Rechtsanwalt: Erbrecht nach Orten

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Informationen zum Rechtsgebiet Erbrecht

Das Erbrecht in der Bundesrepublik ist als Grundrecht, als subjektives Recht, in der Verfassung verankert. Es ist das Recht, für den Fall des eigenen Todes Verfügungen über Besitz oder andere Rechte, die einen Wert darstellen, zu ordnen.

Gesetzliche Bestimmungen im Erbrecht (© Zerbor - Fotolia.com)
Gesetzliche Bestimmungen im Erbrecht
(© Zerbor - Fotolia.com)

Des Weiteren ist es das Recht, Nutznießer solcher Regelungen zu werden. In der Bundesrepublik ist das Erbrecht im Grundgesetz verankert. Das Erbrecht umfasst ebenso die Normen, welche sich mit der Verteilung des hinterlassenen Erbes eines Erblassers bei seinem Tod auf eine oder auch mehrere Personen beschäftigen. Ein Rechtsanwalt oder Fachanwalt ist bei erbrechtlichen Angelegenheiten der richtige Ansprechpartner. Vor allem wenn der Erbfall eintritt und Fragen wie beispielshalber zum Miterben, Testamentsvollstrecker oder Pflichtteil auftreten ist der Weg zum Experten empfehlenswert.

Im Bürgerlichen Gesetzbuch verankert

Als bürgerliches, subjektives Recht ist das Erbrecht im fünften und letzten Buch des Bürgerlichen Gesetzbuches unter der Überschrift „Erbrecht“ festgelegt. Im Grundrecht verankert sind die Privatautonomie, die sogenannte Testierfreiheit sowie ebenso das Erbrecht der Verwandten.

Privatautonomie und Testierfreiheit

Mit dem allgemeinen Begriff Privatautonomie ist der Grundsatz gemeint, dass in einer freien Gesellschaft, wie sie in der Bundesrepublik existiert, jedermann seinen eigenen Willen äußern und bilden und auch diesem eigenen Willen entsprechend handeln kann. Die Testierfreiheit, die sich aus der Privatautonomie ergibt, bezeichnet nach § 1937 des Bürgerlichen Gesetzbuches die grundsätzliche Möglichkeit eines Erblassers mithilfe einer sogenannten „einseitigen Verfügung von Todes wegen“ die oder den Erben festzulegen. Häufig geschieht dies durch ein Testament oder Erbvertrag durch den Erblasser.

Eingeschränkt wird die Testierfreiheit durch die in der Verfassung niedergelegte Institution des Pflichtteilrechtes sowie durch die Gesetzgebung zur Sittenwidrigkeit gemäß § 138 BGB und durch das Heimgesetz nach § 14 HeimG. In den jeweils entsprechenden Gesetzen ist ebenso das Erbrecht der Verwandtschaft geregelt. Schlägt der Erbe oder die Erben das Erbe im Erbfall nicht aus, geht alles, was ihm laut Testament oder Verfügungen auch nach den geltenden Gesetzen zusteht, in seinen Besitz über. Dies betrifft Passiva genauso wie Aktiva, also Schulden wie gleichermaßen Vermögen.

Im deutschen Recht herrscht das Prinzip der Universalsukzession, das heißt, mit dem Tod des Erblassers wird der Erbe der Gesamtrechtsnachfolger. Dies ist im § 1922 festgelegt. Vor allem bei einer Erbengemeinschaft treten dabei oftmals Schwierigkeiten auf, so dass ein Anwalt kontaktiert werden sollte.

Erbfolge nach dem Gesetz

Ist kein Testament oder aber Erbvertrag vorhanden bzw. wirksam errichtet, ist das Erbe nach der gesetzlichen Erbfolge aufzuteilen. Die gesetzliche Erbfolge ist in der Bundesrepublik nur für natürliche Personen relevant. Der Fiskus, der ja eine juristische Person ist, erbt im Erbfall nur dann, wenn kein Verwandter gefunden wurde, beziehungsweise in dem Fall, dass die Erbschaft von allen möglichen Erben ausgeschlagen wurde. Hier gilt das Prinzip des Zwangserbes, d.h. es ist so dem Fiskus nicht möglich, die Erbschaft nicht anzunehmen. Geregelt ist dies im § 1942 BGB. Die entsprechende Haftung des Fiskus als Erbe ergibt sich aus § 2011.

Reihenfolge im erbrechtlichen Teil

Ebenso in dem Rechtsgebiet gesetzlich geregelt ist die Reihenfolge, die Erbfolge. So konkurriert hier der Ehegatte mit den Verwandten als auch mit den Großeltern des Verstorbenen. Ein ebensolches Erbrecht ergibt sich aus den Gesetzesvorschriften für einen eingetragenen Lebenspartner. Dies ist im § 10 LPartG geregelt.

Weitere gesetzliche Regelungen im Erbrecht sind die Übernahme der Kosten für Bestattung sowie die nachfolgende Grabpflege. Die Pflichtteilberechtigung von eingetragenem Lebenspartner, Ehegatten, Abkömmlingen und bei kinderlosen Ehen der Eltern ist ebenfalls gesetzlich geregelt und lediglich durch die §§ 2333 - 2338 beschränkt. In diese Vorschriften gibt es zahlreiche Antworten auf Fragen zum gesetzlichen Pflichtteil.

