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Anzeige Hausfriedensbruch und Verdacht auf Schweren Diebstahl nach Fotosession in einem verlassenen Ort

Frage gestellt am: 07.01.2017 um 22:09:12 in der Kategorie: Allgemeines Recht
Einsatz 49,00 € (inkl. 19% MwSt.)
Status Beantwortet

Hallo, ich bin vor gut 3 Monaten mit einer Gruppe Freunden zu einem sogenannten "Lost Place" gefahren umd dort ein paar Bilder zu schießen. Der Ort liegt mittem im Wald, es handelt sich hierbei um einen laut Netz 2008 verlassenen Bundeswehr Standort. Die Zäune um das Gelände waren bereits Löchrig und Zeichen auf Vandalismus gut sichtbar. Ich habe mich dummerweise mit meinem KFZ davor gestellt da dort genügend Platz vorhanden war. 

Die Gruppe ist in meiner Abwesenheit (musste mich Erleichtern) zu Fuß umherspaziert wohingegen ich nicht sichtbar hinter einem Eingangsgebäude gestanden habe. Man konnte nur hören das auf einmal jemand nach der Gruppe gerufen hat was diese dort machen. Es hat sich im nachhinein um einen Förster gehandelt den ich nur kurz gesehen habe da wir direkt den Platz verlassen haben nach aufforderung. Er hat wohl ungefragt noch von der Gruppe und dem KFZ Bilder geschossen jedoch nicht nach Personalien gefragt. 

Jetzt habe ich (nicht Vorbestraft/Ersttäter) einen Zeugenfragebogen als Beschuldigter bekommen zu Hausfriedensbruch und Verdacht auf Schweren Diebstahl. Einer in der Gruppe hatte zum Posen leider dummerweise einen Bolzenschneider dabei. Die Bilder der Fotosession waren für eine Uniarbeit gedacht da eine von uns an der Uni Studiert. 

 

Wie sollte ich mich am besten verhalten? Beweise bis auf das KFZ gibt es von mir nicht und Beschädigt bzw. gestohlen hat auch keiner was. Mach eine Aussageverweigerung generell erst einmal mehr Sinn?

 

Danke für die Hilfe

Antwort zur Frage (07.01.2017 um 22:37:55)

Rechtsanwalt Karlheinz Roth
Anwaltskanzlei K. Roth
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Fax: 040/312784
Anschrift: Johannisbollwerk 20, 20459 Hamburg, Deutschland
Schwerpunkte: Erbrecht, Internetrecht, Mietrecht, Strafrecht, Vertragsrecht, Wohnungseigentumsrecht, Allgemeines Recht
AW: Anzeige Hausfriedensbruch und Verdacht auf Schweren Diebstahl nach Fotosession in einem verlassenen Ort

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet wird.

Ich empfehle Ihnen zunächst nach § 55 StPO von Ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch zu machen.

Danach kann jeder Zeuge die Auskunft auf solche Fragen verweigern, deren Beantwortung ihm selbst oder einem der in § 52 Absatz 1 StPO bezeichneten Angehörigen die Gefahr zuziehen würde, wegen einer Straftat oder einer Ordnungswidrigkeit verfolgt zu werden.

Sollten dann Ermittlungen gegen Sie als Beschuldigten erfolgen, rege ich an, sich durch einen Strafverteidiger vertreten zu lassen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Karlheinz Roth

- Rechtsanwalt und zertifizierter Testamentsvollstrecker -

Rechtsanwaltskanzlei K. Roth

info@kanzlei-roth.de

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