Rechtsanwalt für Verbraucherinsolvenz nach Orten

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Informationen zum Rechtsgebiet Verbraucherinsolvenz

Die Verbraucherinsolvenz ist eine Sonderregelung innerhalb des Insolvenzrechts und richtet sich an Privatpersonen, die sich finanziell übernommen haben und hoch verschuldet sind.

Insolvenz eines Schuldners (© SENTELLO - Fotolia.com)
Insolvenz eines Schuldners
(© SENTELLO - Fotolia.com)

Sind die Schulden so hoch, dass sie mit dem regulären Einkommen nicht mehr abzuzahlen sind, bietet die Privatinsolvenz oft die einzige Möglichkeit, jemals wieder schuldenfrei zu werden.

Voraussetzungen für das Insolvenzverfahren

Es müssen jedoch sehr genaue Vorgaben eingehalten werden, um nach einem Ablauf von sechs Jahren von der Restschuld befreit zu werden und wieder schuldenfrei zu sein. Ein Rechtsanwalt für Verbraucherinsolvenz berät den Schuldner während der gesamten Dauer der Privatinsolvenz und vertritt ihn in den gerichtlichen und außergerichtlichen Verhandlungen mit den Gläubigern.

Ablauf des Verfahrens

Das Verbraucherinsolvenzverfahren gliedert sich in vier Schritte, an erster Stelle steht ein außergerichtlicher Einigungsversuch, in dem der Schuldner versucht, mit den Gläubigern zu einer Einigung zu kommen, die alle Parteien zufriedenstellt. Das bedeutet für die Gläubiger immer, dass sie auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten müssen. Wird eine Einigung erzielt, entfällt das weitere Verfahren und der Schuldner zahlt seine Schulden bei den Gläubigern gemäß der Vereinbarung ab.

Lehnt auch nur einer der Gläubiger die Vereinbarung ab, gilt die außergerichtliche Einigung als gescheitert. Dieses Scheitern muss nun von einem Rechtsanwalt für Verbraucherinsolvenz oder einer anderen geeigneten Stelle, zum Beispiel einer Schuldnerberatungsstelle, bescheinigt werden und danach kann ein Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim zuständigen Insolvenzgericht eingereicht werden.

Im zweiten Schritt wird nun versucht, zu einer gerichtlichen Einigung mit den Gläubigern zu kommen. Scheitert auch dieser Einigungsversuch, wird als dritter Schritt ein vereinfachtes Insolvenzverfahren, die Verbraucherinsolvenz, eröffnet. Es wird ein Treuhänder eingesetzt, eine weitere Aufgabe, die vom Anwalt für Verbraucherinsolvenz übernommen wird. Der Treuhänder erstellt zunächst eine Insolvenztabelle und verteilt das pfändbare Vermögen des Schuldners an die Gläubiger.

Im nun folgenden vierten Schritt, der sogenannten Wohlverhaltensphase, die vom Tag der Eröffnung des Insolvenzverfahrens sechs Jahre andauert, muss der Schuldner viele Auflagen erfüllen, so muss er unter anderem einer Arbeit nachgehen oder sich nachweislich um eine Arbeitsstelle bemühen und sein pfändbares Arbeitseinkommen an den Treuhänder abtreten, der es wiederum an die Gläubiger weitergibt. Er muss Wohnungswechsel und Arbeitsplatzwechsel unverzüglich dem Treuhänder und dem Insolvenzgericht melden und darf keine weiteren Schulden machen.

Hält der Schuldner sich an alle Auflagen, wird nach Ablauf der sechs Jahre die Restschuldbefreiung verkündet und der Verbraucher ist wieder schuldenfrei.


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