Rechtsanwalt: Strafrecht | Strafverteidiger nach Orten

Deutschland

Suchen Sie jetzt einen Anwalt:

Informationen zum Rechtsgebiet Strafrecht

Der Begriff „Strafrecht“ wird in der Rechtswissenschaft ausformuliert als „Rechtsgebiet, welches sich mit Rechtsgüterschutz durch die Beeinflussung des menschlichen Verhaltens beschäftigt“. Es geht also darum, Menschen zu einem rechtskonformen Verhalten anzuleiten, es soll verhindern, dass Personen die Rechtsgüter anderer verletzen. Das deutsche Strafrecht und Jugendstrafrecht ist ein methodisch selbstständiger Bestandteil des öffentlichen Rechts. Es wird grundsätzlich unterschieden zwischen materiellem und formellem Strafrecht.

Strafakte bei der Staatsanwaltschaft (© Peter Atkins - Fotolia.com)
Strafakte bei der Staatsanwaltschaft
(© Peter Atkins - Fotolia.com)

Das materielle Strafrecht erklärt die Vorausbedingungen der Strafbarkeit, das formelle Strafrecht mit dem Strafverfahrensrecht dagegen beschreibt die Durchführung des materiellen Strafrechts. Die Rechtsquellen, die hierfür benützt werden, sind Strafprozessordnung und Gerichtsverfassungsgesetz. Auch das Recht der Ordnungswidrigkeiten ist im weiteren Sinne zum Strafrecht zu zählen, da es verfahrensähnlich ist und der Methodik des Strafrechts folgt.

Das materielle Strafrecht

Es existieren zahlreiche Gesetze des materiellen Strafrechts, die am besten eine Kanzlei mit einem Rechtsanwalt, Strafverteidiger oder Fachanwalt besitzen und so die Mandanten ideal beraten können. Rechtsquellen sind unter anderen das Strafgesetzbuch (StGB), welches die Kernmaterie beschreibt. Die entsprechenden Verfahren, die Strafverfahren zur Realisierung dieser Normen sind in der Strafprozessordnung (StPO) niedergelegt und vor allem bei der Strafverteidigung zu berücksichtigen. Neben dem Strafgesetzbuch kommen jedoch ebenso andere Gesetze zur Anwendung. Da existieren Wehrstrafgesetz, Völkerstrafrecht, das Betäubungsmittelgesetz (BTMG) , das Arzneimittelgesetz weiter die Abgabenordnung, das Versammlungsgesetz, das Waffengesetz, das Kriegswaffenkontrollgesetz und im Zusammenhang das Sprengstoffgesetz. Ebenso Gesetze des materiellen Strafrechtes sind das Wirtschaftsstrafgesetz, das Bundesdatenschutzgesetz, das Außenwirtschaftsgesetz sowie das Handelsgesetzbuch, das Gesetzbuch über Lebensmittel, Bedarfsgegenstände und Futtermittel sowie das Bundesberggesetz.

Das formelle Strafrecht

Das formelle Strafrecht in der Bundesrepublik begründet sich im Wesentlichen durch das Gerichtsverfassungsgesetz, die Strafprozessordnung, das Jugendgerichtsgesetz sowie dem Strafvollzugsgesetz. In diesen Gesetzen findet sich am besten ein Fachanwalt oder Rechtsanwalt sowie Strafverteidiger zurecht.

Nulla poena sine lege – keine Strafe ohne Gesetz

Dieser Grundsatz ist im Grundgesetz verankert. Es gibt jedoch etliche Grundsätze, die Gesetzgeber und Strafrichter im Strafverfahren anwenden müssen. Für den Gesetzgeber gilt das Bestimmtheitsgebot. Hier wird klargestellt, dass der Wortlaut des angewandten Gesetzes hinreichend genau bestimmt sein muss. Weiter gibt es das Rückwirkungsverbot, welches deutlich macht, dass die entsprechende Strafbarkeitsvorschrift auch zur Tatzeit als Gesetz relevant war. Für den Strafrichter sind im Strafverfahren von großer Bedeutung das Doppelbestrafungsverbot nach Artikel 103 Abs. 3 GG. Niemand darf in derselben Sache zweimal verurteilt werden. Ferner wichtig ist auch das sogenannte Analogieverbot, auf das ein Rechtsanwalt oder Fachanwalt während einer Verteidigung bzw. innerhalb des Verfahrens stetig achten sollte. Es bestimmt, in Ergänzung des Bestimmtheitsrechts, dass Analogien, die dem Nachteil des Beschuldigten dienen, grundsätzlich verboten sind. Das Verbot des Gewohnheitsrechtes hindert Strafrichter im allgemeinen- und im Jugendstrafrecht daran, das Gewohnheitsrecht zu verwenden, um eine Strafe zu begründen. Der relevante Bereich des Strafrechtes ist jedoch bereits seit geraumer Zeit kodifiziert, sodass das Verbot des Gewohnheitsrechtes eigentlich keinen Anwendungsbereich mehr findet.

Straftaten gegen Persönlichkeits- und Gemeinschaftswerte

Besondere Straftatbestände, die dem Strafrecht unterliegen, sind in Straftaten gegen Persönlichkeits- und Gemeinschaftswerte sowie in Taten gegen Vermögenswerte (Diebstahl, Betrug, Untreue) aufgegliedert. Zu Ersteren zählen Totschlag und Mord, Tötung auf Verlangen sowie fahrlässige Tötung. Weiter Schwangerschaftsabbruch, Aussetzung, Körperverletzung und gefährliche Körperverletzung, Beleidigung, Freiheitsberaubung, Beteiligung an einer Schlägerei, Körperverletzung im Amt, Nötigung, Nachstellung. Vergehen oder Verbrechen gegen Vermögenswerte sind unter anderem Unterschlagung, Untreue und Betrug, Diebstahl und Sachbeschädigung sowie Raub, Erpressung und Hehlerei.

Darüber hinaus gibt es auch das Sexualstrafrecht, welches das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung eines jeden Bürgers schützen soll. Sollte man als Frau Opfer einer solchen Tat wie einer Vergewaltigung sein, empfliehlt es sich ggf. eine Rechtsanwältin oder Fachanwältin als Verteidiger zu beauftragen.

