Rasseliste bei Hunden allgemein

Autor: , verfasst am 10.04.2016, 08:00| Jetzt kommentieren

Die Rasseliste umfasst die Hunderassen, die potenziell als gefährlich eingestuft werden. Diese sogenannten Kampfhunde werden als Listen- oder Anlagehunde geführt. Wobei es keine einheitliche Regelung unter den Bundesländern gibt. Auch, welche Hunde auf der Rasseliste erfasst sind, ist abhängig vom einzelnen Bundesland. Für Hundehalter kann dies bedeuten, dass man mit Einschränkungen durch Gesetze und Verordnungen zu rechnen hat. Dazu gehören z. B. Volljährigkeit oder das Vorlegen eines Führungszeugnisses. Ebenfalls kann ein Hundeführerschein erforderlich sein, d. h., der Halter muss eine Sachkundeprüfung ablegen. Außerdem kann Haltern von Listenhunden auferlegt werden, den Hund nur mit Leine und Maulkorb in der Öffentlichkeit zu führen. Hinzu kommt die Pflicht des Chippens und einer Versicherung sowie eventuell die Sterilisation bzw. Kastration des Hundes. Andere Voraussetzungen beziehen sich auf einen Wesenstest und die Pflicht, das eigene Grundstück so zu sichern, dass keine Gefahr für andere besteht.

Für Kampfhunde gelten oft spezielle Regelungen. (© Michael Ireland - Fotolia.com)
Für Kampfhunde gelten oft spezielle Regelungen.
(© Michael Ireland - Fotolia.com)

In manchen Bundesländern haben Halter von Listenhunden die Möglichkeit, ihren Hund durch einen bestandenen Wesenstest von den besonderen Auflagen wie dem Maulkorbzwang zu befreien. Diese Befreiung gilt jedoch nicht bundeseinheitlich für alle Rassen.

Gründe für die speziellen Maßnahmen für Listenhunde

Die besonderen Maßnahmen für die Halter von Listenhunden werden damit begründet, dass Hundeattacken und auch die Anzahl der dadurch zu Tode gekommenen Menschen in den vergangenen Jahren ständig anstieg. Dies wird in der Bundesrepublik in Statistiken festgehalten. So sind 1998 bis 2007 insgesamt 39 Hundeattacken mit tödlichem Ausgang in Deutschland zu verzeichnen gewesen.

Problematisch an der Handhabung der Rasseliste ist, dass keine bundeseinheitliche Liste besteht. So gelten bestimmte Rassen in Berlin als ungefährlich, in Bayern jedoch werden dieselben Rassen als aggressiv eingestuft.


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