Rechtsanwalt: Strafrecht | Strafverteidiger nach Orten

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Informationen zum Rechtsgebiet Strafrecht

Der Begriff „Strafrecht“ wird in der Rechtswissenschaft ausformuliert als „Rechtsgebiet, welches sich mit Rechtsgüterschutz durch die Beeinflussung des menschlichen Verhaltens beschäftigt“. Es geht also darum, Menschen zu einem rechtskonformen Verhalten anzuleiten, es soll verhindern, dass Personen die Rechtsgüter anderer verletzen. Das deutsche Strafrecht und Jugendstrafrecht ist ein methodisch selbstständiger Bestandteil des öffentlichen Rechts. Es wird grundsätzlich unterschieden zwischen materiellem und formellem Strafrecht.

Strafakte bei der Staatsanwaltschaft (© Peter Atkins - Fotolia.com)
Strafakte bei der Staatsanwaltschaft
(© Peter Atkins - Fotolia.com)

Das materielle Strafrecht erklärt die Vorausbedingungen der Strafbarkeit, das formelle Strafrecht mit dem Strafverfahrensrecht dagegen beschreibt die Durchführung des materiellen Strafrechts. Die Rechtsquellen, die hierfür benützt werden, sind Strafprozessordnung und Gerichtsverfassungsgesetz. Auch das Recht der Ordnungswidrigkeiten ist im weiteren Sinne zum Strafrecht zu zählen, da es verfahrensähnlich ist und der Methodik des Strafrechts folgt.

Das materielle Strafrecht

Es existieren zahlreiche Gesetze des materiellen Strafrechts, die am besten eine Kanzlei mit einem Rechtsanwalt, Strafverteidiger oder Fachanwalt besitzen und so die Mandanten ideal beraten können. Rechtsquellen sind unter anderen das Strafgesetzbuch (StGB), welches die Kernmaterie beschreibt. Die entsprechenden Verfahren, die Strafverfahren zur Realisierung dieser Normen sind in der Strafprozessordnung (StPO) niedergelegt und vor allem bei der Strafverteidigung zu berücksichtigen. Neben dem Strafgesetzbuch kommen jedoch ebenso andere Gesetze zur Anwendung. Da existieren Wehrstrafgesetz, Völkerstrafrecht, das Betäubungsmittelgesetz (BTMG) , das Arzneimittelgesetz weiter die Abgabenordnung, das Versammlungsgesetz, das Waffengesetz, das Kriegswaffenkontrollgesetz und im Zusammenhang das Sprengstoffgesetz. Ebenso Gesetze des materiellen Strafrechtes sind das Wirtschaftsstrafgesetz, das Bundesdatenschutzgesetz, das Außenwirtschaftsgesetz sowie das Handelsgesetzbuch, das Gesetzbuch über Lebensmittel, Bedarfsgegenstände und Futtermittel sowie das Bundesberggesetz.

Das formelle Strafrecht

Das formelle Strafrecht in der Bundesrepublik begründet sich im Wesentlichen durch das Gerichtsverfassungsgesetz, die Strafprozessordnung, das Jugendgerichtsgesetz sowie dem Strafvollzugsgesetz. In diesen Gesetzen findet sich am besten ein Fachanwalt oder Rechtsanwalt sowie Strafverteidiger zurecht.

Nulla poena sine lege – keine Strafe ohne Gesetz

Dieser Grundsatz ist im Grundgesetz verankert. Es gibt jedoch etliche Grundsätze, die Gesetzgeber und Strafrichter im Strafverfahren anwenden müssen. Für den Gesetzgeber gilt das Bestimmtheitsgebot. Hier wird klargestellt, dass der Wortlaut des angewandten Gesetzes hinreichend genau bestimmt sein muss. Weiter gibt es das Rückwirkungsverbot, welches deutlich macht, dass die entsprechende Strafbarkeitsvorschrift auch zur Tatzeit als Gesetz relevant war. Für den Strafrichter sind im Strafverfahren von großer Bedeutung das Doppelbestrafungsverbot nach Artikel 103 Abs. 3 GG. Niemand darf in derselben Sache zweimal verurteilt werden. Ferner wichtig ist auch das sogenannte Analogieverbot, auf das ein Rechtsanwalt oder Fachanwalt während einer Verteidigung bzw. innerhalb des Verfahrens stetig achten sollte. Es bestimmt, in Ergänzung des Bestimmtheitsrechts, dass Analogien, die dem Nachteil des Beschuldigten dienen, grundsätzlich verboten sind. Das Verbot des Gewohnheitsrechtes hindert Strafrichter im allgemeinen- und im Jugendstrafrecht daran, das Gewohnheitsrecht zu verwenden, um eine Strafe zu begründen. Der relevante Bereich des Strafrechtes ist jedoch bereits seit geraumer Zeit kodifiziert, sodass das Verbot des Gewohnheitsrechtes eigentlich keinen Anwendungsbereich mehr findet.

Straftaten gegen Persönlichkeits- und Gemeinschaftswerte

Besondere Straftatbestände, die dem Strafrecht unterliegen, sind in Straftaten gegen Persönlichkeits- und Gemeinschaftswerte sowie in Taten gegen Vermögenswerte (Diebstahl, Betrug, Untreue) aufgegliedert. Zu Ersteren zählen Totschlag und Mord, Tötung auf Verlangen sowie fahrlässige Tötung. Weiter Schwangerschaftsabbruch, Aussetzung, Körperverletzung und gefährliche Körperverletzung, Beleidigung, Freiheitsberaubung, Beteiligung an einer Schlägerei, Körperverletzung im Amt, Nötigung, Nachstellung. Vergehen oder Verbrechen gegen Vermögenswerte sind unter anderem Unterschlagung, Untreue und Betrug, Diebstahl und Sachbeschädigung sowie Raub, Erpressung und Hehlerei.

Darüber hinaus gibt es auch das Sexualstrafrecht, welches das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung eines jeden Bürgers schützen soll. Sollte man als Frau Opfer einer solchen Tat wie einer Vergewaltigung sein, empfliehlt es sich ggf. eine Rechtsanwältin oder Fachanwältin als Verteidiger zu beauftragen.

