Rechtsanwalt für Nachbarschaftsrecht nach Orten

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Informationen zum Rechtsgebiet Nachbarschaftsrecht

Nachbarschaftsstreitigkeiten können die Wohnqualität erheblich einschränken. Deutsche Gerichte haben sich immer wieder mit Streitigkeiten zwischen Nachbarn zu beschäftigen.

Nachbarschaftshilfe (© Highwaystarz - Fotolia.com)
Nachbarschaftshilfe
(© Highwaystarz - Fotolia.com)

In vielen Fällen drohen die gegenseitigen Positionen derart festzufahren, dass es keine weitere Möglichkeit als eine gerichtliche Auseinandersetzung mehr zu geben scheint.

Viele Aspekte des nachbarschaftlichen Gemeinschaftsverhältnisses werden rechtlich geregelt. Die gegenseitige Rücksichtnahme steht dabei im Vordergrund. Daher ist es auch möglich, dass Eigentümerrechte eingeschränkt werden können, wenn dies der gegenseitigen Rücksichtnahme zuträglich ist.

In der juristischen Praxis unterschieden werden das private Nachbarrecht sowie das öffentlich-rechtliche Nachbarrecht

Das private Nachbarschaftsrecht betrifft die Eigentümer von aneinander grenzender Grundstücke. Diese stehen zueinander in einem nachbarschaftlichen Gemeinschaftsverhältnis. Grundsätzlich gilt eine freie und uneingeschränkte Nutzung des Grundstücks und des Gebäudes durch den Eigentümer. Dieses Recht kann jedoch eingeschränkt werden, wenn dem Nachbarn ansonsten mögliche Beeinträchtigungen drohen würden.

Die Regelungen betreffend das Eigentum finden sich im Bürgerlichen Gesetzbuch in den §§ 903-924. Dazu zählt auch der Immissionsschutz. Dämpfe, Gase, Gerüche o.ä. die vom Nachbargrundstück herrühren, müssen so weit und so lange geduldet werden, wie einer unbeeinträchtigten Nutzung des eigenen Grundstücks nichts im Wege steht. Eine gute Richtlinie, ob eine unbeeinträchtigte oder beeinträchtigte Nutzung vorliegt, geben zum Beispiel die Verordnungen des Bundesimmissionsschutzgesetzes.

Sollte die Abwägung dazu führen, dass die Beeinträchtigung nicht mehr unwesentlich ist, hat der Nachbar einen Anspruch auf Beseitigung oder Unterlassung. Ist die Durchsetzung des Abwehranspruches nicht möglich, wird dieser durch einen Ausgleichsanspruch ersetzt.

Das öffentlich-rechtliche Nachbarschaftsrecht ist dagegen weitestgehend im Bauordnungsrecht geregelt. Sollte es hier zu Streitigkeiten kommen, etwa aufgrund von Nichteinhaltung von Nachbarschutz-Vorschriften der Landesbauordnungen, steht dem betroffenen Nachbar der Verwaltungsrechtsweg offen.

Anwaltliche Beratung

In einem ersten Schritt sollte jedoch immer, egal ob bei privatrechtlichen oder öffentlich-rechtlichen Nachbarschaftsstreitigkeiten, ein Rechtsanwalt für Nachbarschaftsrecht aufgesucht werden. Dieser weiß um die vielen Fallstricke, die das nachbarschaftliche Miteinander im Alltag bietet und kennt auch die jeweilige rechtliche Behandlung. Ein Rechtsanwalt für Nachbarschaftsrecht kann zudem auch eine Mediation in die Wege leiten, um festgefahrene nachbarschaftliche Streitigkeiten außergerichtlich und einvernehmlich lösen zu können, wenn die Parteien es alleine nicht mehr schaffen, aufeinander zuzugehen.

Auch bei Bauvorhaben o.ä. kann ein Anwalt für Nachbarschaftsrecht im Vorfeld abklären, ob das Vorhaben mit den entsprechenden nachbarschaftsrechtlichen Regelungen konform geht.


