Rechtsanwalt: Strafrecht | Strafverteidiger nach Orten

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Informationen zum Rechtsgebiet Strafrecht

Der Begriff „Strafrecht“ wird in der Rechtswissenschaft ausformuliert als „Rechtsgebiet, welches sich mit Rechtsgüterschutz durch die Beeinflussung des menschlichen Verhaltens beschäftigt“. Es geht also darum, Menschen zu einem rechtskonformen Verhalten anzuleiten, es soll verhindern, dass Personen die Rechtsgüter anderer verletzen. Das deutsche Strafrecht und Jugendstrafrecht ist ein methodisch selbstständiger Bestandteil des öffentlichen Rechts. Es wird grundsätzlich unterschieden zwischen materiellem und formellem Strafrecht.

Strafakte bei der Staatsanwaltschaft (© Peter Atkins - Fotolia.com)
Strafakte bei der Staatsanwaltschaft
(© Peter Atkins - Fotolia.com)

Das materielle Strafrecht erklärt die Vorausbedingungen der Strafbarkeit, das formelle Strafrecht mit dem Strafverfahrensrecht dagegen beschreibt die Durchführung des materiellen Strafrechts. Die Rechtsquellen, die hierfür benützt werden, sind Strafprozessordnung und Gerichtsverfassungsgesetz. Auch das Recht der Ordnungswidrigkeiten ist im weiteren Sinne zum Strafrecht zu zählen, da es verfahrensähnlich ist und der Methodik des Strafrechts folgt.

Das materielle Strafrecht

Es existieren zahlreiche Gesetze des materiellen Strafrechts, die am besten eine Kanzlei mit einem Rechtsanwalt, Strafverteidiger oder Fachanwalt besitzen und so die Mandanten ideal beraten können. Rechtsquellen sind unter anderen das Strafgesetzbuch (StGB), welches die Kernmaterie beschreibt. Die entsprechenden Verfahren, die Strafverfahren zur Realisierung dieser Normen sind in der Strafprozessordnung (StPO) niedergelegt und vor allem bei der Strafverteidigung zu berücksichtigen. Neben dem Strafgesetzbuch kommen jedoch ebenso andere Gesetze zur Anwendung. Da existieren Wehrstrafgesetz, Völkerstrafrecht, das Betäubungsmittelgesetz (BTMG) , das Arzneimittelgesetz weiter die Abgabenordnung, das Versammlungsgesetz, das Waffengesetz, das Kriegswaffenkontrollgesetz und im Zusammenhang das Sprengstoffgesetz. Ebenso Gesetze des materiellen Strafrechtes sind das Wirtschaftsstrafgesetz, das Bundesdatenschutzgesetz, das Außenwirtschaftsgesetz sowie das Handelsgesetzbuch, das Gesetzbuch über Lebensmittel, Bedarfsgegenstände und Futtermittel sowie das Bundesberggesetz.

Das formelle Strafrecht

Das formelle Strafrecht in der Bundesrepublik begründet sich im Wesentlichen durch das Gerichtsverfassungsgesetz, die Strafprozessordnung, das Jugendgerichtsgesetz sowie dem Strafvollzugsgesetz. In diesen Gesetzen findet sich am besten ein Fachanwalt oder Rechtsanwalt sowie Strafverteidiger zurecht.

Nulla poena sine lege – keine Strafe ohne Gesetz

Dieser Grundsatz ist im Grundgesetz verankert. Es gibt jedoch etliche Grundsätze, die Gesetzgeber und Strafrichter im Strafverfahren anwenden müssen. Für den Gesetzgeber gilt das Bestimmtheitsgebot. Hier wird klargestellt, dass der Wortlaut des angewandten Gesetzes hinreichend genau bestimmt sein muss. Weiter gibt es das Rückwirkungsverbot, welches deutlich macht, dass die entsprechende Strafbarkeitsvorschrift auch zur Tatzeit als Gesetz relevant war. Für den Strafrichter sind im Strafverfahren von großer Bedeutung das Doppelbestrafungsverbot nach Artikel 103 Abs. 3 GG. Niemand darf in derselben Sache zweimal verurteilt werden. Ferner wichtig ist auch das sogenannte Analogieverbot, auf das ein Rechtsanwalt oder Fachanwalt während einer Verteidigung bzw. innerhalb des Verfahrens stetig achten sollte. Es bestimmt, in Ergänzung des Bestimmtheitsrechts, dass Analogien, die dem Nachteil des Beschuldigten dienen, grundsätzlich verboten sind. Das Verbot des Gewohnheitsrechtes hindert Strafrichter im allgemeinen- und im Jugendstrafrecht daran, das Gewohnheitsrecht zu verwenden, um eine Strafe zu begründen. Der relevante Bereich des Strafrechtes ist jedoch bereits seit geraumer Zeit kodifiziert, sodass das Verbot des Gewohnheitsrechtes eigentlich keinen Anwendungsbereich mehr findet.

Straftaten gegen Persönlichkeits- und Gemeinschaftswerte

Besondere Straftatbestände, die dem Strafrecht unterliegen, sind in Straftaten gegen Persönlichkeits- und Gemeinschaftswerte sowie in Taten gegen Vermögenswerte (Diebstahl, Betrug, Untreue) aufgegliedert. Zu Ersteren zählen Totschlag und Mord, Tötung auf Verlangen sowie fahrlässige Tötung. Weiter Schwangerschaftsabbruch, Aussetzung, Körperverletzung und gefährliche Körperverletzung, Beleidigung, Freiheitsberaubung, Beteiligung an einer Schlägerei, Körperverletzung im Amt, Nötigung, Nachstellung. Vergehen oder Verbrechen gegen Vermögenswerte sind unter anderem Unterschlagung, Untreue und Betrug, Diebstahl und Sachbeschädigung sowie Raub, Erpressung und Hehlerei.

Darüber hinaus gibt es auch das Sexualstrafrecht, welches das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung eines jeden Bürgers schützen soll. Sollte man als Frau Opfer einer solchen Tat wie einer Vergewaltigung sein, empfliehlt es sich ggf. eine Rechtsanwältin oder Fachanwältin als Verteidiger zu beauftragen.