In einem Vermächtnis (im Gegensatz zum Testament) kann der Erblasser eine beliebige Person beziehungsweise einen Personenkreis begünstigen, was in § 1939 und weiter im § 2174 festgeschrieben ist. Neben dem Vermächtnis sind eventuelle Auflagen, die der Erblasser bestimmt, geregelt in dem § 1940. Dem Erblasser ist es möglich (§§ 2197 ff. BGB) seinen letzten Willen durch eine andere Person ausführen zu lassen. Bezüglich des Erbscheines, dieser ist das amtliche Zeugnis über die Erbfolge sowie die vom Verstorbenen festgelegten Einschränkungen der Erbenstellung und wird vom Amtsgericht ausgefertigt, gilt § 2365.

Erbunwürdigkeit

Ebenfalls in den erbrechtlichen Vorschriften gesetzlich geregelt ist die sogenannte „Erbunwürdigkeit“, die gegeben ist, wenn der Erblasser durch den Erben vorsätzlich getötet worden ist oder ein entsprechender Versuch nachzuweisen ist. Weitere Gründe der Erbunwürdigkeit können Täuschung oder Bedrohung des Erblassers zur Erstellung der letztwilligen Verfügung sowie die Fälschung oder Verfälschung der Verfügung sein. Die Verfassungsmäßigkeit des Begriffes „erbunwürdig“ ist durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom April 2005 gegeben. Weiter sind natürlich Pflichtteilsverzicht, der Kauf eines Erbteiles, Erbschaftssteuer, Fiskalerbschaft, Erbstatut und Kollisionsrecht, Testamentsvollstrecker gesetzlich bestimmt.


Top 20 Orte zu Rechtsanwalt Erbrecht:


Orte zu Rechtsanwalt Erbrecht

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Erbrecht erklärt von A bis Z

