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Informationen zum Rechtsgebiet Datenschutzrecht

Das Datenschutzrecht hat die Aufgabe, den Umgang mit personenbezogenen Daten zu regeln sowie diese Daten vor Missbrauch zu schützen und leitet sich aus dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht im Grundgesetz (Art. 2 GG) her.

Datenschutz (© Marco2811 - Fotolia.com)
Datenschutz
(© Marco2811 - Fotolia.com)

Nicht nur im Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) von 1978, sondern auch in unterschiedlichen Spezialgesetzen finden sich für einzelne Fälle Regelungen zum Datenschutz. Im weitesten Sinne gehören zum Datenschutz nicht nur sämtliche Gesetze und Gerichtsentscheidungen, sondern auch alle Anordnungen und Vereinbarungen, die

  • die Privatsphäre des Einzelnen schützen,

  • die informationelle Selbstbestimmung rechtlich ausgestalten,

  • den Umgang mit personenbezogenen Daten oder Geheimnissen regeln.

Gültigkeitsbereich

Das Bundesdatenschutzgesetz gilt nicht nur für Bundesbehörden, sondern auch für die Privatwirtschaft. Allerdings haben die deutschen Bundesländer ihre eigenen Landesdatenschutzgesetze, die für die jeweiligen Kommunen und Landesbehörden gelten. So müssen öffentliche Stellen auf Antrag dem Bürger Auskunft darüber erteilen,

  • welche personenbezogenen Daten gespeichert wurden und unter Umständen auch die Herkunft dieser Personendaten mitteilen,

  • an welche Empfänger bzw. Kategorie von Empfängern die personenbezogenen Daten weitergeleitet werden,

  • welchen Zweck die gespeicherten Daten erfüllen.

Sofern die personenbezogenen Daten unrichtig sind, besteht das Recht auf Korrektur. Wurden die Daten unzulässigerweise gespeichert oder ist es nicht mehr erforderlich, dass die Daten auch weiterhin gespeichert werden (z. B. weil ein behördlicher Vorgang abgeschlossen ist), besteht das Recht, dass die Daten gelöscht werden. Ist dieses aufgrund einer Aufbewahrungsfrist nicht möglich, kann die Sperrung der Daten ersatzweise vorgenommen werden.

Nur in den Fällen, in denen keine speziellen Datenschutzgesetze für einen konkreten Fall existieren, können neben dem Bundesdatenschutzgesetz auch die jeweiligen Landesdatenschutzgesetze angewendet werden. So müssen z. B. Internet-Provider, personenbezogene Kundendaten verarbeiten, die Datenschutzvorschriften gemäß Telemediengesetz berücksichtigen. Bei der Verarbeitung der persönlichen Daten seiner Mitarbeiter muss sich der Internet-Provider jedoch nach dem Bundesdatenschutzgesetz richten, da es in Deutschland kein entsprechendes Arbeitnehmerdatenschutzgesetz gibt.

Werden personenbezogenen Daten in automatisierten Verfahren verarbeitet, so sind entsprechende Datenschutzbeauftragte sowohl von Behörden, als auch Unternehmen zu bestellen. Entsprechende Regelungen hierzu sind im § 4 BDSG zu finden.

Anwaltliche Beratung im Datenschutzrecht

Das Datenschutzrecht ist recht umfangreich. Ein Rechtsanwalt für Datenschutz kennt sich in diesem Rechtsbereich bestens aus. Seine Mandanten berät ein Rechtsanwalt für Datenschutz kompetent und zuverlässig und vertritt ihre Interessen auch in einem gerichtlichen Verfahren.