Zweck und Ziel

Hinsichtlich der Strafbarkeit einer Tat setzt das Strafrecht die Tat in den Vordergrund, die Täterpersönlichkeit ist für Strafe oder Maßregel (die Rechtsfolge) zu berücksichtigen. Nach dem sogenannten Schuldprinzip ist es Ziel, die Schuld des Täters durch die Verurteilung zu sühnen. Der Straftäter soll aber auch resozialisiert werden, ebenso soll er davon abgeschreckt werden, weitere Straftaten zu begehen. Das Vertrauen des Bürgers in die Durchsetzungsfähigkeit und ebenso die Beständigkeit des Rechtssystems sollen gestärkt werden. Es wird ein Unterschied gemacht zwischen Haupt- und Nebenstrafen. Freiheits- und Geldstrafen sind Hauptstrafen. Während die Freiheitsstrafe sich darin erschöpft, die Fortbewegung des Täters zu beschränken und den Gefangenen so zu einem rechtschaffenen Lebenswandel anzuhalten, bedeutet die Geldstrafe gezwungenen Verzicht auf Konsum. Hier kommt in Deutschland das System der Tagessätze zur Anwendung. Die Höhe der Tagessätze wird durch das Nettoeinkommen des Verurteilten an einem Tag bestimmt. Dabei wird Unterhaltspflichten Rechnung getragen. Ist der Verurteilte nicht in der Lage, die Bestrafung zu bezahlen, tritt eine Freiheitsstrafe in Höhe der Tagessätze in Kraft. Für die Strafvollstreckung ist die Staatsanwaltschaft zuständig.

Strafverteidiger, Strafrechtskanzlei, Wahlverteidiger, Pflichtverteidiger oder Fachanwalt

Strafverteidiger nennt man den Rechtsanwalt im Strafprozess. Wird dieser vom Gericht aufgrund der hohen Straferwartung für den Beschuldigten bestellt, nennt man ihn Pflichtverteidiger. Pflichtverteidiger kann jeder Rechtsanwalt sein, der sich im Idealfalle natürlich mit der Strafprozessordnung auskennt. Zudem gibt es auch den Fachanwalt für Strafrecht, der besondere theoretische Kenntnisse im Strafrecht, meist durch einen Lehrgang nachgewiesen hat und zudem eine bestimmte Anzahl an Fälle als praktischer Nachweis der Anwaltskammer nachweisen konnte.

Nachfolgend finden Sie die passende Strafrechtskanzlei oder die passenden Fachanwälte, die Sie sicher auch gern als Pflichtverteidiger vertreten werden. Insbesondere frühzeitig für Sie als Beschuldigter im Ermittlungsverfahren / bei Untersuchungshaft oder später im Strafprozess bei der Berufung oder Revision empfliehlt es sich, Fachanwälte oder Strafrechtskanzleien einzuschalten. Zuletzt kann ein Anwalt auch eine Stellungnahme zu einem Strafbefehl abgeben, was Kosten sparen könnte, wenn die Tagessätze im Strafbefehl zu hoch angesetzt worden sind.


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Strafrecht erklärt von A bis Z