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Nachbarschaftsrecht erklärt von A bis Z

  • Betreten des Nachbargrundstücks
    I. Einwilligung des Besitzers Grundsätzlich ist zum Betreten eines Nachbargrundstücks die Einwilligung des Besitzers erforderlich. Ansonsten liegt der Tatbestand des Hausfriedensbruches nach § 123 Abs. 1 StGB vor. Der § 123 Abs. 1 StGB besagt, dass, wer u.a. in das befriedete Eigentum eines anderen  ohne dessen Erlaubnis eindringt oder dort verweilt, sich
  • Duldungspflicht
    Bis zu 01.05.2013 hatte ein Mieter alle Maßnahmen zu dulden, welche zur Erhaltung der Mietsache erforderlich sind. Gesetzlich geregelt war dies gemäß § 554 BGB. Dort hieß es: Der Mieter hat Maßnahmen zu dulden, die zur Erhaltung der Mietsache erforderlich sind. Maßnahmen zur Verbesserung der Mietsache,
  • Hammerschlags- und Leiterrecht
    Die Hammerschlags- und Leiterrechte sind Begriffe aus dem deutschen Nachbarrecht. Das Hammerschlagsrecht erlaubt es einem Grundbesitzer, das Grundstück des Nachbarn zu betreten, um an seinem eigenen Gebäude Reparaturarbeiten auszuführen. Das Leiterrecht erlaubt es ihm, auf dem Nachbargrundstück ggf. auch ein Gerüst aufzustellen sowie
  • Hammerschlagsrecht
    Ein Teil des Sachenrechts ist das Nachbarrecht. Dieses schränkt das grundsätzliche Recht eines Eigentümers, mit seinem Eigentum beliebig zu verfahren, dahingehend ein, das bei seinen Tätigkeiten Rücksicht auf Nachbargrundstücke genommen werden muss. Ein Teil dieses Nachbarrechts ist das Hammerschlags- und Leiterrecht, welches einem Grundstückseigentümer auch auf benachbarten Grundstücken
  • Nachbarliche Grenzregelung
    Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass Grundstücksnachbarn bei der Nutzung von Grenzeinrichtungen zwischen ihren Grundstücken gleichberechtigt sind. Demzufolge simd auch die Kosten für die Instandhaltung auf beide Nachbarn aufzuteilen. Ausnahmen bestehen lediglich in jenen Fällen, in denen aufgrund der äußeren Erscheinung anzunehmen ist, dass diese Grenzeinrichtungen ausschließlich einem Nachbarn gehören.
  • Nachbarlicher Abwehranspruch
    Einige Störungen im nachbarschaftlichen Bereich sind gemäß der Duldungspflich hinzunehmen, wenn diese als sehr gering angesehen werden. Gegen jene Störungen, auf welche das nicht zutrifft, kann ein Grundstückseigentümer, Mieter oder Pächter gerichtlich vorgehen. Dies bedeutet, er darf die Beseitigung der Störung geltend machen und druchsetzen. Bei Störungen, welche auch
  • Nachbarrecht - Alarmeinrichtungen
    Was ist Mediation? Nediation ist kurz gesagt eine Form bzw. Verfahren zur außergerichtlichen Streitbeilegung durch die Hilfe eines neutralen Vermittlers (Mediators). Die Streitparteien werden mit Unterstützung der Mediatoren und Mediatorinnen ihren Konflikt selbständig lösen. Die Mediatoren und Mediatorinnen vermitteln im Konflikt, schaffen eine konstruktive Gesprächsatmosphäre und sorgen für
  • Nachbarrecht - Privatrecht
    Das Nachbarschaftsrecht ist generell Ländersache und regelt die gesetzlichen Rechte und Pflichten der Nachbarn untereinander. Die einzelnen rechtlichen Regelungen unterscheiden sich daher je nach Bundesland. Das Nachbarschaftsrecht regelt beispielsweise die Abstände, welche Bäume, Hecken oder Zäune zum Nachbarschaftsgrundstück einnehmen müssen. In vielen Bestimmungen finden sich auch grundlegende Bestimmungen zum
  • Nachbarrecht - Schutz vor Düngemittelemission
    In der Praxis kommt es häufig vor, dass sich ein Grudstücksbesitzer von Gerüchen belästigt fühlt, die aufgrund von Düngemitteln entstehen, welche sein Nachbar verwendet. Derartige Gerüche werden gemäß den allgemeinen Grundsätzen der Emissionen beurteilt, wobei zusätzlich nch die Lage des betreffenden Grundstücks ine Rolle spielt: in ländlichen Gegenden ist
  • Nachbarrecht - Öffentliches
    Öffentliches Nachbarschaftsrecht Die Definition des Begriffes „Nachbarn“ erfolgt beim öffentlichen Nachbarschaftsrecht nicht unter räumlichen Gesichtspunkten, sondern unter funktionalen. Dies bedeutet in der Praxis, dass als Nachbar jeder angesehen wird, der durch die Errichtung, die Nutzung oder den Betrieb einer (baulichen) Anlage beeinträchtigt wird. Dabei ist es
  • Nachbarrecht - öffentliches - Rechtsschutz
    Die Definition des Begriffes „Nachbarn“ erfolgt beim öffentlichen Nachbarschaftsrecht nicht – wie beim privaten Nachbarrecht - unter räumlichen Gesichtspunkten, sondern unter funktionalen. Dies bedeutet in der Praxis, dass als Nachbar jeder angesehen wird, der durch die Errichtung, die Nutzung oder den Betrieb einer (baulichen) Anlage beeinträchtigt wird. Dabei ist
  • Nachbarschaftsrecht - Bäume
    Wohl kaum ein anderes Thema sorgt für so viel Streit und Ärger zwischen Nachbarn wie Bäume und Sträucher. Der eine ärgert sich über überhängende Zweige, der andre über eine Unterwurzelung seines eigenen Grundstücks durch Baumwurzeln seines Nachbarn. Diese Streitigkeiten können problemlos vermieden werden, wenn sich jeder Grundstücksbesitzer an die
  • Nachtruhe
    Unter „Nachtruhe“ , einem Begriff aus dem Schallimissionsschutz, versteht man die Zeit, in der Tätigkeiten verboten sind, die diese gesetzlich geschützte Ruhe stören könnten . In Deutschland findet die Nachtruhe im Allgemeinen zwischen 22.00 Uhr und 6.00 Uhr statt. Nachtruhe gemäß Landesimmissionsschutzgesetze Wählend