Zweck und Ziel

Hinsichtlich der Strafbarkeit einer Tat setzt das Strafrecht die Tat in den Vordergrund, die Täterpersönlichkeit ist für Strafe oder Maßregel (die Rechtsfolge) zu berücksichtigen. Nach dem sogenannten Schuldprinzip ist es Ziel, die Schuld des Täters durch die Verurteilung zu sühnen. Der Straftäter soll aber auch resozialisiert werden, ebenso soll er davon abgeschreckt werden, weitere Straftaten zu begehen. Das Vertrauen des Bürgers in die Durchsetzungsfähigkeit und ebenso die Beständigkeit des Rechtssystems sollen gestärkt werden. Es wird ein Unterschied gemacht zwischen Haupt- und Nebenstrafen. Freiheits- und Geldstrafen sind Hauptstrafen. Während die Freiheitsstrafe sich darin erschöpft, die Fortbewegung des Täters zu beschränken und den Gefangenen so zu einem rechtschaffenen Lebenswandel anzuhalten, bedeutet die Geldstrafe gezwungenen Verzicht auf Konsum. Hier kommt in Deutschland das System der Tagessätze zur Anwendung. Die Höhe der Tagessätze wird durch das Nettoeinkommen des Verurteilten an einem Tag bestimmt. Dabei wird Unterhaltspflichten Rechnung getragen. Ist der Verurteilte nicht in der Lage, die Bestrafung zu bezahlen, tritt eine Freiheitsstrafe in Höhe der Tagessätze in Kraft. Für die Strafvollstreckung ist die Staatsanwaltschaft zuständig.

Strafverteidiger, Strafrechtskanzlei, Wahlverteidiger, Pflichtverteidiger oder Fachanwalt

Strafverteidiger nennt man den Rechtsanwalt im Strafprozess. Wird dieser vom Gericht aufgrund der hohen Straferwartung für den Beschuldigten bestellt, nennt man ihn Pflichtverteidiger. Pflichtverteidiger kann jeder Rechtsanwalt sein, der sich im Idealfalle natürlich mit der Strafprozessordnung auskennt. Zudem gibt es auch den Fachanwalt für Strafrecht, der besondere theoretische Kenntnisse im Strafrecht, meist durch einen Lehrgang nachgewiesen hat und zudem eine bestimmte Anzahl an Fälle als praktischer Nachweis der Anwaltskammer nachweisen konnte.

Nachfolgend finden Sie die passende Strafrechtskanzlei oder die passenden Fachanwälte, die Sie sicher auch gern als Pflichtverteidiger vertreten werden. Insbesondere frühzeitig für Sie als Beschuldigter im Ermittlungsverfahren / bei Untersuchungshaft oder später im Strafprozess bei der Berufung oder Revision empfliehlt es sich, Fachanwälte oder Strafrechtskanzleien einzuschalten. Zuletzt kann ein Anwalt auch eine Stellungnahme zu einem Strafbefehl abgeben, was Kosten sparen könnte, wenn die Tagessätze im Strafbefehl zu hoch angesetzt worden sind.


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Strafrecht erklärt von A bis Z