  • Aberratio ictus
    Bei dem Rechtsbegriff aberratio ictus handelt es sich um besondere Art des Irrtums im Strafrecht. Er beschreibt das Fehlgehen der Tat. In diesem Fall trifft der Täter nicht das anvisierte Tatobjekt. Die aberratio ictus ist deshalb stets von
  • Abweichendes Verhalten
    Das abweichende Verhalten ist ein Begriff, der überwiegend in der Psychologie verwendet wird; auch in der Soziologie sowie der Kriminologie kommt er zur Anwendung. Von einem "abweichenden Verhalten" (auch: Devianz) wird gesprochen, wenn eine Verhaltensnorm nicht befolgt wird, welche ansonsten für eine menschliche Gruppierung Gültigkeit hat. Um dies
  • Adhäsionsverfahren
    Im deutschen Prozessrecht können Ansprüche aus dem Zivilrecht, welche durch eine Straftat entstanden sind, im sogenannten Adhäsionsverfahren direkt während des Strafprozesses geltend gemacht werden. Dies ist jedoch nur dann möglich, wenn diese Ansprüche noch nicht anderweitig Prozessgegenstand waren. I. Rechtliche Grundlagen Das Adhäsionsverfahren ist in
  • Agent provocateur
    Bei einem "Agent Provocateur" handelt es sich um eine Person, welche eine andere Person zu einer Tat veranlasst beziehungsweise die Begehung der Tat födert. Der Agent Provocateur tut dies aber nicht aus kriminellen Gründen, sondern genau aus gegenteiligen: er möchte die angestiftete Person der Tat überführen. Stiftet ein
  • Akteneinsicht
    Unter Akteneinsicht wird die Einsichtnahme in behördliche Gerichts- oder Verwaltungsakten verstanden. Im Rahmen der Akteneinsicht dürfen durch berechtigte Personen (z.B. Strafverteidiger) behördliche Aufzeichnungen durch Inaugenscheinnahme, Anfertigung von Fotokopien oder Abschriften erstellt werden. Vor allem im Rahmen von Strafverfahren ist die Akteneinsicht ein probates Mittel, um dem
  • Analogieverbot
    Ein Analogieverbot besteht insbesondere im Strafrecht . Danach ist es einem Richter verboten, eine nicht strafbare Handlung zu verurteilen, auch wenn er diese als strafwürdig ansieht oder diese einer anderen Strafnorm ähnelt, jedoch nicht ganz mit dieser übereinstimmt. Dieses Verbot gilt vor
  • Angeklagter
    Ein Beschuldigter in einem Strafverfahren, dessen Hauptverfahren vor einem Gericht eröffnet wurde, wird gemäß § 157 StPO als Angeklagter bezeichnet. OLG-Oldenburg zur Zulassung der Zwangsvollstreckung eines Angeklagten bei Überlassung einer früheren Haftkaution [OLG-Oldenburg, 16.10.2007, 1 Ws 549/07]: Überlässt ein Angeklagter freiwillig eine frühere Haftkaution
  • Ausgleichende Gerechtigkeit
    Die ausgleichende Gerechtigkeit (auch kommutative Gerechtigkeit , justitia commutativa ) ist ein Unterbegriff der Gerechtigkeit. Hier die häufigsten „Anwendungsgebiete“: Tausch von Gütern (Gleichwertige Güter, auch Kauf usw.) Wiedergutmachung von Schäden (Schadenersatz usw.) Verhängung von Strafen (Strafrecht)
  • Begünstigung
    Der Straftatbestand der Begünstigung ist im deutschen Strafrecht anders ausgestaltet, als im österreichischen oder schweizerischen Recht. Während die Begünstigung in der Schweiz und in Österreich den Delikten gegen die Rechtspflege zugeordnet ist und mit Strafe bedroht, wer jemanden der Strafverfolgung, dem Strafvollzug oder dem Vollzug einer
  • Bestechlichkeit
    Bestechlichkeit bezeichnet die Annahme von (oftmals monetären) Vorteilen, um im Gegenzug bestimmte moralisch verwerfliche Gegenleistungen zu erbringen. Neben der Bestechung und der Vorteilsgewährung gefährdet die Bestechlichkeit von Personen, die am Geschäfts- und Rechtsverkehr teilnehmen, das Vertrauen in die unabhängige Tätigkeit von Behörden und Unternehmen im Wettbewerb.
  • Betrug, § 263 StGB
    Allgemeines Der Betrug , § 263 StGB, zählt zu den Vermögensdelikten. Schutzgut ist das Vermögen als Ganzes in seinem Bestand. Ein Betrug ist unter folgenden Umständen gegeben: Eine Täuschung über Tatsachen muss zu einem Irrtum des Opfers führen, dieser Irrtum muss eine
  • Beweisverwertungsverbot
    Beweisverwertungsverbote sind rechtliche Schranken, die die Verwendung von speziellen Beweisen beispielsweise im Strafrecht untersagen. Wobei die Definition des Beweises relativ diffizil ist. In allen Verfahrensordnungen sind die unterschiedlichsten Beweisverwertungsverbote festgehalten. Beweisverwertungsverbote Werden immer dann verhängt, wenn ein bestimmtes Beweismittel , das möglicherweise illegal erlangt wurde,
  • Defensiver Notstand
    Die Gefahr geht von einer Sache selbst aus, vgl. § 228 BGB
  • Diebstahl
    Die Definition von Diebstahl ist die Wegnahme einer fremden beweglichen Sache in der Absicht, diese sich rechtswidrig zuzueigenen. Dieser ist ein Vergehen, bei dem eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren drohen. Mit 2.382.743 Diebstahlsdelikten und davon 356.152 Ladendiebstählen ist der Diebstahl auch im
  • Doppelfunktionale Maßnahme
    Unter einer doppelfunktionalen Maßnahme versteht man in Deutschland eine polizeiliche Maßnahme, die sowohl der Gefahrenabwehr (präventiv) als auch der Strafverfolgung (repressiv) dient. Da bei nahezu jeder denkbaren polizeilichen Maßnahme ein Eingriff in die Grundrechte des Betroffenen erfolgt, ist nach dem Grundsatz der Gesetzmäßigkeit der
  • Drohung
    Bei der Drohung handelt es sich um einen Rechtsbegriff, der sowohl im Zivil- als auch im Strafrecht identisch verwendet wird. Drohung ist dabei das Inaussichtstellen eines künftigen Übels, auf dessen Eintritt der Drohende Einfluss hat oder zu haben vorgibt.
  • Entführung
    Unter einer Entführung versteht man einen kriminellen Akt, bei dem eine Person oder Personengruppe, häufig auch ein Kind ( kidnapping ), teilweise auch eine Sache (Flugzeugentführung) mit Gewalt oder heimlich an einen anderen Ort gebracht werden soll oder wird. Inhaltsverzeichnis
