Rechtsanwalt: Strafrecht | Strafverteidiger nach Orten

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Informationen zum Rechtsgebiet Strafrecht

Der Begriff „Strafrecht“ wird in der Rechtswissenschaft ausformuliert als „Rechtsgebiet, welches sich mit Rechtsgüterschutz durch die Beeinflussung des menschlichen Verhaltens beschäftigt“. Es geht also darum, Menschen zu einem rechtskonformen Verhalten anzuleiten, es soll verhindern, dass Personen die Rechtsgüter anderer verletzen. Das deutsche Strafrecht und Jugendstrafrecht ist ein methodisch selbstständiger Bestandteil des öffentlichen Rechts. Es wird grundsätzlich unterschieden zwischen materiellem und formellem Strafrecht.

Strafakte bei der Staatsanwaltschaft (© Peter Atkins - Fotolia.com)
Strafakte bei der Staatsanwaltschaft
(© Peter Atkins - Fotolia.com)

Das materielle Strafrecht erklärt die Vorausbedingungen der Strafbarkeit, das formelle Strafrecht mit dem Strafverfahrensrecht dagegen beschreibt die Durchführung des materiellen Strafrechts. Die Rechtsquellen, die hierfür benützt werden, sind Strafprozessordnung und Gerichtsverfassungsgesetz. Auch das Recht der Ordnungswidrigkeiten ist im weiteren Sinne zum Strafrecht zu zählen, da es verfahrensähnlich ist und der Methodik des Strafrechts folgt.

Das materielle Strafrecht

Es existieren zahlreiche Gesetze des materiellen Strafrechts, die am besten eine Kanzlei mit einem Rechtsanwalt, Strafverteidiger oder Fachanwalt besitzen und so die Mandanten ideal beraten können. Rechtsquellen sind unter anderen das Strafgesetzbuch (StGB), welches die Kernmaterie beschreibt. Die entsprechenden Verfahren, die Strafverfahren zur Realisierung dieser Normen sind in der Strafprozessordnung (StPO) niedergelegt und vor allem bei der Strafverteidigung zu berücksichtigen. Neben dem Strafgesetzbuch kommen jedoch ebenso andere Gesetze zur Anwendung. Da existieren Wehrstrafgesetz, Völkerstrafrecht, das Betäubungsmittelgesetz (BTMG) , das Arzneimittelgesetz weiter die Abgabenordnung, das Versammlungsgesetz, das Waffengesetz, das Kriegswaffenkontrollgesetz und im Zusammenhang das Sprengstoffgesetz. Ebenso Gesetze des materiellen Strafrechtes sind das Wirtschaftsstrafgesetz, das Bundesdatenschutzgesetz, das Außenwirtschaftsgesetz sowie das Handelsgesetzbuch, das Gesetzbuch über Lebensmittel, Bedarfsgegenstände und Futtermittel sowie das Bundesberggesetz.

Das formelle Strafrecht

Das formelle Strafrecht in der Bundesrepublik begründet sich im Wesentlichen durch das Gerichtsverfassungsgesetz, die Strafprozessordnung, das Jugendgerichtsgesetz sowie dem Strafvollzugsgesetz. In diesen Gesetzen findet sich am besten ein Fachanwalt oder Rechtsanwalt sowie Strafverteidiger zurecht.

Nulla poena sine lege – keine Strafe ohne Gesetz

Dieser Grundsatz ist im Grundgesetz verankert. Es gibt jedoch etliche Grundsätze, die Gesetzgeber und Strafrichter im Strafverfahren anwenden müssen. Für den Gesetzgeber gilt das Bestimmtheitsgebot. Hier wird klargestellt, dass der Wortlaut des angewandten Gesetzes hinreichend genau bestimmt sein muss. Weiter gibt es das Rückwirkungsverbot, welches deutlich macht, dass die entsprechende Strafbarkeitsvorschrift auch zur Tatzeit als Gesetz relevant war. Für den Strafrichter sind im Strafverfahren von großer Bedeutung das Doppelbestrafungsverbot nach Artikel 103 Abs. 3 GG. Niemand darf in derselben Sache zweimal verurteilt werden. Ferner wichtig ist auch das sogenannte Analogieverbot, auf das ein Rechtsanwalt oder Fachanwalt während einer Verteidigung bzw. innerhalb des Verfahrens stetig achten sollte. Es bestimmt, in Ergänzung des Bestimmtheitsrechts, dass Analogien, die dem Nachteil des Beschuldigten dienen, grundsätzlich verboten sind. Das Verbot des Gewohnheitsrechtes hindert Strafrichter im allgemeinen- und im Jugendstrafrecht daran, das Gewohnheitsrecht zu verwenden, um eine Strafe zu begründen. Der relevante Bereich des Strafrechtes ist jedoch bereits seit geraumer Zeit kodifiziert, sodass das Verbot des Gewohnheitsrechtes eigentlich keinen Anwendungsbereich mehr findet.

Straftaten gegen Persönlichkeits- und Gemeinschaftswerte

Besondere Straftatbestände, die dem Strafrecht unterliegen, sind in Straftaten gegen Persönlichkeits- und Gemeinschaftswerte sowie in Taten gegen Vermögenswerte (Diebstahl, Betrug, Untreue) aufgegliedert. Zu Ersteren zählen Totschlag und Mord, Tötung auf Verlangen sowie fahrlässige Tötung. Weiter Schwangerschaftsabbruch, Aussetzung, Körperverletzung und gefährliche Körperverletzung, Beleidigung, Freiheitsberaubung, Beteiligung an einer Schlägerei, Körperverletzung im Amt, Nötigung, Nachstellung. Vergehen oder Verbrechen gegen Vermögenswerte sind unter anderem Unterschlagung, Untreue und Betrug, Diebstahl und Sachbeschädigung sowie Raub, Erpressung und Hehlerei.

Darüber hinaus gibt es auch das Sexualstrafrecht, welches das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung eines jeden Bürgers schützen soll. Sollte man als Frau Opfer einer solchen Tat wie einer Vergewaltigung sein, empfliehlt es sich ggf. eine Rechtsanwältin oder Fachanwältin als Verteidiger zu beauftragen.

