Rechtsanwalt: Strafrecht | Strafverteidiger nach Orten

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Informationen zum Rechtsgebiet Strafrecht

Der Begriff „Strafrecht“ wird in der Rechtswissenschaft ausformuliert als „Rechtsgebiet, welches sich mit Rechtsgüterschutz durch die Beeinflussung des menschlichen Verhaltens beschäftigt“. Es geht also darum, Menschen zu einem rechtskonformen Verhalten anzuleiten, es soll verhindern, dass Personen die Rechtsgüter anderer verletzen. Das deutsche Strafrecht und Jugendstrafrecht ist ein methodisch selbstständiger Bestandteil des öffentlichen Rechts. Es wird grundsätzlich unterschieden zwischen materiellem und formellem Strafrecht.

Strafakte bei der Staatsanwaltschaft (© Peter Atkins - Fotolia.com)
Strafakte bei der Staatsanwaltschaft
(© Peter Atkins - Fotolia.com)

Das materielle Strafrecht erklärt die Vorausbedingungen der Strafbarkeit, das formelle Strafrecht mit dem Strafverfahrensrecht dagegen beschreibt die Durchführung des materiellen Strafrechts. Die Rechtsquellen, die hierfür benützt werden, sind Strafprozessordnung und Gerichtsverfassungsgesetz. Auch das Recht der Ordnungswidrigkeiten ist im weiteren Sinne zum Strafrecht zu zählen, da es verfahrensähnlich ist und der Methodik des Strafrechts folgt.

Das materielle Strafrecht

Es existieren zahlreiche Gesetze des materiellen Strafrechts, die am besten eine Kanzlei mit einem Rechtsanwalt, Strafverteidiger oder Fachanwalt besitzen und so die Mandanten ideal beraten können. Rechtsquellen sind unter anderen das Strafgesetzbuch (StGB), welches die Kernmaterie beschreibt. Die entsprechenden Verfahren, die Strafverfahren zur Realisierung dieser Normen sind in der Strafprozessordnung (StPO) niedergelegt und vor allem bei der Strafverteidigung zu berücksichtigen. Neben dem Strafgesetzbuch kommen jedoch ebenso andere Gesetze zur Anwendung. Da existieren Wehrstrafgesetz, Völkerstrafrecht, das Betäubungsmittelgesetz (BTMG) , das Arzneimittelgesetz weiter die Abgabenordnung, das Versammlungsgesetz, das Waffengesetz, das Kriegswaffenkontrollgesetz und im Zusammenhang das Sprengstoffgesetz. Ebenso Gesetze des materiellen Strafrechtes sind das Wirtschaftsstrafgesetz, das Bundesdatenschutzgesetz, das Außenwirtschaftsgesetz sowie das Handelsgesetzbuch, das Gesetzbuch über Lebensmittel, Bedarfsgegenstände und Futtermittel sowie das Bundesberggesetz.

Das formelle Strafrecht

Das formelle Strafrecht in der Bundesrepublik begründet sich im Wesentlichen durch das Gerichtsverfassungsgesetz, die Strafprozessordnung, das Jugendgerichtsgesetz sowie dem Strafvollzugsgesetz. In diesen Gesetzen findet sich am besten ein Fachanwalt oder Rechtsanwalt sowie Strafverteidiger zurecht.

Nulla poena sine lege – keine Strafe ohne Gesetz

Dieser Grundsatz ist im Grundgesetz verankert. Es gibt jedoch etliche Grundsätze, die Gesetzgeber und Strafrichter im Strafverfahren anwenden müssen. Für den Gesetzgeber gilt das Bestimmtheitsgebot. Hier wird klargestellt, dass der Wortlaut des angewandten Gesetzes hinreichend genau bestimmt sein muss. Weiter gibt es das Rückwirkungsverbot, welches deutlich macht, dass die entsprechende Strafbarkeitsvorschrift auch zur Tatzeit als Gesetz relevant war. Für den Strafrichter sind im Strafverfahren von großer Bedeutung das Doppelbestrafungsverbot nach Artikel 103 Abs. 3 GG. Niemand darf in derselben Sache zweimal verurteilt werden. Ferner wichtig ist auch das sogenannte Analogieverbot, auf das ein Rechtsanwalt oder Fachanwalt während einer Verteidigung bzw. innerhalb des Verfahrens stetig achten sollte. Es bestimmt, in Ergänzung des Bestimmtheitsrechts, dass Analogien, die dem Nachteil des Beschuldigten dienen, grundsätzlich verboten sind. Das Verbot des Gewohnheitsrechtes hindert Strafrichter im allgemeinen- und im Jugendstrafrecht daran, das Gewohnheitsrecht zu verwenden, um eine Strafe zu begründen. Der relevante Bereich des Strafrechtes ist jedoch bereits seit geraumer Zeit kodifiziert, sodass das Verbot des Gewohnheitsrechtes eigentlich keinen Anwendungsbereich mehr findet.

Straftaten gegen Persönlichkeits- und Gemeinschaftswerte

Besondere Straftatbestände, die dem Strafrecht unterliegen, sind in Straftaten gegen Persönlichkeits- und Gemeinschaftswerte sowie in Taten gegen Vermögenswerte (Diebstahl, Betrug, Untreue) aufgegliedert. Zu Ersteren zählen Totschlag und Mord, Tötung auf Verlangen sowie fahrlässige Tötung. Weiter Schwangerschaftsabbruch, Aussetzung, Körperverletzung und gefährliche Körperverletzung, Beleidigung, Freiheitsberaubung, Beteiligung an einer Schlägerei, Körperverletzung im Amt, Nötigung, Nachstellung. Vergehen oder Verbrechen gegen Vermögenswerte sind unter anderem Unterschlagung, Untreue und Betrug, Diebstahl und Sachbeschädigung sowie Raub, Erpressung und Hehlerei.

Darüber hinaus gibt es auch das Sexualstrafrecht, welches das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung eines jeden Bürgers schützen soll. Sollte man als Frau Opfer einer solchen Tat wie einer Vergewaltigung sein, empfliehlt es sich ggf. eine Rechtsanwältin oder Fachanwältin als Verteidiger zu beauftragen.