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Ratgeber
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Forenbeiträge zum Nachbarschaftsrecht
  • BildSollte der Vermieter für Sicherheit im Garten sorgen? (19.06.2013, 13:32)
    Mal angenommen, man bezieht ein Haus mit großen und einladenen Grundstück ( gerade für Diebe)zur Miete. Der Vermieter hat das Grundstück aus Kostengründen nur mit einem 1 Meter hohen Zaun versehen- obwohl dahinter direkt ein Wäldchen liegt und nebenan zur einen Seite ein dunkler Wirtschaftsweg ist... jetzt gehen wir mal ...
  • BildGrünstreifen zwischen Straße und Grundstück - wer ist rein rechtlich dafür zuständig? (14.07.2012, 18:25)
    Zwischen den Nachbarn A und B gibt es seit einiger Zeit (ca. 2-3 Jahre) mächtig böses Blut, dabei ist A derjenige, der immer provoziert wird und dies auch noch meist einsteckt, des lieben Frieden Willen (der ja aber eigentlich gar nicht mehr existiert!) und B ist derjenige, der stetig provoziert, ...
  • BildWem gehört der Zaun nun tatsächlich? (08.08.2012, 12:29)
    Hallo, Nachbar A - wohnhaft in Bayern - hat bei der Erstbebauung sein eigenes Grundstück mit einem Zaun versehen. Die anderen Grundstücke wurden sehr viel später bebaut. Der Zaun steht nur auf seinem Grundstück, die Pfosten zeigen ebenfalls zu seinem Grundstück. Ist der Zaun nun tatsächlich vollständiges Eigentum des Nachbarn A ...
  • BildNachbarschaftsrecht (12.05.2012, 11:48)
    Zurückschneiden einer Hecke: Maximale erlaubte Höhe in BW ist 1,8 m(bei Grenzabstand < 50cm). Angenommen schnellwachsende Thujahecke wächst ca. 40cm/Jahr. Reicht es die Hecke 1 mal/Jahr auf 1,8 m zurückzuschneiden oder kann der Nachbar verlangen, daß das Maximum zu keinem Zeitpunkt überschritten wird.
  • BildHaftung Versichererwechsel Verjährung (20.04.2011, 01:25)
    Hallo Gemeinde,hier mal folgender Fall:A Ist Hausbesitzer eines MFH ,in dem er aber nicht selber wohnt. Im Jahr 2006 lässt er dieses Haus durch einen Anbau erweitern. Hierbei arbeitet der Bauunternehmer B schlampig bei der Abdichtung der Terasse zum Nachbargebäude. Weil danach auf der Terasse gefliest wird fällt dies zunächst ...

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