Zweck und Ziel

Hinsichtlich der Strafbarkeit einer Tat setzt das Strafrecht die Tat in den Vordergrund, die Täterpersönlichkeit ist für Strafe oder Maßregel (die Rechtsfolge) zu berücksichtigen. Nach dem sogenannten Schuldprinzip ist es Ziel, die Schuld des Täters durch die Verurteilung zu sühnen. Der Straftäter soll aber auch resozialisiert werden, ebenso soll er davon abgeschreckt werden, weitere Straftaten zu begehen. Das Vertrauen des Bürgers in die Durchsetzungsfähigkeit und ebenso die Beständigkeit des Rechtssystems sollen gestärkt werden. Es wird ein Unterschied gemacht zwischen Haupt- und Nebenstrafen. Freiheits- und Geldstrafen sind Hauptstrafen. Während die Freiheitsstrafe sich darin erschöpft, die Fortbewegung des Täters zu beschränken und den Gefangenen so zu einem rechtschaffenen Lebenswandel anzuhalten, bedeutet die Geldstrafe gezwungenen Verzicht auf Konsum. Hier kommt in Deutschland das System der Tagessätze zur Anwendung. Die Höhe der Tagessätze wird durch das Nettoeinkommen des Verurteilten an einem Tag bestimmt. Dabei wird Unterhaltspflichten Rechnung getragen. Ist der Verurteilte nicht in der Lage, die Bestrafung zu bezahlen, tritt eine Freiheitsstrafe in Höhe der Tagessätze in Kraft. Für die Strafvollstreckung ist die Staatsanwaltschaft zuständig.

Strafverteidiger, Strafrechtskanzlei, Wahlverteidiger, Pflichtverteidiger oder Fachanwalt

Strafverteidiger nennt man den Rechtsanwalt im Strafprozess. Wird dieser vom Gericht aufgrund der hohen Straferwartung für den Beschuldigten bestellt, nennt man ihn Pflichtverteidiger. Pflichtverteidiger kann jeder Rechtsanwalt sein, der sich im Idealfalle natürlich mit der Strafprozessordnung auskennt. Zudem gibt es auch den Fachanwalt für Strafrecht, der besondere theoretische Kenntnisse im Strafrecht, meist durch einen Lehrgang nachgewiesen hat und zudem eine bestimmte Anzahl an Fälle als praktischer Nachweis der Anwaltskammer nachweisen konnte.

Nachfolgend finden Sie die passende Strafrechtskanzlei oder die passenden Fachanwälte, die Sie sicher auch gern als Pflichtverteidiger vertreten werden. Insbesondere frühzeitig für Sie als Beschuldigter im Ermittlungsverfahren / bei Untersuchungshaft oder später im Strafprozess bei der Berufung oder Revision empfliehlt es sich, Fachanwälte oder Strafrechtskanzleien einzuschalten. Zuletzt kann ein Anwalt auch eine Stellungnahme zu einem Strafbefehl abgeben, was Kosten sparen könnte, wenn die Tagessätze im Strafbefehl zu hoch angesetzt worden sind.


Top 20 Orte zu Rechtsanwalt Strafrecht:


