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Informationen zum Rechtsgebiet Anwaltshaftung

Die Anwaltshaftung bezeichnet die anwaltliche Haftung eines Rechtsanwalts gegenüber seiner Mandantschaft, in seltenen Fällen auch Dritten gegenüber.

Haftung des Rechtsanwalts (© Andrey Popov - Fotolia.com)
Haftung des Rechtsanwalts
(© Andrey Popov - Fotolia.com)

Voraussetzung für eine Anwaltshaftung ist allerdings, dass zwischen Rechtsanwalt und Mandant ein Vertrag gemäß § 675 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) geschlossen wurde, woraus sich für den Rechtsanwalt die ordnungsgemäße Erfüllung seiner Anwaltspflichten gegenüber dem Mandanten ergibt. Des Weiteren muss es zu einer schuldhaften Pflichtverletzung des Rechtsanwalts im Rahmen des Mandats gekommen sein, woraus ein ursächlicher Vermögensschaden für seinen Mandanten entstanden ist. Dieser kann dann von seinem Anwalt einen Schadenersatz verlangen.

Pflichten des Rechtsanwalts

Der Mandant muss von seinem Rechtsanwalt über Besonderheiten und mögliche Risiken in einem Rechtsfall aufgeklärt werden. Der Anwalt hat gegenüber seinem Mandanten eine Fürsorgepflicht und stets den sichersten Weg für seinen Mandanten und somit für Vertretung seiner Interessen zu wählen. Das beinhaltet nicht nur eine umfassende Beratung, sondern auch die Pflicht, seinen Mandanten vor Schäden zu bewahren und auf mögliche Risiken hinzuweisen. So darf er sich z. B. zur Einschätzung von möglichen Prozessaussichten nicht nur auf den Sachverhalt, den der Mandant darstellt, verlassen, sondern muss auch überprüfen, ob dieses den angestrebten Prozesserfolg begründet und auf mögliche Bedenken hinweisen.

Pflichtverletzung gegen die Anwaltspflichten

Von einer Pflichtverletzung des Rechtsanwalts ist auszugehen, wenn dieser verschuldet (oder zumindest fahrlässig) gegen seine Anwaltspflichten gemäß §§ 43 ff. Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO) verstößt, z. B. indem er

Anspruch auf Schadenersatz

Grundsätzlich ist jeder Rechtsanwalt zum Abschluss einer Berufshaftpflicht verpflichtet, die für sämtliche Anwaltsfehler haften muss. Ohne diese Haftpflichtversicherung ist eine Anwaltszulassung nicht möglich. Erkennt der Anwalt, dass ihm in einer Rechtsangelegenheit ein Fehler unterlaufen ist oder hat er Kenntnis von einer ernstzunehmenden Beschwerde seines Mandanten, muss er unverzüglich seine Versicherung über den Versicherungsfall informieren. Sofern dem Mandanten durch anwaltliches Verschulden ein Schaden entstanden ist, muss dieser die Pflichtverletzung seines Rechtsanwalts nachweisen. Dazu muss er alle Tatsachen vorbringen, die seinen Schadensersatzanspruch belegen, um diesen zunächst in einer außergerichtlichen Einigung geltend machen zu können. Sofern es zu keiner Einigung zwischen Anwalt und Mandant kommt, ist eine gerichtliche Schadensersatzklage möglich.

Wenn ein Mandant Schadensersatzansprüche gegen seinen Rechtsanwalt geltend machen möchte, ist die Unterstützung eines Rechtsanwalts für Anwaltshaftung ratsam. Dieser überprüft beispielsweise, ob das Honorar seines Kollegen korrekt berechnet wurde, aber auch, inwieweit der Mandant Ansprüche aufgrund einer anwaltlichen Pflichtverletzung geltend machen kann. Eine Rechtsanwaltskanzlei für Anwaltshaftung vertritt auch die Interessen des Mandanten bei einer gerichtlichen Schadensersatzklage gegen den früheren Rechtsanwalt.


Top 20 Orte zu Rechtsanwalt Anwaltshaftung:


Orte zu Rechtsanwalt Anwaltshaftung


Anwaltshaftung erklärt von A bis Z

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