Zweck und Ziel

Hinsichtlich der Strafbarkeit einer Tat setzt das Strafrecht die Tat in den Vordergrund, die Täterpersönlichkeit ist für Strafe oder Maßregel (die Rechtsfolge) zu berücksichtigen. Nach dem sogenannten Schuldprinzip ist es Ziel, die Schuld des Täters durch die Verurteilung zu sühnen. Der Straftäter soll aber auch resozialisiert werden, ebenso soll er davon abgeschreckt werden, weitere Straftaten zu begehen. Das Vertrauen des Bürgers in die Durchsetzungsfähigkeit und ebenso die Beständigkeit des Rechtssystems sollen gestärkt werden. Es wird ein Unterschied gemacht zwischen Haupt- und Nebenstrafen. Freiheits- und Geldstrafen sind Hauptstrafen. Während die Freiheitsstrafe sich darin erschöpft, die Fortbewegung des Täters zu beschränken und den Gefangenen so zu einem rechtschaffenen Lebenswandel anzuhalten, bedeutet die Geldstrafe gezwungenen Verzicht auf Konsum. Hier kommt in Deutschland das System der Tagessätze zur Anwendung. Die Höhe der Tagessätze wird durch das Nettoeinkommen des Verurteilten an einem Tag bestimmt. Dabei wird Unterhaltspflichten Rechnung getragen. Ist der Verurteilte nicht in der Lage, die Bestrafung zu bezahlen, tritt eine Freiheitsstrafe in Höhe der Tagessätze in Kraft. Für die Strafvollstreckung ist die Staatsanwaltschaft zuständig.

Strafverteidiger, Strafrechtskanzlei, Wahlverteidiger, Pflichtverteidiger oder Fachanwalt

Strafverteidiger nennt man den Rechtsanwalt im Strafprozess. Wird dieser vom Gericht aufgrund der hohen Straferwartung für den Beschuldigten bestellt, nennt man ihn Pflichtverteidiger. Pflichtverteidiger kann jeder Rechtsanwalt sein, der sich im Idealfalle natürlich mit der Strafprozessordnung auskennt. Zudem gibt es auch den Fachanwalt für Strafrecht, der besondere theoretische Kenntnisse im Strafrecht, meist durch einen Lehrgang nachgewiesen hat und zudem eine bestimmte Anzahl an Fälle als praktischer Nachweis der Anwaltskammer nachweisen konnte.

Nachfolgend finden Sie die passende Strafrechtskanzlei oder die passenden Fachanwälte, die Sie sicher auch gern als Pflichtverteidiger vertreten werden. Insbesondere frühzeitig für Sie als Beschuldigter im Ermittlungsverfahren / bei Untersuchungshaft oder später im Strafprozess bei der Berufung oder Revision empfliehlt es sich, Fachanwälte oder Strafrechtskanzleien einzuschalten. Zuletzt kann ein Anwalt auch eine Stellungnahme zu einem Strafbefehl abgeben, was Kosten sparen könnte, wenn die Tagessätze im Strafbefehl zu hoch angesetzt worden sind.


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Strafrecht erklärt von A bis Z