Zweck und Ziel

Hinsichtlich der Strafbarkeit einer Tat setzt das Strafrecht die Tat in den Vordergrund, die Täterpersönlichkeit ist für Strafe oder Maßregel (die Rechtsfolge) zu berücksichtigen. Nach dem sogenannten Schuldprinzip ist es Ziel, die Schuld des Täters durch die Verurteilung zu sühnen. Der Straftäter soll aber auch resozialisiert werden, ebenso soll er davon abgeschreckt werden, weitere Straftaten zu begehen. Das Vertrauen des Bürgers in die Durchsetzungsfähigkeit und ebenso die Beständigkeit des Rechtssystems sollen gestärkt werden. Es wird ein Unterschied gemacht zwischen Haupt- und Nebenstrafen. Freiheits- und Geldstrafen sind Hauptstrafen. Während die Freiheitsstrafe sich darin erschöpft, die Fortbewegung des Täters zu beschränken und den Gefangenen so zu einem rechtschaffenen Lebenswandel anzuhalten, bedeutet die Geldstrafe gezwungenen Verzicht auf Konsum. Hier kommt in Deutschland das System der Tagessätze zur Anwendung. Die Höhe der Tagessätze wird durch das Nettoeinkommen des Verurteilten an einem Tag bestimmt. Dabei wird Unterhaltspflichten Rechnung getragen. Ist der Verurteilte nicht in der Lage, die Bestrafung zu bezahlen, tritt eine Freiheitsstrafe in Höhe der Tagessätze in Kraft. Für die Strafvollstreckung ist die Staatsanwaltschaft zuständig.

Strafverteidiger, Strafrechtskanzlei, Wahlverteidiger, Pflichtverteidiger oder Fachanwalt

Strafverteidiger nennt man den Rechtsanwalt im Strafprozess. Wird dieser vom Gericht aufgrund der hohen Straferwartung für den Beschuldigten bestellt, nennt man ihn Pflichtverteidiger. Pflichtverteidiger kann jeder Rechtsanwalt sein, der sich im Idealfalle natürlich mit der Strafprozessordnung auskennt. Zudem gibt es auch den Fachanwalt für Strafrecht, der besondere theoretische Kenntnisse im Strafrecht, meist durch einen Lehrgang nachgewiesen hat und zudem eine bestimmte Anzahl an Fälle als praktischer Nachweis der Anwaltskammer nachweisen konnte.

Nachfolgend finden Sie die passende Strafrechtskanzlei oder die passenden Fachanwälte, die Sie sicher auch gern als Pflichtverteidiger vertreten werden. Insbesondere frühzeitig für Sie als Beschuldigter im Ermittlungsverfahren / bei Untersuchungshaft oder später im Strafprozess bei der Berufung oder Revision empfliehlt es sich, Fachanwälte oder Strafrechtskanzleien einzuschalten. Zuletzt kann ein Anwalt auch eine Stellungnahme zu einem Strafbefehl abgeben, was Kosten sparen könnte, wenn die Tagessätze im Strafbefehl zu hoch angesetzt worden sind.


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Strafrecht erklärt von A bis Z