  • Erlaubnisirrtum
    Bei dem Erlaubnisirrtum (auch als indirekter Verbotsirrtum bekannt) handelt es sich um einen solchen Irrtum , bei dem der Täter dass er den Tatbestand einer Verbotsnorm erfüllt, aber glaubt, sein Verhalten sei gerechtfertigt, weil er irrig annimmt, die Voraussetzungen eines tatsächlich
  • Erpresserischer Menschenraub
    Der erpresserische Menschenraub ist nach deutschem Strafrecht gem. § 239a Strafgesetzbuch (StGB) ein Verbrechen, bei dem der Täter einen Menschen entführt oder sich eines Menschen bemächtigt, um die Sorge des Opfers um dessen Wohl oder die Sorge eines Dritten um das Wohl des Opfers zu
  • Eventualvorsatz
    Der Eventualvorsatz ist ein Begriff aus dem Strafrecht und wird auch als bedingter Vorsatz bezeichnet. Es ist notwendig, diesen Begriff im deutschen Rechtssystem zu verwenden, denn generell sind nur vorsätzliche Handlungen auch strafbar. Das bedeutet, das Handeln muss dem Täter als eine gewollte Handlung nachgewiesen werden können. Fahrlässige Handlungen
  • Fahrerflucht
    Der Begriff Fahrerflucht kennzeichnet das unerlaubte Entfernen eines Unfallbeteiligten vom Unfallort. Gemäß § 142 StGB können Personen, die Fahrerflucht begehen, mit einer Geldstrafe oder sogar mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft werden. Wegen Fahrerflucht können Personen bestraft werden, die sich vom Unfallort entfernen, ohne den anderen Unfallbeteiligten die
  • Fahrlässige Tötung
    1. Objektiver Tatbestand Der objektive Tatbestand des § 222 StGB ist mit dem des Totschlags gem. § 212 I StGB identisch. 2. Subjektiver Tatbestand Der Täter muss fahrlässig handeln. Das Maß der erforderlichen Sorgfalt richtet sich objektiv nach den Umständen
  • Fahrlässigkeit
    Der Begriff „ Fahrlässigkeit “ ist gleichzusetzen mit fahrlässigem Handeln. Dies bedeutet, dass eine Person, welche es an der nötigen Sorgfalt und Umsichtigkeit fehlen lässt, fahrlässig handelt. „Fahrlässigkeit“ wird sowohl im Straf - als auch im Zivilrecht verwendet, wobei sie dort jeweils unterschiedlich
  • Fahrlässigkeit, grobe
    Nach § 276 Absatz 2 BGB handelt fahrlässig, wer die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht lässt. Grobe Fahrlässigkeit liegt dementsprechend vor, wenn die verkehrserforderliche Sorgfalt in besonders schwerem Maße verletzt wird, indem schon einfachste, ganz naheliegende Überlegungen nicht angestellt werden sowie
  • Falsche Verdächtigung
    1. Objektiver Tatbestand Nach herrschender Meinung ist das Rechtsgut des § 164 StGB zum einen die inländische Rechtspflege und zum anderen den Unschuldigen gegen irrtumsbedingte behördliche Eingriffe in seine Individualrechtsgüter zu schützen. Der § 164 StGB enthält zwei Tatbestände .
  • Falsche Versicherung an Eides Statt
    1. Objektiver Tatbestand Der § 156 StGB ist als Aussagedelikt einzustufen. Die falsche Versicherung an Eides statt möchte sicherstellen, dass die in der Rechtsordnung in zahlreichen Fällen als Mittel der Glaubhaftmachung vorgesehene Versicherung an Eides statt wahrheitsgemäß erfolgt. Der Tatbestand des § 156
  • Freiheitsberaubung
    1. Objektiver Tatbestand Der § 239 I StGB schützt die Fortbewegungsfreiheit und ist als Dauerdelikt anzusehen. Es muss also ein Eingriff vorliegen, der dazu führt, dass der Person die Möglichkeit genommen wird nach seinem Willen sich frei fortzubewegen. Was unter Freiheit zu verstehen
  • Freiheitsbeschränkung
    Der Begriff Freiheitsbeschränkung umschreibt einen Eingriff in die Freiheit der Person aus Art. 2 Absatz 2 Satz 2 GG. Nach Art. 2 Absatz 2 Satz 2 GG ist die die Freiheit der Person zwar unverletzlich, nach Art. 104 Absatz 1 GG kann
  • Gefahr – dringende
    Ganz allgemein formuliert ist eine Gefahr ein Sachverhalt oder eine Situation, deren unverändertes Weiterbestehen zu einer negativen Auswirkung für Personen oder Sachen führen kann. Eine dringende Gefahr impliziert drohende Schäden für besonders wichtige Güter oder eine Gefahr, die einen besonders hohen Schaden erwarten lässt. Im Gegensatz dazu unterscheidet sich
  • Gefährdung des Straßenverkehrs
    1.Objektiver Tatbestand Rechtschutz: § 315c ist ein konkretes Gefährdungsdelikt . Es schützt neben der Sicherheit des Straßenverkehrs auch die konkret gefährdeten Rechtsgüter. Handlung: Zur Verwirklichung des § 315 c StGB bedarf es das Führen eines Fahrzeuges im öffentlichen Verkehr und
  • Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr
    1. Objektiver Tatbestand Rechtsgut: Durch § 315b StGB sind Leib und Leben von Personen sowie fremde Sachen geschützt, soweit diese den spezifischen Gefahren des öffentlichen Straßenverkehrs ausgesetzt sind. Handlung: Es ist eine Handlungsvariante gem. § 315b Abs. I erforderlich,
  • Geldstrafe
    Die Geldstrafe ist eine strafrechtliche Sanktion und kann nur durch einen Strafbefehl oder ein Urteil angeordnet werden. Regelungen finden sich in den §§ 40 ff. StGB. Die Geldstrafe als strafrechtliche Sanktion ist zu unterscheiden
  • Gewalt
    Unter dem Begriff Gewalt ist der körperlich oder auch psychisch wirkende Zwang zu verstehen, der durch Kraft oder ein sonstiges Verhalten entsteht. Ziel ist es, die freie Willensbildung und -betätigung der anderen Person unmöglich zu machen oder zumindest zu beeinträchtigen. 1. Gewalt im Strafrecht Im
  • Grundsätze - Steuerstrafrecht
    Ein wesentlicher Grundsatz im Steuerstrafrecht ist das sog. Legalitätsprinzip gem. § 152 Abs. 2 StPO. Hiernach ist die Finanzbehörde im Rahmen ihrer Zuständigkeit verpflichtet, wegen aller verfolgbarer Straftaten einzuschreiten, sobald zureichende tatsächliche Anhaltspunkte vorliegen. Dies gilt ohne Beachtung des Ansehens der Person. Das Legalitätsprinzip ist Ausfluss des
