Gesetzliche Regelung bei Import von Tieren (Quarantäne etc.)

Autor: , verfasst am 10.04.2016, 08:00| Jetzt kommentieren

Für Europäer, die in Deutschland Urlaub machen, gilt die einheitliche EU-Verordnung für mitgeführte Haustiere. D. h. Halter von Hund, Katze oder Frettchen müssen für ihr Tier einen blauen EU-Heimtierpass mitführen. Außerdem muss das Tier gechippt sein und die erforderlichen Impfungen sollten mindestens 30 Tage zurückliegen, aber nicht älter als ein Jahr sein. Kleintiere wie Hauskaninchen unterliegen keiner besonderen Bestimmung, nur dürfen nicht mehr als drei mitgebracht werden.

Tiere können unter Quarantäne gestellt werden. (© Mila Supynska - Fotolia.com)
Tiere können unter Quarantäne gestellt werden.
(© Mila Supynska - Fotolia.com)

Dies gilt ebenso für alle anderen Haustiere, z. B. Hamster, Meerschweinchen, Mäuse, Schildkröten, Schlangen und Echsen. Außer es handelt sich um eine andere exotische Tierart, dann ist eine Genehmigung beim obersten Veterinäramt eines Bundeslandes zu beantragen. Dort wird u. a. überwacht, ob das Artenschutzrecht nicht verletzt wird.

Regelung für Heimvögel

Handelt es sich bei der Einfuhr um Heimvögel wie Papagei oder Sittich, muss eine amtstierärztliche Tiergesundheitsbescheinigung eingeholt werden. Bei anderen Heimvögeln gilt die Regel, keine besonderen Auflagen, aber nur drei dürfen mitgeführt werden.

Einfuhrverbote

Ein Einfuhrverbot nach Deutschland gilt für die sogenannten gefährlichen Hunde der Rasse Pittbull-Terrier, American Staffordshire-Terrier, Staffordshire-Bullterrier, Bullterrier sowie deren Kreuzungen.

Der Import von Tieren aus Nicht-EU-Staaten

Erfolgt die Einfuhr aus einem Nicht-EU-Staat gelten andere Regeln. Grundsätzlich müssen die Tiere vorher geimpft und gechippt sein, um der EU-Heimtierordnung zu entsprechen. Außerdem ist vor der Ausreise ein Tollwutantikörpertest in einem von der EU zugelassenen Labor vorzuweisen und es muss eine Wartezeit von 3 Monaten ab dem Bluttest eingehalten werden. D. h., möchte man einen Hund mitnehmen, der z. B. in Marokko zugelaufen ist, dann muss man ihn für die Zeit in einer Obhut lassen, bevor man ihn Zuhause entgegennehmen kann. Werden diese Bestimmungen ignoriert, so kann das Tier zurückgeschickt werden, für mehrere Monate einer Quarantäne unterliegen oder gar getötet werden.


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