Orte zu Rechtsanwalt Strafrecht

A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  R  S  T  U  V  W  Z  

A

B

C

D

E

F

G

H

I

J

K

L

M

N

O

P

R

S

T

U

V

W

Z


Strafrecht erklärt von A bis Z

  • Aberratio ictus
    Bei dem Rechtsbegriff aberratio ictus handelt es sich um besondere Art des Irrtums im Strafrecht. Er beschreibt das Fehlgehen der Tat. In diesem Fall trifft der Täter nicht das anvisierte Tatobjekt. Die aberratio ictus ist deshalb stets von
  • Abolitionismus (Kriminologie)
    Im kriminal-soziologischen Sinne versteht man unter Abolitionismus den Verzicht auf die totale Institution des Gefängnisses bzw. in einem noch umfassenderen und extremeren Sinne die Abschaffung des Strafrechts. Die kriminal-soziologischen Abolitionisten sind grundsätzlich der Meinung, dass der Staat nicht das richtige Organ sein kann, um
  • Aequivalenztheorie
    Nach der sog. Äquivalenztheorie muss das zur Verletzung bzw. zum Schaden führende Ereignis im Allgemeinen und nicht nur unter besonders eigenartigen, unwahrscheinlichen und nach dem gewöhnlichen Verlauf der dinge außer Betracht zu lassenden Umständen geeignet sein, einen Erfolg der eingetretenen Art herbeizuführen (vgl. BGHZ 137, 11, 19).
  • Aggressiver Notstand
    Der Eigentümer einer Sache hat die Einwirkung auf die Sache zu dulden, wenn dies zur Abwendung einer gegenwärtigen Gefahr erforderlich ist und die Güterabwägung zugunsten des zu schützenden Rechtsguts ausfällt, vgl. § 904 BGB.
  • Akkusationsprinzip
    Anklagegrundsatz . Anklage und Urteilsfindung müssen im Strafverfahren durch verschiedene Organe wahrgenommen werden.
  • Akteneinsicht
    Unter Akteneinsicht wird die Einsichtnahme in behördliche Gerichts- oder Verwaltungsakten verstanden. Im Rahmen der Akteneinsicht dürfen durch berechtigte Personen (z.B. Strafverteidiger) behördliche Aufzeichnungen durch Inaugenscheinnahme, Anfertigung von Fotokopien oder Abschriften erstellt werden. Vor allem im Rahmen von Strafverfahren ist die Akteneinsicht ein probates Mittel, um dem
  • Akteneinsicht Strafverfahren
    Akteneinsicht - Das wichtigste Instrument effektiver Strafverteidigung Für eine effektive Strafverteidigung im Strafverfahren ist die Akteneinsicht in die Ermittlungsakten unverzichtbar. Neben dem Beweisantragsrecht und dem Fragerecht ist das Recht auf Akteneinsicht eine der Säulen der Strafverteidigung, das Akteneinsichtsrecht ist deshalb das Kernstück der Verteidigung. Nur
  • Alkohol und Straßenverkehr
    Für Fahranfänger gilt in Deutschland während der Probezeit oder bis zum 21. Lebensjahr ein absolutes Alkoholverbot am Steuer. Zuwiderhandlungen gegen diese Regelung führen zwangsläufig zur Verlängerung der Probezeit um zwei Jahre, 250 € Geldstrafe, zwei Punkten im Verkehrszentralregister in Flensburg und einem kostenpflichtigen Aufbauseminar (§ 2
  • Allgemeines - Geldwäscheanzeige
    Mit Einführung des § 31b AO im Kalenderjahr 2002 sind die Finanzbehörden neben verschiedenen weiteren Institutionen, Einrichtungen und Personenkreisen verpflichtet worden, beim Verdacht auf eine Straftat i.S.d. § 261 StGB die eigentlich durch das Steuergeheimnis nach § 30 AO geschützten Verhältnisse des Betroffenen den Strafverfolgungsbehörden zu offenbaren. Unter §
  • Analogieverbot
    Ein Analogieverbot besteht insbesondere im Strafrecht . Danach ist es einem Richter verboten, eine nicht strafbare Handlung zu verurteilen, auch wenn er diese als strafwürdig ansieht oder diese einer anderen Strafnorm ähnelt, jedoch nicht ganz mit dieser übereinstimmt. Dieses Verbot gilt vor
  • Anleitung zu Straftaten
    In Deutschland ist die Anleitung zu Straftaten nach § 130a StGB (Strafgesetzbuch) strafbar und kann mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe geahndet werden. I. Inhaltlicher Wortlaut des Gesetzes Der Wortlaut des § 130a StGB lautet: (1) Wer eine Schrift (§ 11
  • Anstellungsbetrug
    Wenn sich ein Arbeitnehmer einen Arbeitsvertrag oder eine Anstellung aufgrund falscher Tatsachen erschleicht, so wird dies als "Anstellungsbetrug" bezeichnet. Dieser Betrug kann beispielsweise durch Angabe von Qualifikationen erfolgen, welche gar nicht vorhanden snd. Der Anstellungsbetrug wird als ein Sonderfall des Betrugs im Sinne des § 263 StGB angesehen.
  • Anstiftung
    Gemäß § 26 StGB wird unter Anstiftung die vorsätzliche Bestimmung, ernst gemeinte und erfolgreiche Bestimmung eines anderen zur Begehung einer vorsätzlichen rechtswidrigen Straftat verstanden. In einem derartigen Fall wird der Anstifter mit den gleichen Gesetzen bestraft, wie der Angestiftete. Ebenso wie die Beihilfe ist die
  • Ausspähen von Daten
    Das Ausspähen von Daten ist in Deutschland gemäß § 202a des Strafgesetzbuches (StGB) ein Vergehen, welches mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft wird. Inhaltsverzeichnis 1 Wortlaut
  • Ausweisfälschung
    Ausweisfälschung ist die kriminell motivierte Manipulation oder die Totalfälschung eines Ausweises oder Berechtigungsscheines zum Zwecke der Täuschung. Meistens handelt es sich um amtliche Dokumente, z. B. Reisepässe. Ziel der Ausweisfälschung ist das Vereiteln einer Identifizierung einer Person und/oder Ausnutzen von Berechtigungen von bestimmten Personen oder die
  • Bande (Gruppe)
    Bande ist nach deutschem Strafrecht eine Bezeichnung für mehrere zusammenwirkende Straftäter. Der Begriff umfasste nach Auffassung der Rechtsprechung bis ins Jahr 2001 mindestens zwei, nach einer Entscheidung des Großen Senats in Strafsachen wieder mindestens drei Bandenmitglieder (BGH-Beschluss vom 22. März 2001, GSSt 1/00). Die überwiegende
  • Beihilfe zum Selbstmord