  • Ablauf - Geldwäsche
    Inhaltsübersicht 1. Allgemeines 2. Platzierung (Placement) 3. Verteilung (Layering)
  • Absehen von Strafe
    Gemäß § 60 StGB kann ein Gericht dann von Strafe absehen, wenn die Folgen für den Täter als derartig erheblich zu erachten sind, dass dieser durch die Folgen seiner Tat selbst schwer getroffen wurde (zum Beispiel schwerwiegende Verletzungen im Rahmen eines Verkehrsunfalls). Das Absehen
  • Adhäsionsverfahren
    Im deutschen Prozessrecht können Ansprüche aus dem Zivilrecht, welche durch eine Straftat entstanden sind, im sogenannten Adhäsionsverfahren direkt während des Strafprozesses geltend gemacht werden. Dies ist jedoch nur dann möglich, wenn diese Ansprüche noch nicht anderweitig Prozessgegenstand waren. I. Rechtliche Grundlagen Das Adhäsionsverfahren ist in
  • Aggressiver Notstand
    Der Eigentümer einer Sache hat die Einwirkung auf die Sache zu dulden, wenn dies zur Abwendung einer gegenwärtigen Gefahr erforderlich ist und die Güterabwägung zugunsten des zu schützenden Rechtsguts ausfällt, vgl. § 904 BGB.
  • Akteneinsicht Strafverfahren
    Akteneinsicht - Das wichtigste Instrument effektiver Strafverteidigung Für eine effektive Strafverteidigung im Strafverfahren ist die Akteneinsicht in die Ermittlungsakten unverzichtbar. Neben dem Beweisantragsrecht und dem Fragerecht ist das Recht auf Akteneinsicht eine der Säulen der Strafverteidigung, das Akteneinsichtsrecht ist deshalb das Kernstück der Verteidigung. Nur
  • Allgemeines - Geldwäscheanzeige
    Mit Einführung des § 31b AO im Kalenderjahr 2002 sind die Finanzbehörden neben verschiedenen weiteren Institutionen, Einrichtungen und Personenkreisen verpflichtet worden, beim Verdacht auf eine Straftat i.S.d. § 261 StGB die eigentlich durch das Steuergeheimnis nach § 30 AO geschützten Verhältnisse des Betroffenen den Strafverfolgungsbehörden zu offenbaren. Unter §
  • Anleitung zu Straftaten
    In Deutschland ist die Anleitung zu Straftaten nach § 130a StGB (Strafgesetzbuch) strafbar und kann mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe geahndet werden. I. Inhaltlicher Wortlaut des Gesetzes Der Wortlaut des § 130a StGB lautet: (1) Wer eine Schrift (§ 11
  • Anstellungsbetrug
    Wenn sich ein Arbeitnehmer einen Arbeitsvertrag oder eine Anstellung aufgrund falscher Tatsachen erschleicht, so wird dies als "Anstellungsbetrug" bezeichnet. Dieser Betrug kann beispielsweise durch Angabe von Qualifikationen erfolgen, welche gar nicht vorhanden snd. Der Anstellungsbetrug wird als ein Sonderfall des Betrugs im Sinne des § 263 StGB angesehen.
  • Antragsdelikt
    Antragsdelikte sind Straftaten, die grundsätzlich nur dann verfolgt werden, wenn der Verletzte die Strafverfolgung beantragt.     Arten von Antragsdelikt Es gibt 2 verschiedene Arten von Antragsdelikt relatives Antragsdelikt (können auch bei fehlendem Strafantrag verfolgt werden, jedoch
  • Arrest - Disziplinarmaßnahme in der JVA
    Arrest ist eine der möglichen Disziplinarmaßnahmen in einer Justizvollzugsanstalt. Nach Paragraf 103 des Strafvollzugsgesetzes kann gegen einen Gefangenen nur wegen schwerer oder mehrfach wiederholter Verfehlungen bis zu vier Wochen (28 Tage) Arrest verhängt werden. Dies können beispielsweise ein Ausbruchsversuch sein, der Missbrauch einer Vollzugslockerung (wie Ausgang oder
  • Auskunftsverweigerungsrecht
    Das Auskunftsverweigerungsrecht ist in § 55 StPO geregelt. Das Auskunftsverweigerungsrecht soll Zeugen oder Angehörige einer Gefahr in einem Strafverfahren davor bewahren, Antworten auf bestimmte Fragen zu verweigern, die ihn selbst der Straf- oder Ordnungswidrigkeitenverfolgung aussetzen würden. Im Gegensatz zum Zeugnisverweigerungsrecht, das eine komplette Beantwortungsverweigerung beinhaltet,
  • Ausspähen von Daten
    Das Ausspähen von Daten ist in Deutschland gemäß § 202a des Strafgesetzbuches (StGB) ein Vergehen, welches mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft wird. Inhaltsverzeichnis 1 Wortlaut
  • Bankrott
    Privatpersonen, Unternehmen oder Staaten, welche ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen können, werden umgangssprachlich auch als bankrott bezeichnet. Der Begriff stammt ursprünglich vom italienischen "banca rotta" und bedeutet soviel wie leere bzw. zerbrochene Bank, Der Begriff Bankrott (Subst.) steht umgangssprachlich für den Zustand
  • Bedingter Vorsatz
    Der bedingte Vorsatz ist insbesondere ein Begriff aus dem Strafrecht (der allerdings auch beispielsweise auch im Zivilrecht Anwendung finden kann) und wird auch als Eventualvorsatz bezeichnet. Vorsatz i.S.d. § 15 des Strafgesetzbuches (StGB) meint das Wissen und Wollen der Tatbestandsverwirklichung bei Begehung der
  • Befriedetes Besitztum
    Der Ausdruck befriedetes Besitztum findet im Strafrecht Anwendung. Nach § 123 Absatz 1 StGB begeht derjenige einen Hausfriedensbruch , wer unter anderem in das befriedete Besitztum eines anderen widerrechtlich eindringt oder wer, wenn er ohne Befugnis darin verweilt, auf die Aufforderung des Berechtigten sich nicht
  • Berufung
    Bei der Berufung handelt es sich um ein Rechtsmittel gegen erstinstanzliche Urteile. Sie hat zum einen eine aufschiebende Wirkung zur Folge (sog. Suspensiveffekt ), das heißt das Urteil wird zunächst nicht wirksam. Zum anderen wird die die Sache
  • Besonders schwerer Fall des Diebstahls
    Der § 243 StGB ist kein eigenständiger Tatbestand , sondern eine Strafbemessungsregel die immer im Zusammenhang mit § 242 I StGB steht. Jedes der in § 243 StGB genannten Regelbeispiele enthält sowohl objektive als auch subjektive Komponente . Die Verwirklichung eines Regelbeispiels hat
