Rechtsanwalt für Betreuungsrecht nach Orten

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Informationen zum Rechtsgebiet Betreuungsrecht

Das Betreuungsrecht ist Bestandteil des Familienrechts und hat 1992 die bis dahin geltenden Vorschriften zur Entmündigung sowie der Vormundschaft über volljährige Personen und der Gebrechlichkeitspflege ersetzt. Diese Vorschriften sind im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) in den §§ 1896 ff. zu finden.

Betreuerin hilft beim Einkaufen (© highwaystarz - Fotolia.com)
Betreuerin hilft beim Einkaufen
(© highwaystarz - Fotolia.com)

Durch das Betreuungsrecht wird die Rechtsstellung einer volljährigen Person geregelt, die aufgrund

  • einer psychischen oder körperlichen Erkrankung,

  • einer körperlichen, seelischen oder geistigen Behinderung

Außerstande ist, selbstständig für sich in allen Lebenssituationen tätig zu sein. Allerdings besteht die Besonderheit darin, dass das Betreuungsrecht sich immer nur auf den jeweiligen Aufgabenbereich beschränkt ist, in welchem die betreffende Person die Unterstützung durch einen Betreuer auch wirklich benötigt. So soll sichergestellt werden, dass die betreute Person weiterhin die größtmögliche Unabhängigkeit besitzt. Das bedeutet, dass die betreute Person nicht mehr, wie vor 1992, vollständig entmündigt wird, sondern vielmehr in allen anderen Aufgabenbereichen weiterhin voll rechtsfähig bleibt, auf die Geschäftsfähigkeit des Betreuten hat die rechtliche Betreuung keine Auswirkung. Die Totalbetreuung kann jedoch bei Bedarf angeordnet werden.

Betreuungsvorraussetzungen

Voraussetzung für eine rechtliche Betreuung ist jedoch, dass die betreffende Person auch tatsächlich hilfs- bzw. pflegebedürftig ist. Die Anordnung auf eine rechtliche Betreuung erfolgt durch das zuständige Vormundschaftsgericht

  • auf Antrag, wenn eine volljährige Person die eigene Betreuung in einem Arbeitsbereich wünscht,

  • von Amts wegen, z. B. wenn ein geistiges Gebrechen vorliegt.

Die rechtliche Betreuung ist vom Vormundschaftsgericht teilweise oder ganz aufzuheben, wenn die genannten Voraussetzungen in dem zugewiesenen Arbeitsbereich entfallen. Gegen den Willen der betroffenen Person darf das Vormundschaftsgericht allerdings keinen Betreuer bestellen. Dieser vertritt die zu betreuende Person außergerichtlich und gerichtlich innerhalb der entsprechenden Aufgabenbereiche, die vom Vormundschaftsgericht zugewiesen wurden. Bei außergewöhnlich schwerwiegenden Entscheidungen oder Maßnahmen muss der Betreuer vom Vormundschaftsgericht die Zustimmung einholen, z. B.

  • bei ärztlichen Behandlungen oder gefährlichen Untersuchungen,

  • bei Kündigung des Mietverhältnisses für die Wohnung der betreuten Person,

  • wenn lebenserhaltende Maßnahmen abgebrochen werden sollen.

Anwaltliche Beratung im Betreuungsrecht

Da beim Betreuungsrecht viele Aspekte zu berücksichtigen sind, sollte ein Rechtsanwalt für Betreuungsrecht bei auftretenden Fragen hinzugezogen werden. Dieser verfügt über die erforderlichen Fachkenntnisse in diesem speziellen Rechtsgebiet sowie die entsprechende Praxiserfahrung. Ein Anwalt für Betreuungsrecht kann die Interessen sowohl von betreuten Personen als auch von Betreuern optimal vertreten.