  • Aequivalenztheorie
    Nach der sog. Äquivalenztheorie muss das zur Verletzung bzw. zum Schaden führende Ereignis im Allgemeinen und nicht nur unter besonders eigenartigen, unwahrscheinlichen und nach dem gewöhnlichen Verlauf der dinge außer Betracht zu lassenden Umständen geeignet sein, einen Erfolg der eingetretenen Art herbeizuführen (vgl. BGHZ 137, 11, 19).
  • Angeklagter - Letztes Wort
    Gemäß § 258 Abs. 2 StPO darf jeder Angeklagte in einer Hauptverhandlung im Strafprozess nach den Schlussplädoyers vor der Urteilsfindung das "letzte Wort" sprechen. Dieses Recht ist nicht als ein Muss anzusehen: möchte der Angeklagte nichts sagen, so ist er dazu nicht verpflichtet. Falls er aber etwas zu seiner
  • Anklage
    Ergeben sich, vor dem Hintergrund staatsanwaltlicher Ermittlungen, Erkenntnisse, die den hinreichenden Tatverdacht eines Beschuldigten an strafbaren Handlungen begründen, so kann die zuständige Staatsanwaltschaft Anklage (§ 152 StPO) erheben.
  • Anstiftung
    Gemäß § 26 StGB wird unter Anstiftung die vorsätzliche Bestimmung, ernst gemeinte und erfolgreiche Bestimmung eines anderen zur Begehung einer vorsätzlichen rechtswidrigen Straftat verstanden. In einem derartigen Fall wird der Anstifter mit den gleichen Gesetzen bestraft, wie der Angestiftete. Ebenso wie die Beihilfe ist die
  • Apollonia (Kriminalfall)
    Einer der klassischen Kriminalfälle auf See fand 1981 an Bord der 1968 gebauten Segelyacht Apollonia statt. Die 16 Meter lange Yawl (Zweimaster) trug zuvor den Namen "Wappen von Bremen" und war der gleichnamigen Bremer Segelkameradschaft abgekauft worden. Der neue 35-jährige Eigner beabsichtigte, zusammen mit seiner
  • Auflage - Justiz
    Eine Auflage ist in der Justiz eine Möglichkeit, ein Straf- oder Bußgeldverfahren zu beenden oder an ein Urteil bzw. Beschluss zu binden. Inhaltsverzeichnis 1 Gericht 2 Staatsanwaltschaft 3 Siehe auch
  • Ausbleiben (Angeklagter)
    Das Ausbleiben des Angeklagten hat nach dem kontinentaleuropäischen Recht in der Regel die Folge, dass die Hauptverhandlung nicht stattfinden kann. Dieser Grundsatz folgt aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör, der Grundrechtscharakter hat. Deutschland In Deutschland hat
  • Ausgleichende Gerechtigkeit
    Die ausgleichende Gerechtigkeit (auch kommutative Gerechtigkeit , justitia commutativa ) ist ein Unterbegriff der Gerechtigkeit. Hier die häufigsten „Anwendungsgebiete“: Tausch von Gütern (Gleichwertige Güter, auch Kauf usw.) Wiedergutmachung von Schäden (Schadenersatz usw.) Verhängung von Strafen (Strafrecht)
  • Ausweisfälschung
    Ausweisfälschung ist die kriminell motivierte Manipulation oder die Totalfälschung eines Ausweises oder Berechtigungsscheines zum Zwecke der Täuschung. Meistens handelt es sich um amtliche Dokumente, z. B. Reisepässe. Ziel der Ausweisfälschung ist das Vereiteln einer Identifizierung einer Person und/oder Ausnutzen von Berechtigungen von bestimmten Personen oder die
  • Bande (Gruppe)
    Bande ist nach deutschem Strafrecht eine Bezeichnung für mehrere zusammenwirkende Straftäter. Der Begriff umfasste nach Auffassung der Rechtsprechung bis ins Jahr 2001 mindestens zwei, nach einer Entscheidung des Großen Senats in Strafsachen wieder mindestens drei Bandenmitglieder (BGH-Beschluss vom 22. März 2001, GSSt 1/00). Die überwiegende
  • Bankrott
    Privatpersonen, Unternehmen oder Staaten, welche ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen können, werden umgangssprachlich auch als bankrott bezeichnet. Der Begriff stammt ursprünglich vom italienischen "banca rotta" und bedeutet soviel wie leere bzw. zerbrochene Bank, Der Begriff Bankrott (Subst.) steht umgangssprachlich für den Zustand
  • Begriffsbestimmung - Geldwäsche
    Inhaltsübersicht 1. Allgemeines 2. Tatbestandsmerkmale des § 261 StGB 2.1 Tatobjekt
  • Bestechlichkeit
    Bestechlichkeit bezeichnet die Annahme von (oftmals monetären) Vorteilen, um im Gegenzug bestimmte moralisch verwerfliche Gegenleistungen zu erbringen. Neben der Bestechung und der Vorteilsgewährung gefährdet die Bestechlichkeit von Personen, die am Geschäfts- und Rechtsverkehr teilnehmen, das Vertrauen in die unabhängige Tätigkeit von Behörden und Unternehmen im Wettbewerb.
  • Betrug
    1. Objektiver Tatbestand Der § 263 StGB schützt das Vermögen . Es ist ein Selbstschädigungsdelikt . Im Unterschied zu den Eigentumsdelikten werden nicht einzelne wirtschaftliche Positionen geschützt, sondern die Summe der gesamten Positionen. Der objektive Tatbestand des Betruges enthält insgesamt vier Tatbestandsmerkmale
  • Beweishilfen
    Beweishilfen sind nicht zu verwechseln mit den Beweismitteln. Beweishilfen dienen regelrecht der Hilfe zum Beweis und sind durch das Gesetz oder die Rechtsprechung auch zugelassen. Dabei sind ganz unterschiedliche Beweishilfen zu differenzieren. I. Offenkundige Tatsachen Eine Form der Beweishilfen sind die  offenkundigen Tatsachen. Die offenkundigen Tatsachen sind
  • Brief- und Postgeheimnis
    Gemäß Art. 10 GG sind das Brief- sowie das Postgeheimnis unverletzlich. Die Unverletzlichkeit des Briefgeheimnisses bedeutet, dass jede schriftliche Mitteilung, welche an einen individuellen Empfänger gerichtet ist, ausschließlich von diesem selbst zu öffnen ist. Dabei ist zu beachten, dass als „Brief“ nicht nur der klassische Brief zu
  • Drogenkriminalität
    Der Begriff Drogenkriminalität ist im europäischen Raum nicht genau definiert. Der EU-Drogenaktionsplan (2005-2008) sieht vor, dass in der Europäischen Union, im Rahmen der Intensivierung der Arbeiten zur Verhinderung von Drogenstraftaten, im Jahr 2007 eine gemeinsame Definition für „Drogenkriminalität“ (englisch: „Drug-related crime“) festgelegt wird [1] . Diese Absicht
  • Ermittlungsverfahren
