Wer darf die Bezeichnung „Züchter“ tragen?

Autor: , verfasst am 10.04.2016, 08:00| 1 Kommentar

Die Bezeichnung „Züchter“ ist nicht geschützt. Aus diesem Grund kann sich grundsätzlich jeder Züchter nennen. Dies gilt damit auch für Tierhändler aus dem Ausland, die Welpen nach Deutschland weitervermitteln. Sie bezeichnen sich nicht selten auch als Züchter. Generell versteht man jedoch unter einem Züchter eine Person, die Hunde unter Kontrolle und Aufsicht eines Zuchtwarts vermehrt. Die Züchter der einzelnen Rassen werden dabei von den Zuchtvereinen betreut, die entweder in einem Verband oder Verein, wie z. B. der Allgemeine Rassehunde Club Deutschland e.V., zusammengeschlossen sind. Als Züchter unterliegt man der streng festgelegten Zuchtordnung. Hunde aus einer Zucht verfügen über eine Ahnentafel. Um offiziell als Züchter zu gelten, müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden. Als Züchter einer Hunderasse muss man zunächst offiziell eingetragen zu werden. Hierfür muss man selbst als auch der eigene Rüde oder Hündin verschiedene Kriterien erfüllen.

Züchter konzentrieren sich oft auf bestimmte Rassen. (© mopsgrafik - Fotolia.com)
Züchter konzentrieren sich oft auf bestimmte Rassen.
(© mopsgrafik - Fotolia.com)

Die Voraussetzungen, um die Bezeichnung „Züchter“ tragen zu dürfen

Um ein offizieller Züchter für eine Hunderasse zu werden, muss zunächst eine Ausbildung absolviert werden, um sich das Wissen rund um die Hundezucht anzueignen. Ein Zuchtwart des Zuchtvereines wird dann die Zuchtstätte kontrollieren, die sowohl mit der Zuchtordnung als auch mit dem Tierschutzgesetz konform gehen muss. Damit der eigene Hund zur Zucht zugelassen wird, sind Experten zurate zu ziehen, die das Erscheinungsbild sowie das Wesen des Tieres prüfen. Natürlich darf auch der Gesundheitscheck beim Tierarzt nicht fehlen.

Zuletzt kommen die Zuchtvereine ans Ruder, die aufgrund des Gesundheitszustandes feststellen, dass potenzielle Welpen nicht durch eventuelle Erbkrankheiten belastet werden können. Ist man dann als Züchter zugelassen, kann man im entsprechenden Zuchtbuchamt des Verbandes einen Zwingernamen beantragen. So entstehen die adlig klingenden Namen der Hunde, die auf der Ahnentafel festgehalten sind.


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Bisherige Kommentare zum Ratgeber (1)

Tierlieb  (08.05.2014 11:45 Uhr):
Bin kein Züchter. Aber am besten sind immer Empfehlungen von anderen--...




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