    Ob eine Beihilfe zum Selbstmord strafbar ist, lässt sich juristisch leicht zu beantworten. In Deutschland besteht die sogenannte Akzessorietät der Teilnahme . Das bedeutet, dass eine Teilnahme sich an der Hauptat orientieren muss. Liegt eine vorsätzlich rechtswidrige Haupttat vor, kann sich der „Hilfe-Leistende“
  • Betrug, § 263 StGB
    Allgemeines Der Betrug , § 263 StGB, zählt zu den Vermögensdelikten. Schutzgut ist das Vermögen als Ganzes in seinem Bestand. Ein Betrug ist unter folgenden Umständen gegeben: Eine Täuschung über Tatsachen muss zu einem Irrtum des Opfers führen, dieser Irrtum muss eine
  • Beweis
    Die Feststellung eines Sachverhalts (Gegenstand oder Umstand) als Tatsache innerhalb eines Gerichtsverfahrens aufgrund richterlicher Überzeugung wird als „ Beweis “ bezeichnet. Innerhalb eines Verfahrens haben beide Parteien das Recht, mithilfe von Beweisen dazulegen, ob der verhandelte Sachverhalt wahr oder unwahr ist. In Zivil- oder arbeitsprozesslichen Verfahren sowie in
  • Drogenkriminalität
    Der Begriff Drogenkriminalität ist im europäischen Raum nicht genau definiert. Der EU-Drogenaktionsplan (2005-2008) sieht vor, dass in der Europäischen Union, im Rahmen der Intensivierung der Arbeiten zur Verhinderung von Drogenstraftaten, im Jahr 2007 eine gemeinsame Definition für „Drogenkriminalität“ (englisch: „Drug-related crime“) festgelegt wird [1] . Diese Absicht
  • Drogenspürhund
    Ein Drogenspürhund , auch Drogensuchhund , Suchtgifthund und Suchtmittelspürhund genannt, ist ein Haushund, der zum Aufspüren von Drogen (Suchtmittel) ausgebildet wurde. Eingesetzt werden sie von der Polizei, dem Zoll oder anderen Sicherheitsbehörden und privaten Sicherheitsunternehmen. So, wie der Mensch schon
  • Ermittlungsverfahren
    Mit einem Ermittlungsverfahren beginnt jedes Straf- oder Bußgeldverfahren. Die gesetzlichen Regelungen dazu lassen sich in den §§ 160 - 177 StPO finden. 1. Wie läuft das Ermittlungsverfahren ab Das Ermittlungsverfahren, das auch als Vorverfahren bezeichnet wird, wird durch die Staatsanwaltschaft eingeleitet. Dies ist immer dann der Fall,
  • Erregung öffentlichen Ärgernisses
    Die Erregung öffentlichen Ärgernisses ist in Deutschland nach § 183a StGB eine Straftat. Nach dieser Vorschrift wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wer öffentlich sexuelle Handlungen vornimmt und dadurch absichtlich oder wissentlich ein Ärgernis erregt, wenn die Tat nicht
  • Falsche Verdächtigung
    1. Objektiver Tatbestand Nach herrschender Meinung ist das Rechtsgut des § 164 StGB zum einen die inländische Rechtspflege und zum anderen den Unschuldigen gegen irrtumsbedingte behördliche Eingriffe in seine Individualrechtsgüter zu schützen. Der § 164 StGB enthält zwei Tatbestände .
  • Fälschung
    Eine Fälschung (auch als Falsifikat bezeichnet) liegt vor, wenn einer eigenen Leistung die Urheberschaft eines Anderen unterstellt wird. In der Regel wird bei der Fälschung versucht, ein Original oder ein rechtlich geschütztes Produkt in allen Eigenschaften, Materialien, Signaturen und Markenzeichen so
  • Gefahr – dringende
    Ganz allgemein formuliert ist eine Gefahr ein Sachverhalt oder eine Situation, deren unverändertes Weiterbestehen zu einer negativen Auswirkung für Personen oder Sachen führen kann. Eine dringende Gefahr impliziert drohende Schäden für besonders wichtige Güter oder eine Gefahr, die einen besonders hohen Schaden erwarten lässt. Im Gegensatz dazu unterscheidet sich
  • Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr
    1. Objektiver Tatbestand Rechtsgut: Durch § 315b StGB sind Leib und Leben von Personen sowie fremde Sachen geschützt, soweit diese den spezifischen Gefahren des öffentlichen Straßenverkehrs ausgesetzt sind. Handlung: Es ist eine Handlungsvariante gem. § 315b Abs. I erforderlich,
  • Gesamtstrafe
    Eine Gesamtstrafe wird in einem Strafverfahren gebildet, wenn der Angeklagte wegen mehrerer Taten, die zueinander im Verhältnis der Tatmehrheit (§§ 53, 54 StGB) stehen, verurteilt wird.   I. Allgemeines und Voraussetzungen der Gesamtstrafe Das deutsche Strafrecht sieht in
  • Geständnis / Geständnis widerrufen
    Räumt ein Beschuldigter einen bestimmten Sachverhalt ein, der ihm zur Last gelegt wird, so wird dies als Geständnis bezeichnet. Bereits im Römischen Recht wurde der Satz Confessio est regina probationum (Das Geständnis ist die Königin der Beweismittel) geprägt. Das Geständnis kann sowohl im
  • Grausamkeit
    Um wegen Mordes verurteilt werden zu können, bedarf es eines Mordmerkmals im objektiven Tatbestand. Grausamkeit ist - neben Heimtücke und Gemeingefährlichkeit -eines dieser Mordmerkale. So wird es als eine grausame Tötung angesehen, wenn ein Täter seinem Opfer in gefühlsloser, unbarmherziger Gesinnung Schmerzen oder Qualen körperlicher oder seelischer Art
  • Grundsätze - Steuerstrafrecht
    Ein wesentlicher Grundsatz im Steuerstrafrecht ist das sog. Legalitätsprinzip gem. § 152 Abs. 2 StPO. Hiernach ist die Finanzbehörde im Rahmen ihrer Zuständigkeit verpflichtet, wegen aller verfolgbarer Straftaten einzuschreiten, sobald zureichende tatsächliche Anhaltspunkte vorliegen. Dies gilt ohne Beachtung des Ansehens der Person. Das Legalitätsprinzip ist Ausfluss des
  • Haftbefehl
    Grundsätzlich kann ein Haftbefehl entweder im Rahmen einer Untersuchungshaft oder bei verurteilten Straftätern zum Antritt der Strafhaft ausgestellt werden. Ein Haftbefehl, der im Rahmen der Untersuchungshaft ausgestellt wird, dient im Strafverfahren dazu, einen ordnungsgemäßen strafprozessualen Ablauf eines Verfahrens zu ermöglichen. Haftgründe Grundsätzlich darf ein Haftbefehl im
  • Handlungseinheit
