§ 11 TierSchG

Autor: , verfasst am 10.04.2016, 08:00| Jetzt kommentieren

Der § 11 des Tierschutzgesetzes dient der Regelung der Züchtung, des Handels sowie der Tierhaltung; § 11b TierSchG beschäftigt sich mit der Qualzucht.

Das Tierschutzgesetz ist ein zentrales Gesetz im Tierschutzrecht. (© froxx-Fotolia.com)
Das Tierschutzgesetz ist ein zentrales Gesetz im Tierschutzrecht.
(© froxx-Fotolia.com)

§ 11 TierSchG: Novellierung im Jahre 2013

Im Zuge der Novellierung des Tierschutzgesetzes im Juli 2013 wurde auch der § 11 TierSchG überarbeitet. Danach benötigt derjenige, welcher bestimmte Tätigkeiten nach § 11 Tierschutzgesetz durchführen will, die Erlaubnis des Lebensmittelüberwachungs-, Tierschutz- und Veterinärdienstes. Zu diesen Tätigkeiten gehören:

  • Ausbildung von Hunden für Dritte zu Schutzzwecken sowie die Unterhaltung von Einrichtungen, in denen derartige Ausbildungen vollzogen werden können.
  • Durchführung von  sogenannten „Tierbörsen“, auf denen Tiere getauscht oder verkauft werden können. Die Erlaubnispflicht für derartige Börsen umfasst alle Tiere, auch Insekten.
  • Gewerbsmäßige Bekämpfung von Wirbeltieren als Schädlinge
  • Gewerbsmäßige Zucht oder Haltung von Wirbeltieren, ausgenommen landwirtschaftliche Nutztiere , wobei auch Tierpensionen als „gewerbsmäßige Haltung“ angesehen werden. Dasselbe gilt für die Aufnahme von Tieren zur Pflege, wenn diese vergütet wird. Tiersitting – also die stundenweise Betreuung eines Tieres – bedarf keiner Erlaubnis. Besondere Beachtung erfordern die Pferdepensionen: während sie in einigen Bundeländern der Erlaubnispflicht unterliegen, ist dies in anderen Bundesländern nicht der Fall.
  • Gewerbsmäßige Zurschaustellung von Tieren, wie sie in einem Zirkus gegeben ist. Auch das Betteln mit Tieren fällt unter diese Kategorie.
  • Gewerbsmäßiger Handel mit Wirbeltieren, welcher beispielsweise in einer Zoohandlung gegeben ist.
  • Gewerbsmäßiger Unterhaltung eines Reit- oder Fahrbetriebes, welche bereits dann gegeben ist, wenn ein Tier regelmäßig gegen Entgelt zum Reiten oder Fahren verliehen wird. Unter diese gewerbsmäßige Unterhaltung fallen auch Reitvereine, wenn diese Pferde an Nicht-Mitglieder verleihen.
  • Haltung von Tieren in  einem Tierheim

§ 11 TierSchG: Änderungen ab 01. August 2014

Ab dem 01.08.2014 unterliegen weitere Tätigkeiten der Erlaubnispflicht gemäß § 11 TierSchG:

  • Die Einfuhr von Wirbeltieren, welche keine Nutztiere sind, die dem Halter gegen Entgelt oder eine andere Gegenleistung  überlassen werden, sowie deren Vermittlung.
  • Die gewerbsmäßige Ausbildung von Hunden sowie die gewerbsmäßige Anleitung des Tierhalters zur Hundeausbildung.

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