  • Abkömmling
    Abkömmling sind die Kinder oder weitere Nachkommen eines Menschen. In gerader Linie sind dies die Kinder, nichtehelichen Kinder, adoptierte Kinder, Enkel und Urenkel. Dies ist vor allem im Erbrecht bei der Erbrechtsfolge von Bedeutung.
  • Amerikanisches Recht: Pflichtteil und Enterbung in den USA
    Die Regelungen des amerikanischen Pflichtteilsrechts und zur Enterbung in den USA finden sich im Erbrecht der einzelnen Bundesstaaten (z.B. kalifornisches Erbrecht, texanisches Erbrecht, Erbrecht des Staates Florida etc.). Das Erbrecht in den USA lässt dem Erblasser grundsätzlich mehr Freiheit und Gestaltungsmöglichkeit bei der Verfügung über
  • Anerbenrecht
    Unter dem Begriff Anerbenrecht versteht man, wenn ein landwirtschaftliches Anwesen an einen Alleinerben weitervererbt wird, damit dieses vollständig erhalten bleibt. In der feudalen Tradition entspricht die Primogenitur dem Anerbenrecht. Der Gegensatz hierzu ist die Realteilung. I. Geschichtlicher Hintergrund Alle anderen, durch den Anerben ausgeschlossenen Erben
  • Berliner Testament
    Das Berliner Testament ist eine besondere Form eines Testaments. Es bietet Ehepartnern und Lebenspartnern Sicherheit . Durch das Testament soll erreicht werden, dass beim Tod eines Lebenspartners oder Ehepartner der Nachlass im Vermögen des Überlebenden übergeht und nicht in das Vermögen der Abkömmlinge. Anders
  • Domizil und Erbrecht
    Im Anglo-amerikanischen Rechtskreis (z.B. USA, Kanada, Australien, England, Neuseeland) richtet sich das anzuwendende Erbrecht hinsichtlich von beweglichen Gegenständen nach dem Domizil des Erblassers . Der Begriff wird in jeder Jurisdiktion unterschiedlich von den Gerichten ausgeformt. Es gibt aber einheitliche Grundsätze, welche nachfolgend dargestellt werden. Das Domizil bezeichnet
  • EU - Erbrecht / Erbe
    Es bestehen auf EU-Ebene momentan nur wenige Regelungen bezüglich des Erbrechts; diese wurden am 08.06.2012 in die EU-Erbrechtsverordnung aufgenommen. Die EU-Erbrechtsverordnung dient der Vereinheitlichung des internationalen Privatrechts und beinhaltet deswegen einheitliche Regeln darüber, welches Erbrecht in einem internationalen Erbfall anzuwenden ist. Generell gilt, dass das Erbrecht jenes Staaes
  • Ehegatten - Erbrecht
    Da Ehegatten nicht verwandt miteinander sind, sind sie vom Verwandtenerbrecht ausgeschlossen. Damit sie dennoch im Falle des Ablebens ihres Ehepartners nicht leer ausgehen, bestehen diesbezüglich besondere Regeln. So erbt der hinterbliebene Ehegatte neben Verwandten erster Ordnung (Kinder des Verstorbenen) ein Viertel des Nachlasses; die Kinder erhalten Dreiviertel davon. Diese
  • Enterbung
    Immer häufiger treten in Familien Streitereien auf, die dazu führen, dass sich mit der Frage beschäftigt wird, ob die Möglichkeit besteht jemanden zu enterben. Grundsätzlich ist jeder Erblasser frei in seiner Entscheidung. Das bedeuten er kann frei darüber bestimmen was mit seinem Vermögen nach seinem Tod geschehen soll.
  • Erbauseinandersetzung
    Wenn die sogenannte „gesetzliche Erbfolge“ mehrere Personen zu Erben erklärt, sind sie in einer Erbengemeinschaft. Keiner der Mitglieder dieser Erbengemeinschaft darf über die Dinge aus dem Nachlass verfügen. Der Nachlass muss gemeinsam verwaltet werden, was alleine aufgrund von Örtlichkeiten und Kommunikationsschwierigkeiten oft nur schlecht möglich ist. Auch kommen oft
  • Erbauseinandersetzungsklage
    Wenn der Erbfall eintritt, kann es sein, dass der Erblasser nicht nur eine Person, den so genannten Alleinerben bestimmt hat, sondern dass mehrere Personen sich den Nachlass teilen müssen. Diese sind dann die Mitglieder einer Erbengemeinschaft und müssen sich entscheiden, wie der Nachlass verteilt werden soll. Geschieht dies
  • Erbe
    Gemäß der juristischen Definition in § 1922 BGB gilt derjenige als Erbe , der im Erbfall das Vermögen des Erblassers (Nachlass) als Ganzes entweder alleine oder zusammen mit anderen erhält. Inhaltsübersicht 1 Feststellungen zur Sache 2 Wie
  • Erbe Pflichtteil
    Gemäß §§2303 ff. BGB kennzeichnet der Begriff Pflichtteil die Mindestbeteiligung, welche ein naher Angehöriger am Erbe eines Erblassers erhält. Seine Höhe bemisst sich nach der Hälfte der Höhe des gesetzlichen Erbteils. Der Anspruch auf ein Erbe - Pflichtteil immer dann, wenn ein naher Verwandter des
  • Erbe ausschlagen
    Jeder Erbe kann selbst entscheiden, ob er sein Erbe ausschlagen oder annehmen möchte. Diese Regelung besteht unabhängig davon, ob das Erbe aufgrund einer gesetzlichen Erbfolge (durch Verwandtschaft) oder durch eine Verfügung des Erblassers (z.B. durch ein Testament) erfolgt ist. Gesetzliche Fristen einhalten Wer sein
  • Erbenbesitz
    Der Erbe erlangt beim Erbfall gemäß § 857 BGB genau den Besitz, den der Erblasser hatte.
  • Erbengemeinschaft
    Unter einer Erbengemeinschaft versteht man mehrere Erben, welche gemeinsam den Nachlass eines Erblassers, mit allen gesetzlichen Rechten und Pflichten, übernommen haben. Da den Personen einer solchen Gemeinschaft ein gemeinschaftliches Vermögen zusteht, wird diese auch als Gesamthandsgemeinschaft bezeichnet. In § 2032 BGB finden sich weiterführende gesetzliche Regelungen zu Erbengemeinschaften. Die
  • Erbersatzanspruch
    Alss "Erbersatzanspruch" wird ein spezieller Erbanspruch bezeichnet, den nichteheliche Kinder innehaben.  Erbansprüche wurden durch das Kindschaftsreformgesetz aus dem jahre 1998 reformiert, welches besagt, dass nichteheliche Kinder ehelichen Kindern gleichgestellt werden, also dieselben Erbansprüche beim Tod ihres Vaters inne haben. Bis dato war es so, dass nichteheliche Kinder ausschließlich
  • Erbfall
    Stirbt eine natürliche Person, der Erblasser, tritt mit seinem Dahinscheiden der "Erbfall" ein. Sind innerhalb des Zeitraumes des Todes noch weitere erbberechtigte Angehörige des Erblassers zu Tode gekommen, kann es wichtig sein, den Todeszeitpunkt zu bestimmen. Wenn es nicht mehr nachzuvollziehen ist, welcher der