    Mit einem Ermittlungsverfahren beginnt jedes Straf- oder Bußgeldverfahren. Die gesetzlichen Regelungen dazu lassen sich in den §§ 160 - 177 StPO finden. 1. Wie läuft das Ermittlungsverfahren ab Das Ermittlungsverfahren, das auch als Vorverfahren bezeichnet wird, wird durch die Staatsanwaltschaft eingeleitet. Dies ist immer dann der Fall,
  • Erschleichen von Leistungen
    1. Objektiver Tatbestand § 265a StGB schützt das Vermögen des Leistungserbringers . Der Tatbestand dient vor allem gegenüber dem Betrug als Auffangtatbestand, wenn zum Beispiel die Täuschungshandlung fehlt. Dies impliziert, dass es auch hier um ein Selbstschädigungsdelikt gehen muss. Hieran fehlt es regelmäßig, wenn eine
  • Eventualvorsatz
    Der Eventualvorsatz ist ein Begriff aus dem Strafrecht und wird auch als bedingter Vorsatz bezeichnet. Es ist notwendig, diesen Begriff im deutschen Rechtssystem zu verwenden, denn generell sind nur vorsätzliche Handlungen auch strafbar. Das bedeutet, das Handeln muss dem Täter als eine gewollte Handlung nachgewiesen werden können. Fahrlässige Handlungen
  • Falschmünzer
    Als "Falschmünzer" werden Personen bezeichnet, die Falschgeld herstellen. Bei diesem handelt es sich um Geldscheine und -münzen, welche den original Zahlungsmitteln täuschend echt sehen sollen, aber nicht von der jeweiligen Zentralbank autorisiert sind. Falschgeld dient dem Zweck, als echtes Zahlungsmittel angesehen zu werden und somit zur Zahlung verwendet werden
  • Freiberufler - Berufsverbote
    Als "Berufsverbot" wird die Anordnung einer staatlichen Stelle angesehen, durch die einer Person die Ausübung eines bestimmten Berufes untersagt wird. So werden Berufsverbote von Strafgerichten ausgesprochen, wenn der Betreffende eine Straftat unter Missbrauch seines Gewerbes oder Berufes begangen hat. Auch Personen, die freie Berufe wie Anwalt oder Arzt
  • Fälschung
    Eine Fälschung (auch als Falsifikat bezeichnet) liegt vor, wenn einer eigenen Leistung die Urheberschaft eines Anderen unterstellt wird. In der Regel wird bei der Fälschung versucht, ein Original oder ein rechtlich geschütztes Produkt in allen Eigenschaften, Materialien, Signaturen und Markenzeichen so
  • Gefahr im Verzuge
    "Gefahr im Verzug"ist ein Begriff aus dem Polizei- und Ordnungsrecht, welcher seine rechtliche Grundlage aus dem Art. 13 GG sowie aus den Polizeigesetzen der Länder erhält. Er bezieht sich auf einen Zustand, bei dem nur durch ein sofortiges Eingreifen eine drohende Gefahr oder ein Schaden abgewendet werden kann.
  • Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr
    1. Objektiver Tatbestand Rechtsgut: Durch § 315b StGB sind Leib und Leben von Personen sowie fremde Sachen geschützt, soweit diese den spezifischen Gefahren des öffentlichen Straßenverkehrs ausgesetzt sind. Handlung: Es ist eine Handlungsvariante gem. § 315b Abs. I erforderlich,
  • Gewalt
    Unter dem Begriff Gewalt ist der körperlich oder auch psychisch wirkende Zwang zu verstehen, der durch Kraft oder ein sonstiges Verhalten entsteht. Ziel ist es, die freie Willensbildung und -betätigung der anderen Person unmöglich zu machen oder zumindest zu beeinträchtigen. 1. Gewalt im Strafrecht Im
  • Grundsätze - Steuerstrafrecht
    Ein wesentlicher Grundsatz im Steuerstrafrecht ist das sog. Legalitätsprinzip gem. § 152 Abs. 2 StPO. Hiernach ist die Finanzbehörde im Rahmen ihrer Zuständigkeit verpflichtet, wegen aller verfolgbarer Straftaten einzuschreiten, sobald zureichende tatsächliche Anhaltspunkte vorliegen. Dies gilt ohne Beachtung des Ansehens der Person. Das Legalitätsprinzip ist Ausfluss des
  • Haftbefehl Strafrecht
    Es können zwei Arten eines Haftbefehls unterschieden werden. Entweder der Haftbefehl wird zum Antritt einer Strafhaft oder als Untersuchungshaftbefehl ausgestellt. Durch einen Untersuchungshaftbefehl soll der ordnungsgemäße Ablauf eines Strafverfahrens gewährleistet werden. Nach der Verhaftung wird der Beschuldigte dann dem verantwortlichen Richter vorgeführt. Gemäß §§ 304 ff.
  • Handlungseinheit
    Eine Handlungseinheit ist gegeben, wenn eine Handlung im realen oder im juristischen Sinne vorliegt. Dabei ist zu beachten, dass eine Handlungseinheit nicht immer identisch sein muss mit einer Tateinheit. Bei der Handlungseinheit wird differenziert zwischen tatbestandlicher Handlungseinheit, natürlichen Handlungseinheit sowie fortgesetzter Handlung.
  • Heimtücke
    Die Heimtücke ist ein Mordmerkmal und zählt zu den besonders verwerflichen Begehungsweisen eines Mordes. So wird es als eine heimtückische Tat angesehen, wenn ein Täter die auf Arglosigkeit beruhende Wehrlosigkeit des Opfers in feindlicher Willensrichtung bewusst zur Tötung ausnutzt. Dies bedeutet, dass das Opfer nicht nur wehrlos ist, sondern
  • Häusliche Gewalt
    Der Begriff "häusliche Gewalt" kennzeichnet körperliche oder seelische Gewalt zwischen Personen, die gemeinsam in einem Haushalt wohnen. Der Begriff kennzeichnet jedoch nicht ausschließlich Gewalt in Partnerschaften, sondern auch ganz allgemein Gewalttaten zwischen Personen, die gemeinsam unter einem Dach zusammenleben. Dazu gehören beispielsweise auch Gewalttaten zwischen Stiefeltern
  • In dubio pro reo
    Der Ausdruck „ in dubio pro reo “ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Im Zweifel für den Angeklagten.“ Bei diesem terminus technicus handelt es sich um einen Verfahrensgrundsatz ( Prozessmaxime ) des Strafrechts, der sich aus Art. 1 I GG, Art. 20 III GG, Art. 6
  • Internationale Rechtshilfe in Strafsachen
    Seit dem 01.01.1983 besteht das "Gesetz über die internationale Rechtshilfe in Strafsachen" (IRG), welches in jenen Fällen zum Tragen kommt, in denen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem betreffenden Staat keine bilateralen oder internationalen Vertragsbeziehungen bestehen. Das IRG regelt die Auslieferung von Staatsangehörigen, die Durchlieferung
  • Internationales Strafrecht