  • Adhäsion
    Die Adhäsion (auch Anhangskraft – abgeleitet vom lateinischen Wort adhaerere = anhaften ) bezeichnet die Zusammenhangskräfte zwischen den Molekülen zweier verschiedener Stoffe. Inhaltsverzeichnis 1 Adhäsion bei Verkehrsmitteln
  • Akkusationsprinzip
    Anklagegrundsatz . Anklage und Urteilsfindung müssen im Strafverfahren durch verschiedene Organe wahrgenommen werden.
  • Akteneinsicht
    Unter Akteneinsicht wird die Einsichtnahme in behördliche Gerichts- oder Verwaltungsakten verstanden. Im Rahmen der Akteneinsicht dürfen durch berechtigte Personen (z.B. Strafverteidiger) behördliche Aufzeichnungen durch Inaugenscheinnahme, Anfertigung von Fotokopien oder Abschriften erstellt werden. Vor allem im Rahmen von Strafverfahren ist die Akteneinsicht ein probates Mittel, um dem
  • Alkohol und Straßenverkehr
    Für Fahranfänger gilt in Deutschland während der Probezeit oder bis zum 21. Lebensjahr ein absolutes Alkoholverbot am Steuer. Zuwiderhandlungen gegen diese Regelung führen zwangsläufig zur Verlängerung der Probezeit um zwei Jahre, 250 € Geldstrafe, zwei Punkten im Verkehrszentralregister in Flensburg und einem kostenpflichtigen Aufbauseminar (§ 2
  • Allgemeines - Geldwäscheanzeige
    Mit Einführung des § 31b AO im Kalenderjahr 2002 sind die Finanzbehörden neben verschiedenen weiteren Institutionen, Einrichtungen und Personenkreisen verpflichtet worden, beim Verdacht auf eine Straftat i.S.d. § 261 StGB die eigentlich durch das Steuergeheimnis nach § 30 AO geschützten Verhältnisse des Betroffenen den Strafverfolgungsbehörden zu offenbaren. Unter §
  • Angeklagter
    Ein Beschuldigter in einem Strafverfahren, dessen Hauptverfahren vor einem Gericht eröffnet wurde, wird gemäß § 157 StPO als Angeklagter bezeichnet. OLG-Oldenburg zur Zulassung der Zwangsvollstreckung eines Angeklagten bei Überlassung einer früheren Haftkaution [OLG-Oldenburg, 16.10.2007, 1 Ws 549/07]: Überlässt ein Angeklagter freiwillig eine frühere Haftkaution
  • Antragsdelikt
    Antragsdelikte sind Straftaten, die grundsätzlich nur dann verfolgt werden, wenn der Verletzte die Strafverfolgung beantragt.     Arten von Antragsdelikt Es gibt 2 verschiedene Arten von Antragsdelikt relatives Antragsdelikt (können auch bei fehlendem Strafantrag verfolgt werden, jedoch
  • Begünstigung
    Der Straftatbestand der Begünstigung ist im deutschen Strafrecht anders ausgestaltet, als im österreichischen oder schweizerischen Recht. Während die Begünstigung in der Schweiz und in Österreich den Delikten gegen die Rechtspflege zugeordnet ist und mit Strafe bedroht, wer jemanden der Strafverfolgung, dem Strafvollzug oder dem Vollzug einer
  • Beihilfe (Strafrecht)
    Dem Begriff Beihilfe kommt im Strafrecht gegenüber dem sonstigen rechtlichen oder ökonomischen Gebrauch eine unterschiedliche Bedeutung zu. Inhaltsverzeichnis 1 Strafrecht 2 Beihilfe beim Betrugsversuch
  • Beschuldigter
    Nach der formell-materiellen Sichtweise ist die Person als Beschuldigter zu bezeichnen, die konkret verdächtigt wird, eine strafbare Handlung begangen zu haben und gegen den ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden ist. Wird gegen den Beschuldigten sogar die Klage erhoben, so wird er zum Angeschuldigten. Zum Angeklagten wird
  • Bestechung
    Als „Bestechung“ wird der Strafbestand gemäß §§ 334 StGB bezeichnet, welche dort unter der Rubrik „Straftaten im Amt“ definiert werden. Demzufolge begeht eine Person eine Bestechung, welche einem Amtsträger (beispielsweise einem Beamten), einem im öffentlichen Dienst besonders Verpflichteten oder einem Bundeswehrsoldaten für dessen Vornehmen einer Amtshandlung, bei der der
  • Betrug
    1. Objektiver Tatbestand Der § 263 StGB schützt das Vermögen . Es ist ein Selbstschädigungsdelikt . Im Unterschied zu den Eigentumsdelikten werden nicht einzelne wirtschaftliche Positionen geschützt, sondern die Summe der gesamten Positionen. Der objektive Tatbestand des Betruges enthält insgesamt vier Tatbestandsmerkmale
  • Betrug, § 263 StGB
    Allgemeines Der Betrug , § 263 StGB, zählt zu den Vermögensdelikten. Schutzgut ist das Vermögen als Ganzes in seinem Bestand. Ein Betrug ist unter folgenden Umständen gegeben: Eine Täuschung über Tatsachen muss zu einem Irrtum des Opfers führen, dieser Irrtum muss eine
  • Bewährungszeit - Auflagen
    Werden Freiheitsstrafen, welche kürzer als zwei Jahre andauern, auf gerichtliche Anordnung hin zur Bewährung ausgesetzt, so können diese gemäß § 56b StGB mit bestimmten Auflagen verbunden sein, was in der Regel der Fall ist. Diese Auflagen werden als "Bewährungsauflagen" bezeichnet. Ziel jener Auflagen ist es zum einen, dem Täter bewusst zu
  • Brett des Karneades
    Das Brett des Karneades ist ein philosophisches Gedankenexperiment, dass auf den griechischen Philosophen Karneades zurückgeht. Man stellt sich die Situation zweier Schiffbrüchiger vor, deren einzige Rettung ein umhertreibendes Brett ist, welches jedoch nur eine Person tragen kann. Einer der beiden Schiffbrüchigen tötet nunmehr den anderen,
  • Brief- und Postgeheimnis
    Gemäß Art. 10 GG sind das Brief- sowie das Postgeheimnis unverletzlich. Die Unverletzlichkeit des Briefgeheimnisses bedeutet, dass jede schriftliche Mitteilung, welche an einen individuellen Empfänger gerichtet ist, ausschließlich von diesem selbst zu öffnen ist. Dabei ist zu beachten, dass als „Brief“ nicht nur der klassische Brief zu
  • BtMG
    Das einstige Opiumgesetz, ein Relikt aus der Weimarer Republik 1929, wurde inhaltlich umformuliert und umbetitelt und am 10. Januar 1972 erneut bekannt gemacht. Die Vorschriften des Gesetzes regeln die Ein- und Ausfuhr von erklärten Betäubungsmitteln, deren Inverkehrbringung sowie ihre Herstellung. Auch der Betrieb von Konsumräumen sowie die Vernichtung von
  • Defensiver Notstand
    Die Gefahr geht von einer Sache selbst aus, vgl. § 228 BGB
  • Doppelfunktionale Maßnahme
    Unter einer doppelfunktionalen Maßnahme versteht man in Deutschland eine polizeiliche Maßnahme, die sowohl der Gefahrenabwehr (präventiv) als auch der Strafverfolgung (repressiv) dient. Da bei nahezu jeder denkbaren polizeilichen Maßnahme ein Eingriff in die Grundrechte des Betroffenen erfolgt, ist nach dem Grundsatz der Gesetzmäßigkeit der
  • Drogentest
