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Guthaben von Abrechnung und Verrechung von vorauszahlungen

Frage gestellt am: 30.11.2017 um 12:08:14 in der Kategorie: Wohnungseigentumsrecht
Einsatz 49,00 € (inkl. 19% MwSt.)
Status Beendet

eigentumswohnung Guthaben aus Abrechnung 2016. Ca 20 Jahre lang hat die Hausverwaltung das Guthaben aus der Abrechnung mit den vorauszahlungen verrechnet, so wie es von mir gewünscht war. Somit habe ich auch dieses Jahr einige Monate, die Hauskassenzahlungen unterlassen, damit das Guthaben, wie bislang verrechnet wird. Nun kam eine Mahnung man wollte das Hauskassengeld haben und das Guthaben wurde einfach vergessen, also nichtt makl abgezogen. Man wollte den gesamten einbehaltenen Beitrag haben, ohne, dass bei der Mahnung das Abrechnungsguthaben überhaupt berücksichtigt wurde. Es wurde nicht angeführt. Auf meine Reklamationen hieß es dann es sei nun ein Guthaben gefunden, aber wegen Umstellungen nicht berücksichtigt worden , aber das Guthaben würde NICHT mit den zu zahlenden Hauskassenbeiträge verrechnet werden, sondern nur durch Überweisyung zurück erstattet werden, so man das Konto mitteilen würde. Wie bekannt ist arbeiten ja die Banken nichtt kostenlos und die Überweisungen kosten den Auftraggeber Geld. Ich kann auch nicht nachvollziehen welcher kleine Sachbearbeiter oder AZUBI bestimmt, dass bei der sehr großen Hausverwaltung, das Guthaben aus Abrechnungen , nicht mit den künftigen Zahlungen verrechnet werden. Meine Frage ist muss ich mir das gefallen lassen, oder gibt es eine Vorschrift, dass Guthaben aus Abrechnungen mit künftigen Vorauszahlungen verrechnet werden müssen. Schließlich ist es so, dass die Rücküberweisung des Guthabens, der eigentümergemeinschaft Geld kostet, und die Überweisungen des Hausgeld kostet auch für mich Bankgebühren. Es wäre kostengünstiger, wenn das Guthaben mit Zahlungen verrechnet würde, oder wenn man das Guthaben auch stehen lassen könnte um ggf bei späteren Abrechnungen keine Nachzahlungen leisten zu müssen- Mein Guthaben auf Abrechnung waren über Euro 600.-- Kann irgend ein Sachbearbeitet oder die Hausverwaltung bestimmen, dass Guthaben nicht mehr verrechnet werden dürfen. Kann dieses Abrechnungsguthaben bei Eigentumswohnungen, auch verjähren?

Antwort zur Frage (30.11.2017 um 13:28:50)

Tel: 0521/93459312
Fax: 0521/176651
Anschrift: Karolinenstr. 8, 33609 Bielefeld, Deutschland
Schwerpunkte: Arbeitsrecht, Familienrecht, Kaufrecht, Schadensersatz und Schmerzensgeld, Vertragsrecht, Allgemeines Recht
AW: Guthaben von Abrechnung und Verrechung von vorauszahlungen

Guten Tag,

 

ich beantworte Ihre Anfrage auf der Grundlage der dazu mitgeteilten Informationen wie folgt:

 

In rechtlicher Hinsicht ist in erster Linie die Teilungserklärung und nachfolgende Beschlüsse der Eigentümergemeinschaft maßgebend, die diese Frage hoffentlich regeln.

Es kann gut sein, dass darin Aufrechnungen laufender Forderungen mit Guthaben untersagt sind, weil das verwaltungstechnisch weitaus höheren Aufwand und damit Kosten verursacht als die verbuchung laufender Vorauszahlungen einerseits und die Erstattung von etwaigen Guthaben andererseits.

Sie dürfen dabei nicht nur die jeweiligen Kosten der Überweisungen betrachten, sondern auch den Aufwand, der entsteht, wenn, für jeden Miteiegntümer individuell, festgestellt und überwacht werden müsste, welche Vorauszahlungen zu verrechnen sind.

Da Ihre WEG von einem Verwalter betreut wird, ist zudem § 27 WEG zu beachten, zu dessen nicht einschränkbaren Aufgaben die Verwaltung eingenommener Gelder gehört. 

Wenn er eine Verrechnung nicht vornimmt, ist dies eine in seinem Ermessen liegende Verwaltungstätigkeit, gegen die Sie nicht angehen können.

Rückzahlungsansprüche verjähren in 3 Jahren beginnend mit dem Schluss des Jahres, in dem der Rückzahlungsanspruch entstanden ist.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

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