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Arbeitszeit Verkürzung

Frage gestellt am: 06.09.2017 um 12:05:10 in der Kategorie: Arbeitsrecht
Einsatz 49,00 € (inkl. 19% MwSt.)
Status Beantwortet

Hallo,

wir arbeiten in der Gastronomie.  Wurden zum Teil vor ca 12 Jahren vom Eigentümer ohne Arbeitsverträge übernommen. Ich leite seit 22 Jahren die Küche mit ca 5 festangestellten plus Aushilfen.(  gesamt ca 20 Angestellte ) In den Jahren nach der Übernahme wurde die Arbeitszeit immer weiter gekürzt.  Mit einem neuen.  Mit einem neuen Geschäftsführer wurden vor ca.3 Jahren die Arbeitszeit von 16 bis 23 Uhr 30 ( 7,5 Std )  auf 16 bis 23 Uhr verkürzt und als Lohnerhöhung verkauft.                                            

  Am Dienstplan hatten wir weiterhin 23 Uhr30 angegeben damit wir die Pausenzeiten eingerechnet haben                                                                                                                                      Pausenzeiten Aber Pausenzeiten werden nicht eingehalten. Also nach dem Motto im Sommer hast mal mehr Zeit im Winter weniger..

Jetzt wird eine Elekt. Zeiterfassung eingeführt, die Automatisch noch eine halbe Std Pause abzieht  Der Chef sagt es ist nur zur internen Zeiterfassung. Ich glaube ihm nicht.

 Und die Leute sollen oder müssen um 23 Uhr gehen  Also nur noch 6,5 Std .Die halbe Std wird sicher  dann wieder als Überstunde eingefordert oder vom Urlaub abgezogen ,

ist das einfach so machbar ?. 

Wie weit bin ich als Küchenchef für meine Leute verantwortlich? Wie sollen sich Die Jungs verhalten ?

und wie kann ich Sachlich und ohne Streit die Lohnkürzung vermeiden ???                                                                                                         

Mit frundlichen Grüßen

Antwort zur Frage (06.09.2017 um 12:54:12)

Tel: -
Anschrift: Rudolph-Sack-Str. 9, 04229 Leipzig, Deutschland
Schwerpunkte: Allgemeines Recht, Arbeitsrecht, Kündigungsschutzrecht, Ordnungswidrigkeiten, Schadensersatz und Schmerzensgeld, Scheidung, Strafrecht, Verkehrsstrafrecht
AW: Arbeitszeit Verkürzung

Sehr geehrter Fragensteller,

aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben, beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Zunächst ist einmal klar zu stellen, dass jeder Arbeitnehmer seine Rechte selbst durch zu setzen hat. Sie als Küchenchef trifft also auf dem Gebiet des Arbeitsrechts bzgl. der hiesigen Problematik keine Verantwortung.

Normalerweise handelt es sich vorliegend um eine einseitige Änderung der arbeitsvertraglichen Vereinbarungen. Diese sind jedoch nicht schriftlich niedergelegt, was beweistechnisch eher als schwierig anzusehen ist. Der Beweis könnte lediglich anhand der Lohnabrechnungen geführt werden.

Daraus folgt, dass eine sachliche und streitlose Vermeidung einer etwaigen Lohnkürzung nur dadurch erreicht werden kann, dass man die Lohnkürzung hinnimmt oder das Arbeitsverhältnis kündigt. Es steht einem Gespräch der Arbeitnehmer mit dem Chef jedoch nichts im Wege. Zur Zeit sind auch noch keine Tatsachen geschaffen, sondern alles nur Spekulationen.

Aus betriebsbedingten Gründen ist die unternehmerische Entscheidung grds. zulässig.

Falls Sie Rückfragen haben oder Ihre Kollegen tatsächlich Rechtsrat benötigen, können Sie jederzeit auf mich zukommen.

Mit freundlichen Grüßen

Mokros
Rechtsanwältin




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