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Über Ungarn

Ungarn war bis 1990 kommunistisch. Demzufolge war auch das Rechtssystem Ungarns bis zu diesem Zeitpunkt kommunistisch geprägt. Erst seit den 1990ger Jahren verfügt Ungarn über eine demokratische Staatsform. 2004 trat Ungarn der EU bei, und seither muss das Rechtssystem in Ungarn mit EU-Recht konform sein. Ebenso hat sich Ungarn dem Bologna Prozess angeschlossen und ist nun dabei, sich der Europäischen Studienreform anzupassen.

Im ungarischen Rechtssystem sind die Gerichte der ersten Instanz die sogenannten Stadtgerichte. Sie sind vergleichbar mit den Amtsgerichten in Deutschland. Ferner gibt es Gerichte in den Hauptstadtbezirken sowie Arbeitsgerichte. Die zweite Instanz bilden die sogenannten Komitatsgerichte. Abhängig vom Fall kann das Komitatsgericht auch die Eingangsinstanz sein. Tafelgerichte bilden die dritte Instanz. Sie können mit den deutschen Oberlandesgerichten verglichen werden. Das Oberste Gericht ist im ungarischen Rechtssystem die höchste Instanz. Geht es darum, zu überwachen, dass die Verfassung des Landes eingehalten wird, fällt dies in die Zuständigkeit des Verfassungsgerichts.

Um sich in Ungarn für ein Jurastudium zu qualifizieren, muss in einem ersten Schritt die allgemeine Hochschulreife erlangt werden. Dafür müssen die ungarischen Schüler das Gymnasium besuchen. Bereits hier gilt es, die erste Aufnahmeprüfung zu bestehen. Die Dauer des Studiums der Rechtswissenschaften ist in Ungarn auf 9 Semester angelegt und wird mit einem Staatsexamen erfolgreich abgeschlossen. Die angehenden Juristen dürfen sich danach Doktor nennen.

Doch die erfolgreiche Beendigung des Studiums allein berechtigt noch nicht zur Aufnahme einer Tätigkeit als Anwalt in Ungarn. Zuerst müssen die angehenden Anwälte als Anwaltsanwärter arbeiten. Im Anschluss an die Anwärterzeit folgt dann die Anwaltsprüfung, die durch das Justizministerium abgehalten wird die Zulassungsprüfung geschafft, steht einer selbstständigen Tätigkeit als Rechtsanwalt in Ungarn nichts mehr im Wege.

Selbstverständlich finden sich in Ungarn auch Anwälte, die über deutsche Sprachkenntnisse verfügen. Gerät man als Deutscher in Ungarn mit dem Gesetz in Konflikt, ist es sinnvoll, sich an einen Anwalt zu wenden, mit dem in Deutsch kommuniziert werden kann. Auf diese Weise besteht keine Sprachbarriere, die gerade bei rechtlichen Schwierigkeiten zu Problemen führen kann.

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