    Eine Handlungseinheit ist gegeben, wenn eine Handlung im realen oder im juristischen Sinne vorliegt. Dabei ist zu beachten, dass eine Handlungseinheit nicht immer identisch sein muss mit einer Tateinheit. Bei der Handlungseinheit wird differenziert zwischen tatbestandlicher Handlungseinheit, natürlichen Handlungseinheit sowie fortgesetzter Handlung.
  • Hehlerei
    1. Objektiver Tatbestand Die Hehlerei gemäß § 259 StGB ist ein Vermögensdelikt und gleichzeitig das bedeutendste Anschlussdelikt . Ihr Unrechtsgehalt liegt in der Verschiebung des beim Vortäter rechtswidrig erlangten Besitzes, sodass die Chance der Wiedererlangung durch das des Opfers reduziert wird. Taugliches
  • Homosexualität (Strafrechtsgeschichte)
    Während in anderen Ländern - beispielsweise in Russland - Homosexualität strafbar ist, bestehen in Deutschland keine Gesetze gegen Homosexualität. Dies war jedoch nicht immer so: im Jahre 1875 wurde der § 175 StGB eingeführt, gemäß welchem sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe gestellt wurden. Unter der Herrschaft der Nationalsozialisten
  • Internationales Strafrecht
    Das Internationale Strafrecht versteht sich als strafrechtliche Verantwortung von einzelnen Personen nach Völkerrecht. Das Völkerstrafrecht definiert sich als das Recht, welches bei Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Verbrechen der Aggression angewendet wird. Hier geht die Auswirkung des Verbrechens über die einzelnen Staaten hinaus, das jeweilige
  • Jugendarrest
    Ein im Jugendgerichtsgesetz vorgesehenes Zuchtmittel, das bei schwereren Verfehlungen Jugendlicher verhängt wird, wenn die Verhängung einer Jugendstrafe als noch schwerere Reaktion nicht erforderlich erscheint.
  • Justizvollzugsanstalt
    Eine Justizvollzugsanstalt ( JVA ) ist in Deutschland ein Gebäude zur Unterbringung von Gefangenen, die zu einer Freiheitsstrafe oder Jugendstrafe verurteilt worden sind beziehungsweise zur Unterbringung von Untersuchungsgefangen (U-Haft). Andere Haftarten sind Zivilhaft, Ordnungshaft, Ersatzfreiheitsstrafe und Abschiebehaft.. Inhaltsübersicht
  • Kontoeröffnungsbetrug
    Vom Kontoeröffnungsbetrug spricht man, wenn Betrüger mit Hilfe von gefälschten Unterlagen wie gefälschten Ausweispapieren Girokonten eröffnen. Auch werden oft gestohlene Ausweise verwendet. Ende der 1990er, Anfang der 2000er Jahre wurde diese Art des Betruges vor allem von Personen aus Nigeria und anderen afrikanischen Ländern
  • Kreditbetrug
    Der Kreditbetrug ist in § 265b StGB geregelt ist und wurde 1986 durch das erste Gesetz zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität in die Betrugsdelikte eingefügt. Ziel war es, bereits im Vorfeld des eigentlichen Betruges strafrechtliche Handhabe zu bekommen. Strafrechtsnorm Kredite im Sinne dieses
  • Kriminalitätsstatistik
    Bei der deutschen polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) handelt es sich um die bekannteste Kriminalitätsstatistik der Welt, welche seit dem Jahre 1953 einmal im Jahr seitens des Bundeskriminalamtes herausgegeben wird. Die Kriminalitätsstatistik enthält Daten über registrierte Fälle, Tatverdächtige und Opfer. Diese Informationen werden jeweils weiter unterteilt, so dass eine Fülle
  • Krimineller Menschenhandel
    Als "Menschenhandel" wird angesehen, wenn die persönliche Zwangslage eines Menschen in dem Sinne ausgenutzt wird, dass er Prostitution oder sexuelle Handlungen dulden muss. In der Regel ist dies der Fall, wenn die Zwangslage mit einem Aufenthalt in einem fremden Land verbunden ist. Die gesetzliche Grundlage für den kriminellen
  • Körperverletzung mit Todesfolge
    1. Objektiver Tatbestand Die Körperverletzung mit Todesfolge erhebt die Tatbestände der §§ 223ff. durch die der Tod des Verletzen zumindest fahrlässig verursacht worden ist. Es ist ebenfalls ein erfolgsqualifiziertes Delikt. § 227 I verlangt ein taugliches Tatobjekt, einen Menschen. Die Todesfolge muss
  • Leichtfertigkeit - Strafrecht
    Bei der Leichtfertigkeit handelt es sich um einen terminus technicus aus dem deutschen Strafrecht . Unter Leichtfertigkeit versteht man einen besonders schweren Pflichtverstoß, bei dem der Handelnde sich in krasser Weise über die gebotene Sicherheit hinwegsetzt (BGH mit Urteil vom 01.07.2010, Az.: I ZR 176/08). Eine
  • Lügendetektor
    Ein Lügendetektor ist ein Gerät, dass in der Lage ist während einer Befragung körperlichen Parametern – wie Blutdruck, Puls und Atmung – zu messen und aufzuzeichnen. Diese Daten werden durch den Polygraphisten interpretiert, um auf den Wahrheitsgehalt der Aussagen zu schließen. Unter Wissenschaftlern gilt die den Lügendetektoren
  • Mittelbarer Täter
    Mittelbarer Täter ist derjenige, der eine Tat durch einen anderen, den Tatmittler, begeht.
  • Mittäter
    Der § 25 Abs. 2 StGB definiert einen Mittäter als einen Täter, der gemeinschaftlich zusammen mit anderen Tätern eine Straftat begeht. Dazu muss ein gemeinsamer Tatplan vorliegen, nur derselbe Tatort ist nicht hinreichend. Wichtig scheint, dass jemand, der der Mittäterschaft bezichtigt wird, nicht unbedingt den kompletten
  • Mordlust
    Die Mordlust ist eines der Tatbestandsmerkmale des Mordes. Sie ist gegeben, wenn jemand aus Freude am Töten beziehungsweise an der Vernichtung eines Menschenlebens einen Mord begeht. Ihre gesetzliche Grundlage erhält die Mprdlust aus dem § 211 StGB. Dort heißt es: "Mörder ist, wer aus Mordlust (...) einen Menschen
  • Offizialdelikte
    Offizialdelikte sind solche Delikte, die dem Offizialprinzip [einer Prozessmaxime im Strafverfahren] unterliegen, also – im Gegensatz zu den Antragsdelikten – von Amts wegen (ex officio) verfolgt werden vgl. §§ 152 Absatz 2, 160 Absatz 1, 163 Absatz 1
  • Ordnungswidrigkeit / Straftat
