Leinenzwang bei Haustieren im Wohngebiet

Autor: , verfasst am 10.04.2016, 08:00| 1 Kommentar

Einen generellen Leinenzwang bzw. Leinenpflicht in Wohngebieten gibt es in Deutschland aktuell noch nicht. Jedoch behalten sich einzelne Bundesländer, Städte oder Gemeinden vor, in bestimmten Gebieten, Parks oder Anlagen, Leinenzwang für Hunde zu verordnen. Ausnahmen bestehen bei den sogenannten „Kampfhunden“ wie z. B. Bullterrier oder Pitbulls, die in der Öffentlichkeit den Leinenzwang und Maulkorb auferlegt bekommen.

Bald generelle Leinenpflicht in Städten? (© Felix Vogel - Fotolia.com)
Bald generelle Leinenpflicht in Städten?
(© Felix Vogel - Fotolia.com)

Leinenpflicht für Hunde in Berlin und München

In Berlin existiert zurzeit eine Gesetzesvorlage, die 2015 in Kraft treten soll, die eine generelle Leinenpflicht für alle Hunde in der Stadt vorsieht. Vorausgegangen waren zahlreiche Angriffe von Hunden auf Menschen. Auch in München gilt seit Juli 2013 eine Leinenpflicht für Hunde mit einer Schulterhöhe über 50 cm in bestimmten Bereichen der Innenstadt und im direkten Umfeld von Spielplätzen.

Sollte ein Hund an die Leine oder nicht?

Hundehalter sollten sich Ihrer Verantwortung bewusst sein. Gerade in Wohngebieten können Gefahrensituationen plötzlich auftreten. Deshalb sollten Hunde hier zum eigenen Schutz als auch zum Schutz anderer stets freiwillig angeleint werden. Auch im freien Gelände ist ein verantwortungsvolles Handeln des Hundebesitzers angebracht: Kommt eine Person oder Personengruppe entgegen, sollte der Hund angeleint werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass man den Hund, dessen Verhalten niemals zu 100% vorhersehbar ist, unter Kontrolle hat.

Immer mehr Städte und Gemeinden ziehen in puncto generelle Leinenpflicht für Hunde nach. Das Thema Leinenpflicht wann und wo wird damit immer schwammiger und unübersichtlicher. Um Probleme zu vermeiden, sollte man sich daher, um mit den Regelungen nicht in Konflikt zu geraten, bei der jeweiligen Stadt oder Gemeinde über die aktuellen Vorschriften erkundigen.


Nachrichten zum Thema
  • BildWettbüro im allgemeinen Wohngebiet ist „regelmäßig rücksichtslos“ (03.02.2014, 10:38)
    Berlin (jur). Ein Wettbüro hat in einem allgemeinen Wohngebiet nichts zu suchen. Die Vergnügungsstätte beeinträchtigt die Wohnnutzung, drängt diese zurück und ist damit als „regelmäßig rücksichtslos“ anzusehen, entschied das Verwaltungsgericht...
  • BildKeine Pferde im Wohngebiet (27.03.2013, 14:20)
    Neustadt/Weinstraße (jur). Pferde gehören nicht in Wohngebiete. Stall und Auslaufflächen sind allenfalls direkt am Ortsrand zulässig, wie das Verwaltungsgericht Neustadt an der Weinstraße in zwei am Dienstag, 26. März 2013, bekanntgegebenen...
  • Bild„Nichtmedizinischer Massagesalon“ im Wohngebiet abgelehnt (16.07.2012, 11:42)
    Neustand an der Weinstraße (jur). Ein „nichtmedizinischer Massagesalon“, in dem „erotische Ganzkörper-Entspannungsmassagen“ durchgeführt werden, hat in einem allgemeinen Wohngebiet nichts zu suchen. Ein Bauantrag für solch eine...
  • BildAmateurfunkantenne im reinen Wohngebiet (13.10.2011, 10:08)
    OSNABRÜCK. Das Verwaltungsgericht Osnabrück hat auf die Klage eines Nachbarn mit Urteil vom 16.09.2011 entschieden, dass eine von der Stadt Osnabrück genehmigte Amateurfunkantennenanlage in dem dortigen reinen Wohngebiet nicht zulässig ist. Die...
  • BildE. coli und Co. – Infektiöse Darmerkrankungen bei Haustieren (21.06.2011, 11:10)
    Symposium zu Ehren von Prof. Dr. Dr. habil. Georg Baljer am 1. und 2. Juli 2011 in GießenEnde dieses Sommersemesters wird Prof. Dr. Dr. habil. Georg Baljer, Direktor des Instituts für Hygiene und Infektionskrankheiten der Tiere an der...
  • BildKein privater Bootslagerplatz im Wohngebiet (18.04.2011, 14:58)
    Ein privater Bootslagerplatz ist als Nebenanlage in einem reinen oder allgemeinen Wohngebiet grundsätzlich unzulässig. Ein benachbarter Grundstückseigentümer kann sich daher gegen dessen Errichtung wehren. Das ist das wesentliche Ergebnis eines...

Kommentar schreiben

56 - Ach t =

Bisherige Kommentare zum Ratgeber (1)

Gast  (28.01.2015 08:59 Uhr):
Kommt eine Person oder Personengruppe entgegen, sollte der Hund angeleint werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass man den Hund, dessen Verhalten niemals zu 100% vorhersehbar ist, unter Kontrolle hat. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Man sollte bedenken das auch Kinder unterwegs sind.




Weitere Informationen

Downloads

 

Weitere Rechtsanwälte

Rechtsnews im Newsletter

JuraForum.de bietet Ihnen einen kostenlosen juristischen Newsletter:


Weitere Tierschutz-Ratgeber

JuraForum-Suche

Durchsuchen Sie hier JuraForum.de nach bestimmten Begriffen:

© 2003-2017 JuraForum.de — Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung, Verbreitung oder Nutzung für kommerzielle Zwecke.