  • Betriebsspionage
    Werden innerhalb eines Betriebes Tatsachen ausgekundschaftet und weitergegeben, welche gemäß dem Wunsch des Unternehmensinhabers geheimgehalten werden sollen, so wird dies als "Betriebsspionage" bezeichnet. Derartige Tatsachen werden als "Geschäftsgeheimnisse" bezeichnet; deren Ausspähen ist gemäß § 17 Abs. 2 UWG strafbar. Die Betriebsspionage kann sich auf verschiedene Bereiche eines Betriebes
  • Brandstiftung
    Brandstiftung 1. objektiver Tatbestand Die Brandstiftung ist gem. § 306 StGB ein besonderer Fall der Sachbeschädigung . Geschützt wird das fremde Eigentum . Zur Verwirklichung der Brandstiftung bedarf es eines Tatobjektes, das für den Täter fremd ist. Fremd
  • Brett des Karneades
    Das Brett des Karneades ist ein philosophisches Gedankenexperiment, dass auf den griechischen Philosophen Karneades zurückgeht. Man stellt sich die Situation zweier Schiffbrüchiger vor, deren einzige Rettung ein umhertreibendes Brett ist, welches jedoch nur eine Person tragen kann. Einer der beiden Schiffbrüchigen tötet nunmehr den anderen,
  • BtMG
    Das einstige Opiumgesetz, ein Relikt aus der Weimarer Republik 1929, wurde inhaltlich umformuliert und umbetitelt und am 10. Januar 1972 erneut bekannt gemacht. Die Vorschriften des Gesetzes regeln die Ein- und Ausfuhr von erklärten Betäubungsmitteln, deren Inverkehrbringung sowie ihre Herstellung. Auch der Betrieb von Konsumräumen sowie die Vernichtung von
  • Delikt
    Als Delikt werden in der juristischen Fachsprache folgende Dinge bezeichnet im Zivilrecht eine unerlaubte Handlung und im Strafrecht eine Straftat (Verbrechen oder Vergehen). Die Kriminologie verwendet den Ausdruck Delikt als Oberbegriff für alle im weitesten Sinne strafrechtlich relevanten Verfehlungen eines Rechtssubjektes.
  • Eilzuständigkeit
    Eine Eilzuständigkeit ist ein Unterfall der behördlichen oder gerichtlichen Zuständigkeit. Zuständigkeiten regeln wann ein öffentlicher Entscheidungsträger handeln darf. Eilzuständigkeiten finden sich dabei sowohl im allgemeinen wie besonderen Verwaltungsrecht (z. B. im Polizeirecht) sowie im Strafverfahrensrecht. Eine Eilzuständigkeit regelt die behördlichen bzw. gerichtlichen Kompetenzen, wenn in einer
  • Entschuldigender Notstand - Strafrecht
    Gemäß § 35 StGB liegt ein entschuldigender Notstand vor, wenn jemand eine rechtswidrige Tat begeht, um Leib, Leben oder Freiheit von sich selbst oder eines anderen Menschen zu schützen. In derartigen Fällen handelt der Täter ohne Schuld und wird deswegen auch nicht bestraft. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn jemand
  • Erfolgsqualifizierter Versuch
    Als erfolgsqualifizierten Versuch bezeichnet man eine Straftat, deren Ausübung nur bis zum Versuch gelangt ist, bei der aber bereits eine strafbewehrte Erfolgsqualifikation verwirkt wurde. Beispiel: Nach § 249 StGB ist Raub mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr zu bestrafen. Gemäß der
  • Erlaubnistatbestandsirrtum
    Der Begriff des Erlaubnistatbestandsirrtums kennzeichnet einen terminus technic im deutschen Strafrecht. Der Täter hält irrig Umstände für gegeben, die, sollten sie tatsächlich vorliegen, die tatbestandlichen Voraussetzungen eines anerkannten Rechtfertigungsgrundes (z.B. Notwehr, § 32 StGB) erfüllen und dadurch sein Handeln rechtfertigen würden. Da der Täter sich
  • Erschleichen von Leistungen
    1. Objektiver Tatbestand § 265a StGB schützt das Vermögen des Leistungserbringers . Der Tatbestand dient vor allem gegenüber dem Betrug als Auffangtatbestand, wenn zum Beispiel die Täuschungshandlung fehlt. Dies impliziert, dass es auch hier um ein Selbstschädigungsdelikt gehen muss. Hieran fehlt es regelmäßig, wenn eine
  • Folgen der Verletzung - Steuergeheimnis
    Inhaltsübersicht 1. Allgemeines 2. Unterlassungsanspruch 3. Schadenersatz
  • Fälscher
    Bei einer Fälschung handelt es sich um eine bewusste Herstellung eines Objekts, welches dem Original möglichst ähnlich sein soll. Meistens werden Fälschungen zu dem Zweck hergestellt, Dritte zu täuschen und/oder eine strafbare Handlung zu begehen. Fälschungen können in vielerlei Arten auftreten: Fälschung beweiserheblicher Daten Fälschung
  • Führerschein weg
    Der Führerscheinverlust ist für jeden Verkehrsteilnehmer ein einschneidendes Erlebnis. Ist der Führerschein nämlich erst einmal weg, dann beginnt der meist teure Kampf um die Rückerlangung der Fahrerlaubnis. Grundsätzlich kann die Fahrerlaubnis auf verschiedene Weise verloren werden. Dabei ist zwischen Fahrverbot und Entziehung der Fahrerlaubnis §§ 69ff. StGB
  • Führungsaufsicht
    Bei der Führungsaufsicht handelt es sich um eine in den §§ 68 ff. StGB geregelte Form der Maßregeln der Besserung und Sicherung (vgl. § 61 StGB ), bei der der Verurteilte zusätzlich zu einem Bewährungshelfer einer Aufsichtsstelle untersteht, um neue Straftaten
  • Gefährdung des Straßenverkehrs
    1.Objektiver Tatbestand Rechtschutz: § 315c ist ein konkretes Gefährdungsdelikt . Es schützt neben der Sicherheit des Straßenverkehrs auch die konkret gefährdeten Rechtsgüter. Handlung: Zur Verwirklichung des § 315 c StGB bedarf es das Führen eines Fahrzeuges im öffentlichen Verkehr und
  • Gemeine Gefahr
    Als "gemeine Gefahr" wird im Strafgesetzbuch ein Zustand bezeichnet, bei dem die Möglichkeit eines Schadens an Rechtsgütern (Leib, Leben, Vermögen) einer unbestimmten Anzahl von Personen gegeben ist. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn eine Überschwemmung oder ein Brand droht. Ist die gemeine Gefahr gegeben, so ist dies
