrecht
Einsatz 49,00 € (inkl. 19% MwSt.)
Status Beantwortet

Guten Tag,

unser Vermieter plant die Wohnung über uns (1 Zimmer) gelegentlich an Messegäste zu vermieten. Insgesamt gibt es eine Wohnung im EG, unsere Wohnung im 1. OG und dann noch die kleine Dachgeschosswohnung.

Zwischen den beiden oberen Wohnungen befindet sich lediglich eine Holzdecke und das ganze Haus ist leider sehr hellhörig, obwohl es Anfang der 90er gebaut wurde. Der Vermieter hat das Objekt vor 2,5 Jahren gekauft, renoviert und alle 3 Parteien sind ursprünglich zeitgleich eingezogen.

Danach hat sich herausgestellt, dass der verlegte Trittschutz auf dem blanken Holzboden leider überhaupt nichts bringt und wir massive Lärmbelästigungen hatten. Nach langem hin und her und einem erneuten Dämmversuch (es wurde Granulat in den Holzboden geschüttet) hat der Vermieter die Mieterin gebeten endgültig auszuziehen was diese dann auch gemacht hat. Ursprünglich sollte die Wohnung vorerst leer stehen und bei einem Auszug unsererseits, sollten dann die Wohnungen zusammen vermietet werden.

Nun will er die fehlenden Mieteinnahmen durch gelegentliche Messegäste kompensieren. Darf er das in einem reinen Wohngebiet und steht uns eine konkrete Auskunft zu wie oft er gedenkt dies zu tun?

Antwort zur Frage (11.04.2017 um 18:42:29)

Rechtsanwalt Roland Hoheisel-Gruler
Kanzlei im Konsul-Acker-Haus
Tel: 07571-52227
Fax: 07571-50285
Anschrift: Josefinenstraße 11/1, 72488 Sigmaringen, Deutschland
Schwerpunkte: Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Inkasso/Forderungseinzug, Insolvenzrecht, Mietrecht, Scheidung, Unterhaltsrecht
AW: Messegäste im 2-Familienhaus

 Sehr geehrter Fragesteller 

Gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage: 

Ihr Mietrecht ist auf Ihre Wohnung beschränkt, daher können Sie keine weiteren Auskünfte von Ihrem Vermieter verlangen. Gegebenenfalls berechtigt Sie die Lätmbelästigung durch den mangelhaften Trittschallschutz aber zu Mietminderungen. 

Die Umnutzung einer reinen Wohnung in eine Beherbergung halte ich im reinen Wohngebiet für bauplanungsrechtlch unzulässig. Hier gibt es auch verwaltungsgerichtliche Rechtsprechung zu dieser Thematik, die meine Meinung stützt. 

Herzlichst Ihr

 

Roland HoheiselGruler 

Rechtsanwalt 

 




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