    Das Internationale Strafrecht versteht sich als strafrechtliche Verantwortung von einzelnen Personen nach Völkerrecht. Das Völkerstrafrecht definiert sich als das Recht, welches bei Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Verbrechen der Aggression angewendet wird. Hier geht die Auswirkung des Verbrechens über die einzelnen Staaten hinaus, das jeweilige
  • Jugendstrafrecht
    Unter dem Begriff Jugendstrafrecht versteht man besonderes Straf- und Strafprozessrecht für Jugendliche und Heranwachsende. Diejenigen, die das 14. Lebensjahr noch nicht erreicht haben, sind strafrechtlich nicht verantwortlich. Ein Jugendlicher (14 bis einschließlich 17 Jahre) ist strafrechtlich verantwortlich, wenn er zur Zeit der Tat nach seiner
  • Kontoeröffnungsbetrug
    Vom Kontoeröffnungsbetrug spricht man, wenn Betrüger mit Hilfe von gefälschten Unterlagen wie gefälschten Ausweispapieren Girokonten eröffnen. Auch werden oft gestohlene Ausweise verwendet. Ende der 1990er, Anfang der 2000er Jahre wurde diese Art des Betruges vor allem von Personen aus Nigeria und anderen afrikanischen Ländern
  • Legalitätsprinzip
    Gilt im Strafverfahren und beschreibt die Verpflichtung der Staatsanwaltschaft bei Vorliegen eines Anfangsverdachts, Ermittlungen aufzunehmen und bei Bestehen hinreichenden Tatverdachts, Anklage zu erheben.
  • Leichtfertigkeit - Strafrecht
    Bei der Leichtfertigkeit handelt es sich um einen terminus technicus aus dem deutschen Strafrecht . Unter Leichtfertigkeit versteht man einen besonders schweren Pflichtverstoß, bei dem der Handelnde sich in krasser Weise über die gebotene Sicherheit hinwegsetzt (BGH mit Urteil vom 01.07.2010, Az.: I ZR 176/08). Eine
  • Meistbegünstigung
    Bei dem Meistbegünstigungsprinzip handelt es sich um ein Prinzip, welches seitens der Rechtsprechung entwickelt worden ist und im Verfahrensrecht angewendet wird. Gemäß dem Meistbegünstigungsprinzip sind Anträge sowie Rechtsbehelfe ohen Bindung an den Wortlaut nach dem Willen des Antragstellers nicht nur im sozialgerichtlichen Verfahren, sondern auch im Verwaltungsverfahren auszulegen.
  • Notwehrexzess (§ 33 StGB)
    Ein Notwehrexzess liegt nach § 33 des Strafgesetzbuches (StGB) dann vor, wenn der Täter die Grenzen der Notwehr aus Verwirrung, Furcht oder Schrecken überschreitet. Die (Rechts-)Folge eines solchen Exzesses ist, dass die Tat straffrei bleibt, da der Täter nicht schuldhaft gehandelt hat. Daher wird der Notwehrexzess im
  • Nötigung
    1. Objektiver Tatbestand Die Vorschrift schützt die Freiheit der Willensentschließung und Willensbetätigung . Kurzum die Freiheit des beliebigen Handelns. § 240 I StGB ein Erfolgsdelikt. Die Nötigung setzt voraus, dass durch das Nötigungsmittel das vom Täter erwünschte Verhalten des Opfers veranlasst wird und dass
  • Offener Vollzug
    Der offene Vollzug ist in Deutschland im Paragraphen 10 Absatz 1 des Strafvollzugsgesetzes geregelt: Ein Gefangener soll mit seiner Zustimmung in einer Anstalt oder Abteilung des offenen Vollzuges untergebracht werden, wenn er den besonderen Anforderungen des offenen Vollzuges genügt und namentlich nicht zu befürchten ist, daß
  • Opfer (Kriminologie)
    In der Kriminologie bezeichnet der Begriff Opfer die geschädigte Person eines Verbrechens. Der Begriff bildet damit den Gegensatz zu Täter. Opfer ist regelmäßig derjenige, der durch einen Täter in seinen Rechten verletzt wird. Dabei kann die Verletzung des Rechtes sowohl körperlicher (Mord, Körperverletzung), ideeller
  • Pflichtverteidiger
    Ordnet das Gericht im Strafprozess dem Angeklagten einen Pflichtverteidiger zu, so wird dieser   Pflichtverteidiger genannt. In den Fällen der notwendigen Verteidigung ist dem Beschuldigten ein Pflichtverteidiger zu bestellen (§§ 140 ff. StPO). Der Pflichtverteidiger wird von der Staatskasse bezahlt und erhält reduzierte Gebühren. Pflichtverteidiger können mit
  • Pflichtverteidiger, Strafrecht, Strafprozessrecht
    Wer hat Anspruch auf einen Pflichtverteidiger ? Basisinformationen für Beschuldigte, Angeklagte und Angehörige. Wer mit einem Strafverfahren rechnen muss oder gar bereits eine Anklage zugestellt bekommen hat, wird sich fast immer mit dem Gedanken auseinandersetzen, ob er einen Rechtsanwalt mit seiner Verteidigung beauftragen soll.
  • Plädoyer
    Schlussvortrag des Verteidigers oder Staatsanwalts in der mündlichen Verhandlung eines Strafprozesses.
  • Privatklagedelikt
    Leichtere Delikte, deren Verfolgung grundsätzlich nicht der Staatsanwaltschaft sondern der verletzten Person obliegt. Die Privatklagedelikte sind in § 374 StPO abschließend aufgezählt.
  • Privilegierte Straftaten
    Privilegierte Straftaten sind Straftaten, bei denen zum Grundtatbestand eines Delikts mindestens ein weiteres Tatbestandsmerkmal hinzukommt und so ein neuer Straftatbestand gebildet wird, der mit einer geringeren Strafe bedroht ist als der Grundtatbestand.
  • Raub
    1. Objektiver Tatbestand Der § 249 I StGB schützt genau wie der Diebstahl zum einen das Eigentum. Zum anderen wird die freie Willensbildung und Willensbetätigung geschützt. § 249 I StGB ist ein eigenständiges Delikt , zusammengesetzt aus einem Diebstahl gemäß § 242 I StGB und
  • Raubkopie
    Als Raubkopie bezeichnet man rechtswidrig hergestellte Kopien von urheberrechtlich geschützten Werken, insbesondere Programme oder Software. Das Wort Raubkopie ist im deutschen und im Gesetz nicht enthalten. Dort wird lediglich geregelt, wann Kopien zum privaten Gebrauch (sog. Privatkopie) zulässig sind (§ 53 Urhebergesetz). Als Raubkopie werden
  • Rechtfertigender Notstand (§ 34 StGB)
    Wer in einer gegenwärtigen, nicht anders abwendbaren Gefahr für Leben, Leib, Freiheit, Ehre, Eigentum oder ein anderes Rechtsgut eine Tat begeht, um die Gefahr von sich oder einem anderen abzuwenden, handelt nicht rechtswidrig, wenn bei Abwägung der widerstreitenden Interessen, namentlich der betroffenen Rechtsgüter und des Grades der ihnen drohenden
  • Revision im Strafrecht
