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Informationen zum Rechtsgebiet Schenkungsteuer

Unentgeltliche Schenkungen unter Lebenden unterliegen der Steuerpflicht. Sie wird entsprechend Schenkungsteuer genannt. In Deutschland unterliegt sie dem Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz. In Paragraph § 7 ErbStG wird die Schenkungsteuer genau definiert.

Schenkung in Höhe von 50€ (© Richard Villalon - Fotolia.com)
Schenkung in Höhe von 50€
(© Richard Villalon - Fotolia.com)

Auch für den Fall, dass größere Summe auf einem Gemeinschaftskonto eingehen, kann der Tatbestand der Steuerpflicht auftreten. Dies wäre durch einen Rechtsanwalt für Schenkungsteuer oder einen Steuerberater zu prüfen.

Was ist bei der Schenkungssteuer zu beachten?

Wichtig bei der Schenkungsteuer ist der Wert des geschenkten Gegenstandes bzw. die Höhe des geschenkten Betrages. Gemäß der gesetzlichen Regelung bestehen Freibeträge, die zu beachten sind. Auch ist die gesamte finanzielle Situation der Person bzw. der Familie bei der Erhebung der Schenkungsteuer zu berücksichtigen. Hierfür gibt es unterschiedliche Steuersätze und diverse Freibeträge, die es zu beachten gilt. Auch wenn es für das Finanzamt schmerzlich ist, gibt es verschiedene Situationen, in denen keine Schenkungsteuer abzuführen ist.

Die Schenkungsteuer Freibeträge

Handelt es sich bei dem Erbnehmer um einen nahen Verwandten, so kommen diesem sehr großzügige Freibeträge und Steuersätze zu gute. Nahe Verwandte sind in diesem Fall der Ehepartner, die eigenen Eltern, die eigenen und adoptierten Kinder, Großeltern sowie Enkel. Diese werden in der hierzu gehörenden Steuerklasse I eintaxiert.

In dieser werden folgende Freibeträge zugrunde gelegt:

  • Ehegatten und Partner eingetragener Lebensgemeinschaften: bis zu € 500.000,00

  • Kinder: bis zu € 400.000,00

  • Enkel: bis zu € 200.000,00

Ist der Freibetrag voll ausgeschöpft, kann das Finanzamt Steuern erheben. Diese betragen mindestens 7% und maximal 30% des geschenkten Wertes.

Die Freibeträge für entfernte Verwandte fallen niedriger aus. Hierzu gehören: Geschwister, Onkel, Tante, Nichten, Neffen sowie Freunde. Die Unterteilung lautet wie folgt:

  • Geschwister, Onkel, Tante, Neffen, Nichten, Stiefeltern, Schwiegereltern, geschiedene Ehegatten: bis zu € 20.000. Zudem werden sie in Steuerklasse II eingestuft.

  • Alle anderen Beschenkten: bis zu € 20.000 sowie die Einstufung in Steuerklasse III.

Die Steuersätze für Angehörige der Steuerklasse II liegen zwischen 15 und 43 Prozent. Die Steuerklasse III hat mit noch höheren Steuersätzen zu kämpfen. In diesem Fall liegen sie bei 30 oder 50 Prozent. Dies ist vom jeweiligen Fall abhängig.

Bei Unklarheiten sollte man Rat bei einem Anwalt suchen

Schnell kann es aufgrund von Bearbeitungsfehlern oder fehlenden oder falschen Angaben zu Steuererhebungen kommen, die nicht berechtigt sind. In diesem Fall ist es dringend empfohlen, auf die Hilfe einer Rechtsanwaltskanzlei für Schenkungsteuer zu vertrauen. Der Anwalt für Schenkungsteuer wird den Fall absolut neutral begutachten und den Klienten bestmöglich beraten. In komplizierten Fällen ist es sogar angeraten, sich die Unterstützung einer Anwaltskanzlei bereits vor dem Bescheid des Finanzamtes zu sichern. Je nachdem, welchen Wert die Schenkung hat, kann es sich oftmals lohnen, einen vergleichsweise kleinen Betrag für die Beratung durch einen kompetenten Anwalt auszugeben.


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