  • Göttinger Mensurenprozess
    Der Göttinger Mensurenprozess war eine gerichtliche Auseinandersetzung in den Jahren 1951–1953, in der die Strafbarkeit der studentischen Mensur und des studentischen Duells für die in der deutschen Nachkriegszeit wiederentstandenen Studentenverbindungen grundsätzlich geregelt wurde. Aufgrund der Schwierigkeiten und der ablehnenden Haltung von verschiedenen Seiten wurden
  • Hausfriedensbruch
    1. Objektiver Tatbestand Das geschützte Rechtsgut beim Hausfriedensbruch ist das individuelle Hausrecht . Darunter ist die Gesamtheit der rechtlichen Befugnisse, über den Aufenthalt Dritter innerhalb der dem Herrschaftsbereich einer Person zugeordneten geschützenden räumlichen Bereichen tatsächlich frei zu bestimmen. Die geschützenden Bereiche werden in
  • Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft
    Als "Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft" - oder auch "Ermittlungsperson der Staatsanwaltschaft" - werden Personen bezeichnet, welche mit besonderen strafrechtlichen Befugnissen ausgestattet sind. Dies bedeutet, dass sie bei Gefahr im Verzug besondere Maßnahmen zur Strafverfolgung anordnen und ausführen dürfen. Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft sind: Beamte im Bergamt, Forst-
  • Häusliche Gewalt
    Der Begriff "häusliche Gewalt" kennzeichnet körperliche oder seelische Gewalt zwischen Personen, die gemeinsam in einem Haushalt wohnen. Der Begriff kennzeichnet jedoch nicht ausschließlich Gewalt in Partnerschaften, sondern auch ganz allgemein Gewalttaten zwischen Personen, die gemeinsam unter einem Dach zusammenleben. Dazu gehören beispielsweise auch Gewalttaten zwischen Stiefeltern
  • Körperverletzung
    Die Körperverletzung ist ein Straftatbestand aus dem 17. Abschnitt des StGB (Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit). Nach § 223 StGB wird, wer eine andere Person körperlich mißhandelt oder an der Gesundheit schädigt mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Nach § 223 II StGB
  • Körperverletzung mit Todesfolge
    1. Objektiver Tatbestand Die Körperverletzung mit Todesfolge erhebt die Tatbestände der §§ 223ff. durch die der Tod des Verletzen zumindest fahrlässig verursacht worden ist. Es ist ebenfalls ein erfolgsqualifiziertes Delikt. § 227 I verlangt ein taugliches Tatobjekt, einen Menschen. Die Todesfolge muss
  • Legalitätsprinzip
    Gilt im Strafverfahren und beschreibt die Verpflichtung der Staatsanwaltschaft bei Vorliegen eines Anfangsverdachts, Ermittlungen aufzunehmen und bei Bestehen hinreichenden Tatverdachts, Anklage zu erheben.
  • Mittelbarer Täter
    Mittelbarer Täter ist derjenige, der eine Tat durch einen anderen, den Tatmittler, begeht.
  • Nebentäter
    Eine gesetzliche Definition für den Nebentäter besteht gemäß dem Strafgesetzbuch nicht. Im Allgemeinen werden als Nebentäter Täter angesehen, welche unabhängig voneinander dasselbe Rechtsgut angreifen. Bei der Begrifflichkeit des Nebentäters wird unterschieden zwischen kumulativer und alternativer Kausalität. Währende erstere gegeben ist, wenn der Taterfolg nur durch gemeinsames Agieren der
  • Notwehrexzess (§ 33 StGB)
    Ein Notwehrexzess liegt nach § 33 des Strafgesetzbuches (StGB) dann vor, wenn der Täter die Grenzen der Notwehr aus Verwirrung, Furcht oder Schrecken überschreitet. Die (Rechts-)Folge eines solchen Exzesses ist, dass die Tat straffrei bleibt, da der Täter nicht schuldhaft gehandelt hat. Daher wird der Notwehrexzess im
  • Offener Vollzug
    Der offene Vollzug ist in Deutschland im Paragraphen 10 Absatz 1 des Strafvollzugsgesetzes geregelt: Ein Gefangener soll mit seiner Zustimmung in einer Anstalt oder Abteilung des offenen Vollzuges untergebracht werden, wenn er den besonderen Anforderungen des offenen Vollzuges genügt und namentlich nicht zu befürchten ist, daß
  • Pflichten - Geldwäscheanzeige
    Wurden die Kredit- und Finanzinstitute bereits seit 1993 zur Mithilfe bei der Bekämpfung der Geldwäsche durch die Neueinführung des Geldwäschegesetzes (GWG) mit einbezogen, traten im Jahre 2002 durch die Novellierung des GWG Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Immobilienmakler diesem Personenkreis hinzu. Somit waren alle Institutionen und Berufsgruppen, deren Dienste
  • Pflichtverteidiger
    Ordnet das Gericht im Strafprozess dem Angeklagten einen Pflichtverteidiger zu, so wird dieser   Pflichtverteidiger genannt. In den Fällen der notwendigen Verteidigung ist dem Beschuldigten ein Pflichtverteidiger zu bestellen (§§ 140 ff. StPO). Der Pflichtverteidiger wird von der Staatskasse bezahlt und erhält reduzierte Gebühren. Pflichtverteidiger können mit
  • Postgeheimnis
    Das Postgeheimnis ist durch Artikel 10 Abs. 1 GG besonders geschützt. Auch strafrechtlich wird es durch den § 206 StGB unter Schutz gestellt. Nach der Legaldefinition der §§ 39 Absatz 1 Postgesetz, 206 Absatz 5 Satz 1 StGB unterliegen dem Postgeheimnis die näheren Umstände des
  • Prozessbetrug
    Betrug gemäß § 263 StGB, der begangen wird, indem der Täter in einem Zivilprozess bewusst unwahre Behauptungen aufstellt und dadurch das Gericht dazu bringt, eine für den Gegner nachteilige Entscheidung zu treffen.
  • Rasterfahndung
    Als Rasterfahndung bezeichnet man ein Verfahren zur vernetzten Durchsuchung von Datenbeständen. Hierbei sucht man nach bestimmten Merkmalen, wie oft die gesuchte Person zutreffen in einem automatisierten Verfahren. Dabei werden alle Daten an einbezogen, die bei privaten oder öffentlichen Stellen gespeichert sind. Eine präventive polizeiliche Rasterfahndung nach
  • Raubkopie