    Drogen Test - gläserner Mensch auch beim Alkohol? Ist Alkohol eine Droge? Dies wird durchaus kontrovers diskutiert. Landläufig sind Drogen Wirkstoffe, die beim Menschen Rauschzustände oder eine Sucht hervorrufen können - ein Drogen Test kann darüber Auskunft geben. Der Drogen Test ist eine
  • Entschuldigender Notstand - Strafrecht
    Gemäß § 35 StGB liegt ein entschuldigender Notstand vor, wenn jemand eine rechtswidrige Tat begeht, um Leib, Leben oder Freiheit von sich selbst oder eines anderen Menschen zu schützen. In derartigen Fällen handelt der Täter ohne Schuld und wird deswegen auch nicht bestraft. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn jemand
  • Erpressung
    1. Objektiver Tatbestand Die Erpressung gem. § 253 StGB ist eine Vermögensbeschädigung durch Nötigung in der Absicht sich oder einen Dritten zu bereichern. Der Unterschied zum Betrug besteht darin, dass bei § 263 I StGB der Taterfolg durch Täuschung hervorgerufen und bei § 253
  • Fahruntüchtigkeit - relative, absolute
    Wer im Verkehr ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen, wird nach § 316 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in §
  • Fahrverbot
    Ein Fahrverbot kann vom Gericht im Strafverfahren als Nebenstrafe verhängt werden. Voraussetzung ist, dass der Angeklagte wegen einer Straftat, die er bei oder im Zusammenhang mit dem Führen eines Kraftfahrzeuges oder unter Verletzung der Pflichten eines Kraftfahrzeugführers begangen hat, zu einer Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe verurteilt wurde.
  • Fluchtgefahr
    Soll in Deutschland eine Untersuchungshaft gemäß § 112 Abs. 2 Nr. 2 StPO wegen Fluchtgefahr angeordnet werden, so kann dies nur geschehen, wenn die drei Voraussetzungen Fluchtgefahr, Verhältnismäßigkeit und dringender Tatverdacht erfüllt sind. Die Fluchtgefahr muss sich aus bestimmten Tatsachen, die im Freibeweisverfahren festgestellt werden, ergeben.
  • Fälschung
    Eine Fälschung (auch als Falsifikat bezeichnet) liegt vor, wenn einer eigenen Leistung die Urheberschaft eines Anderen unterstellt wird. In der Regel wird bei der Fälschung versucht, ein Original oder ein rechtlich geschütztes Produkt in allen Eigenschaften, Materialien, Signaturen und Markenzeichen so
  • Fälschung technischer Aufzeichnungen
    Die Fälschung technischer Aufzeichnungen ist in Deutschland ein Vergehen nach § 268 StGB. Die Fälschung technischer Aufzeichnungen wurde als Parallelvorschrift zur Urkundenfälschung, § 267 StGB, eingeführt, mit dem Unterschied dass die in einer Urkunde verkörperte Gedankenerklärung auf Grund der maschinellen Aufzeichnung fehlt. Der
  • Geständnis / Geständnis widerrufen
    Räumt ein Beschuldigter einen bestimmten Sachverhalt ein, der ihm zur Last gelegt wird, so wird dies als Geständnis bezeichnet. Bereits im Römischen Recht wurde der Satz Confessio est regina probationum (Das Geständnis ist die Königin der Beweismittel) geprägt. Das Geständnis kann sowohl im
  • Gewalt
    Unter dem Begriff Gewalt ist der körperlich oder auch psychisch wirkende Zwang zu verstehen, der durch Kraft oder ein sonstiges Verhalten entsteht. Ziel ist es, die freie Willensbildung und -betätigung der anderen Person unmöglich zu machen oder zumindest zu beeinträchtigen. 1. Gewalt im Strafrecht Im
  • Grausamkeit
    Um wegen Mordes verurteilt werden zu können, bedarf es eines Mordmerkmals im objektiven Tatbestand. Grausamkeit ist - neben Heimtücke und Gemeingefährlichkeit -eines dieser Mordmerkale. So wird es als eine grausame Tötung angesehen, wenn ein Täter seinem Opfer in gefühlsloser, unbarmherziger Gesinnung Schmerzen oder Qualen körperlicher oder seelischer Art
  • Hausdurchsuchung
    Die Hausdurchsuchung oder auch die Durchsuchung spielen im Rechtssystem eine entscheidende Rolle. So können Personen oder auch Sachen nach Gegenständen oder Personen durchsucht werden. Besonders in der Strafverfolgung, Strafvollstreckung oder auch in der Gefahrenabwehr kommen Hausdurchsuchungen oder Durchsuchungen oft zum Tragen. Im Rahmen einer Hausdurchsuchung
  • Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft
    Als "Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft" - oder auch "Ermittlungsperson der Staatsanwaltschaft" - werden Personen bezeichnet, welche mit besonderen strafrechtlichen Befugnissen ausgestattet sind. Dies bedeutet, dass sie bei Gefahr im Verzug besondere Maßnahmen zur Strafverfolgung anordnen und ausführen dürfen. Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft sind: Beamte im Bergamt, Forst-
  • Hochverrat
    Ein Unternehmen, welches zum Ziel hat, den inneren Bestand oder die verfassungsmäßige Ordnung eines Staates zu zerstören, wird als Hochverrat bezeichnet. Inhaltsübersicht 1 Hochverrat als Verbrechen (Deutschland) 1.1 Hochverrat: Tatbestandsmerkmale 1.2 Die Tätige
  • In dubio pro reo
    Der Ausdruck „ in dubio pro reo “ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Im Zweifel für den Angeklagten.“ Bei diesem terminus technicus handelt es sich um einen Verfahrensgrundsatz ( Prozessmaxime ) des Strafrechts, der sich aus Art. 1 I GG, Art. 20 III GG, Art. 6
  • Internationales Strafrecht
    Das Internationale Strafrecht versteht sich als strafrechtliche Verantwortung von einzelnen Personen nach Völkerrecht. Das Völkerstrafrecht definiert sich als das Recht, welches bei Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Verbrechen der Aggression angewendet wird. Hier geht die Auswirkung des Verbrechens über die einzelnen Staaten hinaus, das jeweilige
  • Internetrecht - Kinderpornographie
    Am 23.02.2010 trat das "Gesetz zur Bekämpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen" (EGZugErschwG) in kraft, mit einer Befristung bis Ende 2012. Gemäß diesem Gesetz sollte der Zugang zu Webseiten erschwert werden, die pornographische Darstellungen von Kindern oder sexuelle Handlungen an Kindern zeigen. Zu einer Anwendung dieses Gesetzes kam es nie;
  • Kausalität
    Der Begriff „Kausalität“ stammt von dem lateinischen Wort „causa“ (Ursache) ab und bezieht sich auf die Beziehung von Aktion und Reaktion, wobei es dabei eine zeitlich genau festgelegte Reihenfolge gibt: die Aktion muss immer als erstes
  • Key-Logger