  • Erbfolge
    Das deutsche Erbrecht kennt zwei Arten der Erbfolge : Die gesetzliche Erbfolge und die gewillkürte Erbfolge. I. Die gesetzliche Erbfolge Nach der gesetzlichen Erbfolge werden, sofern keine gewillkürte Erbfolge vorliegt, die Erben Gesamtrechtsnachfolger (Universalsukzession) des Erbes. Erben sind nach den Vorschriften des
  • Erblasser
    Dem Begriff „Erblasser“ kommt im deutschen Erbrecht eine tragende Bedeutung zu. Der Erblasser ist derjenige, der durch sein eigenes Ableben eine Erbschaft hinterlässt . Ein Erblasser ist immer eine natürliche Person im Sinne des Gesetzes. Eine Aktiengesellschaft kann so zum Beispiel als rein juristische Person niemals Erblasser
  • Erbrecht
    Das deutsche Erbrecht ist im fünften Teil des BGB zu finden und beginnt mit dem § 1922. Es regelt inhaltlich den Übergang von Vermögen einer Person bei Ihrem Tod, auf die Erben. Dabei kommt sowohl eine gesetzliche-, als auch eine gewillkürte Erbfolge in Betracht. Innerhalb
  • Erbrecht - Auflage
    Als "Auflage" wird im Erbrecht die Anordnung eines Erblassers an einen Erben bezeichnet, eine bestimmte Leistung zu erbringen, ohne dass ein anderer einen Anspruch auf diese Leistung besitzt. Dadurch unterscheidet sich der Begünstigte einer Auflage von dem Begünstigten einer Zuwendung: letzterer kann seine Ansprüche gerichtlich geltend machen. Die
  • Erbrecht - Garantie
    Das Erbrecht besitzt eine verfasungsrechtliche Garantie, welche sich aus dem Art. 14 GG ergibt: gemäß Art. 14 Abs. 1 S. 1 GG besteht die Gewährleistung des Erbrechts als Rechtsinstitut und als Individualrecht gemäß Art 14 Abs. 1 S. 2 GG ist der Gesetzgeber dazu berechtigt, Eiinzelheiten
  • Erbrecht - Testament Anfechtung
    Damit ein Testament angefochten werden kann, muss einer der Anfechtungsgründe vorliegen, welche gemäß den §§ 2078 und 2079 BGB definiert werden. So ist eine Anfechtung eines  Testaments möglich bei: Drohung, die gegeben ist, wenn der Erblasser dezu gezwungen worden ist, sein Testment derart aufzusetzen. Erklärungsirrrtum, der vorliegt,
  • Erbrechtler
    Ein Erbrechtler ist derjenige, der sich mit der sehr komplizierten Rechtslage im Erbrecht auskennt. In einem Testament lauern eine Menge an Fallstricken. Erbrechtler kennen diese und können die Probleme aufgrund ihres umfassenden Fachwissen um ein Beträchtliches verringern, wenn nicht sogar komplett beheben.
  • Erbrechtskanzlei
    Die Erbrechtskanzlei ist in aller Regel eine Anwaltskanzlei, Sozietät oder Bürogemeinschaft diverser Anwälte, die sich auf das Rechtsgebiet Erbrecht in all seinen Facetten konzentriert haben. Oft sind die Rechtsanwälte der Kanzlei Fachanwälte für Erbrecht. Grundsätzliches Der Erbe tritt als Rechtsnachfolger in die Rechte und Pflichte des
  • Erbschaft
    Die Definition des Ausdruckes "Erbschaft" bezeichnet im deutschen Erbrecht nach Paragraph 1922 Absatz 1 BGB (§ 1922 Abs. 1 BGB) das komplette Vermögen des Erblassers, der verstorbenen Person. Die Erben bzw. die Erbengemeinschaft ist Gesamtrechtsnachfolger. Das heißt, die Erbschaft ist der Gegenstand
  • Erbschaft - Annahme des Erbes
    Als "Annahme des Erbes" wird die Umwandlung einer Erbenstellung von einer vorläufigen in eine ausdrückliche bezeichnet. Die Annahme des Erbes ist gegeben, wenn ein Erbe eine ausdrückliche oder stillschweigende Willenseklärung abgibt, das Erbe annehmen zu wollen. Ist dies geschehen, so kann die Erbschaft gemäß § 1943 BGB nicht
  • Erbschaft - Ausschlagung des Erbes
    Als "Ausschlagung eines Erbes" wird der freiwillige Verzicht eines Erben auf sein Erbe bezeichnet. Die Ausschlagung des  Erbes wird gemäß § 1944 BGB geregelt. So hat ein Erbe sechs Wochen nach Kenntnisnahme des Erbfalls Zeit, das betreffende Erbe auszuschlagen. Wenn der Erblasser jedoch seinen letzten Wohnsitz im Ausland
  • Erbschaft - Besitzer
    Als "Erbschaftsbesitzer" wird eine Person bezeichnet, in deren Besitz sich Erbschaftsgegenstände befinden, die sie aufgrund eines ihr in Wirklichkeit nicht zustehenden Erbrechts erworben hat. Seine Legaldefinition erhält der Erbschaftsbesitzer aus dem § 2018 BGB. Bei der Definition des Erbschaftbesitzers ist es unerheblich, ob die betreffende Person tatsächlich geglaubt hat,
  • Erbschaft - Ersatzerbe
    Als "Ersatzerbe" wird eine Person bezeichnet, welche den tatsächlichen Erben im Erbfall ersetzt. Demzufolge wird ein Ersatzerbe nur in jenen Fällen zu einem Erben, wenn die Person, die er ersetzen soll, wegfällt. Ersatzerben werden testamentrisch seitens des Erblassers eingesetzt mit dem Ziel, Vorkehrungen zu treffen für jene Fälle,
  • Erbschaftskauf
    Ein Kaufvertrag über eine angefallene Erbschaft wird als "Erbschaftskauf" bezeichnet, wobei derartige Verträge erst nach Eintritt des Erbfalles abgeschlossen werden dürfen. Der Erbschaftskauf wird gemäß den §§ 2371 - 2385 BGB geregelt. Demzufolge verpflichtet sich ein Erbe durch einen Erbschaftskauf, seine Erbschaft an einen anderen zu übertragen, der
  • Erbschein
    Der Erbschein ist eine Urkunde über die erbrechtliche Situation eines Erblassers (§§ 2353ff. BGB). Das zuständige Nachlassgericht am Wohnort des Verstorbenen kann den Erbschein ausstellen. Auf dem Dokument sind alle Erben und die Erbfolge eines Erblassers vermerkt. Für die Beantragung des Erbscheines ist das Todesdatum des Erblassers
  • Erbschein beantragen
    Wo und bei wem kann man einen Erbschein beantragen? Eigentlich sieht die deutsche Gesetzgebung nicht zwingend vor, dass man nach dem Tod eines Verwandten einen Erbschein beantragen muss, jedoch sieht die Praxis häufig ganz anders aus. Irgendwann werden alle einmal mit der Tatsache
  • Erbstreit
    Hat ein Verstorbener kein Testament hinterlassen, gibt es um den Wert der Hinterlassenschaft Uneinigkeit in der Gemeinschaft der Erben, ist ein Erbstreit vorprogrammiert. Ist das Testament also ungültig, sind mehrere Erben mit gleicher Berechtigung aufgeführt, ist das Vermögen im Besitz der Erbengemeinschaft, also Verwandte, die nicht unbedingt immer gut