    Der Gesetzgeber unterscheidet zwischen Ordnungswidrigkeiten und Straftaten.   I.  Ordnungswidrigkeiten Nach § 1 Absatz 1 des Ordnungswidrigkeitengesetzes ( OWiG ) sind Ordnungswidrigkeiten solche rechtswidrige und grundsätzlich vorwerfbare Handlungen (vgl. Absatz 2), die den Tatbestand eines Gesetzes verwirklichen und die Ahndung
  • Organisierte Kriminalität
    Die offizielle Definition von Organisierter Kriminalität in Deutschland (1990/RiStBV 1991) lautet: Organisierte Kriminalität (Abkürzung OK ) ist die von Gewinn- oder Machtstreben bestimmte planmäßige Begehung von Straftaten, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit von erheblicher Bedeutung sind, wenn mehr als zwei Beteiligte
  • Pflichten - Geldwäscheanzeige
    Wurden die Kredit- und Finanzinstitute bereits seit 1993 zur Mithilfe bei der Bekämpfung der Geldwäsche durch die Neueinführung des Geldwäschegesetzes (GWG) mit einbezogen, traten im Jahre 2002 durch die Novellierung des GWG Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Immobilienmakler diesem Personenkreis hinzu. Somit waren alle Institutionen und Berufsgruppen, deren Dienste
  • Pflichtverteidiger
    Ordnet das Gericht im Strafprozess dem Angeklagten einen Pflichtverteidiger zu, so wird dieser   Pflichtverteidiger genannt. In den Fällen der notwendigen Verteidigung ist dem Beschuldigten ein Pflichtverteidiger zu bestellen (§§ 140 ff. StPO). Der Pflichtverteidiger wird von der Staatskasse bezahlt und erhält reduzierte Gebühren. Pflichtverteidiger können mit
  • Pflichtverteidiger, Strafrecht, Strafprozessrecht
    Wer hat Anspruch auf einen Pflichtverteidiger ? Basisinformationen für Beschuldigte, Angeklagte und Angehörige. Wer mit einem Strafverfahren rechnen muss oder gar bereits eine Anklage zugestellt bekommen hat, wird sich fast immer mit dem Gedanken auseinandersetzen, ob er einen Rechtsanwalt mit seiner Verteidigung beauftragen soll.
  • Politische Straftat
    Zu den politischen Straftaten zählt man im deutschen Strafrecht zwei Kategorien von Straftaten: Inhaltsverzeichnis 1 originäre politische Straftaten 2 sonstige politisch motivierte Kriminalität (PMK)
  • Polizei - Beobachtung / Observierung
    Wird eine Person beziehungsweise ein Objekt durch die Poizei beobachtet, so wird dies als "Observierung" oder "Observation" bezeichnet. Eine Observierung kann sowohl präventiv als auch repressiv erfolgen. Angeordnet wird sie, wenn sie der Abwehr von Gefahren für den Bestand oder die Sicherheit ds Bundes, eines Landes,
  • Polizei - Repressives Handeln
    Die Aufgaben der Polizei lassen sich in zwei verschiedene Bereiche unterteilen: präventive Polizeitätigkeit und repressive Polizeitätigkeit. Während es sich bei der präventiven Polizeitätigkeit um die Abwehr von Gefahren handelt, ist eine repressive Tätigkeit gegeben, wenn die Polizei im Rahmen der Strafverfolgung als Hilfsbeamte der
  • Qualifizierte Straftat
    Als "Qualifikation" wird im Strafrecht die Erweiterung eines Grundtatbestands um Merkmale bezeichnet, welche strafverschärfend sind. Bei einer qualifizierten Sraftat handelt es sich um eine Straftat, welche aufgrund des Vorhandenseins eines zusätzlichen Merkmals strenger bestraft wird als das Grunddelikt an sich. Die qualifizierte Straftat ist beispielsweise gegeben bei
  • Qualifizierte Straftaten
    Privilegierte Straftaten sind Straftaten, bei denen zum Grundtatbestand eines Delikts mindestens ein weiteres Tatbestandsmerkmal hinzukommt und so ein neuer Straftatbestand gebildet wird, der mit einer höheren Strafe bedroht ist als der Grundtatbestand.
  • Rechtfertigende Pflichtenkollision
    Eine Pflichtenkollision ist gegeben, wenn en Handelnder vor einer Situation steht, in der er eine Pflicht verletzt, egal, wie er sich entscheidet. Insbesondere bei Unterlassungsdelikten kommt die Pflichtenkollision zum Tragen: wenn zwei Handlungspflichten kollidieren, der Handelnde aber nur einer der Pflichten nachkommen kann. Ist eine der Pflichten erfüllt,
  • Rechtfertigender Notstand (§ 34 StGB)
    Wer in einer gegenwärtigen, nicht anders abwendbaren Gefahr für Leben, Leib, Freiheit, Ehre, Eigentum oder ein anderes Rechtsgut eine Tat begeht, um die Gefahr von sich oder einem anderen abzuwenden, handelt nicht rechtswidrig, wenn bei Abwägung der widerstreitenden Interessen, namentlich der betroffenen Rechtsgüter und des Grades der ihnen drohenden
  • Reiner Vermögensschaden
    Unter einem "reinem" oder "bloßem" Vermögensschaden versteht man im deutschen Schadenersatzrecht einen Schaden, der ohne Eingriff in ein absolut geschütztes Rechtsgut (Leben, körperliche Integrität, Eigentum, etc) des Geschädigten erfolgt ist. Bei einem echten Vermögensschaden (auch als reiner Vermögensschaden bekannt) erleidet
  • Räuber
    Ein Räuber ist eine Person, die einen Raub begeht oder begangen hat. Im Unterschied zum Dieb hat der Räuber dabei Gewalt angewandt oder damit gedroht, diese anzuwenden. Inhaltsverzeichnis 1 Unterscheidung der Räuber
  • Sachbeschädigung
    1. Objektiver Tatbestand § 303 StGB stellt zum einen die Beschädigung oder die Zerstörung von fremden Sachen unter Strafe und zum anderen die nicht nur unerheblich und nicht nur vorübergehende Veränderung des Erscheinungsbildes. Taugliches Tatobjekt im Sinne des § 303 StGB ist somit eine
  • Sachen - Abhandenkommen
    Von einem "Abhandenkommen von Sachen" wird gesprochen, wenn ein Eigentümer den unmittelbaren Besitz an einer Sache auf unfreiwilliger Basis verloren hat, wobei "unfreiwillig" nicht nur dann gegeben ist, wenn der Verlust gegen den Willen des Eigentümers geschehen ist, sondern auch, wenn er keinen Willen zur Aufgabe des Besitzes hatte.
  • Schuld