    Als Key-Logger bezeichnet man Hard- oder Software, die Eingaben des Benutzers über die Tastatur an einem Computer aufzeichnen und erfassen kann. Key-Logger werden daher gern von Hackern eingesetzt, um an vertrauliche Daten wie Passwörter zu gelangen. Der Einsatz Key-Loggern ist strafbar gemäß § 202a StGB.
  • Kriminalitätsstatistik
    Bei der deutschen polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) handelt es sich um die bekannteste Kriminalitätsstatistik der Welt, welche seit dem Jahre 1953 einmal im Jahr seitens des Bundeskriminalamtes herausgegeben wird. Die Kriminalitätsstatistik enthält Daten über registrierte Fälle, Tatverdächtige und Opfer. Diese Informationen werden jeweils weiter unterteilt, so dass eine Fülle
  • Krimineller Menschenhandel
    Als "Menschenhandel" wird angesehen, wenn die persönliche Zwangslage eines Menschen in dem Sinne ausgenutzt wird, dass er Prostitution oder sexuelle Handlungen dulden muss. In der Regel ist dies der Fall, wenn die Zwangslage mit einem Aufenthalt in einem fremden Land verbunden ist. Die gesetzliche Grundlage für den kriminellen
  • Landesverrat
    Der Landesverrat ist in § 94 StGB gesetzlich normiert und richtet sich gegen die äußere Sicherheit und den Bestand des Staates. Das Delikt des Landesverrates ist die Kernstraftat der Spionage. Landesverrat begeht, wer ein Staatsgeheimnis einer fremden Macht oder einem ihrer Mittelsmänner mitteilt oder sonst an
  • Lärm
    Lärm ist die schädigende Einwirkung von Schall . Wobei diese schädigende Einwirkung ein gesundheitlicher Schaden oder eine Wirkung sein kann, in deren Folge Gefahren für Gesundheit und Sicherheit eintreten können. Die Einwirkung von Lärm auf den Menschen hat zwei Aspekte. Zum einen kann ein physischer gesundheitlicher Schaden eintreten,
  • Maßnahme (Strafrecht)
    Eine Maßnahme ist im Strafrecht eine der in § 11 Abs. 1 Nr. 8 StGB genannten möglichen Sanktionen des Staates auf eine Straftat. Demnach sind Maßnahmen: die Maßregel der Besserung und Sicherung (§§ 61-72 StGB) der Verfall (§§ 73, 73a-e
  • Mittäter
    Der § 25 Abs. 2 StGB definiert einen Mittäter als einen Täter, der gemeinschaftlich zusammen mit anderen Tätern eine Straftat begeht. Dazu muss ein gemeinsamer Tatplan vorliegen, nur derselbe Tatort ist nicht hinreichend. Wichtig scheint, dass jemand, der der Mittäterschaft bezichtigt wird, nicht unbedingt den kompletten
  • Mobbing
    Unter Mobbing wird jede Handlung verstanden, die darauf abzielt, eine Person zu schikanieren und ihr seelisches Leid zuzufügen. Mobbing kann an verschiedenen Orten stattfinden, so etwa am Arbeitsplatz, in der Schule oder im Gefängnis. Findet das Mobbing im Internet statt, wird es als Cyber-Mobbing bezeichnet. 1. Wie kann
  • Nebentäter
    Eine gesetzliche Definition für den Nebentäter besteht gemäß dem Strafgesetzbuch nicht. Im Allgemeinen werden als Nebentäter Täter angesehen, welche unabhängig voneinander dasselbe Rechtsgut angreifen. Bei der Begrifflichkeit des Nebentäters wird unterschieden zwischen kumulativer und alternativer Kausalität. Währende erstere gegeben ist, wenn der Taterfolg nur durch gemeinsames Agieren der
  • Nothilfe
    Nothilfe Bei der Nothilfe (auch unter Notwehrhilfe bekannt) handelt es sich um eine Notwehrhandlung , die zugunsten eines Dritten geleistet wird. Der Angegriffene ist also nicht der Handelnde selbst ist, sondern ein helfender Dritter. Sie ist daher eine besondere Form der Notwehr.
  • Nötigung
    1. Objektiver Tatbestand Die Vorschrift schützt die Freiheit der Willensentschließung und Willensbetätigung . Kurzum die Freiheit des beliebigen Handelns. § 240 I StGB ein Erfolgsdelikt. Die Nötigung setzt voraus, dass durch das Nötigungsmittel das vom Täter erwünschte Verhalten des Opfers veranlasst wird und dass
  • Qualifizierter Versuch
    Ein qualifizierter Versuch ist im Strafrecht gegeben, wenn in einem versuchten Delikt ein vollendetes steckt. Der Versuch bleibt in derartigen Fällen straffrei, sofern der Rücktritt davon wirksam ist. Das andere Delikt hingegen, welches vollendet ist, bleibt strafbar. In der Praxis ist dies beispielsweise der Fall, wenn eine Person versucht,
  • Raub
    1. Objektiver Tatbestand Der § 249 I StGB schützt genau wie der Diebstahl zum einen das Eigentum. Zum anderen wird die freie Willensbildung und Willensbetätigung geschützt. § 249 I StGB ist ein eigenständiges Delikt , zusammengesetzt aus einem Diebstahl gemäß § 242 I StGB und
  • Raubkopie
    Als Raubkopie bezeichnet man rechtswidrig hergestellte Kopien von urheberrechtlich geschützten Werken, insbesondere Programme oder Software. Das Wort Raubkopie ist im deutschen und im Gesetz nicht enthalten. Dort wird lediglich geregelt, wann Kopien zum privaten Gebrauch (sog. Privatkopie) zulässig sind (§ 53 Urhebergesetz). Als Raubkopie werden
  • Rechtfertigungsgründe
    Das Eingreifen eines Rechtfertigungsgrundes beseitigt die Rechtswidrigkeit eines Verhaltens oder Zustandes.
  • Ruhestörung
    W erden andere Personen durch Lärm gestört, so spricht man von einer Ruhestörung (oder auch Lärmstörung ). Zwar besteht hierzulande kein Gesetz , welches eine vollständige Ruhe garantieren würde, dies bedeutet im Umkehrschluss aber auch nicht, dass im
  • Schuldfähigkeit
    Die Schuldfähigkeit einer Person ist Voraussetzung dafür, dass diese für die Begehung einer Straftat bestraft werden kann. Schuldunfähig sind Personen unter 14 Jahren und Personen, denen wegen seelischer Störungen oder Bewusstseinsstörungen die Fähigkeit fehlt, das Unrecht der begangenen Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln.
  • Schwarzarbeit Strafen
    In der Bundesrepublik Deutschland sind die verhängten Strafen für Schwarzarbeiter vielfältig und stets abhängig vom konkreten Einzelfall. Schwarzarbeit ist kein Kavaliersdelikt und kann je nach Schwere der Schwarzarbeit von einer Geldstrafe bis hin zu einer langjährigen Haftstrafe reichen. Gerade im Laufe der Jahre ist die Zahl
  • Schöffengericht
    Spruchkörper des Amtsgerichts, der in der Regel mit einem Richter und zwei Schöffen besetzt ist.
  • Sexuelle Belästigung
    Gemäß § 1 AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) , Benachteiligungen aus jeglicher Art von gründen zu verhindern – darunter fällt auch die Benachteiligung aufgrund des Geschlechts. Doch in der Praxis ist es häufig der Fall, dass es aufgrund des Geschlechts immer wieder zu Diskriminierungen und Belästigungen