  • Erbteil
    Wenn ein Erblasser mehrere Erben hinterlässt, steht jedem Erben nur ein gewisser Anteil am Nachlass zu. Dieser Anteil wird als Erbteil bezeichnet. Die Höhe des Anteils jedes einzelnen Erben kann der Erblasser durch letztwillige Verfügung grundsätzlich selbst bestimmen. Hat der Erblasser nicht durch letztwillige Verfügung die
  • Erbuntertänigkeit
    Die Erbuntertänigkeit war eine besondere Form der wirtschaftlichen und persönlichen Abhängigkeit des Bauern vom Grundherrn, ähnlich der Leibeigenschaft. Sie bedeutete jedoch keine privatrechtliche Eigentumsmacht über Menschen nach Art der Sklaverei oder der strengen Form der Leibeigenschaft, wie sie z.B. in Russland vorherrschte. Sie beruhte
  • Erbunwürdigkeit
    Die Erbunwürdigkeit dient der Feststellung, dass eine Person gemäß §§ 2339 ff. BGB kein Recht zu erben geltend machen kann. Den Antrag stellen kann jeder, dem der Wegfall dieser Person als Erben zugute käme. Die Geltendmachung der Erbunwürdigkeit erfolgt durch Anfechtungsklage beim Amts- bzw. Landgericht (je
  • Erbvertrag
    Der Begriff Erbvertrag kommt aus dem deutschen Erbrecht und ist in § 1941 BGB geregelt. Er ist neben dem Testament eine weitere Möglichkeit um die gesetzliche Erbfolge zu verhindern. Es handelt sich somit um einer Verfügung von Todes wegen. Ein Erbvertrag hat gegenüber einem
  • Erbverzicht
    Der Erbverzicht ist ein Begriff aus dem Erbrecht. Er bezeichnet die Möglichkeit eines Erben, bereits zu Lebzeiten des Erblassers auf sein Erb- beziehungsweise Pflichtteil zu verzichten. Dieser Erbverzicht führt allerdings nicht zwangsläufig dazu, dass der Erbe gar nichts bekommt. Beim Erbverzicht wird unterschieden zwischen dem Pflichtteilsverzicht
  • Gemeinschaft, gemeinschaftliches Testament
    Ein Testament ist als Verfügung einer Person anzusehen, welche beinhaltet, was nach deren Ableben mit deren Vermögen geschehen soll. Grundsätzlich ist es so, dass ein Testament nur durch den Erblasser selbst erstellt werden kann. Ehepartner sowie eingetragene Lebenspartner haben jedoch das Recht, ein gemeinschaftliches Testament aufzusetzen. Im Unterschied zu
  • Gesamthandsgemeinschaft
    Die Gesamthandsgemeinschaft spielt im Eigentumsecht eine entscheidende Rolle. Es ist eine Sonderform des Miteigentums. Mehrere Personen sind in diesem Fall  Eigentümer an einer Sache. Die Fälle, in denen eine Gesamthandgemeinschaft besteht, sind gesetzlich geregelt: so liegt eine Gesamthandsgemeinschaft vor bei einer Erbengemeinschaft, einer ehelichen Gütergemeinschaft, bei einem rechtsfähigen Verein
  • Gesetzliche Erbfolge
    Mit der gesetzlichen Erbfolge wird geregelt, wer das Vermögen eines Verstorbenen erhält, wenn dieser keine letztwillige Verfügung (also kein Testament und keinen Erbvertrag) hinterlassen hat. Existiert eine letztwillige Verfügung, hat die gesetzliche Erbfolge Einfluss auf den Pflichtteil, der Verwandten und Lebenspartnern grundsätzlich zusteht.
  • Grundstück Erbpacht
    Mit dem Begriff Erbpacht wird im historischen Sinne eine Form des Grundbesitzes im Deutschen Rechtssystem bezeichnet, die schon im Jahr 1900 durch das BGB gem. Art. 63 EGBGB teilweise eingeschränkt wurde und nur in bestimmten Teilen des Landes erlaubt war. Bei einer Erbpacht im traditionellen Sinne ist
  • Höfeordnung
    Basisdaten Titel: Höfeordnung Abkürzung: HöfeO Art: Bundesgesetz Geltungsbereich: Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein Rechtsmaterie: Erbrecht FNA: 7811-6 Ursprüngliche Fassung
  • Jastrowsche Formel
    Die Jastrowsche Formel (benannt nach dem Verfasser eines Aufsatzes in der Deutschen Notarzeitschrift 1904, Seite 424, in dem sie erstmals vorgeschlagen wurde) ist eine Gestaltungsmöglichkeit im Rahmen von gemeinschaftlichen Testamenten ( siehe: Berliner Testament ) nach deutschem Erbrecht, die Geltendmachung von Pflichtteilsansprüchen möglichst zu unterbinden.
  • Miterbe
    Hinterlässt ein Erblasser mehrere Erben, sind diese Miterben. Die Miterben bilden eine Erbengemeinschaft. Der Nachlass wird mit dem Erbfall gemeinschaftliches Vermögen der Miterben.
  • Miterben
    In aller Regel wird bei einem Todesfall das Erbe des Verstorbenen, des Erblassers, an eine Erbengemeinschaft gehen. Die Mitglieder dieser Erbengemeinschaft nennt man Miterben. Die Miterbengemeinschaft versteht sich als Gesamthandgemeinschaft. So können die Mitererben über die Gegenstände des Nachlasses lediglich gemeinsam verfügen, jeder der Erben ist
  • Mitvermächtnis
    Vermächtnis, das mehreren Vermächtnisnehmern zugewandt ist.
  • Nacherbe
    Der Rechtsbegriff Nacherbe ist im § 2100 BGB [Bürgerliches Gesetzbuch] legaldefiniert, d.h. seine Definition erfolgt in gesetzlicher Form. Nach § 2100 BGB ist der Nacherbe derjenige, der erst dann Erbe wird, nachdem zuvor eine andere Person (der sog. Vorerbe ), Erbe geworden ist (sog.
  • Nacherbfall
    Zeitpunkt, zu dem die Erbschaft vom Vorerben auf den Nacherben übergeht.
  • Nachlass
    Nachlass meint grundsätzlich das Vermögen des Erblassers als Ganzes im Zeitpunkt des Erbfalls (vgl. § 1922 BGB [Bürgerliches Gesetzbuch]) und umfasst dabei sowohl die Aktiva als auch die Passiva. Zum Nachlass können aber auch verschiedene Rechte gehören, etwa an der Firma (vgl. § 22 HGB [Handelsgesetzbuch], Kennzeichenrechte,
  • Nachlassgericht
    Bei dem Nachlassgericht handelt es sich um das Amtsgericht das für die mit einem Erbfall zusammenhängenden Angelegenheiten zuständig ist (sog. Nachlasssachen). Örtlich zuständig ist dabei in Regel das Amtsgericht, in dessen Bezirk der Erblasser im Zeitpunkt seines Todes seinen gewöhnlichen Aufenthalt hatte (vgl. §
  • Nachlasspfleger
    Der Nachlasspfleger ist gesetzlicher Vertreter der zukünftigen Erben. Er wird in bestimmten Fällen vom Nachlassgericht bestellt.
  • Nachlassverbindlichkeiten
