Einreisebestimmungen für Tiere ins Ausland

Autor: , verfasst am 10.04.2016, 08:00| 1 Kommentar

Mit der Einführung des blauen EU-Heimtierpasses ist es nun deutlich einfacher, Hund, Katze oder Frettchen mit ins europäische Ausland zu nehmen. Lässt man sich einen EU-Pass beim Tierarzt ausstellen,  ist das Chippen und Registrieren obligatorisch. Denn nur Pass und Chip erlauben die Ein- und Ausreise eines Haustieres in ein anderes EU-Land. Erlaubt ist das Mitführen von fünf Haustieren, allerdings nur im privaten Reiseverkehr.

Jedes Land hat spezielle Einreisebestimmungen. (© Tanja Bagusat-Fotolia.com)
Jedes Land hat spezielle Einreisebestimmungen.
(© Tanja Bagusat-Fotolia.com)

Manche EU-Länder haben weitere Auflagen

Wichtig ist es außerdem zu wissen, dass einige EU-Länder noch zusätzliche Auflagen haben wie z. B. Frankreich. Hier ist die Einreise von Pitbull-Terriern grundsätzlich verboten, dies betrifft auch andere EU-Staaten. American Staffordshire-Terrier, Bullterrier, Fila Brasilieros, Dogo Argentinos sowie Mastino Napolitanos erfordern außer EU-Pass und Chip noch den Nachweis des Stammbaumes (Stammbuch). Diese Hunde sind in Großbritannien grundsätzlich verboten, alle anderen Hunde können mit EU-Pass und Chip sowie einer Entwurmung, die mindestens 24 Stunden vorher erfolgte, mitgenommen werden. Generell gilt, dass die Impfungen mindestens 30 Tage vor Abreise erfolgt sein müssen, aber nicht länger als ein Jahr zurückliegen dürfen.

Nachdem in einigen EU-Ländern spezielle Sonderregelungen herrschen, ist es zwingend erforderlich, sich vor der Reise mit einem Haustier in ein anderes EU-Land über die etwaigen Sonderregelungen zu informieren. Werden die Regelungen nicht eingehalten, läuft man Gefahr, mit unnötigen Schwierigkeiten konfrontiert zu werden, die gegebenenfalls eine umgehende Rückreise erforderlich machen.

Reisen mit Heimtier in Länder außerhalb der EU

Gleiches gilt, wenn man mit einem Haustier in ein Land außerhalb der EU reisen möchte zum Beispiel in die USA. Auch hier gelten verschiedene Einreisebestimmungen, die in jedem Fall beachtet werden müssen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass das Tier in Quarantäne kommt oder man mitsamt dem Tier umgehend zurück nach Deutschland reisen muss.

Egal ob man mit dem Haustier in ein anderes EU-Land reisen möchte oder eine größere Auslandsreise angetreten werden soll, stets ist es angebracht, sich deutlich vor der Abreise mit den genauen Einreisebestimmungen vertraut zu machen. Da sich Gesetze, Vorschriften und Regelungen durchaus ändern können, sollte man sich nicht allein auf Angaben im Internet verlassen, sondern sich an einen Tierarzt wenden. Und dies am besten bereits ein paar Monate vor der geplanten Abreise, um noch ausreichend Zeit für nötige Untersuchungen oder Impfungen zu haben.


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Bisherige Kommentare zum Ratgeber (1)

Ralf  (16.04.2014 10:11 Uhr):
Bevor man einen Artikel schreibt, sollte man sich schon bei Beispielen genau ansehen was manschreibt. Die Einfuhrbeschränkung von Pitbull-Terriern ist seit 2009 in den Niederlanden aufgehoben. Sie würden besser den Rat geben, auf den Seiten der Ländern nachsehen, was erlaubt ist und was nicht.




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