  • Steuerstrafverfahren - Einleitung - Rechtsfolgen
    Inhaltsübersicht 1. Allgemeines 2. Abgrenzung rechtlich selbstständiger Verfahren 3. Bezeichnung des Verfahrensbeteiligten
  • Strafklageverbrauch
    Der Strafklageverbrauch steht einer erneuten Strafverfolgung des Täters wegen derselben Tat im prozessualen Sinne entgegen.
  • Strafprozess - Beweiserhebungsverbote
    Bei den Beweiserhebungsverboten handelt es sich um eine Form der Beweisverbote, welche ihre rechtliche Grundlage im § 136a StPO haben. Durch die Beweiserhebungsverbote im Strafverfahren wird es der Staatsanwaltschaft sowie dem Gericht untersagt, Beweise zu bestimmten Themen zu erheben. Beweiserhebungsverbote beziehen sich auf Beweisthemen, Beweismittel oder Beweismethoden. In der
  • Strafrecht - Verjährung
    Verjährungsfristen dienen der Schaffung von Rechtssicherheit und Rechtsfrieden. Im Strafrecht bestehen zwei verschiedene Fristen zu Verjährung: Strafverfolgungsverjährung Strafvollstreckungsverjährung Die Strafverfolgungsverjährung wird gemäß den §§ 78 - 78c StGB geregelt; die Länge der jeweiligen Fristen ist abhängig von dem Höchstmaß der angedrohten Freiheitsstrafe:
  • Strafrecht - Vorsatz
    Als "Vorsatz" wird im Strafrecht das Wollen sowie das Wissen um sämtliche objektiven Merkmale bezeichnet, welche zum gesetzlichen Tatbestand gehören. Der Wille zur Verwirklichung eines Straftatbestandes besteht also, wobei alle objektiven Tatumstände bekannt sind. Dabei ist zu beachten, dass diese Tatumstände bereits beim Begehen der Tat bekannt sein müssen;
  • Strafrecht USA: Prostitution ist in Las Vegas strafbar
    Für manchen deutschen Touristen endet die Reise nach Las Vegas mit der Festnahme und einem Strafverfahren in den USA. Das Amerikanische Strafrecht ist in vielen Punkten wesentlich strenger als das deutsche. Auch vergleichsweise kleinere Vergehen ziehen in den USA schnell eine Verhaftung nach sich. Das darf man auch in
  • Strafverfahren Einstellung
    Die Einstellung des Strafverfahrens ist in § 170 Abs. 2 StPO gesetzlich geregelt.  Die Staatsanwaltschaft kann demnach unter bestimmten Voraussetzungen das Strafverfahren einstellen. Wird eine Sache eingestellt dann ist damit zu rechnen, dass diese nicht nachträglich mehr  aufgenommen wird. Zwar entfaltet die Einstellung keine Rechtskraft im rechtlichen Sinne, allerdings
  • Strafvollzugsrecht - Nachträgliche Sicherungsverwahrung
    Als „Sicherungsverwahrung“ wird eine freiheitseinziehende Maßregelung bezeichnet, welche der Besserung eines Straftäters und dem Schutz der Allgemeinheit vor diesem diesen soll. Dementsprechend ist sie als eine Präventivmaßnahme anzusehen. Gemäß § 66 Abs. 1 StGB ist eine Sicherungsverwahrung im Anschluss an eine Haftstrafe grundsätzlich zulässig, wenn ein Straftäter
  • Strafzumessungsgesichtspunkte
    Strafzumessungsgesichtspunkte sind u.a. die Beweggründe und Ziele des Täters, die Art der Ausführung der Tat und die Folgen der Tat, das Vorleben des Täters und seine persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse, das Maß der Pflichtwidrigkeit sowie das Nachtatverhalten (vgl. § 46 StGB).
  • Streitiges Urteil
    Urteil, das im Gegensatz zu einem Versäumnis-, Anerkenntnis-, oder Verzichtsurteil aufgrund einer streitigen mündlichen Verhandlung ergeht.
  • Störung einer Amtshandlung
    Störung einer Amtshandlung meint eine Handlung i.S.d. § 164 StPO, nämlich eine vorsätzlichen Behinderung hoheitlicher Maßnahmen. In einem solchen Fall kann der Störer vorläufig festgenommen werden. I.  Allgemeines Nach § 164 StPO [Strafprozessordnung] ist bei Amtshandlungen an
  • Sukzessive Mittäterschaft
    Bei der Mittäterschaft i.S.d. § 25 Absatz 2 StGB [Strafgesetzbuch] handelt es sich um eine Täterschaftsform, die regelmäßig von der mittelbaren Täterschaft (§ 25 Absatz 1 Variante 2 StGB) und den Teilnahmeformen (Anstiftung und Beihilfe, §§ 26 f. StGB) abzugrenzen ist. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass
  • Teilnahme an einer Straftat
    Die Teilnahme an einer fremden Straftat ist durch Anstiftung und Beihilfe möglich.
  • Territorialitätsprinzip im Strafrecht
    Nach dem Territorialitätsprinzip gilt das deutsche Strafrecht unabhängig von der Staatsangehörigkeit des Täters für alle Taten, die im Inland begangen wurden.
  • Therapieunterbringung
    Die Unterbringung von verurteilten Straftätern, welche nicht länger in Sicherungsverwahrung bleiben dürfen und deshalb in geschlossenen Einrichtungen untergebracht werden, wird gemäß dem Therapieunterbringungsgesetz geregelt. Dieses trat am 01.01.2011 in kraft und ist als eine Reaktion auf eine Entscheidung des EGMR anzushen, gemäß derer eine Sicherungsverwahrung von verurteilten Straftätern nicht
  • Täter
    Nach § 25 Abs. 1 1. Alt. StGB ist Täter einer Strafta t , wer die Straftat selbst begeht. In § 25 Abs. 1 2. Alt StGB ist die mittelbare Täterschaft geregelt, bei der der Täter sich zur Tatausführung eines anderen Menschen als Werkzeug bedient.
  • Unterlassene Hilfeleistung
    1. Objektiver Tatbestand § 323 c StGB ist ein echtes Unterlassungsdelikt . Es soll einen Mindestgehalt an Solidarpflichten sichern, denn jeder Mensch ist dazu verpflichtet einer anderen Person Hilfe zu leisten, ohne sich selbst dabei in Gefahr zu begeben bzw. unzumutbar zu sein. Das geschützte
  • Unterlassungsdelikt
    Ein Unterlassungsdelikt ist ein Delikt , bei dem der Täter durch Nichtvornahme der an sich möglichen und gebotenen Handlung einen Straftatbestand erfüllt. Ein aktives Tun hinsichtlich des Erfolgseintritts ist mithin nicht erforderlich. Das Gegenstück dazu ist also das Begehungsdelikt. Bei der Unterscheidung zwischen
  • Urkundenfälschung
    1. Objektiver Tatbestand Der § 267 StGB schützt das Vertrauen auf die Echtheit und Unverfälschtheit von Urkunden. Die Urkundenfälschung gem. § 267 beschreibt drei Handlungsmodalitäten. Einmal das Herstellen einer unechten Urkunde, das Verfälschen einer echten Urkunde und das
  • Verbrechen
    Nach § 12 Absatz 1 StGB ist ein Verbrechen eine Straftat, die im Mindestmaß mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr bedroht ist. Das Verbrechen ist stets vom Vergehen abzugrenzen. Bei der Unterscheidung zwischen Verbrechen und Vergehen handelt