    Als Raubkopie bezeichnet man rechtswidrig hergestellte Kopien von urheberrechtlich geschützten Werken, insbesondere Programme oder Software. Das Wort Raubkopie ist im deutschen und im Gesetz nicht enthalten. Dort wird lediglich geregelt, wann Kopien zum privaten Gebrauch (sog. Privatkopie) zulässig sind (§ 53 Urhebergesetz). Als Raubkopie werden
  • Risikoerhöhungslehre
    Nach der sog. Risikoerhöhunglehre erfüllt derjenige den objektiven Tatbestand, der durch seine Handlung die Gefahr des Erfolgseintritts erhöht hat. Diese Theorie wird allerdings mit dem Argument abgelehnt, dass sie gegen den Grundsatz in dubio pro reo verstoße. Außerdem werden zu Unrecht Verletzungsdelike in Gefährdungsdelikte umgedeutet.
  • Ruhestörung
    Der Begriff Ruhestörung beschreibt in der Regel eine durch Schallemissionen beziehungsweise Lärm hervorgerufene Belästigung von Personen. Nicht jeder Krach ist verboten, dennoch muss man sich als Nachbar an bestimmte Gesetze halten.   Was gilt als Ruhestörung? Ruhestörung - Gesetz und Regelungen In Deutschland
  • Räuber
    Ein Räuber ist eine Person, die einen Raub begeht oder begangen hat. Im Unterschied zum Dieb hat der Räuber dabei Gewalt angewandt oder damit gedroht, diese anzuwenden. Inhaltsverzeichnis 1 Unterscheidung der Räuber
  • Räuberische Erpressung
    1. Objektiver Tatbestand § 255 StGB enthält eine Qualifikation des § 253 StGB. Zur Verwirklichung müssen dementsprechend die Voraussetzungen des Grunddeliktes vorliegen. Zusätzlich zum Grunddelikt müssen bestimmte Nötigungsmittel zur Tathandlung, die Gewalt gegen eine Person oder Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib und
  • Schuld
    Bei der Schuld handelt es sich insbesondere um einen strafrechtlichen Begriff. Er ist allerdings auch mit einem anderen Inhalt im Zivilrecht beim Schadensersatz bzw. bei den deliktischen Ansprüchen zu finden (dort als Vertretenmüssen bzw. Verschulden
  • Schwarzarbeit Strafen
    In der Bundesrepublik Deutschland sind die verhängten Strafen für Schwarzarbeiter vielfältig und stets abhängig vom konkreten Einzelfall. Schwarzarbeit ist kein Kavaliersdelikt und kann je nach Schwere der Schwarzarbeit von einer Geldstrafe bis hin zu einer langjährigen Haftstrafe reichen. Gerade im Laufe der Jahre ist die Zahl
  • Staatsanwaltschaft - Tätigwerden von Amts wegen
    Polizei und Staatsanwaltschaft werden entweder tätig, wenn sie aufgrund einer Strafanzeige auf eine strafbare Handlung aufmerksam gemacht werden, oder wenn sie selbst Kenntnis über eine solche erlangen. Wenn die Staatsanwaltschaft Kenntnis von einer Straftat erlangt, so muss sie selbst ein Ermittlungsverfahren einleiten. Dies wird als "Tätigwerden von Amts
  • Steuerstrafrecht
    Das Steuerstrafrecht stellt eine Sammlung aller Normen dar, die die Zuwiderhandlung gegen Steuergesetze mit straf- oder bußgeldrechtlichen Konsequenzen ahndet. Hierbei ist das Straf- oder Bußgeldrecht den Eigenarten der Zuwiderhandlungen im Steuerrecht angepasst. Inhalt des Steuerstrafrechts ist somit die Verfolgung von steuerlichem Fehlverhalten. Zu diesem Zweck bedient sich das
  • Strafkammer
    Spruchkörper des Landgerichts, der mit einem Berufrichter und zwei Schöffen, aber auch mit zwei oder drei Berufsrichtern und zwei Schöffen besetzt sein kann.
  • Strafmündigkeit
    Unter dem Begriff Strafmündigkeit ist das Alter zu verstehen, ab dem einem Mensch vom Gesetzgeber her zugetraut wird, die Folgen seiner Handlungen so weit zu überblicken, dass er bewusst anderen schaden kann und daher für diese Handlungen die Verantwortung übernehmen muss (sog. Verantwortung oder
  • Strafprozess - Beweiserhebungsverbote
    Bei den Beweiserhebungsverboten handelt es sich um eine Form der Beweisverbote, welche ihre rechtliche Grundlage im § 136a StPO haben. Durch die Beweiserhebungsverbote im Strafverfahren wird es der Staatsanwaltschaft sowie dem Gericht untersagt, Beweise zu bestimmten Themen zu erheben. Beweiserhebungsverbote beziehen sich auf Beweisthemen, Beweismittel oder Beweismethoden. In der
  • Strafprozess - Beweislast
    Es besteht keine gesetzliche Regelung für die Beweislast im Strafprozess. In Strafprozessen gilt der Untersuchungsgrundsatz, welcher besagt, dass der Sachverhalt von Amts wegen zu ermitteln ist. Der Ermittlung sind aber Grenzen gesetzt, welche sich aus den Beweiserhebungverboten und den Beweisverwertungsverboten ergeben. Dies führt dazu, dass in Strafprozessen die
  • Strafrecht - Fehlgeschlagener Versuch
    Als "Versuch" wird angesehen, wenn die Handlung, welche zur Begehung einer Straftat notwendig ist, bereits angesetzt worden ist, aber noch nicht vollendet wurde. Seine gesetzliche Grundlage erhält der fehlgeschlagene Versuch aus dem § 24 StGB. Als ein "fehlgeschlagener Versuch" wird angesehen, wenn die Vollendung der Tat nach Vorstellung
  • Strafrecht - Hinterlistiger Überfall
    Ein hinterlistiger Überfall ist ein unvorhergesehener Angriff, bei dem die Angriffsabsicht des Täters nicht zu erkennen ist, da er diese bewusst verdeckt. Durch beispielsweise Vortäuschung einer friedfertigen Absicht erschwert der Täter dem Überfallenen die Möglichkeit zu einer Abwehr. Gemäß § 224 Abs. 1 S. 3 StGB wird Körperverletzung
  • Strafrecht - Rechtfertigungsgründe
    Bei den Rechtfertigungsgründen handelt es sich um Umstände, welche ausnahmsweise ein ansonsten rechtswidriges Handeln individuell gestatten. Die bekanntesten Rechtfertigungsgründe sind Notwehr, Notstand, erlaubte Selbsthilfe sowi Einwilligung. Rechtfertigungsgründe im Strafrecht schließen eine Bestrafung des Täters aus, da bei Erfüllung eines Straftatbestands und dem Vorliege eines Rechtfertigungsgrundes die Rechtswidrigkeit der
  • Strafrecht USA: Prostitution ist in Las Vegas strafbar
