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Informationen zum Rechtsgebiet Kirchenrecht

Das selbst gesetzte Religionsrecht wird Kirchenrecht genannt. Die Rechtsbeziehungen der Religionsangehörigen untereinander werden von ihm geregelt. Es darf nicht mit dem Staatskirchenrecht verwechselt werden.

Bibel mit Kreuz (© Tiko Aramyan - Fotolia.com)
Bibel mit Kreuz
(© Tiko Aramyan - Fotolia.com)

Dieses regelt die Rechtsbeziehungen zwischen der Religionsgemeinschaft und dem Staat. Zudem wurde es fremd gesetzt, in diesem Fall vom Staat. Des Weiteren befasst sich das Staatskirchenrecht nicht nur mit Kirchen und ihren Angehörigen, sondern umfasst alle Religionen und Weltanschauungen sowie deren Gemeinschaften. Staatskirchenverträge bzw. analoge Vereinbarungen mit anderen Religionsgemeinschaften gehören beidem an – sowohl dem Kirchenrecht als auch dem Staatsrecht.

Körperschaft Öffentlichen Rechts

In Deutschland besteht Religionsfreiheit. Daraus resultiert das Recht jeder Religionsgemeinschaft, innere Angelegenheiten eigenständig zu regeln. Dies ist im Grundgesetz verankert. Hat eine Religionsgemeinschaft den Status der Körperschaft Öffentlichen Rechts erhalten, ist ihr internes Kirchrecht als Öffentliches Recht anzusehen.

Innerhalb einer Religionsgemeinschaft kann der Begriff „Recht“ seinerseits differenziert gesehen werden. So unterscheidet die römisch-katholische Kirche zwischen göttlichem und rein kirchlichem Recht. Ersteres ist wiederum zweigeteilt. So werden einige Regeln universell in dieser Kirchenform, andere nur teilweise gültig. In der evangelischen und der orthodoxen Kirche wird bei weitem nicht so effizient getrennt. Dies ist grundsätzlich abhängig vom Glaubensansatz, der in der jeweiligen Religionsgemeinschaft besteht.

Auch eine Kirche muss geführt werden. Damit ist nicht die göttliche Führung gemeint. So verfügen die heutigen Religionsgemeinschaften über einen Vorstand, Mitgliedschaften, Kirchengemeinden u.ä. Wie diese einzeln zu arbeiten haben, regelt für gewöhnlich eine Satzung. Diese ist vom Vorstand zu beschließen bzw. als gegeben anzuerkennen.

Anwaltliche Beratung

Es gibt viele unterschiedliche Religionsgemeinschaften. So sind viele Hauptkirchen in diverse kleinere Glaubensgemeinschaften aufgeteilt. Ob sie alle in den Genuss der zahlreichen Vorzüge des Kirchenrechtes gelangen können, ist mit Hilfe eines Rechtsanwalts für Kirchenrecht zu klären. Dieser ist bestens darüber informiert, welche Voraussetzungen hierfür erfüllt sein müssen. Ebenso kann er dem Klienten raten, welche Maßnahmen notwendig sind, um diese Voraussetzungen zu erlangen. Eine Anwaltskanzlei für Kirchenrecht ist nicht in jeder Region Deutschlands leicht zu finden. Gerade jedoch in Ballungsräumen haben sich Anwälte für Kirchenrecht mit einer Kanzlei niedergelassen. Diese Anwälte sind mit der neuesten Rechtsprechung in Bezug auf das Kirchenrecht vertraut und sind damit in der Lage, ihre Mandanten umfassend zu beraten und zu vertreten.


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