    Zu den Nachlassverbindlichkeiten gehören die Verbindlichkeiten des Erblassers und die Verbindlichkeiten, die infolge des Erbfalles entstehen und gegen die Erben als solche gerichtet sind, wie z.B. Pflichtteilsansprüche oder Vermächtnisse.
  • Nachlassverwaltung - Antrag
    Die Nachlassverwaltung ist in § 1975 BGB gesetzlich geregelt. Sie ist eine besondere Form der Nachlasspflegschaft. Dabei handelt es sich um eine auf Antrag durch das Nachlassgericht angeordnete Pflegschaft mit dem Ziel der Befriedigung der Nachlassgläubiger. Insbesondere dient Sie bei unübersichtlichem Nachlass der Trennung des eigenen Vermögens
  • Nießbrauch - Erbschaftsteuerreform
    Wenn der Schenker sich oder seinem Ehegatten bei einer Vermögensübertragung ein Nießbrauchsrecht vorbehalten hat, so wurde die Erbschaftsteuer bislang ohne Berücksichtigung des Nießbrauchs festgesetzt, § 25 ErbStG a.F. Allein der auf die Nießbrauchslast entfallende Teil der Erbschaftsteuer wurde bis zum Erlöschen des Nießbrauchs zinslos gestundet. Wurde der
  • Nottestament
    Grundsätzlich ist es so, dass ein Testament vom Erblasser selbst geschrieben oder vor einem Notar erklärt werden muss. Bei einem Nottestament handelt es sich um eine außerordentliche Form des Testaments, welche nur in Notsituationen zulässig ist. Eine solche ist gegeben, wenn zu befürchten ist, dass der Erblasser nur noch
  • Patientenverfügungen
    Die sogenannte Patientenverfügung versteht sich als schriftliche Vorausverfügung eines Menschen für den Fall, dass er nicht mehr in der Lage ist, seinen Willen selber in wirksamer Art und Weise zu erklären. Dies bezieht sich in erster Linie auf ärztliche Heileingriffe, medizinische Maßnahmen. In vorderster Linie anzuführen sind hier ganz
  • Pflichtteil
    Teil der Erbschaft, der bestimmten Angehörigen auch durch eine letztwillige Verfügung grundsätzlich nicht entzogen werden kann.
  • Pflichtteilsrecht
    Der letzte Wille ist nicht automatisch ein Wille, der auch 1 zu 1 umgesetzt wird. Der sogenannten „Testierfreiheit“ des Erblassers steht die gesetzliche Regelung zum Pflichtteilsrecht gegenüber. Die gesetzlichen Regelungen zum Pflichtteilsrecht sind nur dann relevant, wenn der Erblasser ein formgültiges Testament hinterlassen hat. Der Anspruch auf einen gesetzlichen
  • Probate im Erbrecht der USA
    Probate ist das Verfahren zur [URL="http://www.wf-kanzlei.de/spezialisierung/erbrecht-der-usa.html"]Verwaltung und Verteilung des Nachlasses in den USA[/URL]. Gibt es ein Testament, prüft das Nachlassgericht („probate court“) im Rahmen des Probate Verfahrens die Wirksamkeit des Testaments (daher auch der Name). Auf Antrag bestellt oder bestätigt das Nachlassgericht außerdem den Nachlassverwalter („personal representative“). Schließlich stellt es
  • Schenkung von Todes wegen
    Schenkungsversprechen, das unter der aufschiebenden Bedingung abgegeben wird, dass der Beschenkte den Schenker überlebt (§ 2301 Abs. 1 Satz 1 BGB).
  • Steuerbefreiung Betriebsvermögen - Erbschaftsteuerreform
    Inhaltsübersicht 1. Allgemeines 2. Regelverschonung - Grundsatz: 5 (vormals: 7) - Jahresfrist 2.1 Verschonungsabschlag, §
  • Testament
    Ein Testament ist eine einseitige Verfügung von Todes wegen, mit der der Erblasser Anordnungen über die Rechtsnachfolge hinsichtlich seines Vermögens für den Fall seines Todes treffen kann.
  • Testamentsanfechtung
    Die Anfechtung eines Testaments ist der Testamentsauslegung nachrangig. Dieser Rechtsgrundsatz gilt aus dem Grunde, den Willen des Erblassers als Grundgedanken der Verteilung der Erbmasse beizubehalten. Geregelt ist die Testamentsanfechtung in Paragraph 2078 des BGB (§ 2078 BGB). Hier wird das Erbrecht angewandt, welches eine solche Anfechtung erst nach dem
  • Testamentsgestaltung
    Die Gestaltung eines Testaments oder auch eines Erbertrages sorgt dafür, dass das Erbe im Sinne des Erblassers weitergegeben wird. Auch Streitigkeiten zwischen den Erben können durch eine entsprechende Testamentsgestaltung vermieden werden. Der Begriff Testament leitet sich vom lateinischen testamentum von testan, das heißt bezeugen, ab. Das
  • Testamentsregister
    Bei dem Zentralen Testamentsregister (ZTR) handelt es sich um ein elektronisches Register, welches sei dem 01.01.2012 bei der Bundesnotarkammer als Registerbehörde geführt wird, und das die effektivere Abwicklung von Nachlassverfahren zum Ziel hat. Das ZTR dient der Verwahrung von Urkunden, welche relevant für die Erbfolge sind. Zu diesen zählen
  • Testamentsvollstrecker
    Als „Testamentsvollstrecker“ wird eine Person bezeichnet, deren Aufgabe es ist, den letzten Willen eines Verstorbenen nach dessen Wünschen zu erfüllen. Oft wird der Testamentsvollstrecker (oder auch „Nachlassverwalter“) von dem Verstorbenen zu seinen Lebzeiten selbst bestimmt, weil es sich bei diesem entweder um einen ihm Nahestehenden (bitte
  • Testamentsvollstreckung
    Die Testamentsvollstreckung soll dem Schutz des vererbten Vermögens dienen, weiterhin eine gerechte und auch zügige Verteilung des Erbes gewährleisten, sie ist dazu geeignet, den Familienfrieden zu erhalten und dient auch der finanziellen Absicherung des Ehepartners und der Familie. Oft ist es dem Erblasser mit Hilfe eines Testamtsvollstreckers besser
  • Testator
    Testator ist die Person, die das Testament errichtet hat.
  • Testierfreiheit
    Testierfreiheit bedeutet, dass der Erblasser den Inhalt seines Testaments grundsätzlich frei bestimmen kann.
  • Testierfähigkeit
    Testierfähigkeit ist die Fähigkeit, wirksam ein Testament errichten zu können.
  • US-Amerikanisches Erbrecht - Der Living Trust
    Der Living Trust spielt im Erbrecht der USA eine wesentliche Rolle im Rahmen der Nachlassplanung als Alternative oder Ergänzung zum Testament. Es handelte sich dabei um eine besondere, dem deutschen Recht unbekannte Gattung einer juristischen Person des anglo-amerikanischen Rechts. Sehr vereinfacht dargestellt funktioniert der Living Trust wie folgt:
