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Über Italien

Die ordentliche Gerichtsbarkeit in Italien beschäftigt sich mit zivil-, arbeits- und strafrechtlichen Streitigkeiten.

Zum einen gibt es in Italien dafür das Friedensgericht. Vor diesem werden Streitigkeiten verhandelt, bei denen es lediglich um einen geringen Streitwert geht. Dem sogenannten Giudice di pace, das mit ehrenamtlichen Richtern besetzt ist, obliegen aber auch einige strafrechtliche Funktionen.

Des Weiteren gibt es das Tribunale, das Landesgericht Italiens. Hier findet eine Unterteilung in Zivil- und Strafsenat statt. Das Tribunal wird vornehmlich in erster Instanz angerufen, es kann jedoch auch in zweiter Instanz über Urteile entscheiden, die bereits in erster Instanz durch die Friedensrichter gefällt wurden.

Als weitere Gerichtsbarkeit in Italien gibt es das Oberlandesgericht, in der Landessprache als Corte d'appello bezeichnet. Vor das Oberlandesgericht gelangen angefochtene Urteile der Landesgerichte. Die Oberlandesgerichte sind auf fast alle Regionen Italiens verteilt.

Ebenfalls vorzufinden ist das Geschworenengericht, Corte d'assise, welches gravierende Strafdelikte verhandelt. Das Gericht besteht sowohl aus Berufsrichtern als auch aus Laienrichtern.

Vervollständigt wird die italienische ordentliche Gerichtsbarkeit schließlich durch das Kassationsgericht, welches das höchste Rechtsprechungsorgan Italiens bildet und Entscheidungen in letzter Instanz fällt. Das Kassationsgericht hat seinen Sitz in Rom.

In Italien gibt es zudem eine Verfassungsgerichtsbarkeit, für die der italienische Verfassungsgerichtshof die wichtigste Rolle spielt.

Wer in Italien vor Gericht zieht, muss mit einer überaus langen Verfahrensdauer rechnen. Gerade im Strafrecht besteht hier immer die Gefahr, dass begangene Delikte zwischenzeitlich verjähren können. Für ein zivilrechtliches Verfahren in erster Instanz werden durchschnittlich ganze 980 Tage angesetzt. Hinzu kommen noch einmal etwa 1400 Tage für die Berufung.

In jedem Fall ist es dringend empfohlen, sich bei Rechtsproblemen durch einen Rechtsanwalt in Italien ausführlich beraten zu lassen. Der Anwalt in Italien kennt sich mit den Landesgesetzen aus und wird seinem Mandanten unterbreiten, wie im jeweiligen Fall am besten vorgegangen werden sollte.

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