    Für manchen deutschen Touristen endet die Reise nach Las Vegas mit der Festnahme und einem Strafverfahren in den USA. Das Amerikanische Strafrecht ist in vielen Punkten wesentlich strenger als das deutsche. Auch vergleichsweise kleinere Vergehen ziehen in den USA schnell eine Verhaftung nach sich. Das darf man auch in
  • Strafsenat
    Spruchkörper der Oberlandesgerichte und des Bundesgerichtshofs in Strafsachen.
  • Straftat
    Straftaten sind solche rechtswidrige und grundsätzlich vorwerfbare Handlungen (vgl. u.a. §§ 17, 19 f. StGB), die den Tatbestand eines Gesetzes verwirklichen, welches insbesondere dem Schutz mindestens eines besonderen Rechtsguts wie Leben, Gesundheit, Eigentum oder Sicherheit und Integrität des Staates dient. Straftat - Arten und
  • Straftatbestände - Buchführung
    Gemäß § 283 StGB ist eine Verletzung der Buchführungspflicht strafbar. Zu Verletzungen der Buchführungspflicht i. S. d. Gesetzes zählen fehlerhaftes Führen von Handelsbüchern, Unterlassen des Führens von Handelsbüchern, Verstöße gegen die Aufbewahrungspflicht von Unterlagen, fehlerhafte Aufstellung von Bilanzen, Unterlassen der Aufstellung von Bilanzen.
  • Strafverfolgungsvorsorge
    Die Strafverfolgungsvorsorge dient der Durchsetzung der Strafverfolgung in Bezug auf mögliche zukünftige Straftaten. Während sie für gerichtliche Verfahren der Kompetenz des Bundes unterliegt, obliegt die vorbeugende Bekämpfung von Straftaten den einzelnen Ländern. Gesetzliche Grundlage hierfür bilden die jeweiligen Polzeigesetze. Zu den Maßnahmen der Strafverfolgungsvorsorge zählen beispielsweise der genetische
  • Strafvollzugsgesetz
    Das Strafvollzugsgesetz (StVollzG) ist ein Bundesgesetz, welches zum 01.01.1977 in Kraft trat und den Vollzug der Freiheitsstrafen in Justizvollzugsanstalten sowie die freiheitsentziehenden Maßregelungen regelt. Nach wie vor gilt es in allen Bundesländern, die noch kein eigenes Strafvollzugsgesetz erlassen haben, wozu sie seit dem Übergang der Gesetzgebungskompetenz vom Bund ermächtigt
  • Streitiges Urteil
    Urteil, das im Gegensatz zu einem Versäumnis-, Anerkenntnis-, oder Verzichtsurteil aufgrund einer streitigen mündlichen Verhandlung ergeht.
  • Störung einer Amtshandlung
    Störung einer Amtshandlung meint eine Handlung i.S.d. § 164 StPO, nämlich eine vorsätzlichen Behinderung hoheitlicher Maßnahmen. In einem solchen Fall kann der Störer vorläufig festgenommen werden. I.  Allgemeines Nach § 164 StPO [Strafprozessordnung] ist bei Amtshandlungen an
  • Sukzessive Mittäterschaft
    Bei der Mittäterschaft i.S.d. § 25 Absatz 2 StGB [Strafgesetzbuch] handelt es sich um eine Täterschaftsform, die regelmäßig von der mittelbaren Täterschaft (§ 25 Absatz 1 Variante 2 StGB) und den Teilnahmeformen (Anstiftung und Beihilfe, §§ 26 f. StGB) abzugrenzen ist. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass
  • Tachomanipulation / Tachojustierung
    Als "Tachomanipulation" wird jede Veränderung beziehungsweise Verfälschung der Messdaten des Kilometerzählers bezeichnet. In der Praxis wird die Tachomanipulation betrieben, um ein Kraftfahrzeug durch einen niedrigeren Kilometerstand finanziell wertvoller zu machen. Seit dem 19.08.2005 besteht ein Gesetz, welches die Tachomanipulation unter Strafe stellt. Wer die Messdaten an seinem Kilometerzähler
  • Todesschuss
    Der gezielte Todesschuss - oder auch: "finale Todesschuss" oder "Rettungsschuss" - ist ein Schuss, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine tödliche Wirkung haben wird. In einigen Bundesländern ist der finale Todesschuss als intensivste Form zur Herbeiführung der Angriffsunfähigkeit polizeirechtlich zulässig. Hierfür bedarf es aber folgender Voraussetzung:
  • Trennscheibe (JVA)
    Eine Trennscheibe in einer Justizvollzugsanstalt (JVA) ist eine Glasscheibe, die Gefangene von anderen Personen trennt. Der Einsatz von Trennscheiben ist nach deutschem Recht nur unter besonderen Bedingungen erlaubt. In der Regel dürfen Besucher mit einem Gefangenen in einem Besuchsraum sprechen. Strafgefangene haben nicht
  • Täterschaft
    Als Täter wird eine Person angesehen, welche entweder selbst oder durch einen anderen eine Straftat begeht. Dabei wird differenziert zwischen mittelbarer und unmittelbarer Täterschaft. Ihre gesetzliche Grundlage erhält die Täterschaft aus dem § 25 StGB. Die unmittelbare Täterschaft ist gegeben, wenn eine Person die Straftat selbst begeht.
  • Täuschung
    Täuschung ist die falsche Auffassung eines Sachverhalts. Sie kann sich in zwei Formen zeigen: Im ersten Fall dient sie der Beeinflussung einer Zielperson oder eines Zielpersonenkreises (Propaganda, Unlauterer Wettbewerb) und führt bei diesen zu der falschen Auffassung eines Sachverhaltes, aus dem die täuschende Person ihren Nutzen
  • Unbewusste Fahrlässigkeit - Strafrecht
    Ein Täter handelt unbewusst fahrlässig, wenn er sorgfaltswidrig handelt und infolgedessen den gesetzlichen Tatbestand erfüllt, ohne dies jedoch zu erkennen. Eine ungewollte Verwirklichung eines Straftatbestands ist somit gegeben. Eine Strafbarkeit für fahrlässiges Handeln ist gemäß § 15 StGB nur in jenen Fällen gegeben, in denen dies ausdrücklich per
  • Unrichtige Gestaltung eines Programms, § 263a Abs. 1, 1. Alt. StGB
    Die unrichtige Gestaltung eines Programmes stellt gemäß § 263a Abs. 1 StGB einen der Straftatbestände des Computerbetrugs dar. Dies bedeutet, dass, wenn sich eine Person unberechtigter Weise Zugang zu einem Computer eines Dritten verschafft und dort durch die falsche Gestaltung eines Programmes das Vermögen des Computerbesitzers beschädigt und
  • Untauglicher Versuch