  • Ungeteilte Erbengemeinschaft
    Als ungeteilte Erbengemeinschaft werden alle Erben eines Erblassers bezeichnet. Die ungeteilte Erbengemeinschaft verliert ihre Wirkung mit Beginn einer Erbauseinandersetzung. Es muss jedoch nicht zu einer Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft kommen. Vielmehr besteht auch die Möglichkeit, dass die Erbschaft gemeinsam durch die Erben fortgeführt werden kann. Dies ist sogar zwingend notwendig,
  • Universalsukzession
    Der Begriff Universalsukzession meint im juristischen Sprachgebrauch Gesamtrechtsnachfolge. Damit bezeichnet man im Allgemeinen den Übergang von Pflichten und Rechten von einer Person auf eine andere, die zum Rechtsnachfolger wird. Eine solche Rechtsnachfolge kann entweder durch vertragliche Vereinbarungen oder infolge gesetzlicher Bestimmungen erfolgen. Man spricht
  • Verfügung von Todes wegen
    Oberbegriff für Testament und Erbvertrag.
  • Vermächtnis
    Ein Vermächtnis ist in Abgrenzung zur Erbeinsetzung die Zuwendung eines einzelnen Vermögensgegenstandes durch eine Verfügung von Todes wegen.
  • Vermächtnisnehmer
    Vermächtnisnehmer ist die Person, die mit einem Vermächtnis bedacht worden ist.
  • Vertrag zu Gunsten Dritter auf den Todesfall
    Der Vertrag zu Gunsten Dritter auf den Todesfall ist in § 331 BGB gesetzlich normiert und begründet eine Vermutung für den Zeitpunkt des Rechtserwerbs, wenn die vereinbarte Leistung nach dem Tode des Versprechungsempfängers erfolgen soll. Damit entsteht nach § 331 BGB ein schuldrechtlicher Anspruch und stellt zugleich eine Sondervorschrift
  • Visualisiertes Testament
    In Deutschland ist ein visualisiertes Testament ein rechtliches nullum . Es entfaltet keine Rechtskraft und ist dementsprechend nichtig. Hat der Erblasser, beispielsweise sein Testament auf Video aufgenommen, so ist dieses unwirksam. Auch in Notsituationen kann ein Testament nicht visuell aufgenommen werden. Bei so genannten Nottestamenten
  • Vorerbe
    Im deutschen Erbrecht besteht die Möglichkeit einen Vorerben zu berufen. Die Vorerbenberufung hat zur Folge, dass im Eintritt des Erbfalles die Erbmasse auf den Vorerben übergeht und erst bei dessen Tod, das Erbe an die gesetzlichen Nacherben nach § 2106 BGB weitergereicht wird. Darüber hinaus hat der Erblasser die
  • Vorsorgevollmachten
    Eine Vorsorgevollmacht dient dem Zweck, im Falle einer Entscheidungsunfähigkeit des Vollmachtgebers einen Vertreter im Willen zu bestimmen. Dieser wird an Stelle des nicht mehr zu Entscheidungen fähigen Vollmachtgebers sprechen. Die Rechtsgrundlage für Vorsorgevollmachten findet sich geregelt in den §§ 164 ff BGB sowie in den §§
  • Vorweggenommene Erbfolge
    Mit der vorweggenommen Erbfolge werden Vermögenswerte einem oder auch mehreren Erben zu Lebzeiten des Erblassers, meistens als unentgeltliche Schenkung, zugewendet. Der Vorteil dieser unter anderem in den §593 a S.1 BGB oder § 17 HöfeO geregelten Rechtsvorschrift ist, dass die strengen Formvorschriften eines Testaments vermieden werden.
  • Öffentliches Testament
    Das öffentliche Testament ist ein Testament, das zur Niederschrift eines Notars errichtet wird.
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    Vom Pflichtteil hat man schonmal gehört. Vielleicht auch von der Pflichtteilergänzung. Aber was ist das ? Und wie wirkt er sich der Anspruch auf Pflichtteilsergänzung im Erbfall aus ? Hierzu ein paar erklärende Anmerkungen. Kinder, Ehegatten und – wenn keine Kinder vorhanden sind – Eltern des Erblassers haben ...
  • BildKann man seine Kinder enterben ?
    In unserer Beratungspraxis tritt häufig die Frage auf, ob man unliebsame Kinder von der Erbfolge ausschließen kann. Die Antwort lautet regelmäßig „Ja und nein !“  Die rechtliche Enterbung ist möglich, allerdings verbleibt dem Kind regelmäßig eine wirtschaftliche Teilhabe am Nachlass  – nämlich in Form des Pflichtteilsanspruchs. Die Enterbung ...
  • BildOLG München: Zur Verfügungsbefugnis des Testamentsvollstreckers
    Das Oberlandesgericht (OLG) München äußerte sich mit Beschluss vom 17.07.2014 zur Reichweite der Verfügungsbefugnis des Testamentsvollstreckers über Nachlassgegenstände (AZ.: 34 Wx 161/14). NOETHE LEGAL Rechtsanwälte, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Köln und Zürich führt aus: Das OLG führt aus, dass der Testamentsvollstrecker nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) grundsätzlich zwar nur dann Verbindlichkeiten für den Nachlass ...
  • BildSo hilft Ihnen eine Patientenverfügung im Ernstfall
    Ein Schicksalsschlag durch Krankheit, Unfall oder Demenz kann jeden sehr schnell treffen. Dann müssen oft in kürzester Zeit lebenswichtige Entscheidungen getroffen werden. Wenn der Betroffene selbst seinen Willen nicht mehr äußern kann, stellt eine zuvor erstellte Patientenverfügung für alle Beteiligten eine große Hilfe dar. Jeder Heileingriff eines Arztes ...
  • BildOLG München: Fassung des Erbscheins bei Eintritt der Nacherbfolge
    In seinem Beschluss vom 01.10.2014 äußerte sich das Oberlandesgericht (OLG) München zu den Anforderungen an den Erbschein, insbesondere dessen Inhalt, für den Nacherben (AZ.: 31 Wx 314/14). NOETHE LEGAL Rechtsanwälte, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Köln und Koblenz führt aus: Das OLG führte aus, dass der nach Eintritt der Nacherbefolge erteilte Erbschein positiv oder ...
  • BildBGH: Testamentsvollstreckungsvermerk nicht in Gesellschafterliste einzutragen
    Mit Beschluss vom 24.2.2015 entschied der Bundesgerichtshof (BGH), dass ein Testamentsvollstreckervermerk nicht in eine eingereichte Gesellschafterliste aufgenommen werden kann (Az.: II ZB 17/14). NOETHE LEGAL Rechtsanwälte, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Köln und Koblenz führt aus: Der BGH führte aus, grundsätzlich dürfe das Registergericht prüfen, ob eine eingereichte Gesellschafterliste die Anforderungen, welche das Gesetz über ...