    Bei der Schuld handelt es sich insbesondere um einen strafrechtlichen Begriff. Er ist allerdings auch mit einem anderen Inhalt im Zivilrecht beim Schadensersatz bzw. bei den deliktischen Ansprüchen zu finden (dort als Vertretenmüssen bzw. Verschulden
  • Schuldfähigkeit
    Die Schuldfähigkeit einer Person ist Voraussetzung dafür, dass diese für die Begehung einer Straftat bestraft werden kann. Schuldunfähig sind Personen unter 14 Jahren und Personen, denen wegen seelischer Störungen oder Bewusstseinsstörungen die Fähigkeit fehlt, das Unrecht der begangenen Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln.
  • Schwere Körperverletzung (§ 226 StGB)
    Wird eine Person durch eine Straftat rechtswidrig und schuldhaft körperlich verletzt (z. B. durch Misshandlung) oder gesundheitlich geschädigt, spricht man von einer Körperverletzung. Im Fall einer Körperverletzung erfolgt eine Bestrafung gemäß §§ 224 ff. StGB, wobei zwischen einer Körperverletzung, gefährliche Körperverletzung, schwere Körperverletzung
  • Schöffen
    Ehrenamtliche Richter
  • Sexuelle Belästigung
    Gemäß § 1 AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) , Benachteiligungen aus jeglicher Art von gründen zu verhindern – darunter fällt auch die Benachteiligung aufgrund des Geschlechts. Doch in der Praxis ist es häufig der Fall, dass es aufgrund des Geschlechts immer wieder zu Diskriminierungen und Belästigungen
  • Strafprozess - Opferschutz / Verletztenschutz
    Als "Opferschutz" werden sämtliche gesetzliche Reglungen bezeichnet, welche dazu dienen, die Position eines Verletzten oder Zeugen in einem Strafprozeß zu stärken. Dies geschieht durch eine Vielzahl von Schutzrechten und Schutzmaßnahmen. Zu diesen Schutzmaßnahmen zählen unter anderem die Videovernehmung, die Entfernung des Angeklagten bei der Vernehmug des
  • Strafrecht - Berufsverbot
    Als Rechtsfolge einer begangenen Straftat kann dem Täter gegenüber ein Berufsverbot ausgesprochen werden, welches ihm verbietet, seiner bisherigen beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Voraussetzung hierfür ist, dass die begangene Tat in einer umittelbaren Beziehung zum ausgeübten Beruf steht. Zu beachten ist, dass das Berufsverbot als Gefahrenabwehr und nicht als eine Strafe
  • Strafrecht - Totschlag
    Als Totschlag wird eine Straftat angesehen, welche auf die vorsätzliche Tötung eines Menschen ausgerichtet ist. Von der Schwere des Tötungsdeliktes und somit der Höhe der Strafdrohung liegt der Totschlag in der Mitte zwischen Mord und Tötung auf Verlangen. Der Totschlag wird gemß § 212 StGB definiert. Demzufolge wird
  • Strafrecht - Versuch
    Als "Versuch" wird gemäß § 22 StGB die Betätigung des Entschlusses zur Begehung einer Straftat durch eine Handlung bezeichnet, welche zur Verwirklichung des gesetzlichen Tatbestandes zwar unmittelbar angesetzt, aber noch nicht zur Vollendung geführt hat. Die Verwirklichung eines strafrechtlchen Tatbestands wurde also begonnen, aber nicht zur Vollendung gebracht.
  • Strafrecht USA: Prostitution ist in Las Vegas strafbar
    Für manchen deutschen Touristen endet die Reise nach Las Vegas mit der Festnahme und einem Strafverfahren in den USA. Das Amerikanische Strafrecht ist in vielen Punkten wesentlich strenger als das deutsche. Auch vergleichsweise kleinere Vergehen ziehen in den USA schnell eine Verhaftung nach sich. Das darf man auch in
  • Strafsenat
    Spruchkörper der Oberlandesgerichte und des Bundesgerichtshofs in Strafsachen.
  • Strafvollzugsrecht - Nachträgliche Sicherungsverwahrung
    Als „Sicherungsverwahrung“ wird eine freiheitseinziehende Maßregelung bezeichnet, welche der Besserung eines Straftäters und dem Schutz der Allgemeinheit vor diesem diesen soll. Dementsprechend ist sie als eine Präventivmaßnahme anzusehen. Gemäß § 66 Abs. 1 StGB ist eine Sicherungsverwahrung im Anschluss an eine Haftstrafe grundsätzlich zulässig, wenn ein Straftäter
  • Strengbeweis
    Beim Strengbeweis ist das Gericht im Gegensatz zum Freibeweis an bestimmte gesetzlich vorgeschriebene Beweismittel und an ein bestimmtes Verfahren bei der Beweisaufnahme gebunden.
  • Sukzessive Mittäterschaft
    Bei der Mittäterschaft i.S.d. § 25 Absatz 2 StGB [Strafgesetzbuch] handelt es sich um eine Täterschaftsform, die regelmäßig von der mittelbaren Täterschaft (§ 25 Absatz 1 Variante 2 StGB) und den Teilnahmeformen (Anstiftung und Beihilfe, §§ 26 f. StGB) abzugrenzen ist. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass
  • Täuschungshandlung
    Die Täuschungshandlung ist eine der Voraussetzungen, welche bestehen müssen, damit der Straftatbestand des Betrugs gemäß § 263 StGB gegeben ist. Der Täter muss eine Täuschungshandlung praktizieren, was bedeutet, dass er auf das Vorstellungsbild einer anderen Person einwirkt, beispielsweise durch Vorspiegelung falscher Tatsachen, Unterlassen der Aufklärung über den tatsächlichen
  • Tötung auf Verlangen
    1. Objektiver Tatbestand § 216 StGB wird nach vertretener Ansicht als Privilegierungstatbestand des § 212 I StGB angesehen. Unter § 216 I StGB fallen die umstrittenen Sterbehilfefälle. Dabei ist zwischen aktiver und passiver Lebensverkürzung zu unterscheiden. Unter passiver Sterbehilfe ist das
  • Unrichtige Gestaltung eines Programms, § 263a Abs. 1, 1. Alt. StGB
    Die unrichtige Gestaltung eines Programmes stellt gemäß § 263a Abs. 1 StGB einen der Straftatbestände des Computerbetrugs dar. Dies bedeutet, dass, wenn sich eine Person unberechtigter Weise Zugang zu einem Computer eines Dritten verschafft und dort durch die falsche Gestaltung eines Programmes das Vermögen des Computerbesitzers beschädigt und
  • Unterbringungsbefehl