  • Verfahrenseinstellung - Steuerstrafverfahren
    Inhaltsübersicht 1. Allgemeines 2. Einstellung nach Abschluss des Ermittlungsverfahrens gemäß § 170 Abs. 2 StPO; kein hinreichender Tatverdacht
  • Verjährung im Strafrecht
    Im Strafrecht, dem Ordnungswidrigkeitenrecht inklusive, sind verschiedene Arten der Verjährung verankert. Die sogenannte Verfolgungsverjährung nach Paragraph 78 des Strafgesetzbuches (§ 78 StGB) macht die Ahndung einer Tat nach einem festgelegten Zeitraum unmöglich. Die Zeitspanne verkörpert ein Verfahrenshindernis. Findet dennoch ein Verfahren statt, ist es einzustellen. Die Verfolgungsverjährung ist „von
  • Vermögensdelikt
    Vermögensdelikte sind ein zusammenfassender Begriff im deutschen Strafrecht für alle Straftaten, die sich gegen das Vermögen oder Vermögensbestandteile anderer Personen richten. Inhaltsverzeichnis 1 Vermögensdelikte im weiteren und im engeren Sinne
  • Versicherungsmissbrauch
    1. Objektiver Tatbestand Der § 265 StGB schützt in erster Linie die Sachversicherungen vor in betrügerischer Weise vorgenommenen Vortäuschung von Versicherungsfällen . In der Praxis ist dieses Delikt häufig im Bereich der Kfz-Kasko-Versicherungen verwirklicht. Geschütze Rechtsgut ist demnach das Vermögen der Versicherung und
  • Vollrausch
    Inhaltsübersicht I.  Vollrausch im deutschen Strafrecht 1.1 Das Problem 1.2 gedanklicher Ansatz der Vollrausch-Strafnorm 1.3 Der strafrechtliche Tatbestand 1.5 Literaturempfehlungen II. Die Bedeutung in der Umgangssprache I.
  • Vorwurf Körperverletzung gegen Ex-Freundin
    Wenn frisch getrennte Partner sich begegnen, kommt es sehr häufig zu Handgreiflichkeiten. Schnell werden dann die Fragen nach strafrechtlich relevanten Handlungen aufgeworfen. Der typische Handlungsverlauf ist folgender. Man trifft sich – zufällig, oder auch verabredet – zu einer Aussprache. Vielleicht möchten die Beteiligten Ex-Partner die Vergangenheit befrieden, vielleicht macht sich
  • Zufallsfunde (§ 108 StPO)
    Werden im Strafrecht bei Gelegenheit einer Durchsuchung Gegenstände gefunden, die zwar in keiner Beziehung zu der Untersuchung stehen, aber auf die Verübung einer anderen Straftat hindeuten, so sind sie einstweilen in Beschlag zu nehmen, dies sind die sog. Zufallsfunde. Der Staatsanwaltschaft ist hiervon Kenntnis zu geben. Vgl. dazu § 108
  • Zuhälterei
    Als "Zuhälterei" wird die gewerbsmäßige Betreibung von Bordellen bezeichnet. Auch eine Person, die Prostituierte für sich arbeiten lässt, wird als "Zuhälter" bezeichnet. Die Zuhälterei an für sich ist nicht strafbar; sie ist nur als eine Straftat anzusehen, wenn der Tatbestand der Ausbeutung und/oder der Ausnutzung einer Prostituierten vorliegt.
  • Zweispurigkeit des Strafrechts
    Unter Zweispurigkeit des Strafrechts (auch dualistisches Rechtsfolgensystem ) versteht man im deutschen Strafrecht die Unterscheidung zwischen Strafen und Maßregeln. Forderungen nach der Einführung von Maßregeln wurden bereits im Kaiserreich und der Weimarer Republik laut. So zählte unter anderem der Strafrechtler Franz von Liszt
  • anfällige Wirtschaftszweige - Geldwäscheanzeige
    1. Allgemeines Für die Erkennung von Sachverhalten, die möglicherweise geldwäscherelevant bzw. verdächtig erscheinen, gibt es kein eindeutiges Schema. Es lassen sich vielmehr Verdachtsgründe aufzeigen, die den Finanzbehörden die Entscheidung, ob eine Geldwäscheverdachtsanzeige nach § 31b AO zu stellen ist oder nicht, erleichtert. Zu
  • animus auctoris
    Täterwille im Strafrecht . Nach der subj. Theorie zur Unterscheidung von Täter und Gehilfe ausschlaggebend.
  • dolus directus
    Unbedingter Vorsatz
  • dolus eventualis
    Eventualvorsatz
  • error in objecto
    Bei dem Rechtsbegriff error in objecto handelt es sich um eine Rechtsfigur im Strafrecht. Der ‚error in objecto‘ beschreibt einen Irrtum hinsichtlich der anvisierten Sache. Es handelt sich dabei also im Grunde um den gleichen Irrtum wie bei der error in persona ,
  • exceptio doli
    Einrede der Arglist
  • gesetzliche Grundlage - Geldwäscheanzeige
    Die Offenbarung der durch das Steuergehemnis nach § 30 AO geschützten Verhältnisse des Betroffenen ist zulässig, soweit sie der Durchführung eines Strafverfahrens wegen einer Straftat nach § 261 StGB dient. Tatsachen, die auf eine derartige Straftat schließen lassen, müssen durch die Finanzbehörden den Strafverfolgungsbehörden mitgeteilt werden. §
  • lebenslängliche Haftstrafe
    In der deutschen Gesellschaft ist die Meinung verbreitet, dass eine lebenslange Haftstrafe spätestens nach 15 Jahren endet. Dieses Gerücht entspricht allerdings nicht der Wahrheit. Eine lebenslängliche Haftstrafe endet nicht automatisch nach 15 Jahren. Das Bundesverfassungsgericht hat zur lebenslänglichen Haftstrafe klargestellt, dass eine
  • nulla poena sine lege
    Keine Strafe ohne Gesetz (vgl. Art. 103 Abs. 2 GG).
  • vis compulsiva
    Nötigende Gewalt. Hier wird durch Gewaltanwendung das Opfer zu einem Entschluss gedrängt (z.B. Erpressung, § 255 StGB).
  • Überfall
    Als Überfall werden verschiedene Dinge bezeichnet: im Strafrecht ist ein Überfall ein Raub im Militärwesen ein Unternehmen auf einen unvorbereiteten Gegner, siehe Militärischer Überfall Früchte, die auf ein Nachbargrundstück gelangen, siehe Überfall (Nachbarrecht) im Wasserbau so etwas wie ein Wehr,
  • Übergesetzlicher Notstand
    Der übergesetzliche Notstand versteht sich als ein Argumentationsansatz. Mit dem Prädikat 'übergesetzlich' verbindet sich eine nicht klar einzugrenzende, diffuse Situation des Gewissensnotstands . Es liegen hier also Gründe vor, die sich nicht gesetzlich normiert finden, sich im Zweifelsfall jedoch aus ähnlichen Rechtsprinzipien formulieren lassen.
  • Überholende Kausalität
    Von überholender Kausalität spricht man, wenn der durch ein Ereignis eingetretene Schaden auch ohne dieses Ereignis eingetreten wäre, nur zeitlich später.
  • Übertretung
    Die Übertretung ist die Verletzung von Regeln, die nicht zwingend eine Sanktion auslöst. Strafrecht Als Begriff des Strafrechts bezeichnet die Übertretung (frz. contravention ; ital. contravvenzione ; ndl. overtreding ; span. falta