  • Gotteslästerungsparagraph
    Gemäß § 166 StGB ("Gotteslästerungsparagraph") ist die Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen strafbar. Gemäß diesem muss eine Person mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe rechnen, die öffentlich oder durch Verbreitung von Schriften den öffentlichen Frieden dadurch stört, dass sie über religiöse oder weltanschauliche Ansichten
  • Graffiti-Bekämpfungsgesetz
    Das Graffiti-Bekämpfungsesetz (Neununddreißigstes Strafrechtsänderungsgesetz) ist ein Gesetz, welches am 09.09.2005 in Kraft trat und als Ergänzung zu den §§ 303 und 304 StGB (Sachbeschädigung) anzusehen ist. Dieses Gesetz beinhaltet eine neue Tathandlung, welche wie folgt formuliert worden ist: "Ebenso wird bestraft, wer unbefugt das Erscheinungsbild einer fremden Sache nicht
  • Haftprüfung
    Unter einer Haftprüfung versteht man ein Verfahren zur Überprüfung der Untersuchungshaft, welches in § 117 StPO gesetzlich geregelt ist. Die Haftprüfung endet mit einer ausdrücklichen Entscheidung, welche mittels einer Beschwerde angegriffen werden kann. Sie wird vom zuständigen Ermittlungsrichter durchgeführt und findet entweder auf Antrag des Betroffenen
  • Hehlerei
    1. Objektiver Tatbestand Die Hehlerei gemäß § 259 StGB ist ein Vermögensdelikt und gleichzeitig das bedeutendste Anschlussdelikt . Ihr Unrechtsgehalt liegt in der Verschiebung des beim Vortäter rechtswidrig erlangten Besitzes, sodass die Chance der Wiedererlangung durch das des Opfers reduziert wird. Taugliches
  • Indizienbeweis
    In einem Gerichtsverfahren spricht man von einem Indizienbeweis , wenn eine oder mehrere Indiztatsachen vorliegen, durch die auf die zu beweisende Haupttatsache logisch geschlossen werden kann. Die Indiztatsachen müssen im Prozess voll bewiesen sein, also zur Überzeugung des Gerichts feststehen. Zum Beweis dienen alle herkömmlichen Beweismittel.
  • Internationaler Haftbefehl
    Bei dem Internationalen Haftbefehl handelt es sich nicht um einen eigenständigen, strafrechtlichen Haftbefehl, sondern um einen nationalen Haftbefehl, welcher in einer internationalen Form ausgestellt wird. Zusätzlich beinhaltet er noch einen Auslieferungsantrag, falls der Gesuchte im Ausland festgenommen wird. Seine gesetzliche Grundlage erhält der Internationale Haftbefehl aus dem Gesetz
  • Internationales Strafrecht
    Das Internationale Strafrecht versteht sich als strafrechtliche Verantwortung von einzelnen Personen nach Völkerrecht. Das Völkerstrafrecht definiert sich als das Recht, welches bei Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Verbrechen der Aggression angewendet wird. Hier geht die Auswirkung des Verbrechens über die einzelnen Staaten hinaus, das jeweilige
  • Internetrecht - Kinderpornographie
    Am 23.02.2010 trat das "Gesetz zur Bekämpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen" (EGZugErschwG) in kraft, mit einer Befristung bis Ende 2012. Gemäß diesem Gesetz sollte der Zugang zu Webseiten erschwert werden, die pornographische Darstellungen von Kindern oder sexuelle Handlungen an Kindern zeigen. Zu einer Anwendung dieses Gesetzes kam es nie;
  • Jugendgerichte
    Spezielle Spruchkörper der Amts- und Landgerichte, die bei Verfehlungen Jugendlicher und Heranwachsender zuständig sind.
  • Jugendstrafrecht
    Unter dem Begriff Jugendstrafrecht versteht man besonderes Straf- und Strafprozessrecht für Jugendliche und Heranwachsende. Diejenigen, die das 14. Lebensjahr noch nicht erreicht haben, sind strafrechtlich nicht verantwortlich. Ein Jugendlicher (14 bis einschließlich 17 Jahre) ist strafrechtlich verantwortlich, wenn er zur Zeit der Tat nach seiner
  • Kriminalitätsstatistik
    Bei der deutschen polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) handelt es sich um die bekannteste Kriminalitätsstatistik der Welt, welche seit dem Jahre 1953 einmal im Jahr seitens des Bundeskriminalamtes herausgegeben wird. Die Kriminalitätsstatistik enthält Daten über registrierte Fälle, Tatverdächtige und Opfer. Diese Informationen werden jeweils weiter unterteilt, so dass eine Fülle
  • Lügendetektor
    Ein Lügendetektor ist ein Gerät, dass in der Lage ist während einer Befragung körperlichen Parametern – wie Blutdruck, Puls und Atmung – zu messen und aufzuzeichnen. Diese Daten werden durch den Polygraphisten interpretiert, um auf den Wahrheitsgehalt der Aussagen zu schließen. Unter Wissenschaftlern gilt die den Lügendetektoren
  • Meineid
    1. Objektiver Tatbestand Der Meineid gemäß § 154 StGB ist eine Qualifikation des § 153 StGB, wenn die Aussage von einem Zeugen oder Sachverständigen abgelegt wird. Ansonsten ist § 154 StGB als eigenständiges Delikt anzusehen. Die Tathandlung besteht laut des Wortlautes des
  • MiStra
    Anordnung über Mitteilungen in Strafsachen (MiStra) Verwaltungsvorschrift über die Befugnis oder Pflicht zur Mitteilung von Strafverfahren durch die Justiz, welche sich gegen u.a.* Beamte, bestimmte Berufsgruppen (z.B. Notare, Rechtsanwälte, Polizisten oder Bundeswehrsoldaten) oder in bestimmten Tätigkeitsfeldern tätige Personen (z.B. Altenpflege) richten, an deren jeweilige Dientsstellen/Arbeitgeber. Auch Zweifel hinsichtlich
  • Mittäterschaft
