Währung oder Spielgeld, wo geht es hin mit den Bitcoins?

Autor: , verfasst am 03.03.2014, 11:14| Jetzt kommentieren

Seit dem Jahr 2009 gibt es Bitcoins und in regelmäßiger Häufigkeit dominiert das Thema die Presse. So richtig zugänglich ist das Thema allerdings nur für Menschen mit technischem Verständnis. Dabei kann die Frage, ob eine neue „Währung“ entsteht gar nicht so unwichtig sein. Dieser Frage wollen wir auf den Grund gehen.

Bitcoins  (© Fotolia.com)
Bitcoins
(© Fotolia.com)

Von vielen Seiten kann man sich den Fragen rund um das Thema Bitcoins nähern. Entweder man spricht die volkswirtschaftliche oder moralische Seite an, oder versucht es, so machen wir es, mit der juristischen Seite.

Leider wird man feststellen, dass man durch diese Herangehensweise gesetzlich schnell an seine Grenzen gerät. So ist der Euro momentan die vermeintlich einzige Währung, welche im BGB „anerkannt“ wird. (Vgl. § 244 Abs. I BGB)
Eine Definition für den Begriff Geld findet man maximal auf Ebene europäischer Richtlinien, allerdings wird es durch eine solche Subsumtion auch „nur“ als mögliches Zahlungsmittel angesehen werden können. Letztlich bleibt die juristische Erkenntnis, dass es rechtlich gesehen nicht um Geld handelt, jedenfalls nicht im Rahmen des Währungsrechts.

Doch was sind Bitcoins dann?

Kurz gesagt ist Bitcoin eine Form von virtuellem Geld. Jede Währung lebt von der Akzeptanz als Zahlungsmittel in verschiedenen Gesellschaften. Durch Tauschbörsen, welche Bitcoins in „echte“ Währungen zu tauschen ermöglichen, gibt es diese nötige Akzeptanz zumindest im Internet. Man muss die Entstehung dieser Währung technisch nicht verstehen, um zu erkennen, dass es schlussendlich nur um den "geduldeten" Gegenwert zu einer anderen weit mehr akzeptierten Währung geht.

Im August 2013 befand die BaFin Bitcoin als Rechnungseinheit im Sinne des Kreditwesengesetzes, was Unternehmen welche einen gewerblichen Umgang mit Bitcoin erlaubnispflichtig machen kann. Auch das Bundesfinanzministerium sieht Bitcoin als „privates Geld“ an.

Die rechtliche Einordnung dieser „Währung“ ist demnach fraglich und kaum reguliert. Bitcoin unterliegt nach wie vor starken Schwankungen. Es bleibt abzuwarten, wann und ob die Akzeptanz wächst, so dass auch juristische die ersten Fälle vor Gericht landen, um Entscheidungen herbeizuführen.

Quelle: Juraforum.de

Schlagwörter: Bitcoins, Währung, virtuelles Geld


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