    Ein untauglicher Versuch einer Straftat liegt vor, wenn die Tat entgegen der Vorstellung des Täters wegen einer Untauglichkeit des Tatobjekts , des Tatmittels oder der Person des Täters nicht vollendet werden kann. Der untaugliche Versuch ist ein
  • Unterlassene Hilfeleistung
    1. Objektiver Tatbestand § 323 c StGB ist ein echtes Unterlassungsdelikt . Es soll einen Mindestgehalt an Solidarpflichten sichern, denn jeder Mensch ist dazu verpflichtet einer anderen Person Hilfe zu leisten, ohne sich selbst dabei in Gefahr zu begeben bzw. unzumutbar zu sein. Das geschützte
  • Unterlassungsdelikt
    Ein Unterlassungsdelikt ist ein Delikt , bei dem der Täter durch Nichtvornahme der an sich möglichen und gebotenen Handlung einen Straftatbestand erfüllt. Ein aktives Tun hinsichtlich des Erfolgseintritts ist mithin nicht erforderlich. Das Gegenstück dazu ist also das Begehungsdelikt. Bei der Unterscheidung zwischen
  • Unterlassungsdelikt / Unterlassen
    Allgemeines zum Unterlassen Nach dem Strafgesetzbuch kann eine Tat nicht nur durch ein aktives Tun, sondern auch durch ein Unterlassen begangen werden. Nach § 13 Abs. 1 StGB wird dies so definiert: "Wer es unterläßt, einen Erfolg abzuwenden, der zum Tatbestand eines Strafgesetzes gehört, ist nach
  • Urkundenunterdrückung
    1. Objektiver Tatbestand § 274 I Nr.1 StGB dient dem Bestandsschutz von Urkunden und technischen Aufzeichnungen . Es wird somit die Existenz und die äußerliche Unversehrtheit geschützt. Zu Verwirklichung der Urkundenunterdrückung gem. § 274 I Nr.1 StGB ist als taugliches Tatobjekt
  • Verdachtsanzeige - Geldwäscheanzeige
    1. Allgemeines Die Geldwäscheverdachtsanzeigen der Finanzbehörden nach § 31b AO i.V.m. § 261 StGB werden auf bundeseinheitlichem Vordruck erstellt. Er enthält Angaben zu den beteiligten Personen (Personalien) und eine Beschreibung der verdächtigen Transaktionen. Kernpunkt der Anzeige ist die Darstellung der Verdachtsgründe. Eine Weitergabe weiterer steuerlich
  • Verdachtsgründe - Geldwäscheanzeige
    Für die Erkennung von Sachverhalten, die möglicherweise geldwäscherelevant bzw. verdächtig erscheinen, gibt es kein eindeutiges Schema. Es lassen sich vielmehr Verdachtsgründe aufzeigen, die den Finanzbehörden die Entscheidung, ob eine Geldwäscheverdachtsanzeige nach § 31b AO zu stellen ist oder nicht, erleichtert. Es müssen immer die Gesamtumstände des Einzelfalles beachtet
  • Vermögensdelikt
    Vermögensdelikte sind ein zusammenfassender Begriff im deutschen Strafrecht für alle Straftaten, die sich gegen das Vermögen oder Vermögensbestandteile anderer Personen richten. Inhaltsverzeichnis 1 Vermögensdelikte im weiteren und im engeren Sinne
  • Verwendung unrichtiger oder unvollständiger Daten, § 263a Abs. 1, 2. Alt. StGB
    Die Verwendung von unrichtigen oder unvollständigen Daten ist ein Straftatbestand des Computerbetrugs. Dieser wurde am 01.08.1986 durch das zweite Gesetz zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität ins Strafgesetzbuch aufgenommen. Die Notwendigkeit hierfür war gegeben, da die Nutzung von Computern immer weiter voranschritt – und somit auch deren Missbrauch für Straftaten.
  • animus socii
    Gehilfenwille im Strafrecht.
  • exceptio doli
    Einrede der Arglist
  • internationale/nationale Maßnahmen - Geldwäsche
    1. Internationale Maßnahmen Bereits 1989 wurde zur Bekämpfung der Geldwäsche von den G7-Staaten die Financial Action Task Force on Money Laundering (FATF) einberufen. Die FATF ist eine internationale Arbeitsgruppe und besteht derzeit aus 29 Mitgliedstaaten. Im April 1990 stellte die Arbeitsgruppe als wichtigstes Ergebnis die
  • nulla poena sine lege
    Keine Strafe ohne Gesetz (vgl. Art. 103 Abs. 2 GG).
  • verdächtige Transaktionen - Geldwäscheanzeige
    Inhaltsübersicht 1. Allgemeines 2. Transaktionen ohne wirtschaftlichen Hintergrund 3. Transaktionen im Widerspruch zur
  • vis compulsiva
    Nötigende Gewalt. Hier wird durch Gewaltanwendung das Opfer zu einem Entschluss gedrängt (z.B. Erpressung, § 255 StGB).
  • Ächtung
    Ächtung , die Verhängung der „Acht“, ist eine schwere Strafe des nordgermanischen und auch des alten deutschen Rechts ( vgl. Reichsacht). Es umfasst die Ausstoßung des Bestraften aus aller menschlichen Gemeinschaft, das Verbot, ihm beizustehen, und für jedermann die Ermächtigung, ihn straflos zu töten. Es war
  • Überführung
    Der Begriff Überführung hat unterschiedliche Bedeutungen: In der Chemie eine Umwandlung, siehe Überführung (Chemie). Der Nachweis der Schuld oder Beteiligung, zum Beispiel der Täterschaft einer Straftat, siehe Schuldnachweis. Ein begleiteter Transport von Dingen oder Personen, bei Fahrzeugen, siehe Fahrzeugüberführung
  • Übertretung
    Die Übertretung ist die Verletzung von Regeln, die nicht zwingend eine Sanktion auslöst. Strafrecht Als Begriff des Strafrechts bezeichnet die Übertretung (frz. contravention ; ital. contravvenzione ; ndl. overtreding ; span. falta
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    Ein schmächtiger A begeht KV an einem B. B verklagt A. B hat ein langes Vorstrafenregister. A sagt zu seiner Verteidigung: "Tausendmal habe ich ihm gesagt, er soll es lassen mich mit zu provozieren, aber ich wußte, bei meinem Körperbau hat keiner Respekt vor mir. Ich bin es leid immer wieder ...
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    HalloKann die Beschuldigte Person A im Strafverfahren einen "Verteidiger" wählen der kein Jurist ist, wie z.B. einen Nachbar, Freund oder dgl.? Sprich der Freund soll die Rolle eine Strafverteidiger übernehmen.Oder müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt sein? wenn ja welche?Ausgegangen wir hier von einem Strafverfahren. Beschuldigter ist unter 18. Zu Last gelegt ...
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