    Mittäterschaft § 25 II StGB normiert die Mittäterschaft. Mittäterschaft ist die gemeinschaftliche Begehung einer Straftat durch bewusstes und gewolltes Zusammenwirken. Fehlt es an einem bewussten Zusammenarbeiten kommt eine Nebentäterschaft in Frage. 1. gemeinsamer Tatplan Um eine Mittäterschaft annehmen zu können ist ein
  • Mitwirkung - Beschuldigter
    Inhaltsübersicht 1. Mitwirkung des Beschuldigten im Steuerstrafverfahren 2. Mitwirkung des Steuerpflichtigen im Besteuerungsverfahren 3.
  • Mord
    1. Objektiver Tatbestand Mord ist eine Tötung bei der, der Täter besonders verwerflich handelt. Es ist äußerst umstritten ob es sich beim Mord um ein eigenständiges Delikt handelt oder eine Qualifikation zum § 212 ist. Der BGH betrachtet § 211StGB, in ständiger Rechtsprechung, als
  • Nebentäter
    Eine gesetzliche Definition für den Nebentäter besteht gemäß dem Strafgesetzbuch nicht. Im Allgemeinen werden als Nebentäter Täter angesehen, welche unabhängig voneinander dasselbe Rechtsgut angreifen. Bei der Begrifflichkeit des Nebentäters wird unterschieden zwischen kumulativer und alternativer Kausalität. Währende erstere gegeben ist, wenn der Taterfolg nur durch gemeinsames Agieren der
  • Plädoyer
    Schlussvortrag des Verteidigers oder Staatsanwalts in der mündlichen Verhandlung eines Strafprozesses.
  • Postgeheimnis
    Das Postgeheimnis ist durch Artikel 10 Abs. 1 GG besonders geschützt. Auch strafrechtlich wird es durch den § 206 StGB unter Schutz gestellt. Nach der Legaldefinition der §§ 39 Absatz 1 Postgesetz, 206 Absatz 5 Satz 1 StGB unterliegen dem Postgeheimnis die näheren Umstände des
  • Prozessbetrug
    Betrug gemäß § 263 StGB, der begangen wird, indem der Täter in einem Zivilprozess bewusst unwahre Behauptungen aufstellt und dadurch das Gericht dazu bringt, eine für den Gegner nachteilige Entscheidung zu treffen.
  • Putativnotwehr
    Bei der Putativnotwehr liegen die tatsächlichen Voraussetzungen des Rechtfertigungsgrundes Notwehr nur in der irrtümlichen Vorstellung des Handelnden vor, in Wirklichkeit sind sie nicht gegeben.
  • Rechtfertigende Pflichtenkollision
    Eine Pflichtenkollision ist gegeben, wenn en Handelnder vor einer Situation steht, in der er eine Pflicht verletzt, egal, wie er sich entscheidet. Insbesondere bei Unterlassungsdelikten kommt die Pflichtenkollision zum Tragen: wenn zwei Handlungspflichten kollidieren, der Handelnde aber nur einer der Pflichten nachkommen kann. Ist eine der Pflichten erfüllt,
  • Rechtfertigungsgründe
    Das Eingreifen eines Rechtfertigungsgrundes beseitigt die Rechtswidrigkeit eines Verhaltens oder Zustandes.
  • Stalking
    Stalking definiert sich nach der polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes als das wiederholte und beabsichtigte Belästigen und Verfolgen eines Menschen, sodass dessen Sicherheit bedroht und er in seiner Lebensgestaltung in einem außerordentlichen Maße beeinträchtigt wird. Durch die wiederholte, willentliche Verfolgung und Belästigung wird die
  • Steuerhinterziehung - Selbstanzeige
    Steuerhinterziehung ist eine Straftat, welche auch mit einer Haftstrafe geahndet werden kann. Um diese zu vermeiden, besteht die Möglichkeit einer Selbstanzeige: Personen, welche Steuern hinterzogen haben und sich selbst anzeigen, können dadurch die Folgen einer Straftat vermeiden. Es besteht lediglich die Verpflichtung, die nichtbezahlten Steuern nachzuzahlen, zusätzlich noch 0,5
  • Straf- und Bußgeldsachenstelle
    Gemäß § 386 Abs. 1 Satz 1 AO ermittelt die Finanzbehörde bei dem Verdacht einer Steuerstraftat den Sachverhalt. Nach dem Gesetz ist als Finanzbehörde u.a. das Finanzamt anzusehen. Die sachliche Zuständigkeit ist jedoch in vielen Bundesländern gem. § 387 Abs. 2 AO auf dem Wege der Rechtsverordnung auf
  • Strafanspruch des Staates
    Der Strafanspruch des Staates , auch genannt Strafmonopol des Staates , ist die in einer Rechtsordnung festgeschriebene Zuständigkeit bestimmter Strafverfolgungsbehörden, Strafen gemäß den Strafgesetzen zu verhängen bzw. im Vorgriff Straftaten zu verfolgen. Der Begriff „Anspruch“ wird hier also im nicht-technischen Sinne verwendet; es handelt sich
  • Strafprozess - Hinreichender Tatverdacht
    Der "hinreichende Tatverdacht" ist neben dem Anfangsverdacht und dem dringenden Tatverdacht die dritte Art des Tatverdachts. Der Verdachtsgrad liegt beim hinreichenden Tatverdacht höher als beim Anfangsverdacht und niedriger als beim dringenden Tatverdacht. Der hinreichende Tatverdacht ist gegeben, wenn die Verurteilung des Beschuldigten in der Hauptverhandlung aufgrund der Aktenlage
  • Strafrecht - Fehlgeschlagener Versuch
    Als "Versuch" wird angesehen, wenn die Handlung, welche zur Begehung einer Straftat notwendig ist, bereits angesetzt worden ist, aber noch nicht vollendet wurde. Seine gesetzliche Grundlage erhält der fehlgeschlagene Versuch aus dem § 24 StGB. Als ein "fehlgeschlagener Versuch" wird angesehen, wenn die Vollendung der Tat nach Vorstellung
  • Strafrecht - Rücktritt
    Ein strafrechtlicher Rücktritt vom Versuch ist gegeben, wenn ein Täter freiwillig eine weitere Ausführung seiner Tat aufgibt oder deren Vollendung verhindert. Seine gesetzliche Grundlage erhält der Rücktritt vom Versuch aus dem § 24 StGB. Bleibt das Delikt infolge des Rücktritts unvollendet, so bleibt dieses straffrei. Hierfür müssen allerdings
  • Strafrecht - Vermögensabschöpfung
    Die Vermögensabschöpfung von Gewinn, welcher durch Straftaten erzielt worden ist, wird mithilfe des Verfalls sowie der Sicherstellung geregelt. Die gesetzliche Grundlage hierfür findet sich in den §§ 73 - 76a StGB. Die Sicherstellung von illegal erworbenem Vermögen muss frühstmöglich geschehen, damit der Täter keine Vermögensverschiebungen während des laufenden