Top 20 Orte zu Rechtsanwalt Betreuungsrecht:


Orte zu Rechtsanwalt Betreuungsrecht

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Betreuungsrecht erklärt von A bis Z

  • Betreuer - Vergütung
    Ein Betreuer ist als der gesetzliche Vertreter von Personen anzusehen, welche zwar volljährig sind, aber aus bestimmten Gründen nicht in der Lage sind, für ihre eigenen Angelegenheiten zu sorgen. Bei Betreuern wird unterscheiden zwischen Ehrenamtlichen Betreuern, welche meist aus dem familiären Umfeld der betreuungsbedürftigen Person stammen, und
  • Betreuung
    Was ist eine gesetzliche Betreuung ? Für die gesetzliche Betreuung sind in Deutschland unterschiedliche Regelungen geschaffen worden, die die Betreuung immer konkret auf die Notwendigkeiten abstellen. Die rechtliche Grundlage der gesetzlichen Betreuung ist der § 1896 der derzeit gültigen Fassung des
  • Betreuungsbehördengesetz
    Basisdaten Titel: Gesetz über die Wahrnehmung behördlicher Aufgaben bei der Betreuung Volljähriger Kurztitel: Betreuungsbehördengesetz Abkürzung: BtBG Art: Bundesgesetz Geltungsbereich: Bundesrepublik Deutschland Rechtsmaterie: Betreuungsrecht,
  • Betreuungsrechtliche Praxis
    Die Betreuungsrechtliche Praxis (BtPrax) ist die erste und bekannteste juristische Zeitschrift speziell für das Betreuungsrecht. Sie erscheint seit 1992 (also 2006 im 15. Jahrgang). Erscheinungsweise ist 6 x jährlich mit einem Seitenumfang von je 40 Seiten, z.T. erscheinen zusätzlich Sonderhefte, zuletzt im Sommer 2005
  • Betreuungsunterhalt
    Mit dem Begriff "Betreuungsunterhalt" werden im Unterhaltsrecht zwei unterschiedliche Sachverhalte definiert: zum einen handelt es sich bei dem Betreuungsunterhalt um jenen Unterhalt, den ein geschiedener Ehegatte seinem Exgatten zahlen muss, wenn dieser aufgrund der Betreuung des gemeinsamen Kindes, welches bei ihm lebt, nicht in der Lage ist, für seinen
  • Ergänzungsbetreuer
    Der Ergänzungsbetreuer (Verhinderungsbetreuer) ist ein Betreuer, welcher für bestimmte Situationen seitens des Betreuungsgerichts zusätzlich zu dem eigentlichen Betreuer bestellt wird. Bestellt wird der Ergänzungsbetreuer, wenn der Betreuer selbst kein Rechtsgeschäft mit dem Betreuten abschließen kann, der Betreuer wegen eines Rechtsgeschäftes zwischen dem Betreuten und einem
  • Rechtliche Betreuung
    Bei der Rechtlichen Betreuung handelt es sich um ein Rechtsinstitut, bei welchem ein Betreuer die Vertretungsmacht für einen Volljährigen erhält, um für diesen bestimmte Aufgaben wahrzunehmen. Dies geschieht uner gerichtlicher Aufsicht. Die Rechtliche Betreuung ersetzt seit Inkrafttreten des Betreuungsgesetzes im Jahre 1992 die Vormundschaft für Volljährige sowie die



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News zum Betreuungsrecht
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Forenbeiträge zum Betreuungsrecht
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    Folgender fiktiver Fall: Die Lebensgefährtin eines Mannes würde die Betreuung für selbigen nach schwerer Krankheit beantragen, da dieser nicht mehr in der Lage ist, Pflege und andere Angelegenheiten selbständig zu verrichten. Oben genannte Lebensgefährtin (nicht Ehefrau) hätte vorher die Kinder des Mannes nicht darüber in Kenntnis gesetzt, die Betreuung übernehmen ...
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    Sehr geehrte Forenteilnehmer, ... wie weit kann die Betreuung im EInzelfall gehen. Soweit ich das sehr kann dies von der finanziellen Protektion gehen bis zur vollständigen "Entmündigung". Wobei ich mir vorstellen kann, dass die Frage der Zurechnungsfähigkeit von maßgeblicher Bedeutung ist. Das bedeutet in der Praxis, dass sehr viel vom psychologischen Gutachter abhängt.
  • BildVerbindliche Anmeldung = Vertrag? = Schadensersatz? (01.03.2012, 18:25)
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