Tiere beim Autofahren: Sicherheitsvorschriften?

Autor: , verfasst am 10.04.2016, 08:00| Jetzt kommentieren

Eine Vollbremsung oder ein Aufprall bedeutet immer, dass Ungesichertes zu einem Torpedo mutiert und durch den Innenraum des Autos fliegt. Um Verletzungen bei Mensch oder Tier zu verursachen, genügt Tempo 50 km/h, das haben zahlreiche Crash-Tests bewiesen. Daher sollte der Hund genauso bei einer Autofahrt gesichert sein, wie Kinder oder Erwachsene. Hunde springen schon mal nach vorne und können den Fahrer damit aus dem Konzept bringen. Oft reichen einige Sekunden Unaufmerksamkeit, um einen Unfall zu verursachen.

Tiere im Auto sollten richtig transportiert werden. (© Markus Mainka - Fotolia.com)
Tiere im Auto sollten richtig transportiert werden.
(© Markus Mainka - Fotolia.com)

Die Straßenverkehrsordnung und die Sicherheitsvorschriften für Tiere im Auto

Auch in der Straßenverkehrsordnung sind deutliche Vorschriften verankert, in denen vorgeschrieben wird, dass Tiere im Auto gesichert werden müssen. Auch, dass der Fahrzeugführer für die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften verantwortlich ist, wird in den §§ 22 und 23 der Straßenverkehrsordnung (StVO) festgelegt.

Wie sichern Sie Ihr Tier beim Autofahren am besten?

Für den Transport von Haustieren im Auto kann man unter verschiedenen Sicherheitsmaßnahmen wählen, abgestimmt auf Tier und den Wagentyp. Bei einem Kombi, Autos mit großem Kofferraum oder einem Transporter, sind Hundegitter ideal, die ebenso verhindern, dass der Hund bei geöffneten Türen das Weite sucht. Optimal sind natürlich Transportboxen, die jedoch weder zu groß noch zu klein sein dürfen, um es dem Tier so angenehm wie möglich zu machen. Die dritte Möglichkeit sind Hundegurte, die aus einem gepolsterten Geschirr und einem Gurt bestehen, der im Verschluss des Sicherheitsgurtes auf der Rückbank fixiert wird. Dabei sollte bedacht werden, das Sitzpolster entsprechend zu schützen, um eine Verschmutzung durch Hundepfoten und Hundehaare zu vermeiden.

Der Hund sollte langsam an die Sicherung während der Autofahrt gewöhnt werden

Wie auch kleine Kinder müssen Hundewelpen eine Menge lernen, dazu gehört das Treppensteigen wie auch das Autofahren. Gerade Hunde reagieren unsicher auf etwas, was sie nicht kennen. Wird ein Hund sozusagen “ins kalte Wasser geschmissen“, kann dies zur Folge haben, dass der Hund niemals freiwillig ins Auto steigt. Daher sollten Hunde langsam an alles Neue herangeführt werden, damit sie sich an die Situationen entsprechend anpassen können. In der Regel geht das ziemlich schnell, zumal Leckerlis nie ihre Wirkung verfehlen, die bei jeglichem Hundetraining eingesetzt werden.

Strafen, wenn Sie die Sicherungsvorschriften für Tiere beim Autofahren missachten

Die Sicherheit eines Hundes im Auto sollte jedem am Herzen liegen, ohne dass es erst zu einer Anzeige kommen muss. Denn gemäß der Straßenverkehrsordnung gelten mitgeführte Haustiere als „Ladung“. Nachdem Hunde vor dem Gesetz als „Ladung“ gelten, wird auch bei einem Verstoß das Bußgeld herangezogen, das für eine „ungesicherte Ladung“ veranschlagt wird. Führt man einen Hund ungesichert im Auto mit sich, wird dies als Ordnungswidrigkeit geahndet. Das Bußgeld beläuft sich auf 35 Euro. Nur wenn eine Gefährdung des Straßenverkehrs besteht, beläuft sich das Bußgeld auf 50 € und 3 Punkten in Flensburg.


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