  • Strafrecht - Vorsatz
    Als "Vorsatz" wird im Strafrecht das Wollen sowie das Wissen um sämtliche objektiven Merkmale bezeichnet, welche zum gesetzlichen Tatbestand gehören. Der Wille zur Verwirklichung eines Straftatbestandes besteht also, wobei alle objektiven Tatumstände bekannt sind. Dabei ist zu beachten, dass diese Tatumstände bereits beim Begehen der Tat bekannt sein müssen;
  • Strafrecht USA: Prostitution ist in Las Vegas strafbar
    Für manchen deutschen Touristen endet die Reise nach Las Vegas mit der Festnahme und einem Strafverfahren in den USA. Das Amerikanische Strafrecht ist in vielen Punkten wesentlich strenger als das deutsche. Auch vergleichsweise kleinere Vergehen ziehen in den USA schnell eine Verhaftung nach sich. Das darf man auch in
  • Straftatbestände - Buchführung
    Gemäß § 283 StGB ist eine Verletzung der Buchführungspflicht strafbar. Zu Verletzungen der Buchführungspflicht i. S. d. Gesetzes zählen fehlerhaftes Führen von Handelsbüchern, Unterlassen des Führens von Handelsbüchern, Verstöße gegen die Aufbewahrungspflicht von Unterlagen, fehlerhafte Aufstellung von Bilanzen, Unterlassen der Aufstellung von Bilanzen.
  • Straftaten - Bekämpfung / Repressives Handeln
    Neben der vorbeugenden Bekämpfung von Straftaten zählt auch die Verfolgung begangener Delikte zu den Aufgaben der Polizei. Dieses repressive Handeln obliegt der Kriminalpolizei. Gesetzlich geregelt werden die Befugnisse der Kriminalpolizei weitestgehend nicht durch Polizeigesetze, sondern aus der Strafprozessordnung sowie aus dem Bundeskriminalamtsgesetz. Insbesonders § 163 StPO definiert die
  • Strafvollstreckungskammern
    Strafvollstreckungskammern sind Kammern, die bei den jeweiligen Landgerichen gebildet werden, und die zuständig sind für gerichtliche Entscheidungen bei der Vollstreckung von Freiheitsstrafen sowie freiheitsentziehenden Maßregelungen. Hauptsächlich beschäftigen sich Strafvollstreckungskammern mit Entscheidungen darüber, ob ein Teil der zu verbüßenden Freiheitsstrafe zum Zwecke der Resozialisation zur Bewährung ausgeetzt werden kann. Eine
  • Strafzumessung - Steuerstrafverfahren
    Inhaltsübersicht 1. Allgemeines zur Strafzumessung im Steuerstraf-/Bußgeldverfahren 2. Bedeutung des verkürzten Steuerbetrages für die Strafzumessung im Steuerstrafverfahren 2.1
  • Strengbeweis
    Beim Strengbeweis ist das Gericht im Gegensatz zum Freibeweis an bestimmte gesetzlich vorgeschriebene Beweismittel und an ein bestimmtes Verfahren bei der Beweisaufnahme gebunden.
  • Teilnahme an einer Straftat
    Die Teilnahme an einer fremden Straftat ist durch Anstiftung und Beihilfe möglich.
  • Telefonüberwachung
    Die Telekommunikationsüberwachung ("Telefonüberwachung") erhält ihre gesetzliche Grundlage aus dem § 100a StPO. Gemäß diesem ist es der Staatsanwaltschaft gestattet, in einem Ermittlungsverfahren wegen schwerer Kriminalität ("Katalogverfahren") beim zuständigen Amtsgericht die Erlaubnis zum Abhören von Telefonen zu beantragen. Diese Erlaubnis bezieht sich in der Praxis nicht nur auf Telefone, sondern
  • Täterschaft
    Als Täter wird eine Person angesehen, welche entweder selbst oder durch einen anderen eine Straftat begeht. Dabei wird differenziert zwischen mittelbarer und unmittelbarer Täterschaft. Ihre gesetzliche Grundlage erhält die Täterschaft aus dem § 25 StGB. Die unmittelbare Täterschaft ist gegeben, wenn eine Person die Straftat selbst begeht.
  • Tätige Reue
    Die tätige Reue ist in der Bundesrepublik Deutschland ein Strafaufhebungs- oder Strafmilderungsgrund. Grundsätzlich setzt die tätige Reue voraus, dass der Täter nach Beginn seiner Tathandlung wieder Abstand von seiner Tat nehmen will. Versucht der Täter den Erfolg abzuwenden, gibt es bei gewissen Delikten die Möglichkeit, dieses
  • Unerlaubte Handlung
    Eine unerlaubte Handlung ist ein rechtswidriger Eingriff in ein durch das Gesetz geschütztes Recht oder Rechtsgut, der einen Schaden hervorruft.
  • Unterbringungsbefehl
    Der Unterbringungsbefehl ist eine einstweilige richterliche Anordnung, gemäß derer ein Beschuldigter in ein psychiatrisches Krankenhaus oder eine Erziehungsanstalt eingewiesen werden kann. Seine gesetzliche Grundlage erhält der Unterbringungsbefehl aus dem § 126a StPO. Er ist als das Gegenteil zum Haftbefehl anzusehen, welcher gegenüber schuldfähigen Straftätern ergeht, da er sich auf
  • Unterlassungsdelikt
    Ein Unterlassungsdelikt ist ein Delikt , bei dem der Täter durch Nichtvornahme der an sich möglichen und gebotenen Handlung einen Straftatbestand erfüllt. Ein aktives Tun hinsichtlich des Erfolgseintritts ist mithin nicht erforderlich. Das Gegenstück dazu ist also das Begehungsdelikt. Bei der Unterscheidung zwischen
  • Unterschlagung
    1. Objektiver Tatbestand Der § 246 I StGB schützt wie beim Diebstahl gem. § 242 I StGB das Eigentum . Die Unterschlagung ist gegenüber § 242 I StGB jedoch subsidiär und bedarf keinen Bruch fremden Gewahrsams. Somit kann taugliches Tatobjekt genau wie beim Diebstahl nur
  • Untreue
    1. Objektiver Tatbestand Der § 266 StGB schützt das individuelle Vermögen des Treugebers und nicht das Vertrauen in die Pflichttreue des Täters oder die Redlichkeit des Rechtsverkehrs. Sie bildet gemeinsam mit dem Betrug den Kernbereich des Vermögensstrafrechts. Die Untreue enthält zwei Tatbestände, einmal
  • Urkundenunterdrückung