    Die Revision im Strafrecht ist definiert als Rechtsmittel gegen eine gerichtliche Entscheidung. In der Bundesrepublik benötigt man unter Umständen eine gesonderte Zulassung. Eine Revision wird niemals auf neuen Tatsachen beruhen, vielmehr muss eine Verletzung des formellen Rechts oder des materiellen Rechts vorliegen. Es muss sich, um eine Revision aufgrund
  • Ruhestörung
    Der Begriff Ruhestörung beschreibt in der Regel eine durch Schallemissionen beziehungsweise Lärm hervorgerufene Belästigung von Personen. Nicht jeder Krach ist verboten, dennoch muss man sich als Nachbar an bestimmte Gesetze halten.   Was gilt als Ruhestörung? Ruhestörung - Gesetz und Regelungen In Deutschland
  • Schuldunfähigkeit (§§ 20, 21 StGB)
    Schuldunfähig ist generell, wer bei Begehung der Tat noch nicht vierzehn Jahre alt ist (vgl. § 19 StGB). Bei Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren ist nach § 3 S. 1 JGG die strafrechtliche Verantwortlichkeit im Einzelfall besonders festzustellen. Grundsätzlich ist ein erwachsener Täter im Zeitpunkt der
  • Schöffen
    Ehrenamtliche Richter
  • Stalking
    Stalking definiert sich nach der polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes als das wiederholte und beabsichtigte Belästigen und Verfolgen eines Menschen, sodass dessen Sicherheit bedroht und er in seiner Lebensgestaltung in einem außerordentlichen Maße beeinträchtigt wird. Durch die wiederholte, willentliche Verfolgung und Belästigung wird die
  • Steuerverkürzung - Steuerstraftat
    Inhaltsübersicht 1. Allgemeines 2. Steuerverkürzung 2.1 Allgemeines zur Steuerverkürzung
  • Strafprozess - Absprachen ("Deal")
    Als "Absprache" beziehungsweise "Deal" wird in einem Strafprozess eine Absprache der Verfahrensbeteiligten bezeichnet, die sich auf "Geständnis gegen Strafrabatt" bezieht. In der Regel bezieht sich der Deal auf die Höchststrafe ohne Haft, also auf zwei Jahre mit Bewährung. Ihre gesetzliche Grundlage erhalten die Absprachen aus dem § 257c
  • Strafprozess - Beweislast
    Es besteht keine gesetzliche Regelung für die Beweislast im Strafprozess. In Strafprozessen gilt der Untersuchungsgrundsatz, welcher besagt, dass der Sachverhalt von Amts wegen zu ermitteln ist. Der Ermittlung sind aber Grenzen gesetzt, welche sich aus den Beweiserhebungverboten und den Beweisverwertungsverboten ergeben. Dies führt dazu, dass in Strafprozessen die
  • Strafprozess - Strafprozessuale Tat
    Generell ist die Tat, welche in der Anklage bezeichnet wird, Gegenstand der Urteilsfindung im Strafprozess. Eine strafprozessuale Tat kann mehrere Handlungen umfassen, da sie nach Rechtssprechung des BGH als das gesamte Verhalten eines Täters definiert wird, falls dieses einen einheitlichen Vorgang darstellt. Dies bedeutet, dass eine "Tat", wie
  • Strafprozess - Zeugnispflichtverletzung
    Grundsätzlich sind alle Bürger dazu verpflichtet, in einem Strafprozess darüber Aussagen zu machen, was sie gesehen haben. Dies bedeutet, dass es nicht den Zeugen selbst obliegt, zu entscheiden, ob sie eine Aussage machen möchten oder nicht. Kommen sie ihrer Zeugnispflicht nicht nach, können sie seitens des Staates dazu gezwungen
  • Strafrecht - Irrtümer
    Bei einem Irrtum über die Tatumstände kann im Bereich des allgemeinen Strafrechts gemäß den §§ 16 und 17 StGB sowie im Bereich der Ordnungswidrigkeiten gemäß § 11 OWiG der Vorsatz entfallen. In Fällen, in denen ein entsprechendes Fahrlässigkeitsdelikt besteht, kann der Täter aber wegen Fahrlässigkeit bestraft werden. Ist
  • Strafrecht - Rücktritt
    Ein strafrechtlicher Rücktritt vom Versuch ist gegeben, wenn ein Täter freiwillig eine weitere Ausführung seiner Tat aufgibt oder deren Vollendung verhindert. Seine gesetzliche Grundlage erhält der Rücktritt vom Versuch aus dem § 24 StGB. Bleibt das Delikt infolge des Rücktritts unvollendet, so bleibt dieses straffrei. Hierfür müssen allerdings
  • Strafrecht - Unbeendeter Versuch
    Ein unbeendeter Versuch ist gegeben, wenn ein Täter aus seiner Sicht nach Abschluss der letzten Ausführungshandlung noch nicht alles Mögliche getan hat, damit der tatbestandliche Erfolg ohne weiteres Zutun seinerseits eintreten kann. Als "beendet" wird ein Versuch hingegen angesehen, wenn der Täter der Meinung ist, alles getan zu haben,
  • Strafrecht USA: Prostitution ist in Las Vegas strafbar
    Für manchen deutschen Touristen endet die Reise nach Las Vegas mit der Festnahme und einem Strafverfahren in den USA. Das Amerikanische Strafrecht ist in vielen Punkten wesentlich strenger als das deutsche. Auch vergleichsweise kleinere Vergehen ziehen in den USA schnell eine Verhaftung nach sich. Das darf man auch in
  • Straftaten - Bekämpfung / Repressives Handeln
    Neben der vorbeugenden Bekämpfung von Straftaten zählt auch die Verfolgung begangener Delikte zu den Aufgaben der Polizei. Dieses repressive Handeln obliegt der Kriminalpolizei. Gesetzlich geregelt werden die Befugnisse der Kriminalpolizei weitestgehend nicht durch Polizeigesetze, sondern aus der Strafprozessordnung sowie aus dem Bundeskriminalamtsgesetz. Insbesonders § 163 StPO definiert die
  • Strafverfahren - Beweisverwertungsverbote
    Bei Beweisverwertungsverboten im Strafverfahren handelt es sich um Verbote, gemäß derer bestimmte bereits erhobene Beweismittel bei der Anklageerhebung unberücksichtigt gelassen werden müssen und die dadurch der Wahrheitsfindung seitens des Gerichts Grenzen setzen. Dabei wird differenziert zwischen unselbständigen Beweisverwertungsverboten und selbständigen Beweisverwertungsverboten. Beweisverwertungsverbote ergeben sich
  • Strafvollzugsgesetz
    Das Strafvollzugsgesetz (StVollzG) ist ein Bundesgesetz, welches zum 01.01.1977 in Kraft trat und den Vollzug der Freiheitsstrafen in Justizvollzugsanstalten sowie die freiheitsentziehenden Maßregelungen regelt. Nach wie vor gilt es in allen Bundesländern, die noch kein eigenes Strafvollzugsgesetz erlassen haben, wozu sie seit dem Übergang der Gesetzgebungskompetenz vom Bund ermächtigt