    Der Unterbringungsbefehl ist eine einstweilige richterliche Anordnung, gemäß derer ein Beschuldigter in ein psychiatrisches Krankenhaus oder eine Erziehungsanstalt eingewiesen werden kann. Seine gesetzliche Grundlage erhält der Unterbringungsbefehl aus dem § 126a StPO. Er ist als das Gegenteil zum Haftbefehl anzusehen, welcher gegenüber schuldfähigen Straftätern ergeht, da er sich auf
  • Unterlassungsdelikt / Unterlassen
    Allgemeines zum Unterlassen Nach dem Strafgesetzbuch kann eine Tat nicht nur durch ein aktives Tun, sondern auch durch ein Unterlassen begangen werden. Nach § 13 Abs. 1 StGB wird dies so definiert: "Wer es unterläßt, einen Erfolg abzuwenden, der zum Tatbestand eines Strafgesetzes gehört, ist nach
  • Verdachtsanzeige - Geldwäscheanzeige
    1. Allgemeines Die Geldwäscheverdachtsanzeigen der Finanzbehörden nach § 31b AO i.V.m. § 261 StGB werden auf bundeseinheitlichem Vordruck erstellt. Er enthält Angaben zu den beteiligten Personen (Personalien) und eine Beschreibung der verdächtigen Transaktionen. Kernpunkt der Anzeige ist die Darstellung der Verdachtsgründe. Eine Weitergabe weiterer steuerlich
  • Verdeckte Ermittler
    Bei einem verdeckten Ermittler handelt es sich um einen Beamten einer Strafverfolgungsbehörde, der unter falscher Identität auftritt und unter dieser ermittelt. Dabei wird diese Identität dauerhaft für die Länge der Ermittlung genutzt; nach außen hin geben sich diese Beamten als Zivilpersonen aus. Ein verdeckter Ermittler ist nicht zu verwechseln
  • Verfahrensabgabe - Steuerstrafverfahren
    Inhaltsübersicht 1. Allgemeines zur Zuständigkeit in (Steuer-)Strafverfahren 2. Verfahrensabgabe gemäß § 386 Abs. 2 Nr. 1 AO
  • Verfahrenseinstellung - Steuerstrafverfahren
    Inhaltsübersicht 1. Allgemeines 2. Einstellung nach Abschluss des Ermittlungsverfahrens gemäß § 170 Abs. 2 StPO; kein hinreichender Tatverdacht
  • Verwendung i.S.d. § 263a StGB
    Die Verwendung von Daten, für die keine Berechtigung vorliegt, ist ein Straftatbestand. Als "Verwendung" i. S. d. § 263a StGB wird angesehen, wenn sich eine Person Zugang zu einem Computer eines Dritten verschafft und dort ein Programm falsch gestaltet, Daten verwendet, die er nicht verwenden
  • Vorwurf Körperverletzung gegen Ex-Freundin
    Wenn frisch getrennte Partner sich begegnen, kommt es sehr häufig zu Handgreiflichkeiten. Schnell werden dann die Fragen nach strafrechtlich relevanten Handlungen aufgeworfen. Der typische Handlungsverlauf ist folgender. Man trifft sich – zufällig, oder auch verabredet – zu einer Aussprache. Vielleicht möchten die Beteiligten Ex-Partner die Vergangenheit befrieden, vielleicht macht sich
  • Zeugenschutz
    Als "Zeugenschutz" wird der Schutz derjenigen Personen bezeichnet, welche während eines Gerichtsverfahrens einen besonderen Schutz erhalten müssen (in der Regel Zeugen beziehungsweise Kronzeugen). Dieser Schutz kann sich sowohl auf die körperliche Unversehrtheit als auch auf die Geheimhaltung der Identität beziehen.  Sämtliche Maßnahmen, welche diesem Schutz dienen, fallen unter den
  • Zuhälterei
    Als "Zuhälterei" wird die gewerbsmäßige Betreibung von Bordellen bezeichnet. Auch eine Person, die Prostituierte für sich arbeiten lässt, wird als "Zuhälter" bezeichnet. Die Zuhälterei an für sich ist nicht strafbar; sie ist nur als eine Straftat anzusehen, wenn der Tatbestand der Ausbeutung und/oder der Ausnutzung einer Prostituierten vorliegt.
  • animus socii
    Gehilfenwille im Strafrecht.
  • error in objecto
    Bei dem Rechtsbegriff error in objecto handelt es sich um eine Rechtsfigur im Strafrecht. Der ‚error in objecto‘ beschreibt einen Irrtum hinsichtlich der anvisierten Sache. Es handelt sich dabei also im Grunde um den gleichen Irrtum wie bei der error in persona ,
  • internationale/nationale Maßnahmen - Geldwäsche
    1. Internationale Maßnahmen Bereits 1989 wurde zur Bekämpfung der Geldwäsche von den G7-Staaten die Financial Action Task Force on Money Laundering (FATF) einberufen. Die FATF ist eine internationale Arbeitsgruppe und besteht derzeit aus 29 Mitgliedstaaten. Im April 1990 stellte die Arbeitsgruppe als wichtigstes Ergebnis die
  • legal
    Der Begriff legal stammt vom lateinischen Wort legalis , welches wiederum von lex (= Gesetz) stammt. Damit meint legal „gesetzlich erlaubt“, „dem Gesetz entsprechend“, „rechtmäßig“, „mit behördlicher Genehmigung“ bzw. „die Legalität betreffend“. Legalität meint dementsprechend die die gesetzliche Zulässigkeit
  • sexuelle Nötigung
    1. Objektiver Tatbestand Der § 177 StGB schützt die sexuelle Selbstbestimmung . Die sexuelle Selbstbestimmung ist ein Rechtsgut der Person und Teil individueller Freiheit. Diese ist weder von Ehe, Familie oder Fortpflanzung abgeleitet oder hinsichtlich Wert und Schutzwürdigkeit auf diese bezogen. Aus diesem Grund gibt
  • verdächtige Transaktionen - Geldwäscheanzeige
    Inhaltsübersicht 1. Allgemeines 2. Transaktionen ohne wirtschaftlichen Hintergrund 3. Transaktionen im Widerspruch zur
  • Überholende Kausalität
    Von überholender Kausalität spricht man, wenn der durch ein Ereignis eingetretene Schaden auch ohne dieses Ereignis eingetreten wäre, nur zeitlich später.
  • Üble Nachrede, § 186 StGB
    Schema zur Prüfung, ob eine üble Nachrede vorliegt:   1. Objektiver Tatbestand Die üble Nachrede gem. § 186 StGB ist ein eigenständiger Tatbestand für Angriffe auf die Ehre . Im Unterschied zur Beleidigung nach § 185 StGB liegt hier ein Angriff



Sie sind Rechtsanwalt?

Eintrag anlegen

Jetzt Anwaltseintrag für 1 Jahr kostenlos testen!

Auszeichnungen


JuraForum.de - eine der besten Webseiten aus dem Bereich Wirtschaft

© 2003-2017 JuraForum.de — Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung, Verbreitung oder Nutzung für kommerzielle Zwecke.