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News zum Strafrecht
  • BildDFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2014 (18.02.2014, 13:10)
    Die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt im April 2014 folgende Kongresse und Tagungen:01.04.14 - 04.04.14 in Tübingen4th International Enno Littmann Conference. The Horn of Africa in Ancient Times: Phenomena of Interregional...
  • BildEinmal kriminell, immer kriminell? (14.02.2014, 11:10)
    Wissenschaftler der Universität Göttingen und des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg haben anhand von Eintragungen im Bundeszentralregister untersucht, ob sich Straffällige nach einer Strafsanktion...

Forenbeiträge zum Strafrecht
  • BildStrafrecht groß beim Kühl- Tübingen (24.11.2007, 13:23)
    Hallo, Schreibt vieleicht jemand die 2 Hausarbeit beim Prof. Kühl? Würde mich freue, wenn ihr euch meldet um meinungen zu wechseln. :)
  • BildKann Mir Bitte Jemand Helfen?!?!?!?! (02.12.2008, 23:54)
    Hallo, ich habe demnächst ein Vorstellungsgespräch und bräuchte etwas Hilfe. Hat vielleicht jemand eine Idee was ich auf die Frage antworten kann: Warum interessieren Sie sich gerade für Strafrecht? Warum haben Sie sich gerade hier beworben? Für ein paar Ideen wäre ich sehr dankbar.
  • BildKleine Frage... (21.04.2004, 11:00)
    Hallo! Habe nur eine kleine Frage, die mich etwas verwirrt: Im Unterricht haben wir gelernt, dass das Strafrecht trotz Über-/Unterordnung zu dem Zivilrecht gehört. Aber im Internet habe ich viele Seiten gefunden, wo das Strafrecht zum öffentlichen Recht gehört. WAS stimmt nun von beiden???

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