Top 20 Orte zu Rechtsanwalt Datenschutzrecht:


Orte zu Rechtsanwalt Datenschutzrecht


Datenschutzrecht erklärt von A bis Z

  • Ausländer - Datenschutz
    Daten von Ausländern werden ebenso gespeichert wie jene von Deutschen; zusätzlich wird bei den Ausländerbehörden noch eine spezielle Registrierung vorgenommen. Dort werden Akten zur Person des Ausländers geführt sowie die Ausländerdateien A und B. Darüber hinaus wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ein Ausländerzentralregister geführt, welches aus den
  • Bundesbeauftragter für den Datenschutz
    Bei dem Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) handelt es sich um den Beauftragten des Bundes, der sowohl für den Datenschutz als auch für die Informationsfreiheit zuständig ist. Er unterliegt der Dienstaufsicht des Bundesministeriums für Inneres und der Rechtsaufsicht der Bundesregierung. Gegründet wurde diese Instanz am 01.01.1978.
  • Datenschutz
    Der Schutz personenbezogener Daten vor missbräuchlicher Verwendung wird gemeinhin als Datenschutz bezeichnet. Der Begriff wurde gleichgesetzt mit Schutz der Daten, Schutz vor Daten oder auch Schutz vor „Verdatung“. Im englischen Sprachraum spricht man von „privacy“ (Schutz der Privatsphäre) und von „ data privacy “ (Datenschutz im
  • Datenschutz - Notariat
    Der Datenschutz in einem Notariat wird gemäß der Dienstordnung der Notare (DONot) geregelt. So hat ein Notar grundsätzlich über alle Tatsachen, welche ihm während der Ausübung seiner Ttigkeit bekannt geworden sind, Stillschweigen zu bewahren. Der Anwendungsbereich dieses Datenschutzes bezieht sich auf jegliche Verwendung personenbezogener Daten, also auf deren
  • Datenschutzbeauftragter
    Ein Datenschutzbeauftragter ist für den Datenschutz verantwortlich. In Behörden ist ein Datenschutzbeauftragter nach § 4 f Abs. 1 BDSG zu bestellen. Bei nicht öffentlichen Stellen ist ein Datenschutzbeauftragter in Betrieben ab 20 Personen (betrieblicher Datenschutzbeauftragter), die mit personenbezogener Daten umgehen. Bei automatisierter Verarbeitung von Daten ist ein Datenschutzbeauftragter
  • Datenschutzrecht - Speicherung personenbezogener Daten
    Als "personenbezogen" werden Daten immer dann angesehen, wenn sie die persönlichen oder sachlichen Verhältnisse einer natürlichen Person beschreiben. Prinzipell ist die Verarbeitung personenbezogener Daten nicht gestattet, doch gemäß § 28 BDSG (Bundesdatenschutzgesetz) ist deren Speicherung in manchen Fällen zulässig. Derartige Fälle sind gegeben, wenn die Speicherung personenbezogener
  • Datenschutzrecht - Übermittlung personenbezogener Daten
    Die Übermittlung personenbezogener Daten wird gemäß § 28 BDSG geregelt. So ist die Übermittlung gemäß § 28 Abs. 1 BDSG zulässig, wenn die Übermittlung personenbezogener Daten für die Begründung eines Rechtsgeschäftes mit dem Betroffenen notwendig ist, die Übermittlung der Wahrung berechtigter Interessen dient und kein Grund
  • Datensicherung
    Inhaltsübersicht 1. Datenschutz und Datensicherung 2. Ziele und Aufgaben der Datensicherung 3. Sicherungsanalyse
  • Fall Kohl
    Als Fall Kohl bezeichnet man den Rechtsstreit zwischen Helmut Kohl und der Bundesrepublik Deutschland um die Herausgabe von Stasi-Unterlagen über Kohl. Der Rechtsstreit ist ein klassischer Fall des Widerstreits zwischen Datenschutz und Informationsfreiheit. Inhaltsverzeichnis 1
  • Übermitteln von Daten
    Mit Übermitteln bezeichnet man das Bekannt geben gespeicherter oder durch Datenverarbeitung gewonnener personenbezogener Daten an einen Dritten in der Weise, dass die Daten an den Dritten weitergegeben werden oder der Dritte zur Einsicht und zum Abruf bereit gehaltene Daten einsieht oder abruft (vgl. § 3 Abs. 4 Nr. 4



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News zum Datenschutzrecht

Forenbeiträge zum Datenschutzrecht
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