    1. Objektiver Tatbestand § 274 I Nr.1 StGB dient dem Bestandsschutz von Urkunden und technischen Aufzeichnungen . Es wird somit die Existenz und die äußerliche Unversehrtheit geschützt. Zu Verwirklichung der Urkundenunterdrückung gem. § 274 I Nr.1 StGB ist als taugliches Tatobjekt
  • Verfahrenseinstellung - Steuerstrafverfahren
    Inhaltsübersicht 1. Allgemeines 2. Einstellung nach Abschluss des Ermittlungsverfahrens gemäß § 170 Abs. 2 StPO; kein hinreichender Tatverdacht
  • Verleumdung
    1. Objektiver Tatbestand Die Verleumdung gem. § 187 StGB ist genau wie die Üble Nachrede gemäß § 186 StGB ein eigenständiges Delikt . Sie ist in einer Variante ähnlich der Üblen Nachrede, allerdings behauptet oder verbreitet der Täter Tatsachen, obwohl er weiß, dass sie unwahr
  • Vermögensdelikt
    Vermögensdelikte sind ein zusammenfassender Begriff im deutschen Strafrecht für alle Straftaten, die sich gegen das Vermögen oder Vermögensbestandteile anderer Personen richten. Inhaltsverzeichnis 1 Vermögensdelikte im weiteren und im engeren Sinne
  • Versicherungsmissbrauch
    1. Objektiver Tatbestand Der § 265 StGB schützt in erster Linie die Sachversicherungen vor in betrügerischer Weise vorgenommenen Vortäuschung von Versicherungsfällen . In der Praxis ist dieses Delikt häufig im Bereich der Kfz-Kasko-Versicherungen verwirklicht. Geschütze Rechtsgut ist demnach das Vermögen der Versicherung und
  • Verwendung unrichtiger oder unvollständiger Daten, § 263a Abs. 1, 2. Alt. StGB
    Die Verwendung von unrichtigen oder unvollständigen Daten ist ein Straftatbestand des Computerbetrugs. Dieser wurde am 01.08.1986 durch das zweite Gesetz zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität ins Strafgesetzbuch aufgenommen. Die Notwendigkeit hierfür war gegeben, da die Nutzung von Computern immer weiter voranschritt – und somit auch deren Missbrauch für Straftaten.
  • Widerstand gegen die Staatsgewalt
    Als Widerstand gegen die Staatsgewalt wird ein gewaltsamer Widerstand oder ein tätlicher Angriff gegen Vollstreckungsbeamte des Staates bezeichnet. Dieser kann auch in der Ausübung passiver Gewalt bestehen, etwa durch Sitzblockaden und ähnliche Aktionen des gewaltlosen Widerstands (siehe auch Gewaltlosigkeit). Als Vollstreckungsbeamte gelten neben Polizisten und
  • Wiederaufgreifen des Verfahrens
    Grundsätzlich ist es so, dass eine rechtskräftig verhängte Strafe weder aufgehoben noch abgeändert werden darf. Dies basiert auf dem Interesse an Rechtssicherheit und dem Wunsch, dass sich Verfahren nicht endlos hinziehen sollen, sondern irgendwann einmal auch beendet sein müssen. Von einem "Wiederaufgreifen des Verfahrens" oder einer "Wiederaufnahme des
  • Zeugenvernehmung
    Als "Zeugenvernehmung" wird die Herbeiführung einer Zeugenaussage bezeichnet, die grundsätzlich einer bestimmten Reihenfolge unterliegt: Einführung in den Sachverhalt Belehrung des Zeugen über seine Zeugnis- und Auskunftsverweigerungsrechte bei richterlicher Vernehmung Belehrung über die Folgen wahrheitswidriger Aussage Vernehmung zur Person (Angabe der Personalien, Alter, Wohnort, Beruf)
  • actio illicita in causa
    Diese Rechtsfigur stellt darauf ab, dass die Notwehrlage ursprünglich (in causa) nicht gegeben war, so dass die Notwehrhandlung in causa rechtswidrig (illicita) gewesen wäre.
  • animus auctoris
    Täterwille im Strafrecht . Nach der subj. Theorie zur Unterscheidung von Täter und Gehilfe ausschlaggebend.
  • asthenische Affekte
    Unter asthenische Affekte werden im Strafrecht solche Erscheinungsformen einer Gemütsregung bzw. Bewusstseinstrübung verstanden, die sich aus einer Schwäche wie Furcht, Schrecken oder Verwirrung heraus entwickelt haben. Sie sind daher von den sthenischen Affekten (also aus der Stärke kommend) wie Wut, Hass,
  • error in persona
    Irrtum in der Person des Opfers. Der Täter trifft hierbei das anvisierte Ziel, irrt sich jedoch über dessen Identität. Der Irrtum ist wegen Gleichwertigkeit des Objekts unbeachtlich (vgl. § 212 StGB "einen Menschen").
  • furtum usus
    Gebrauchsanmaßung (z.B. Strafbar bei § 248b StGB)
  • legal
    Der Begriff legal stammt vom lateinischen Wort legalis , welches wiederum von lex (= Gesetz) stammt. Damit meint legal „gesetzlich erlaubt“, „dem Gesetz entsprechend“, „rechtmäßig“, „mit behördlicher Genehmigung“ bzw. „die Legalität betreffend“. Legalität meint dementsprechend die die gesetzliche Zulässigkeit
  • verdächtige Transaktionen - Geldwäscheanzeige
    Inhaltsübersicht 1. Allgemeines 2. Transaktionen ohne wirtschaftlichen Hintergrund 3. Transaktionen im Widerspruch zur
  • Überfall
    Als Überfall werden verschiedene Dinge bezeichnet: im Strafrecht ist ein Überfall ein Raub im Militärwesen ein Unternehmen auf einen unvorbereiteten Gegner, siehe Militärischer Überfall Früchte, die auf ein Nachbargrundstück gelangen, siehe Überfall (Nachbarrecht) im Wasserbau so etwas wie ein Wehr,
  • Überführung
    Der Begriff Überführung hat unterschiedliche Bedeutungen: In der Chemie eine Umwandlung, siehe Überführung (Chemie). Der Nachweis der Schuld oder Beteiligung, zum Beispiel der Täterschaft einer Straftat, siehe Schuldnachweis. Ein begleiteter Transport von Dingen oder Personen, bei Fahrzeugen, siehe Fahrzeugüberführung
  • Üble Nachrede, § 186 StGB
    Schema zur Prüfung, ob eine üble Nachrede vorliegt:   1. Objektiver Tatbestand Die üble Nachrede gem. § 186 StGB ist ein eigenständiger Tatbestand für Angriffe auf die Ehre . Im Unterschied zur Beleidigung nach § 185 StGB liegt hier ein Angriff
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