News zum Erbrecht

Forenbeiträge zum Erbrecht
  • BildAnfechtung Erbertrag (09.05.2007, 21:46)
    Liebe Forenmitglieder, ich komme als Neuling mit einer sehr verzwickten Angelgenheit zu euch. Es geht um folgendenen Sachverhalt. 1997 schließen Großmutter W und Großvater J einen Erbvertrag. (nicht verheiratet), in dem GV J als Alleinerbe eingesetzt wird. 2005 schreibt GM W ein Testament, wo der Sohn S als alleinerbe eingesetzt werden ...
  • BildErbrecht bei Adoption (07.08.2007, 10:36)
    Hallo. Das hier find ich sehr kompliziert, bin sehr dankbar wenn mir jemand sagen könnte, ob ich richtig liege, oder einen denkfehler dabei konstruiere! Person A und B sind Geschwisster, Person A wächst bei der leiblichen, kinderlosen Tante auf, die ihn auch Ende der 90'er Jahre adoptiert, zu dem Zeitpunkt ist der ...
  • BildErzeugerrechte (16.03.2013, 21:06)
    Liebes Forum, ich schildere ich einen schwierigen Fall. Ein leiblicher Vater, der allerdings bei der Geburt des Kindes nicht benannt wurde, weil der Kontakt zur Mutter schon zu Beginn der Schwangerschaft abgebrochen wurde und die Mutter beschlossen hatte sich allein um das Kind zu kümmern, meldet sich nun bei der ...

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