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Informationen zum Rechtsgebiet Krankenversicherung

Eine Krankenversicherung erstattet dem Versicherten im Falle von Krankheit, Mutterschaft oder Unfall die Kosten, die für eine Heilbehandlung anfallen, wobei zwischen einer privaten und einer gesetzlichen Krankenversicherung unterschieden wird. Generell besteht eine Krankenversicherungspflicht.

Heilmittelverordung in der gesetzlichen Krankenversicherung (© M. Schuppich - Fotolia.com)
Heilmittelverordung in der gesetzlichen Krankenversicherung
(© M. Schuppich - Fotolia.com)

Gesetzliche Krankenversicherung

In der gesetzlichen Krankenversicherung zahlen alle Versicherten unabhängig von Alter und Gesundheitszustand die Beiträge gleichermaßen ein. Gesetzliche Grundlage für die gesetzliche Krankenversicherung bildet das SGB V (Fünftes Sozialgesetzbuch). Insbesondere Arbeitnehmer sind Versicherte, wobei die Krankenversicherungsbeiträge von Arbeitgeber und -nehmer gemeinsam eingezahlt werden. In der gesetzlichen Krankenversicherung, die grundsätzlich frei wählbar ist, sind im Rahmen der Familienversicherung Ehepartner und Kinder ebenfalls mitversichert. Die Versicherungsleistungen erfolgen in Form von Sachleistungen an die Versicherten, wofür diese eine Gesundheitskarte erhalten. Sämtliche anfallenden Kosten (z. B. Arzthonorar, verordnete Medikamente, Zahnbehandlungen, Operationen) werden somit direkt von der Krankenkasse bezahlt. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind, zahlt sie nach einem Entgeltfortzahlungszeitraum von sechs Wochen auch Krankengeld an den Versicherten.

Private Krankenversicherung

Versicherte, für die eine gesetzliche Krankenversicherungspflicht nicht besteht, sind in der privaten Krankenkasse versichert. Gesetzliche Grundlage hierfür bilden das Versicherungsvertragsgesetz (VVG) sowie individuell vereinbarte Versicherungsbedingungen. Dabei handelt es sich meist um Angestellte und Arbeiter, deren monatliches Bruttoeinkommen über der Jahresentgeltgrenze liegt, Beamte sowie Freiberufler und Selbständige (unabhängig von der Höhe des Einkommens). Für jede versicherte Person wird ein separater Versicherungsbeitrag erhoben, der sich bei Vertragsabschluss individuell nach Geschlecht, Alter und Gesundheitszustand sowie der Leistungen, die die private Krankenversicherung zu erbringen hat, berechnet. Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung erhält der Versicherte über Arztbesuche oder andere Leistungen, die erbracht wurden, eine Rechnung, die er bei der Krankenversicherung einreicht, damit die Kosten erstattet werden.

Schnell kann es zu Streitigkeiten mit der Krankenversicherung kommen, bei denen das Fachwissen und die Unterstützung eines Rechtsanwalts für Krankenversicherungsrecht erforderlich ist. So beispielsweise, wenn es um das Krankentagegeld bzw. das Krankenhaustagegeld oder die Erstattung von Behandlungskosten bei einer privaten Krankenversicherung geht. Auch kann es immer wieder vorkommen, dass Ansprüche, die bei der Krankenversicherung geltend gemacht wurden, nur schleppend bearbeitet werden, sodass sich die Zahlung verzögert und ein Anwalt für Krankenversicherungsrecht eingeschaltet werden muss. Oft werden diese Ansprüche aber auch aufgrund eines medizinischen Gutachtens abgelehnt, sodass Akteneinsicht beantragt werden muss. Auch hier kann das Fachwissen einer Rechtsanwaltskanzlei für Krankenversicherungsrecht sehr hilfreich sein, die sich mit den entsprechenden Gesetzen auskennt und bei Bedarf ein weiteres Gutachten veranlassen kann. Sofern keine außergerichtliche Lösung herbeigeführt werden kann, vertreten Anwälte für Krankenversicherungsrecht die Interessen ihrer Mandanten auch in einem gerichtlichen Verfahren vor dem zuständigen Sozialgericht.


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