  • Streitiges Urteil
    Urteil, das im Gegensatz zu einem Versäumnis-, Anerkenntnis-, oder Verzichtsurteil aufgrund einer streitigen mündlichen Verhandlung ergeht.
  • Subsidiaritätsprinzip
    Bei dem Begriff Subsidiaritätsprinzip handelt es sich um einen Rechtsbegriff der sich durch alle Rechtsgebiete zieht. Das Wort Subsidiarität stammt aus dem Lateinischen und kann mit "unterstützend" oder "ersatzweise eintretend" übersetzt werden. Allgemein gesprochen besagt das Subsidiaritätsprinzip entweder,
  • Tachomanipulation / Tachojustierung
    Als "Tachomanipulation" wird jede Veränderung beziehungsweise Verfälschung der Messdaten des Kilometerzählers bezeichnet. In der Praxis wird die Tachomanipulation betrieben, um ein Kraftfahrzeug durch einen niedrigeren Kilometerstand finanziell wertvoller zu machen. Seit dem 19.08.2005 besteht ein Gesetz, welches die Tachomanipulation unter Strafe stellt. Wer die Messdaten an seinem Kilometerzähler
  • Tateinheit
    Tateinheit liegt vor, wenn der Täter durch dieselbe Handlung mehrere Strafgesetze oder dasselbe Strafgesetz mehrfach verletzt.
  • Tatmehrheit
    Tatmehrheit liegt vor, wenn der Täter mehrere Strafgesetze oder dasselbe Strafgesetz mehrfach verletzt hat und keine Tateinheit gegeben ist.
  • Therapieunterbringung
    Die Unterbringung von verurteilten Straftätern, welche nicht länger in Sicherungsverwahrung bleiben dürfen und deshalb in geschlossenen Einrichtungen untergebracht werden, wird gemäß dem Therapieunterbringungsgesetz geregelt. Dieses trat am 01.01.2011 in kraft und ist als eine Reaktion auf eine Entscheidung des EGMR anzushen, gemäß derer eine Sicherungsverwahrung von verurteilten Straftätern nicht
  • Tätige Reue
    Die tätige Reue ist in der Bundesrepublik Deutschland ein Strafaufhebungs- oder Strafmilderungsgrund. Grundsätzlich setzt die tätige Reue voraus, dass der Täter nach Beginn seiner Tathandlung wieder Abstand von seiner Tat nehmen will. Versucht der Täter den Erfolg abzuwenden, gibt es bei gewissen Delikten die Möglichkeit, dieses
  • Täuschung
    Täuschung ist die falsche Auffassung eines Sachverhalts. Sie kann sich in zwei Formen zeigen: Im ersten Fall dient sie der Beeinflussung einer Zielperson oder eines Zielpersonenkreises (Propaganda, Unlauterer Wettbewerb) und führt bei diesen zu der falschen Auffassung eines Sachverhaltes, aus dem die täuschende Person ihren Nutzen
  • Unerlaubte Handlung
    Eine unerlaubte Handlung ist ein rechtswidriger Eingriff in ein durch das Gesetz geschütztes Recht oder Rechtsgut, der einen Schaden hervorruft.
  • Unfallflucht
    Die "Unfallflucht" ("Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort") bezeichnet das Verhalten eines Unfallbeteiligten, der sich nach einem Unfall im Staßenverkehr vom Unfallort entfernt, ohne dass seine persönlichen Daten sowie die Art seiner Unfallbeteiligung aufgenommen werden konnten. Auch wird es als Unfallflucht angesehen, wenn ein Unfallbeteiligter nicht lange genug am Unfallort gewartet
  • Unterbringungsbefehl
    Der Unterbringungsbefehl ist eine einstweilige richterliche Anordnung, gemäß derer ein Beschuldigter in ein psychiatrisches Krankenhaus oder eine Erziehungsanstalt eingewiesen werden kann. Seine gesetzliche Grundlage erhält der Unterbringungsbefehl aus dem § 126a StPO. Er ist als das Gegenteil zum Haftbefehl anzusehen, welcher gegenüber schuldfähigen Straftätern ergeht, da er sich auf
  • Unterlassene Hilfeleistung
    1. Objektiver Tatbestand § 323 c StGB ist ein echtes Unterlassungsdelikt . Es soll einen Mindestgehalt an Solidarpflichten sichern, denn jeder Mensch ist dazu verpflichtet einer anderen Person Hilfe zu leisten, ohne sich selbst dabei in Gefahr zu begeben bzw. unzumutbar zu sein. Das geschützte
  • Urkundenfälschung
    1. Objektiver Tatbestand Der § 267 StGB schützt das Vertrauen auf die Echtheit und Unverfälschtheit von Urkunden. Die Urkundenfälschung gem. § 267 beschreibt drei Handlungsmodalitäten. Einmal das Herstellen einer unechten Urkunde, das Verfälschen einer echten Urkunde und das
  • Verbrechen
    Nach § 12 Absatz 1 StGB ist ein Verbrechen eine Straftat, die im Mindestmaß mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr bedroht ist. Das Verbrechen ist stets vom Vergehen abzugrenzen. Bei der Unterscheidung zwischen Verbrechen und Vergehen handelt
  • Verdachtsgründe - Geldwäscheanzeige
    Für die Erkennung von Sachverhalten, die möglicherweise geldwäscherelevant bzw. verdächtig erscheinen, gibt es kein eindeutiges Schema. Es lassen sich vielmehr Verdachtsgründe aufzeigen, die den Finanzbehörden die Entscheidung, ob eine Geldwäscheverdachtsanzeige nach § 31b AO zu stellen ist oder nicht, erleichtert. Es müssen immer die Gesamtumstände des Einzelfalles beachtet
  • Versuch
    Der Versuch ist in § 22 StGB geregelt. Hierbei wird ein Deliktsstadium vor der Vollendung beschrieben. In diesem Zusammenhang meint das Fehlen der Vollendung, dass es nicht zu einem Erfolg gekommen ist, der dem Täter zugerechnet werden kann. Vorprüfung Der Versuch kann genau wie
  • Verwendung unrichtiger oder unvollständiger Daten, § 263a Abs. 1, 2. Alt. StGB
    Die Verwendung von unrichtigen oder unvollständigen Daten ist ein Straftatbestand des Computerbetrugs. Dieser wurde am 01.08.1986 durch das zweite Gesetz zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität ins Strafgesetzbuch aufgenommen. Die Notwendigkeit hierfür war gegeben, da die Nutzung von Computern immer weiter voranschritt – und somit auch deren Missbrauch für Straftaten.
  • Vorladung
    Eine Vorladung ist ein amtlicher Bescheid mit dem Inhalt, dass der Empfänger zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem festgelegten Ort erscheinen solle. In einigen Fällen (z. B. § 25 Bundespolizeigesetz, polizeiliche Vorladung) kann eine Vorladung auch mündlich oder vergleichsweise formlos erfolgen. Pflicht zum Erscheinen
  • Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte
    1. Objektiver Tatbestand § 113 StGB schützt vor allem die Strafvollzugstätigkeit des Staates . Der § 113 StGB enthält zwei Handlungsalternativen . Die erste Alternative ist ein besonderer Fall der Nötigung von bestimmten Amtsträgern. Die zweite Alternative erfasst den tatsächlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte.
  • Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Rettungskräfte
    Gemäß § 113 Abs. 1 StGB handelt es sich beim "Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Rettungskräfte" um eine Straftat, welche mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe geahndet wird. Gemäß § 113 Abs. 2 StGB wird der Täter sogar mit einer Freiheitsstrafe bis fünf Jahren bestraft,
  • Wiederaufnahme des Verfahrens
    Die Wiederaufnahme eines rechtskräftig abgeschlossenen Strafverfahrens ist nach deutschem Recht nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Aus Gründen der Rechtsklarheit kann auch ein fehlerhaftes, aber rechtskräftiges Urteil grundsätzlich nicht mehr aufgehoben werden. Die Wiederaufnahme kann diese Rechtskraft allerdings durchbrechen. An die Wiederaufnahme werden in den §§ 359 ff.
  • Zeugenschutz
    Als "Zeugenschutz" wird der Schutz derjenigen Personen bezeichnet, welche während eines Gerichtsverfahrens einen besonderen Schutz erhalten müssen (in der Regel Zeugen beziehungsweise Kronzeugen). Dieser Schutz kann sich sowohl auf die körperliche Unversehrtheit als auch auf die Geheimhaltung der Identität beziehen.  Sämtliche Maßnahmen, welche diesem Schutz dienen, fallen unter den
  • Zuhälterei
    Als "Zuhälterei" wird die gewerbsmäßige Betreibung von Bordellen bezeichnet. Auch eine Person, die Prostituierte für sich arbeiten lässt, wird als "Zuhälter" bezeichnet. Die Zuhälterei an für sich ist nicht strafbar; sie ist nur als eine Straftat anzusehen, wenn der Tatbestand der Ausbeutung und/oder der Ausnutzung einer Prostituierten vorliegt.
  • actio illicita in causa
    Diese Rechtsfigur stellt darauf ab, dass die Notwehrlage ursprünglich (in causa) nicht gegeben war, so dass die Notwehrhandlung in causa rechtswidrig (illicita) gewesen wäre.
  • animus auctoris
    Täterwille im Strafrecht . Nach der subj. Theorie zur Unterscheidung von Täter und Gehilfe ausschlaggebend.
  • animus socii
    Gehilfenwille im Strafrecht.
  • dolus eventualis
    Eventualvorsatz
  • dolus generalis
    Umfassender Vorsatz (str. M.M.)
  • error in persona
    Irrtum in der Person des Opfers. Der Täter trifft hierbei das anvisierte Ziel, irrt sich jedoch über dessen Identität. Der Irrtum ist wegen Gleichwertigkeit des Objekts unbeachtlich (vgl. § 212 StGB "einen Menschen").
  • internationale/nationale Maßnahmen - Geldwäsche
    1. Internationale Maßnahmen Bereits 1989 wurde zur Bekämpfung der Geldwäsche von den G7-Staaten die Financial Action Task Force on Money Laundering (FATF) einberufen. Die FATF ist eine internationale Arbeitsgruppe und besteht derzeit aus 29 Mitgliedstaaten. Im April 1990 stellte die Arbeitsgruppe als wichtigstes Ergebnis die
  • legal
    Der Begriff legal stammt vom lateinischen Wort legalis , welches wiederum von lex (= Gesetz) stammt. Damit meint legal „gesetzlich erlaubt“, „dem Gesetz entsprechend“, „rechtmäßig“, „mit behördlicher Genehmigung“ bzw. „die Legalität betreffend“. Legalität meint dementsprechend die die gesetzliche Zulässigkeit
  • verdächtige Transaktionen - Geldwäscheanzeige
    Inhaltsübersicht 1. Allgemeines 2. Transaktionen ohne wirtschaftlichen Hintergrund 3. Transaktionen im Widerspruch zur
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Forenbeiträge zum Strafrecht
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    Hallo,ich schreibe momentan eine Hausarbeit im Strafrecht für Fortgeschrittene und hab nämlich paar Fragen.Also T soll am Dschungelcamp teilnehmen und ist auf dem Weg zum Flughafen, um den Flieger nach Australien zu nehmen. Auf Grund der Kälte ist die Batterie des Autos schwach und geht nicht an. Daher hat sie ...
  • BildKlageerhebung (25.11.2016, 09:02)
    Hallo@All,angenommen ein Beschuldigter erhält vom Amtsgericht im Rahmen eines Strafverfahrens die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft übersandt.Aus dem gerichtlichen Anschreiben geht das Aktenzeichen der Anklageschrift hervor und der Tatvorwurf der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gem. § 86a StGB.In der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft selbst, geht es jedoch um eine Körperverletzung gem. §§ ...
  • BildStrafrecht (06.10.2017, 22:46)
    Habe gelesen, dass unerlaubtes zugänglichmachen von Bildmaterial kein Strafdelikt ist.(Paragraph 22 KunstUrhG)Das ist ein Verbreiten von Bildern ohne die Einwilligung der Abgebildeten. Strafrechtliche Konsequenzen gibt es da nicht. Der Geschädigten kann Privatklage auf Schadensersatz tätigen Verstehe ich das so richtig?
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    Mal angenommen,jemand schreibt eine Revision da person x sich keinen Anwalt leisten kann.Person x fragt sich ob er sich nur auf das Urteil beschränken muss, da Sachen wie z.b. Beweise nicht aufgeführtoderPerson x sagte das er das was er tat, mit vorssatz tat und jeder zeit wieder so handeln würde. ...
  • Bild25 Cannabis Pflanzen entdeckt (12.04.2016, 20:55)
    Hallo,folgender Fall25 Pflanzen wurden entdeckt waehrend anbau in einer privaten Wohnanlage.Insgesamt wird ein Gewicht von ca. 500 Gramm trocken nach Trocknung herauskommen mit einem THC Gehalt von 18 Prozent.Der Taeter ist nicht vorbestraft, kam noch nie wegen BTM mit dem Gesetz in Konflikt und geht einer regelmaessigen Vollzeitarbeit nach. Soziales ...

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